Kinder schützen – Familien stärken!
Ist es nicht wunderbar, dass wir leben dürfen? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Wir möchten Ihnen zeigen, was menschliches Leben bedeutet und warum es wieder unantastbar werden muss. Wir sind überzeugt davon, dass der Lebensschutz ein Anliegen aller Menschen sein sollte. Eine wichtige Voraussetzung für eine kinderfreundliche Gesellschaft sind intakte Familien. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Bedeutung der Familie wieder ins öffentliche Bewusstsein kommt. Wir laden Sie herzlich ein, sich auf unseren Seiten zu informieren.
Ihre


Johanna Gräfin von Westphalen
Stiftungsvorsitzende

08.07.2014

Hartmut Steeb wird mit dem Stiftungspreis geehrt

Johanna Gräfin von Westphalen, Hartmut SteebMünchen (idea) – Obwohl die meisten Deutschen der Meinung sind, dass Kinder am besten in traditionellen Familien aufwachsen, befürworten sie mehrheitlich ein Adoptionsrecht von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. Auf diesen Widerspruch hat der Leiter des „Instituts für neue soziale Fragen“ (Erfurt), Staatssekretär a.D. Hermann Binkert, bei der Verleihung des Preises der Stiftung Ja zum Leben am 8. Juli in München hingewiesen. Die kürzlich durchgeführte repräsentative Umfrage seines Instituts ergab, dass 54 Prozent traditionelle Familien als beste Umgebung für Kinder betrachten. Zugleich sprachen sich 57 Prozent für ein Adoptionsrecht von homosexuellen Partnerschaften aus. Binkert zufolge weisen diese Angaben auf eine große Diskrepanz zwischen den Erfahrungen der Menschen und den als politisch korrekt angesehenen Meinungen hin. Er appellierte an Politiker, stärker auf das zu hören, was die Bevölkerung wirklich wolle. Das könne auch zu einem besseren Lebensschutz in Deutschland führen. Jährlich werden hierzulande mehr als 100.000 Kinder abgetrieben. Bei der Umfrage hätten jedoch nur 29 Prozent der Aussage zugestimmt, dass der Schutz Ungeborener vernachlässigt werde. Die Mehrheit halte ihn für ausreichend oder verhalte sich gleichgültig. Der Katholik nannte es einen Skandal, dass mindestens jedes siebte Kind im Mutterleib getötet werde. Darauf könne nicht oft genug hingewiesen werden, damit es zu einer geistig-moralischen Wende komme. Binkert: „Wenn sich die Stimmung in der Bevölkerung ändert, ändern sich auch die Politiker.“ Steeb schuf einen schlagkräftigen Lebensschutz-Verband Die Stiftung vergab ihren mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart). Die Vorsitzende der Stiftung, Johanna Gräfin von Westphalen (Meschede), würdigte sein „herausragendes Engagement für den Schutz des Lebens in allen Phasen“. Steeb sei es zu verdanken, dass aus einer losen Arbeitsgemeinschaft ein schlagkräftiger „Bundesverband Lebensrecht“ geworden sei. Am jährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin, den der Verband organisiert, beteiligten sich 2013 mehr als 4.500 Christen. Steeb war dort 13 Jahre lang Vorstandsmitglied. Seit 1995 ist er Vorsitzender des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen, in dem Christen und Initiativgruppen aus evangelischen Landes- und Freikirchen, pietistischen Gemeinschaften und der katholischen Kirche zusammenarbeiten. An diese Dachorganisation, die nur über geringe Finanzmittel verfüge, werde er das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro weitergeben, kündigte Steeb an. Zehn-Punkte-Programm gegen Abtreibungen In seiner Dankesrede stellte er ein Zehn-Punkte-Programm für den Lebensschutz vor. Danach sollen Abtreibungen nur aus rein medizinischen Gründen straffrei bleiben. Das wahre Ausmaß der Abtreibungsmentalität müsse aufgedeckt werden, so Steeb. Offensichtlich störe es niemanden, dass mehr Abtreibungen staatlich abgerechnet als beim Statistischen Bundesamt gemeldet würden. Die evangelischen Kirchen forderte Steeb auf, aus dem staatlichen Beratungssystem auszusteigen, wie es die katholische Kirche vorgemacht habe. Die Vorschrift, sich vor einer straffreien Abtreibung beraten zu lassen, habe nicht zu einem besseren Lebensschutz geführt, sondern wesentlich zum Verlust des Rechtsbewusstseins beigetragen. Steeb zufolge sollte der Kampf für die ungeborenen Kinder ebenso intensiv sein wie die Bekämpfung von Seuchen. Jährlich würden weltweit über 40 Millionen Kinder im Mutterleib getötet. Das seien mehr als doppelt so viele Tote wie durch Hunger, Armut, Krankheit, Aids, Unfälle und Terroranschläge.