Frauen stärken – Kindern helfen – Familien fördern

Was bedeutet „Ja zum Leben“?

Für uns heißt das:

·         Schwangere Frauen in Not zu stärken, damit sie sich frei für ihr Kind entscheiden können, auch wenn sie sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden.

·         Schwangeren nach Diagnose beizustehen und Kindern mit Handicap beim Start ins Leben zu helfen

·         Ehe und Familie – als starken Lebens(t)raum – zu fördern

Bitte helfen Sie uns dabei!

Ihre

Marie Elisabeth Hohenberg 
Stiftungsvorsitzende

Neuer Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben

Meschede, 31.08.2018 – Mit Rainer Klawki (62) hat der Vorstand der Stiftung Ja zum Leben zum 01. September 2018 einen neuen Geschäftsführer verpflichtet.

Der in Köln wohnhafte Medizin-Journalist ist seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich im Bereich des Lebensrechtes aktiv.

Die Vorsitzende Marie Elisabeth Hohenberg äußert sich zufrieden, dass es gelungen sei, nach dem plötzlichen Tod von Manfred Libner einen geeigneten Nachfolger für dessen Aufgabenbereich zu finden.

Hier die Presseerklärung herunterladen

14.11.2018

Was tun bei lebensverk√ľrzender Diagnose des ungeborenen Kindes?

Kinderhospiz Wiesbaden eröffnet Beratungsstelle für Schwangere mit schwerster und lebensverkürzender Erkrankung des Ungeborenen, sowie einer Begleitung nach frühem Verlust oder stiller Geburt

In der zwölften Woche stellte der Arzt bei Julia (28) eine Anomalie bei ihrer ungeborenen Tochter Lilly fest, so berichtete sie bei der Eröffnungs-Veranstaltung der Schwangerenberatung Bärenherz Ende Oktober im Kinderhospiz Wiesbaden:

„Ende 2017 wurde ich schwanger mit unserem Wunschkind und wir informierten  an Weihnachten unsere Familie über die erfreuliche Nachricht. Doch nur wenige Zeit später bei einem Routine-Ultraschall in der 12. Schwangerschaftswoche entdeckte der Arzt Auffälligkeiten bei unserem Baby. Noch am gleichen Tag erhielten wir die Diagnose, dass Lilly einen schweren Herzfehler habe und wahrscheinlich nicht lange leben und vermutlich noch in meinem Bauch sterben würde. Für uns stand sehr schnell fest, dass nicht wir über ihr Lebensende entscheiden wollten.“

 In ihrer normalen Umgebung stieß das Elternpaar auf Unverständnis. „Der überwiegende Teil unseres Umfelds war verwundert. Sie dachten, das Kind auszutragen, würde nur noch mehr wehtun.“ Julia berichtete weiter: „Eine lange Zeit der Ungewissheit stand vor uns. Wir schwankten zwischen Glück, Hoffnung und Angst.  Glück mit Lilly schwanger zu sein und dem Gefühl, dass sie sich in meinem Bauch bewegt. Hoffnung, dass sie vielleicht doch länger bleibt als gedacht. Und Angst in zwei Richtungen: einerseits die Angst, sie zu schnell zu verlieren und andererseits aber auch die Sorge, wie wohl ihr und auch unser Leben aussehen wird, wenn sie doch überlebt. Unsere Hebamme Sabine wurde im Internet auf Bärenherz aufmerksam. Mir fiel es schwer, damals mit einem Kinderhospiz Kontakt aufzunehmen. Doch eines Tages rief Sabine an und sie hatte gleich Claudia Langanki am Telefon. Einige Tage später hatten mein Mann und ich unser erstes Treffen mit ihr. Seit diesem Moment wurden wir von Bärenherz begleitet und unterstützt. Claudia kam zu Arztbesuchen mit und wir wurden von ihr vorbereitet. Und dann passierte das, worüber wir sehr glücklich sind. Lilly kam nach über 42 Wochen in meinem Bauch lebend zur Welt. Sie wurde mir direkt auf die Brust gelegt und verstarb nach 30 Minuten in unseren Armen. Noch am gleichen Tag zogen wir mit Lilli im Bärenherz ins Familienzimmer ein. Dort hatten wir weitere vier Tage Zeit, Lilli kennenzulernen und uns von ihr zu verabschieden. Wir sind so froh, dass wir diese kostbare Zeit mit ihr hatten. Durch die wundervolle Begleitung von Bärenherz und auch den Hebammen können wir heute sagen, dass wir ins Leben zurückgefunden haben.“

Ähnliche Erfahrungen bestätigt auch Claudia Langanki: Der frühe Verlust eines Kindes werde gesellschaftlich wenig anerkannt und häufig werde der Trauer um das Kind nur wenig Raum gegeben. Eltern versuchten schnell wieder zu funktionieren und spürten in ihrem sozialen Umfeld kaum Verständnis für ihre Trauer um den für sie großen Verlust. In ihrem „Ruhestand“ leitet die ehemalige  Leiterin des Kinderhospizes Bärenherz und Dipl Sozial-Pädagogin  nun zusammen mit einer Kollegin aus dem Trauerbegleitungsteam , ein neues Bärenherz-Projekt mit Räumlichkeiten unweit des Kinderhospizes, in der Wandersmannstraße 7 in Wiesbaden-Erbenheim. Sie bieten eine Schwangerenberatung und -begleitung bei lebensverkürzender Diagnose oder schwerster Behinderung des ungeborenen Kindes an sowie Trauerbegleitung nach frühem Verlust oder stiller Geburt für die ganze Familie / das soziale Umfeld Durch ihre langjährige Erfahrung haben sie erlebt, wie wichtig es für Eltern ist, Zeit mit ihrem ungeborenen Kind zu haben, sich auf den Abschied vorzubereiten und wenn es möglich, ist jede Minute mit ihrem Kind nach der Geburt zur kostbaren Erinnerung werden zu lassen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kinderhospiz können die Eltern sowohl mit ihrem schwerkranken Baby, aber auch mit ihrem verstorbenen Kind in das Kinderhospiz kommen und dort noch einige Tage mit ihm verweilen. So können die Eltern, Geschwister und auch Angehörige umfassend auch von dem multiprofessionellen Team im Kinderhospiz begleitet werden. Auf dem Weg ihrer Trauer können die Familien dann in Einzel- und Gruppengesprächen weiter begleitet werden. #Spendenstichwort: Bärenherz

Beratungsgespräch in Wiesbaden.
Foto: Sarah Keßler/ Kinderhospiz Bärenherz, Wiesbaden