Aktuelles

17.07.2017

Ausnahmezustand bei 1000plus - Wir brauchen Ihre Hilfe!

 


Verdoppelungsfonds 2017

 

So viele Schwangere in Not wie noch nie wenden sich an die Beratungsstellen unseres Gemeinschaftsprojekts 1000plus. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat sich die Zahl der ratsuchenden Schwangeren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Insgesamt haben 2.592 Frauen das Beratungsangebot von 1000plus in Anspruch genommen. Das ist ein Anstieg von 111%.

 

Die größte Herausforderung seit Projektstart

Die Ursachen für diese Entwicklung liegen in der Verbesserung und permanenten Optimierung unserer Beratungsplattform www.profemina.org. Das war bereits in den ersten Monaten des Jahres derart erfolgreich, dass unsere Beraterinnen an ihre absoluten Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Deshalb müssen wir uns jetzt entscheiden: Entweder nehmen wir wichtige Bestandteile unserer Beratungsplattform vom Netz, oder wir versuchen alles in unserer Macht Stehende, um unser Beratungsteam deutlich auszubauen.

 

Beratung von 6.000 Schwangeren

Offensichtlich haben wir in diesem Jahr die einmalige Chance, über 6.000 Frauen im Schwangerschaftskonflikt zu erreichen und ihnen die Information, Beratung und Hilfe zu geben, die Entscheidungen für das Leben möglich machen. Damit wir aber in den kommenden Monaten keine Schwangere in Not, die sich an uns wendet, abweisen müssen, sind wir dringend auf Ihre Hilfe angewiesen.

 

Verdoppelungsfonds „Ausbau 2017“

Denn um den Ausbau unserer Beratungskapazitäten zu realisieren, rechnen wir mit einem Mehrbedarf von 624.000 Euro (konkrete Hilfen für Schwangere und deren Familien, Ausbildung, Online/Internet-Ausbau, Telefon, Gehälter, Miete u.v.m.). Um diese Summe stemmen zu können, haben wir den Verdoppelungsfonds „Ausbau 2017“ ins Leben gerufen.

Einige großherzige Unterstützer haben uns fest zugesagt, alle Spenden, die bis zum 30. September 2017 eingehen, bis zu einer Gesamtsumme von 312.000 Euro zu verdoppeln. Damit ist Ihre Spende für die Schaffung neuer Beraterinnenstellen ab sofort doppelt so wertvoll wie sonst!

Bitte helfen Sie mit, dass aus dieser großen Herausforderung ein großes Ja zum Leben werden kann und keine Schwangere in Not abgewiesen werden muss!

 

Spendenkonto:

IBAN: DE93 4408 0050 0771 2200 02

BIC: DRES DE FF 440

Stichwort: Ausbau 2017

13.03.2017

Petition an den Deutschen Bundestag: "Aufruf Lebensrecht"

 

 

 

 

Im Februar 2017 hatte Thomas Börner, neuer Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg entschieden, keine Abtreibungen mehr nach der Beratungsregelung durchzuführen. Auch andere Ärzte in seiner Abteilung sollten nur noch Schwangerschaftsabbrüche bei medizinischer Indikation vornehmen. Als Begründung für seine Entscheidung nannte der bekennende Christ das Nicht-Tötungsgebot der Bibel.

Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen und heftige Kritik durch Medien, Politik und Verbände wie „Pro Familia“. Auch die Leitung des schwedischen Capio-Konzerns, zu dem die Klinik gehört, distanzierte sich von Börners Entscheidung. Als Ergebnis dieser Welle der Empörung wird Börner die Klinik auf eigenen Wunsch wieder verlassen.

Seit diesem öffentlichen Abtreibungsstreit um Börner hat die unabhängige Evangelische Nachrichtenagentur Idea eine Online-Petition gestartet: Sie fordert den Bundestag auf, dafür zu sorgen, dass das Leben ungeborener Kinder wieder umfassend geschützt wird. Denn gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss Abtreibung „für die ganze Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen werden“. Außerdem treten die Unterzeichner der Petition für ein Recht der Chefärzte ein, bestimmen zu können, dass in ihrer gynäkologischen Abteilung keine Abtreibungen vorgenommen werden.

 

www.aufruf-lebensrecht.de 

08.12.2016

Der neue 1000plus-Kalender ist da!

 

Bestellen Sie Ihre Exemplare des 1000plus-Kalenders 2017 über info@ja-zum-leben.de oder unter 0291 - 2261.

Für die Herstellung und den Versand eines Kalenders fallen bei uns Kosten in Höhe von ca. 7 Euro an. Bitte beteiligen Sie sich mit einer Spende an diesen Kosten, damit so viele Ressourcen wie möglich unmittelbar „unseren“ Schwangeren zugute kommen können.

19.09.2016

Doppelt hilft besser! Ausbau unseres 1000plus-Informations-, Beratungs- und Hilfsangebot

 

 

Dank Ihrer Spenden Leben retten – das ist in den vergangenen sieben Jahren, in denen unser Schwangerenberatungsprojekt 1000plus nun besteht, hunderte Male möglich geworden. Viele ungewollt Schwangere konnten wir beraten, ihnen Hilfe ermöglichen und sie so vor einer Abtreibung bewahren! Im letzten Jahr haben wir insgesamt 2.439 Frauen erreicht und mindestens 391 Babys gerettet.   

 

In diesem Jahr kann es uns gelingen, erstmalig rund 3.000 ungewollt Schwangere zu erreichen. Dafür ist aber der Ausbau unseres Informations-, Beratungs- und Hilfsangebotes dringend erforderlich! Nur wenn wir den Schwangeren aktiv eine Plattform anbieten können, durch die sie bestmöglich informiert und beraten werden und echte Hilfe für ihre Situation erhalten, kann aus Trauer Zuversicht und aus Verzweiflung Mutterliebe werden.

 

Ihre Spende ist doppelt so wertvoll!

Für diesen Ausbau unserer Information, Beratung und Hilfe rechnen wir mit einem Finanzierungsbedarf von 328.000 Euro (konkrete Hilfen für Schwangere, Online/Internet-Ausbau, Telefon, Gehälter, Miete u.v.m.). Aus diesem Grund haben wir Mitte Juli 2016 eine eigene Spendenkampagne gestartet: den Verdoppelungsfonds. Im Vorfeld dieser Kampagne haben uns 64 Personen fest zugesagt, alle Spenden, die bis zum 15. Oktober 2016 für den Beratungsausbau 2016 eingehen, bis zu einer Gesamtsumme von 164.000 Euro zu verdoppeln!

 

Das bedeutet: Jeder Euro, den Sie bis zum 15. Oktober 2016 spenden, wird automatisch verdoppelt! Aus 5 Euro werden 10 Euro, aus 20 Euro werden 40 Euro, aus 100 Euro werden 200 Euro, aus 164.000 Euro werden 328.000!  

 

Bitte helfen Sie mit, dass es möglich wird, noch mehr hilfesuchende schwangere Frauen zu erreichen, damit sie sich für ein Leben mit ihrem Baby entscheiden können!

 

Jetzt hier spenden!

 

Spendenkonto:

IBAN: DE934408 0050 0771 2200 02

BIC: DRES DE FF 440

 

Stichwort: Verdoppelungsfonds

07.09.2016

Marsch für das Leben 2016

 

 

09.05.2016

Neue Stiftungsvorsitzende: Marie Elisabeth Hohenberg

 

Die Stiftung Ja zum Leben hat eine neue Stiftungsvorsitzende.

Marie Elisabeth Hohenberg wurde in der Kuratoriumssitzung am 09. Mai 2016 in München einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Die geborene Gräfin von Westphalen übernimmt damit das Amt ihrer Mutter, Johanna Gräfin von Westphalen, die die Stiftung 1988 gemeinsam mit ihrem Sohn Friedrich Wilhelm († 2001) gründete und bis zu ihrem Tod im Januar 2016 leitete.

Hohenberg war seit Gründung der Stiftung Vorsitzende des Stiftungsrates. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird und es ist mir ein großes Herzensanliegen, die Stiftung Ja zum Leben im Sinne meiner Mutter weiter zu leiten. Ich werde meine Kraft für die Schwächsten, die verzweifelten Schwangeren in Not, ihre Kinder und die Familien einsetzen.“ Dem Stiftungsvorstand gehören neben Marie Elisabeth Hohenberg weiterhin Hedwig Gräfin von Buquoy sowie Roland Rösler an.

Neuer Stiftungsratsvorsitzender ist Dr. med. Josef Dohrenbusch aus München, seine Stellvertreterin Elisabeth Motschmann MdB. Neu in den Stiftungsrat gewählt wurde Consuelo Gräfin von Ballestrem. Die weiteren Stiftungsratsmitglieder sind weiterhin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis sowie Prof. Dr. Nikolaus Lobkowicz.

30.01.2016

Johanna Gräfin von Westphalen – ein Leben für das Leben - Ansprachen beim Requiem

Ansprache von Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, beim Requiem am 30. Januar 2016 in Meschede

Es war ein Leben für das Leben. Zuerst als Mutter von sechs Kindern und danach im unermüdlichen Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Die Lebensrechtsarbeit beanspruchte viel Zeit und fand in ihrer Familie, besonders auch bei ihrem Mann, geduldige Unterstützung.

Als sie in den 70er Jahren über die Familien- und Elternarbeit in der CDU aktiv wurde, tat sie das aus tiefster Sorge angesichts der neomarxistischen Strömungen, die sich in der Gesellschaft immer rasanter ausbreiteten. Als Vorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen Meschede wurde sie u.a. mit den existentiellen Problemen von schwangeren Frauen konfrontiert; eine Not, die sie nicht mehr losließ.

1985 übernahm sie für 17 Jahre den Vorsitz der Christdemokraten für das Leben, der politischen Lebensrechtsinitiative, die sich innerhalb der Unionsparteien gegründet hatte. In diese Zeit fiel die verzehrende Auseinandersetzung um die gesetzliche Neuregelung des Abtreibungsparagraphen 218.

Über 27 Jahre leitete sie die von ihr und ihrem Sohn Friedrich Wilhelm 1988 gegründete Stiftung Ja zum Leben, mit der sie alle versammelte, die ihr Anliegen teilten. So konnte die Gräfin nicht nur persönlich helfen, sondern auch wichtige Lebensinitiativen tatkräftig fördern.

Bahnbrechend empfand sie, dass seit 2009 Schwangere in Not aktiv aufgesucht und beraten werden können, nämlich im Internet, in den Chatrooms der Frauenforen. Begeistert übernahm sie deshalb die Schirmherrschaft der Initiative „1000plus“.

In den Kreisen der Lebensrechtsbewegung nannte man sie voll Zuneigung und Respekt nur: „die Gräfin“. Ihr Wirken war ein Segen!

Wie oft hat sich Gräfin von Westphalen selbst zurückgenommen, um ihrem Gegenüber genügend Aufmerksamkeit zu schenken? Sie war äußerst bescheiden und wollte nicht im Mittelpunkt stehen. Doch mit ihrer natürlichen Autorität war sie stets Vorbild und vermittelte Orientierung.

Immer votierte Gräfin von Westphalen unbeirrt für das Leben und schaffte es durch ihre bezaubernde Ausstrahlung und ihre tiefe Überzeugungskraft, viele Menschen dafür zu motivieren.

Und wenn sie mich jetzt hören würde, dann würde sie mich fragen: „Ach Herr Libner, muss das denn sein?“ Und ich würde ihr antworten: „Ja, liebe Gräfin, es muss sein!“

Was bleibt uns Verwaisten nun zu tun, ohne sie? - Wir alle, die wir die Gräfin kennen, schätzen und lieben, müssen unser hörendes Herz öffnen und uns fragen, wie die Gräfin die Herausforderungen, die auf uns zukommen, meistern würde. Ich weiß, sie ist ein unfehlbarer Kompass. Denn ihr mitfühlendes, großherziges Denken und Handeln war eingenordet auf Jesus Christus und die Muttergottes. So wird die Gräfin uns hier immer begleiten. Und im Himmel haben wir mit ihrer Heimkehr eine starke Fürsprecherin für das Leben gewonnen.

Liebe Gräfin, danke, danke!


 

Ansprache von Gabriele Kuby, Buchautorin und Publizistin, beim Requiem am 30. Januar 2016 in Meschede

 

Wie schön, welche große Ehre, dass ich Johanna, Gräfin von Westphalen, nachrufen darf, hinüberrufen über die Schwelle in die Ewigkeit, über die sie völlig unerwartet in der Nacht des 21. Januar getreten ist, vielleicht von Engeln hinüber getragen.

Was war geschehen?

Johanna hatte sich am 19. Januar einer Hüftoperation in Garmisch unterzogen. Das ist mit 79 Jahren nicht ganz ohne Risiko. Als ihr Sohn sie am Abend des 20. Januar besuchte, war sie fröhlich und gelöst, dass alles so gut verlaufen war. Am nächsten Tag wollte sie aufstehen. Mutter und Sohn sprachen darüber, wie sie ihren achtzigsten Geburtstag am kommenden 24. September feiern sollten. Nein, kein großes Fest, lieber wollte sie mit allen Kindern und Enkelkindern im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit nach Rom fahren. Zwischen zwei Besuchen der Nachtschwester um vier und um fünf Uhr morgens starb sie, vermutlich im Schlaf. Der Sohn fand sie genau so im Bett, wie er sie am Abend zuvor verlassen hatte - mit entspanntem, glücklichen Gesicht.

Wer wünscht sich nicht einen solch federleichten Tod? Aber die Kirche betet: „Herr, bewahre mich vor einem plötzlichen Tod.“ Die Wegstrecke am Schluß, die meistens schwer und leidvoll ist, hat einen tiefen Sinn: Wir können uns noch vorbereiten, Gott und die Menschen um Vergebung bitten und vergeben. Aber Johanna war vorbereitet.

Ihr ganzes Leben war sie Marta und Maria in einem: Maria, die zu Füßen des Herrn saß, auf ihn hörte und später das kostbare Nardenöl über ihm verschwendete, und Marta, die tat, was notwendig war. Johanna hat keine Bekehrung erlebt, denn sie war immer fromm. Mit 15 war sie für ein Jahr in England im Internat, in der Saint Philomena's Catholic High School for Girls. Sie liebte die Schule und erwog, selbst ins Kloster zu gehen. Aber es kam anders: Die geborene Gräfin von Galen heiratete mit knapp zwanzig Jahren Clemens August Graf von Westphalen zu Fürstenberg und war erst 28, als sie bereits sechs Kindern das Leben geschenkt hatte. Fünf müssen nun heute von ihrer Mutter Abschied nehmen. Ihrem ältesten Sohn, Friedrich Wilhelm mußte sie nach einem tragischen Unfall 2001 selbst ins Grab nachschauen. Das war der schlimmste Schlag ihres Lebens. Im Oktober 2014 verlor sie ihren Mann, den sie zusammen mit ihrem ältesten Enkel gepflegt hatte. Seit dem hat sie nur noch nach vorne geschaut – zur ewigen Herrlichkeit in Jesus Christus in der Gemeinschaft der Heiligen. Sechs von ihnen gab sie Heimat in der Schloßkapelle, unter ihnen dem seligen Clemens August Kardinal von Galen, ihrem Großonkel.

Ihn hatte sie noch gekannt. Sie war neun Jahre alt, als er nach der Kardinalserhebung am 16. März 1946 auf dem Domplatz in Münster vor Tausenden von Menschen seine berühmte Dankesrede hielt – um wenige Tage danach zu sterben.

“Der Löwe von Münster“ war das das große Vorbild von Johanna. Es ist ein besonderer Auftrag und auch eine besondere Gnade, wenn ein Familienmitglied sein Leben riskiert hat, um für die Wahrheit und den Menschen einzustehen gegen übermächtigen Staatsterrorismus. Er hielt im Sommer 1941 drei Predigten, die ihn nur deshalb nicht ins KZ brachten, weil Goebbels keine katholischen Märtyrer schaffen wollte. Mitten im Krieg prangerte er die Konzentrationslager an, die Vernichtung sogenannten „unwerten Lebens“ und forderte: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29), und „lieber sterben als sündigen“.

In diese großen Fußstapfen trat seine Großnichte Johanna und kämpfte kompromisslos und unbeirrbar für den Schutz des menschlichen Lebens, für die Familie und die Bewahrung der nächsten Generation vor den verderblichen Übergriffen staatlicher Macht. Wer vom gleichen Feuer ergriffen war, konnte mit ihrer rückhaltlosen Unterstützung rechnen. Von Enttäuschungen und Rückschlägen, insbesondere auch im kirchlichen Bereich, ließ sie sich nie entmutigen.

In einem Lied auf die Jungfrau von Orléans, von der Johanna ihren Namen hatte, heißt es:

Strong men were hesitant,                          

the King was afraid,

but every heart was strengthened

by the voice of the maid.

For I will stand alone

pure as a child of the Lord,

yes I will stand alone.

 

Die Kraft schöpfte Johanna aus der Praxis ihres Glaubens: Täglich feierte sie die Heilige Messe und betete den Rosenkranz, den sie immer mit der Anrufung beendete: „Maria, Königin des Friedens, bitte für uns!“ Immer wieder fuhr sie nach Medjugorje, wo sie sich von der "Gospa" beschenken ließ. Sie war für die Menschen da, die großen und besonders für die kleinen, diente ihnen, sorgte für sie, begleitete Kranke und Sterbende. Wie sie selbst ein Kind Gottes war, so auch jeder, der ihr begegnete. Bis zuletzt hatte sie die Anmut und Beschwingtheit eines jungen Mädchens. Es war schön, ihr zu begegnen, sie war unkompliziert, geradlinig, humorvoll, lebendig, großherzig.

In seinen Pentlinger Predigten hat Joseph Kardinal Ratzinger in Worte gefasst, warum wir froh sein dürfen an diesem Tag, auch wenn ein geliebter Mensch jäh aus unserem Leben gerissen wurde: „Wenn wir Ihm Wohnung bereiten, bereitet ER uns die ewige Wohnung. Indem wir Ihn zu tragen glauben, trägt Er uns... Indem wir Tag um Tag wieder versuchen, uns zu bereiten für Ihn, bereitet Er uns die endgültige Wohnung.“

 

Danke Johanna, Gräfin von Westphalen!

Du bist am Ziel Deiner Sehnsucht.

Wir behalten Dich in unseren Herzen.

21.01.2016

Johanna Gräfin von Westphalen - Nachruf

Mit schmerzlicher Trauer und tiefer Bestürzung erfüllt uns der unerwartete Tod unserer Gründerin und Stiftungsvorsitzenden Johanna Gräfin von Westphalen. Sie starb am Morgen des 21. Januar 2016 in Garmisch-Partenkirchen im Alter von 79 Jahren.

Ihr Tod ist für uns ein großer Verlust. Mit ihr verlieren wir nicht nur einen vorbildhaften, authentischen, großherzigen und liebevollen Menschen, sondern auch eine der mutigsten und profiliertesten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Lebensrechtsbewegung. Viele Initiativen zum Schutz des Lebens wären ohne ihre Hilfe und Unterstützung gar nicht denkbar gewesen.

Gräfin von Westphalen empfand ihre unabhängige Stellung immer als Verpflichtung. Die Großnichte des Seligen Clemens August Kardinal von Galen nannte die Dinge mutig beim Namen. Mit unerschrockener Geradlinigkeit bezog sie Stellung zu den Fragen, die sie bewegten. Dem Schutz des menschlichen Lebens galt ihr unermüdlicher Einsatz. Sie sagte immer: „Bei der Frage um Leben oder Tod kann es keine Kompromisse geben“.

Schon früh orientierte sie sich an ihrer Namenspatronin Johanna von Orleans. Ihre innere Stärke und Standfestigkeit bezog sie aus ihrem Glauben, dem Gebet und den Sakramenten. Sie überstrahlte alles mit ihrer natürlichen Anmut und zugleich war sie zuvorkommend und äußerst bescheiden. Ihr Mann und ihre Familie waren für sie wertvolle Stütze und gaben ihr Sicherheit. Als Mutter von sechs Kindern lag ihr auch der Familiengedanke sehr am Herzen. Als in den achtziger Jahren in Europa Familienkongresse mit Mutter Teresa stattfanden, an deren Organisation sie mit beteiligt war, wuchs in ihr der Wunsch, selbst eine Stiftung ins Leben zu rufen, die sich für den Schutz des menschlichen Lebens und die Förderung des Familiengedankens stark macht.

Gründung der Stiftung Ja zum Leben

Deshalb gründete sie 1988 gemeinsam mit ihrem Sohn Friedrich Wilhelm die Stiftung Ja zum Leben, durch die sie zahlreichen Lebensschutzorganisationen und Initiativen für die Familie bis heute die nötige Unterstützung ermöglicht hat.

Seit 1991 wird der Stiftungspreis an außerordentlich verdiente Persönlichkeiten, Publizisten und Organisationen verliehen, die sich um das Lebensrecht und den Familiengedanken verdient gemacht haben.

1998 initiierte Gräfin von Westphalen durch die Stiftung und mit Unterstützung der Christdemokraten für das Leben (CDL) und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) die Kampagne „Tim-lebt“. Damit machte sie auf das Unrecht der Spätabtreibungen öffentlichkeitswirksam aufmerksam. Im Jahr 2000 rief sie ein weiteres Projekt der Stiftung ins Leben: den Schwangerenfonds „Kultur des Lebens“.

Seit 2009 war Gräfin von Westphalen Schirmherrin der Schwangerenberatungsinitiative „1000plus“ an der neben ,Pro Femina‘ und ,Die Birke‘ in Heidelberg und München auch die Stiftung Ja zum Leben als Projektpartner beteiligt ist. In ihrer Sorge um die vielen schwangeren, verzweifelten Frauen, deren Not und empfundene Ausweglosigkeit sie zutiefst anrührte, sah sie in „1000plus“ die Möglichkeit, die schwangeren Frauen umfassend, professionell und zugleich liebevoll zu beraten und zu begleiten. Durch ihre begeisterte Unterstützung hat sie entscheidenden Anteil am Aufbau und Erfolg dieses Gemeinschaftsprojektes. 

Engagement in Politik, Gesellschaft und Kirche

Gräfin von Westphalen engagierte sich über Jahrzehnte leidenschaftlich für ihre Herzensanliegen in Schul- und Familienpolitik sowie in der kirchlichen Sozialarbeit. 14 Jahre lang war sie im Landesvorstand der CDU-Westfalen-Lippe bzw. Nordrhein-Westfalen und in zwei Bundesausschüssen der Partei tätig.

Seit 1985 war sie 17 Jahre lang erste Vorsitzende der von ihr mitgegründeten CDL. In diese Zeit fiel auch die Auseinandersetzung um die Neufassung des Abtreibungsparagraphen 218 StGB. Als Mitglied der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen hat sie immer wieder gegen die Ausstrahlung pornographischer und blasphemischer Programme Stellung genommen.

 

Über 20 Jahre war sie Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von Kirche in Not und über zehn Jahre Mitglied im Generalrat der von Pater Werenfried van Straaten gegründeten Organisation. Sie war Kuratoriumsmitglied im "Forum Deutscher Katholiken" und Schirmherrin des Kongresses „Freude am Glauben“.

Von Papst Johannes Paul II. wurde sie 2002 auf Vorschlag von Joseph Kardinal Ratzinger mit dem Großkreuz des Heiligen Gregorius ausgezeichnet. Sie war Großkreuzdame des Souveränen Malteserritterordens sowie Sternkreuzdame. Außerdem war sie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

 

Ihre Herzlichkeit, ihre entschlossene Tatkraft und ihr bedingungsloser Einsatz für das Leben und die Familie sind unersetzbar. In ihrer Güte und Großherzigkeit wird sie uns immer ein Vorbild sein.

Ihr Lebenswerk bleibt unser Auftrag.

14.01.2016

Petition: Europäische Experten fordern Brüssel zur erneuten Beschäftigung mit „One of Us“ auf

 

 

 

„One of Us“ bekommt neuen Aufwind!

Die bisher erfolgreichste europäische Bürgerinitiative war Ende Mai 2014 nach einer Anhörung im EU-Parlament durch die EU-Kommission zurückgewiesen worden. Die Forderungen von über 1,9 Millionen Bürgern, die Finanzierung von verbrauchender Embryonenforschung durch EU-Gelder zu stoppen und die Förderung von Abtreibung im Rahmen der EU-Entwicklungshilfe einzustellen, wurden ignoriert.

 

Deshalb haben sich nun Fachleute aus Politik, Gesundheit und Recht in ganz Europa den Unterzeichnern von „One of Us“ angeschlossen und fordern basierend auf ihrer spezifischen wissenschaftlichen Kenntnis die erneute Auseinandersetzung mit dem legitimen Anliegen der Bürgerinitiative auf EU-Ebene. Sie treten dafür ein, dass der Schutz des menschlichen Lebens Gegenstand einer Initiative der Europäischen Kommission sein und im Einzelnen im Plenum des Europäischen Parlaments diskutiert werden muss.

 

Bei der Unterschriftenaktion können alle im medizinischen, politischen oder juristischen Bereich Tätigen mitmachen!

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass jedes menschliche Leben respektiert und kompromisslos geschützt wird! Unterschreiben Sie die Petition und tun Sie damit das Ihnen Mögliche für einen besseren Lebensschutz in Europa! Setzen Sie sich ein für eine echte Kultur des Lebens!

 

Hier geht’s zur Petition: www.oneofusappeal.eu

 

Ihre Stimme zählt für „One of Us“!

DANKE für Ihre Unterstützung!

22.12.2015

Frohe und gesegnete Weihnachten und alles Gute für 2016!

 

Allen Freunden, Spendern und Unterstützern wünschen wir von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!!

Dank ihrer Spenden dürfen wir auf ein bewegendes und erfolgreiches Jahr blicken, in dem:

durch den stiftungseigenen Schwangerenfonds den geförderten Beratungsstellen die oft entscheidende Hilfe für schwangere Frauen in Not möglich wurde 

Tim seinen 18. Geburtstag im Kreis vieler Freunde feiern konnte und sich jetzt auf die Einlösung unseres Geburtstagsgeschenkes freuen darf: die Delphintherapie auf Curaçao im Februar 2016.

unser großer Traum von einer weiteren 1000plus-Beratungsstelle in München Wirklichkeit werden konnte, sodass wir im nächsten Jahr rund 1.000 Frauen mehr beraten können.

Es ist für uns einfach überwältigend, dass durch unseren gemeinsamen Einsatz so viele Tränen getrocknet, Not gelindert und vielen Babys das Leben geschenkt werden konnte!

Unser größter Wunsch für 2016:

Dass sich auch im nächsten Jahr viele Menschen von der Not der verzweifelten Schwangeren berühren lassen und gemeinsam mit uns alles dafür tun, dass aus Verzweiflung Hoffnung, aus Beziehungsstreit Versöhnung und aus Panik Freude über neues Leben werden kann! Das Glück vieler Mütter und das Leben ihrer Babys hängt an unserer Hilfsbereitschaft!  

Bitte sagen Sie mit Ihrer Spende „Ja“ zum Leben und helfen Sie mit, dass die kleinen Kinderaugen das Licht dieser Welt lebend erblicken können!

25.11.2015

"Oh, ist das aufregend!" Der neue 1000plus-Kalender 2016 ist da!


 

Der neue 1000plus-Kalender liegt nun druckfrisch für Sie bereit! 12 Motive voller Leben, Lachen, Zukunftsplänen und Kinderaugen, die die Welt bestaunen!

Setzen Sie im kommenden Jahr ein sympathisches Zeichen für das Leben und hängen Sie den 1000plus-Kalender in Ihre Küche, Ihr Wohnzimmer, Ihr Büro, Ihre Praxis oder Ihre Gemeinde... oder verschenken Sie ihn zu Weihnachten! Lassen Sie 2016 lebendig werden!

 

Bestellen Sie Ihre gewünschten Exemplare bei der Stiftung Ja zum Leben. E-Mail: info@ja-zum-leben.deWir senden sie Ihnen umgehend zu – solange der Vorrat reicht!

Der Selbstkostenpreis liegt bei ca. 7 € pro Kalender. Wir sind dankbar, wenn Sie sich an diesen Kosten mit einer Spende beteiligen.

21.10.2015

"Keine Lizenz zum Töten" - Stiftung Ja zum Leben unterstützt Kampagne

Am 6. November stimmen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages über das neue Gesetz zum assistierten Suizid ab (§ 217 StGB). Sie entscheiden darüber, ob die aktive Lebensbeendigung durch Mitwirkung von Ärzten, Angehörigen oder Pflegenden zum neuen Alltag in Wohnzimmern, Pflegeheimen oder Krankenhäusern wird.
Gemeinsam mit der Initiative „Keine Lizenz zum Töten" hat die Stiftung Ja zum Leben im Vorfeld den Gesetzentwurf von Patrick Sensburg MdB, Thomas Dörflinger MdB und Hubert Hüppe MdB unterstützt. Denn dieser sieht als einziger der vier Gesetzentwürfe ein klares Verbot des assistierten Suizids vor.

Damit entspricht er auch als einziger – laut einer Feststellung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages vom August – den Vorgaben des Grundgesetzes und der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtes.
 
In einer Online-Petition riefen knapp 10.000 Unterzeichner die Abgeordneten dazu auf, sich für den Gesetzentwurf zu entscheiden, der den vollen Schutz am Lebensende garantiert.
Um effektiv auch online in den sozialen Netzwerken für diesen Entwurf zu werben und weitere Unterstützer finden zu können, hat die Stiftung die Produktion eines Kurz-Videos zum Thema gefördert, das in drei Minuten die Tragweite der Entscheidung über das neue Gesetz anschaulich macht. www.keine-lizenz-zum-toeten.de

01.09.2015

„Es ist sehr, sehr wichtig, was Ihr da macht!“ Papst unterstützt „Marsch für das Leben“

Papst Franziskus unterstützt das Anliegen des diesjährigen Marsches für das Leben, der am Samstag, 19. September in Berlin stattfindet. Bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom am 26. August begrüßte er die leitenden Verantwortlichen des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) als Veranstalter des Marsches. Der Papst würdigte gegenüber dem BVL-Vorsitzenden Martin Lohmann das Engagement für das Leben und zeigte sich interessiert an der Arbeit des BVL. Mit Blick auf den Marsch für das Leben betonte der Papst: „Es ist sehr, sehr wichtig, was Ihr da macht!“ Er sagte sein Gebet und seinen Segen für die Lebensschützer zu und bat darum, alle Teilnehmer des Marsches in Berlin herzlich zu grüßen. Das diesjährige Motto des Marsches „Gemeinsam für das Leben. Immer!“ kommentierte er mit sichtlicher Zustimmung: „Ja, das müssen wir immer tun!“

 

Es war das erste Mal, dass ein Papst die Veranstalter des Marsches für das Leben im Vatikan begrüßte. Die Vertreter des BVL dankten dem Papst, der sich erstaunlich viel Zeit für die Begegnung nahm, für sein „starkes und klares Zeugnis“. In Rom, wo es seit vielen Jahren einen Marsch für das Leben gibt, gehen nicht nur – wie in anderen Hauptstädten ebenfalls – Bischöfe mit. Auch Papst Franziskus selbst hat sich zum Teil dieser Demonstration gemacht.

Die Stiftung Ja zum Leben ist Mitglied im BVL und wird am Marsch für das Leben in Berlin teilnehmen. Gemeinsam mit vielen Tausend Teilnehmern wollen wir auf das unbedingte Lebensrecht aller Menschen – vor allem der Ungeborenen, Kranken, Alten und Beeinträchtigten – aufmerksam machen und für sie wirkungsvolle Hilfen statt Selektion und Tötung einfordern. Wir rufen Politik und Gesellschaft dazu auf, das Unrecht der Abtreibung zu beenden, die Tötung behinderter Babys durch Selektion zu verhindern und das Aufkommen der aktiven Sterbehilfe zu stoppen, um allen Menschen ein Leben in Selbstbestimmung, Würde und Freiheit zu ermöglichen.

In der Überzeugung, dass Ihnen das unbedingte Ja zum Leben genauso am Herzen liegt wie uns, laden wir Sie herzlich nach Berlin ein! Unterstützen Sie den Marsch und setzen Sie ein unübersehbares Zeichen für das Leben!

Spendenkonto:

IBAN: DE50 4408 0050 0771 2200 00

BIC: DRES DE FF 440

Stichwort: Marsch

23.07.2015

Neue 1000plus-Beratungsstelle in München

Ab 1. September wird unser Projekt 1000plus in München eine „Beratungsstelle Bayern“ eröffnen. Neben Heidelberg wird es der zweite Standort für die Beratung ungewollt schwangerer Frauen sein. Ziel ist es, somit mittelfristig rund 1.000 weiteren Frauen im Schwangerschaftskonflikt Beratung und Hilfe zur Verfügung stellen zu können.  

Denn der Bedarf an Beratung übersteigt schon jetzt die vorhandenen Kapazitäten bei Weitem, weshalb 1000plus sich laufend um einen Ausbau der Beratungsstrukturen bemüht. Im vergangenen Jahr konnten insgesamt 2.191 Frauen beraten werden, für dieses Jahr lautet das Ziel 3.000 Beratungsfälle. Es fehlt lediglich an den finanziellen Mitteln, um ausreichend qualifizierte Beraterinnen mit einem klaren Ja zum Leben einstellen zu können.  

Daher hat die Stiftung Ja zum Leben gemeinsam mit den beiden anderen am Projekt beteiligten Vereinen „Pro Femina“ und „Die BIRKE“ für die „Beratungsstelle Bayern“ eine eigene Spendenkampagne gestartet. Mit Hilfe eines „matching fund“ wird jede Spende für den Aufbau der neuen Beratungsstelle durch eine kleine Gruppe von Großspendern verdoppelt. Start der Spendenaktion ist der bevorstehende 1000plus-TAG München am 25. Juli. Er findet unter dem Motto „Servus, Bayern!“ statt und ist zugleich die festliche Auftaktveranstaltung zur Eröffnung der neuen „Beratungsstelle Bayern“.

Kristijan Aufiero, Projektleiter von 1000plus, erläutert die Gründe für die Standortwahl München: Bereits jetzt erhalte 1000plus sehr viele Beratungsanfragen von ungewollt schwangeren Frauen aus Bayern. Auch auf der von Pro Femina betriebenen Beratungsplattform vorabtreibung.net rangiere München an zweiter Stelle nach Berlin. Zudem sei die bayerische Landeshauptstadt aus der ganzen Metropolregion mit ihren 5,8 Millionen Einwohnern problemlos innerhalb von einer Stunde erreichbar. Durch gezielten Ausbau der Werbemaßnahmen für diese Region können hier betroffene Frauen noch besser erreicht werden. Nicht zuletzt biete München sehr gute Möglichkeiten, gute und langfristige Mitarbeiter zu finden. 

Seit Projektstart im Jahr 2009 hat 1000plus im gesamten deutschsprachigen Raum über 7.500 Frauen im Schwangerschaftskonflikt beraten und ihnen geholfen, eine Perspektive für ein Leben mit ihrem Kind zu finden.

01.06.2015

Weil Leben einfach schön ist! Schwangerenberatung und Hilfe statt Abtreibung

1000plusSeit über fünf Jahren trägt die Stiftung Ja zum Leben gemeinsam mit den Beratungsorganisationen Pro Femina und Die Birke das Beratungsprojekt „1000plus – Hilfe statt Abtreibung“. Allein im letzten Jahr konnte durch die einfühlsame Begleitung unserer 1000plus-Beraterinnen jeden Tag ein Baby gerettet werden! Von den 2.191 beratenen Frauen haben uns 581 Frauen ihre endgültige Entscheidung mitgeteilt. Demnach haben sich mindestens 357 aller beratenen Frauen definitiv für ein Leben mit ihrem Baby entschieden!
Das wäre ohne die treue Unterstützung unserer Freunde und Förderer undenkbar gewesen. Die Beratung und Hilfe konnten wir nur leisten, weil Sie an unserer Seite stehen. Deshalb ist das Leben dieser Kinder vor allem auch Ihr Verdienst!
Zwar sind die offiziellen Abtreibungszahlen für 2014 mit 99.700 Abtreibungen in Deutschland erstmalig knapp unter die Hunderttausender-Marke gesunken – aber damit wollen wir uns nicht zufrieden geben! Wir wollen immer mehr schwangeren Frauen in Not helfen, sie ermutigen und ihnen jede Hilfe geben können, die sie brauchen, um sich für das Leben ihres Babys zu entscheiden – egal, ob es gesund oder krank ist. Unsere Vision ist es, die Abtreibungszahlen für 2015 weiter zu senken und dazu beizutragen, dass weniger Kinder getötet und weniger Mutterherzen zerbrochen werden. Daher wollen wir in diesem Jahr an die 3.000 Frauen im Schwangerschaftskonflikt erreichen. Das geht jedoch nur mit Ihrer Unterstützung! Werden Sie mit Ihrer Spende zum Lebensretter und helfen Sie mit, dass aus verzweifelten Frauen glückliche Mamis werden können!

Mit den aktuellen 1000plus-Postkarten- und  Plakatmotiven kommen Sie sofort ins Gespräch in der Familie, mit Freunden und Bekannten, am Arbeitsplatz und wo immer Sie sich befinden.
Außerdem haben Sie die reiche Auswahl von vielen weiteren Motiven, die in der Vergangenheit im Stiftungsbrief vorgestellt wurden. Setzen Sie mit den 1000plus-Motiven ein unübersehbares Zeichen für das Leben, damit viele Menschen uns kennenlernen.

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10.03.2015

„Ich habe mir doch immer Kinder gewünscht!“ - Wenn der Freund eine Abtreibung will

 

 

Als das Beratungstelefon bei 1000plus klingelt, meldet sich eine gefasst klingende junge Frau: „Ich habe Ihre Telefonnummer aus einem Forum. Kann ich Ihnen meine Geschichte erzählen?“ Tina ist 30 Jahre alt und blickt auf die Scherben einer langjährigen Partnerschaft zurück. „Wir wollten beide Kinder, aber es kamen keine. Dieses Problem trieb uns immer weiter voneinander fort“, berichtet Tina von der schmerzhaften Trennung, die nun schon einige Zeit zurückliegt. Sie spricht von der ersten Begegnung mit ihrem jetzigen Partner und ihre Stimme erhellt sich: „Ich habe mich sofort in Ralf verliebt!“
Die Beraterin möchte mehr über das neue Glück erfahren. „Sein Humor hat mich fasziniert. Ich erkannte gleiche Einstellungen in wichtigen Lebensfragen – dachte ich zumindest...“ In diesem Moment bricht Tinas Stimme ab, denn die Tiefe ihrer Gefühle wird von Ralf nicht erwidert. Nach einer kleinen Pause erzählt sie von dem Tag, an dem sie von der Schwangerschaft erfuhr: „Es war ein schöner Moment, doch dann habe ich Ralf davon erzählt. Er ist ganz klar für eine Abtreibung. Ich habe mir aber doch immer Kinder gewünscht!“ Nun überrollen Trauer und Angst die Schwangere und ihre Gefasstheit ist mit einem Mal dahin.
Die Beraterin weiß, dass es nun wichtig ist, die vielen Gefühle und Gedanken zu sortieren. Sie stellt Tina einige Fragen, um sie und ihr Umfeld kennenzulernen und gemeinsam nach einer guten Lösung suchen zu können: Tinas Vater verstarb sehr früh und zur Mutter hat sie nur losen Kontakt. Daher hatte sie bisher auch nicht den Mut, sich dieser anzuvertrauen. Herzzerreißend schildert sie ihren sehnlichsten Wunsch, von Ralf und ihrer Mutter Unterstützung zu erfahren. Sehr dankbar nimmt sie das Angebot der Beraterin an, sich wieder telefonisch zu melden.
Einige Tage vergehen bis die Schwangere wieder bei 1000plus anruft. Sie ist völlig hin- und hergerissen: „Mein Verstand sagt mir, dass ich das Kind nicht bekommen kann. Aber mein Herz hat bereits eine innige Verbindung aufgebaut!“ Ihre Ambivalenz resultiert aus dem Gespräch mit Ralf, der zwar redlich bemüht sei, sich mit ihr zu versöhnen, doch nach allem was geschah, misstraut die junge Frau seiner Motivation.
Einige Tage später hat die Schwangere sich noch nicht wieder wie vereinbart gemeldet. Sorgenvoll greift die Beraterin selbst zum Telefon und als Tina den Anruf annimmt, hallt die Verzweiflung ganz deutlich aus ihrer Stimme: „Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll. Es gibt doch eigentlich keinen anderen Ausweg als die Abtreibung.“ Die junge Frau klingt müde: „Ich merke immer wieder, wie schwer mir die Arbeit momentan fällt.“ Die Schwangere berichtet von ihrem körperlich und psychisch oft sehr belastenden Beruf als Chirurgin. Die Beraterin spürt, dass Tina dringend emotionale Entlastung braucht, um sich auf sich und ihr Baby konzentrieren zu können und schlägt vor, eine ehrenamtliche Unterstützerin aus der 1000plus-Helferkartei zu kontaktieren. Diese könnte Tina in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. Tina findet die Vorstellung sehr gut. Noch am selben Tag erreicht die Beraterin eine warmherzige Dame aus der Helferkartei, die gerne mit Tina in Kontakt treten will. Sogleich schickt die Beraterin ihre Kontaktdaten via E-Mail an Tina.
Postwendend erreicht sie jedoch eine alarmierende Antwort von Tina: „Sind Sie heute wieder in der Beratungsstelle? Ich würde gerne noch einmal mit Ihnen sprechen!“ Sogleich ruft sie die Schwangere zurück. Diese hat zwischenzeitlich das Gespräch zu ihrer Mutter gesucht, um ihr von der Schwangerschaft zu berichten und ist von ihrer Reaktion zutiefst verletzt. „Sie meinte nur, dass mein Leben nun im Eimer sei und sie mich nicht unterstützen werde“, weint Tina. Nach dem erschütternden Gespräch mit ihrer Mutter hat sie in einer Panikreaktion sofort einen Abtreibungstermin für den darauffolgenden Montag vereinbart. Es bleiben nur noch sechs Tage bis zum Abtreibungstermin. Lange sprechen die beiden über Tinas Stärken, die ihr auch aus früheren Krisen herausgeholfen haben, doch die Schwangere ist ganz von Mutlosigkeit ergriffen.
In den darauffolgenden Tagen versucht die Beraterin, Tina telefonisch zu erreichen. Doch die verzweifelte Schwangere nimmt die Anrufe nicht entgegen. So bleibt der Beraterin nichts anderes übrig, als auf den Weg der E-Mails auszuweichen. In der Hoffnung, dass die Schwangere ihre Ermutigungen noch vor dem Termin lesen wird. Sie betont, dass Tina weiterhin auf ihre Hilfe, Unterstützung und ein offenes Ohr zählen kann.
Auch zu Wochenbeginn erhält die Beraterin kein Lebenszeichen von Tina. Sie macht sich große Sorgen und fürchtet, dass Tina den Abtreibungstermin wirklich wahrgenommen hat. Doch plötzlich klingelt das Telefon, Tina meldet sich und zum ersten Mal klingt sie wirklich glücklich: „Ich habe den Abtreibungstermin am Montag abgesagt!“ Das Herz der Beraterin macht einen Luftsprung und sie fragt, wie es denn zu dieser Kehrtwende kam: „Ralf und ich sind Montagmorgen aufgewacht. Ich hab immerzu daran denken müssen, wie Sie mich ermutigt haben, und konnte meine Trauer nicht verbergen. Er fragte, was denn los sei. Ich sagte ihm, dass ich es einfach nicht über das Herz bringe, mein... unser Kind abzutreiben und er antwortete: ‚Dann machen wir es nicht.’ Ist das nicht großartig?“

Die Stiftung Ja zum Leben fördert als  Projektpartner von 1000plus die Beratung von Pro Femina e.V.

 


12.11.2014

Schauspielerin Mariella Ahrens: Entscheidung für das Leben

(c) geislerfotopress

Vor 15 Jahren hätte sie eigentlich ihr erstes Kind abtreiben wollen – das berichtete unlängst die bekannte deutsche Schauspielerin Mariella Ahrens. Der beliebte TV-Star („Ein Fall von Liebe“) sprach damit erstmals gegenüber den Medien (B.Z., Freizeit Revue) von den Erfahrungen in ihrer ersten Schwangerschaft. Es sei eine traurige Zeit gewesen: „Ich war ungewollt schwanger. Den Erzeuger kannte ich erst ein paar Monate, da ist man natürlich noch nicht so weit über eine Familie nachzudenken“. Wegen der noch unstabilen Beziehung und der fehlenden sicheren Zukunftsperspektive dachte sie darüber nach, ihre Tochter abtreiben zu lassen. Hinzu kam das Gefühl, der neu entstandenen Situation nicht gewachsen zu sein: „Ich fühlte mich einfach überfordert.“ Der Wendepunkt sei dann die Ultraschalluntersuchung gewesen, bei der sie den Herzschlag des ungeborenen Babys gesehen habe. „Da kamen bei mir die Mutterinstinkte durch. Ich dachte: Nein, ich kann doch jetzt nicht so ein Kind einfach wegmachen lassen“, zitiert die B.Z. sie.

Mit diesem Bericht teilt Mariella Ahrens Erfahrungen, die viele ungewollt Schwangere machen. Eine unsichere Partnerschaft, ungeklärte Zukunftsperspektiven, das Gefühl von Überforderung und Hilflosigkeit, oft auch mangelnde Unterstützung durch die Familie sind häufig die ausschlaggebenden Gründe für eine Abtreibung – davon berichten die 1000plus-Beraterinnen fast täglich (www.vorabtreibung.net. Eine Abtreibung ist für die meisten Frauen dann keine freie Wahl, sondern in ihrer Situation die scheinbar einzige Lösung. Daher brauchen die Frauen Unterstützung, die ihnen hilft, sich für ihr Kind entscheiden zu können, denn meistens schlägt ihr Herz bereits – entgegen aller widrigen Umstände – für ihr Baby. Dass sich die Entscheidung für das Leben lohnt, hat Mariella Ahrens nun öffentlich bestätigt: Sie sei heute „mehr als glücklich“ und mit ihrer 15 jährigen Tochter Isabella „ein Herz und eine Seele.“

 

06.10.2014

1000plus: Charme-Offensive für das Leben

„Die Beraterin hat mir alle meine Ängste genommen. Letztendlich konnte ich selbst die Entscheidung für mein Kind treffen und ich bin glücklich damit!“ Sätze wie diese sind wohl das größte Geschenk, das das Schwangerenberatungsprojekt 1000plus zum 5. Geburtstag bekommen konnte. Emotionaler Höhepunkt auf dem 1000plus-Tag in Heidelberg am 4. Oktober war das Podiumsgespräch, bei dem zum ersten Mal drei betroffene Mütter von ihren Erfahrungen mit ihrer ungeplanten Schwangerschaft und dem Beratungsangebot von 1000plus erzählt haben.
Die drei Frauen kommen auch im neuen Kurzfilm über die Beratung und Hilfe von Pro Femina e.V. zu Wort, der in Heidelberg Premiere hatte. Seit dem ersten Telefongespräch mit ihrer Beraterin habe sie gewusst: „Ab jetzt geht´s aufwärts“, so eine der Mütter. Nicht nur für ihr mutiges Zeugnis und ihr Ja zum Leben ernteten die drei Frauen überwältigenden Applaus, sondern auch für ihre Bereitschaft, sich in Zukunft für Schwangere in Konfliktsituationen tatkräftig einzusetzen.
Die Schirmherrin von 1000plus, Johanna Gräfin von Westphalen, lobte in ihrem Grußwort u.a. die einfühlsame und professionelle Arbeit der Beraterinnen, die „das Herz von 1000plus“ bildeten. Die akute Paniksituation einer ungewollten Schwangerschaft müsse erst behutsam mithilfe der Beraterinnen überwunden werden, damit das Herz eine Chance bekomme, gehört zu werden. Denn eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten fünf Jahre sei, dass „die allermeisten Frauen tief in ihrem Herzen die richtige Entscheidung kennen“.
Der Rottenburger Weihbischof Thomas Maria Renz hob in seinem Festvortrag hervor: „1000plus ist für mich die „sympathischste Charme-Offensive für das ungeborene Leben in unserem Land seit es Schwangerschaftskonfliktberatungen gibt!“. „Wenn 1000plus auch nur ein einziges Menschenleben pro Tag rettet - und das tut 1000plus! -, dann hat es diese Initiative verdient, nach Kräften unterstützt zu werden“. Bezüglich der Konflikte, die 1000plus in diesem Jahr durchgestanden hatte, sagte Renz: „Weil in Deutschland alle fünf Minuten ein Kind im Mutterleib den Tod findet, kann und darf es keinen Monopolanspruch von einigen wenigen großen Verbänden und Einrichtungen auf Schwangerschaftskonfliktberatung geben“. Dies widerspräche eklatant dem Auftrag des Evangeliums und der kirchlichen Lehre vom Laienapostolat in der Welt von heute.
Kristijan Aufiero, Projektleiter von 1000plus, verglich den Festtag mit einem Kindergeburtstag. Kinder blickten an diesem Tag nicht zurück, sondern nach vorne in die Zukunft. Sie wollten größer und stärker werden. Dies sei auch das Ziel des Projekts: Mit derzeit rund 2.500 Beratungen jährlich sollen mittelfristig die Kapazitäten für 10.000 Beratungsfälle im Jahr ausgebaut und weiter vorangebracht werden.

13.08.2014

Marsch für das Leben - Berlin - 20. September 2014

 

Ablauf am 20.09.2014

13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet.
– ca. 15:30 Uhr: Abschlussgottesdienst
– ca. 16:30-17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Eine Anmeldung zum Marsch für das Leben ist nicht erforderlich.
Die Teilnehmer organisieren Anreise und ggf. Unterkunft selbst oder in Gruppen.
Informationen dazu finden Sie auf www.marsch-fuer-das-leben.de.

08.07.2014

Hartmut Steeb wird mit dem Stiftungspreis geehrt

Johanna Gräfin von Westphalen, Hartmut SteebMünchen (idea) – Obwohl die meisten Deutschen der Meinung sind, dass Kinder am besten in traditionellen Familien aufwachsen, befürworten sie mehrheitlich ein Adoptionsrecht von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. Auf diesen Widerspruch hat der Leiter des „Instituts für neue soziale Fragen“ (Erfurt), Staatssekretär a.D. Hermann Binkert, bei der Verleihung des Preises der Stiftung Ja zum Leben am 8. Juli in München hingewiesen. Die kürzlich durchgeführte repräsentative Umfrage seines Instituts ergab, dass 54 Prozent traditionelle Familien als beste Umgebung für Kinder betrachten. Zugleich sprachen sich 57 Prozent für ein Adoptionsrecht von homosexuellen Partnerschaften aus. Binkert zufolge weisen diese Angaben auf eine große Diskrepanz zwischen den Erfahrungen der Menschen und den als politisch korrekt angesehenen Meinungen hin. Er appellierte an Politiker, stärker auf das zu hören, was die Bevölkerung wirklich wolle. Das könne auch zu einem besseren Lebensschutz in Deutschland führen. Jährlich werden hierzulande mehr als 100.000 Kinder abgetrieben. Bei der Umfrage hätten jedoch nur 29 Prozent der Aussage zugestimmt, dass der Schutz Ungeborener vernachlässigt werde. Die Mehrheit halte ihn für ausreichend oder verhalte sich gleichgültig. Der Katholik nannte es einen Skandal, dass mindestens jedes siebte Kind im Mutterleib getötet werde. Darauf könne nicht oft genug hingewiesen werden, damit es zu einer geistig-moralischen Wende komme. Binkert: „Wenn sich die Stimmung in der Bevölkerung ändert, ändern sich auch die Politiker.“ Steeb schuf einen schlagkräftigen Lebensschutz-Verband Die Stiftung vergab ihren mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart). Die Vorsitzende der Stiftung, Johanna Gräfin von Westphalen (Meschede), würdigte sein „herausragendes Engagement für den Schutz des Lebens in allen Phasen“. Steeb sei es zu verdanken, dass aus einer losen Arbeitsgemeinschaft ein schlagkräftiger „Bundesverband Lebensrecht“ geworden sei. Am jährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin, den der Verband organisiert, beteiligten sich 2013 mehr als 4.500 Christen. Steeb war dort 13 Jahre lang Vorstandsmitglied. Seit 1995 ist er Vorsitzender des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen, in dem Christen und Initiativgruppen aus evangelischen Landes- und Freikirchen, pietistischen Gemeinschaften und der katholischen Kirche zusammenarbeiten. An diese Dachorganisation, die nur über geringe Finanzmittel verfüge, werde er das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro weitergeben, kündigte Steeb an. Zehn-Punkte-Programm gegen Abtreibungen In seiner Dankesrede stellte er ein Zehn-Punkte-Programm für den Lebensschutz vor. Danach sollen Abtreibungen nur aus rein medizinischen Gründen straffrei bleiben. Das wahre Ausmaß der Abtreibungsmentalität müsse aufgedeckt werden, so Steeb. Offensichtlich störe es niemanden, dass mehr Abtreibungen staatlich abgerechnet als beim Statistischen Bundesamt gemeldet würden. Die evangelischen Kirchen forderte Steeb auf, aus dem staatlichen Beratungssystem auszusteigen, wie es die katholische Kirche vorgemacht habe. Die Vorschrift, sich vor einer straffreien Abtreibung beraten zu lassen, habe nicht zu einem besseren Lebensschutz geführt, sondern wesentlich zum Verlust des Rechtsbewusstseins beigetragen. Steeb zufolge sollte der Kampf für die ungeborenen Kinder ebenso intensiv sein wie die Bekämpfung von Seuchen. Jährlich würden weltweit über 40 Millionen Kinder im Mutterleib getötet. Das seien mehr als doppelt so viele Tote wie durch Hunger, Armut, Krankheit, Aids, Unfälle und Terroranschläge.

28.05.2014

EU-Kommission weist Europ. Bürgerinitiative "Einer von uns" zurück

Die Zurückweisung der Petition der Europäischen Bürgerinitiative EINER VON UNS durch die EU-Kommission ist auf Unverständnis gestoßen. Wie hält man es in Brüssel mit der Demokratie?

Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass sie die beiden Anliegen der Europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“ zurückweist und nicht im Sinne der Petenten tätig wird. EINER VON UNS hatte im vergangenen Jahr knapp zwei Millionen Unterschriften gesammelt, damit die EU in Zukunft die Finanzierung von verbrauchender Embryonenforschung und die Förderung von Abtreibung im Rahmen der EU-Entwicklungshilfe eingestellt wird.

Mit dieser Entscheidung wende man, heißt es seitens der Behörde, »ein dreifach gesichertes System an, das nach ihrer Auffassung vollständig im Einklang mit den EU-Verträgen und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union steht.« Außerdem verfolge man »nicht ausdrücklich das Ziel, Forschungstätigkeiten zu finanzieren, bei denen menschliche embryonale Stammzellen verwendet werden.«

EINER VON UNS war von der Europäischen Kommission – anders als verschiedene andere Vorschläge – zugelassen worden. Die jetzt vorgebrachte Argumentation, dass kein Handlungsbedarf bestehe, also die unausgesprochene Behauptung, EINER VON UNS habe an einer falschen Stelle angesetzt und deshalb vergeblich um Stimmen geworben, steht dazu in Widerspruch. Darauf will offensichtlich auch die Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft Máire Geoghegan-Quinn in ihrem Statement hinaus, in dem sie erklärte: »Die Kommission wird für EU-finanzierte Forschung weiterhin strenge ethische Grundsätze und Beschränkungen anwenden. Dazu gehört auch, dass wir keine Mittel für die Zerstörung von Embryonen bereitstellen werden.«

Für Hedwig von Beverfoerde, die nationale Koordinatorin von EINER VON UNS in Deutschland, bedeutet der ablehnende Bescheid der Kommission das Ende der Bürgerbeteiligung in der EU. Sie sagte: »Die Entscheidung der Kommission befindet sich in einem eklatanten Widerspruch zu Sinn und Ziel der Europäischen Bürgerinitiative, die mit dem Lissabon-Vertrag neu eingeführt worden ist für mehr Demokratie in der EU durch direkte Bürgerbeteiligung!« Für von Beverfoerde brachte das Wahlverhalten der EU-Bevölkerung bei den soeben abgehaltenen Wahlen zum Europäischen Parlament ein tiefes Misstrauen gegenüber der EU-Bürokratie zum Ausdruck. Und das sei durch die Entscheidung gegenüber dem Anliegen von EINER VON UNS eindrücklich bestätigt worden. »Die vermeintliche Bürgerbeteiligung war ein Täuschungsmanöver,« sagte sie. »Die Kommission nimmt den Willen der Bevölkerung nicht ernst.«

Auch Manfred Libner, der Verantwortliche von EINER VON UNS in Deutschland, zeigte sich enttäuscht. In einer ersten Stellungnahme sprach er von einer »Verhöhnung des Bürgerwillens in Europa«. Die Begründung sei »schizophren«, weil die von EINER VON UNS aufgeworfenen Fragen gerade nicht von Kommission und Parlament behandelt worden seien. Libner kündigte an, dass man sich mit der Antwort nicht zufrieden geben werde, sondern mit dem Anliegen an die neue Kommission herantreten werde (aus: www.freiewelt.net).

08.05.2014

„Ich habe große Angst, dass unsere Familie zerbricht“

 

Als sich Annika telefonisch bei den Beraterinnen von 1000plus meldet, weiß sie seit zwei Tagen, dass sie wieder ein Kind erwartet. „Hallo, mein Test war eindeutig positiv. Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen“, sind die ersten Sätze der Schwangeren. Ihre Stimme klingt traurig. „Ich weiß, letzten Endes kann mir niemand die Entscheidung abnehmen. Aber momentan bin ich einfach so durch den Wind, dass ich nicht mehr klar denken kann.“ Annika macht sich große Vorwürfe. Die Gedanken an das Baby überwältigen sie und es sprudelt nur so aus ihr heraus: „Zuerst habe ich mich einfach nur gefreut... Ich hätte nie geglaubt, dass ich mal über Abtreibung nachdenke. Wie kann ich denn entscheiden, ob mein Kind leben darf oder nicht? Ich habe so große Angst, dass unsere Familie zerbricht! Jonas lässt mich links liegen, seit er weiß, dass ich schwanger bin. Dieses Schweigen macht mich krank. Er ist davon überzeugt, dass es der falsche Zeitpunkt ist, dass wir damit überfordert sind und im Leben nichts mehr schaffen werden. Das tut einfach so weh!“ Annika weint, ihre Hand umklammert das Telefon: „Es war egoistisch, dass ich mir insgeheim immer noch ein Kind gewünscht habe – ich muss abtreiben!“

Die Beraterin möchte mehr über die Familie erfahren und stellt viele Fragen, die bereits helfen, das Gespräch zu strukturieren. Annika ist 28 und seit vier Jahren mit ihrem Mann verheiratet. Ihre Zwillinge, Laura und Emma, sind drei Jahre alt. Als sie über ihre Kinder spricht, spürt die Beraterin darin ihr ganzes Herzblut. Sie geht in der Rolle der Mutter auf und würde alles für ihre Kinder tun. Jonas größter Traum hingegen sei es, in naher Zukunft ein eigenes Haus zu bauen. Das gehöre sich so, so habe er es von Kindheit an gelernt. Wenn es nach ihm ginge, dann solle Annika jetzt, da ihre Mädchen in den Kindergarten gehen, auch wieder etwas zum familiären Unterhalt beitragen. Der Wiedereinstieg wäre aber mit Baby nicht umzusetzen. Annika empfand die Einstellung ihrer Schwiegerfamilie zu Geld und Besitz schon häufiger als oberflächlich, sagte aber nichts, um ihren Mann nicht zu kränken. Doch nun soll sie seinen Traum vom eigenen Haus mit dem Leben ihres Kindes bezahlen? Darf Jonas das überhaupt von ihr verlangen?

Es ist geradezu überdeutlich, wie sehr Annika sich wünscht, dass ihr Mann sich mit ihr auf das dritte Kind freut. Zwar sieht sie momentan nur eine Abtreibung als mögliche Lösung, doch kommt dieser Wunsch nicht von ihr selbst. Nur ein echter, neuer Lichtblick kann in dieser scheinbar aussichtslosen Situation eine Kurzschlussreaktion verhindern. Die Beraterin macht sich während Annikas Ausführungen eine Notiz, dass die Familie in den monatlichen 1000plus-Gebetsbrief aufgenommen werden soll. Dann beginnt sie gemeinsam mit Annika nach einer guten Lösung zu suchen:

„Sie hätten sich von Ihrem Mann eine andere Reaktion gewünscht, Ihre Enttäuschung kann ich sehr gut verstehen! Männer tun sich oftmals schwerer als Frauen, die innersten Gedanken und Ängste anzusprechen, wenn plötzlich das positive Testergebnis im Raum steht. Vielleicht ist das Kind auch eine gute Chance, dass Sie und Ihr Mann wieder mehr aufeinander zugehen?“, wirft die Beraterin behutsam ein. „Möglicherweise gelingt das am Besten, wenn Sie ihm zuerst entgegenkommen. Was sind denn die Bedürfnisse und Sorgen Ihres Mannes als Alleinverdiener und Versorger der wachsenden Familie?“ Annika denkt laut nach: „Ich weiß, dass mein Mann eigentlich auch nur das Beste für unsere Familie will. Seine große Angst ist die finanzielle Belastung durch ein weiteres Kind. Er glaubt, dass ich mich darum nicht wirklich kümmere, weil ja er die Verantwortung für alles trägt.“

 

Annika beschließt, ihrem Mann in diesem Punkt entgegenzukommen. Um zu zeigen, dass sie seine Bedenken ernst nimmt und das gemeinsame Geld verantwortungsvoll ausgibt, will sie ab sofort eine Haushaltsliste führen. Gleich nach dem Telefonat mit der Beraterin will sie bei einem früheren Arbeitgeber nachfragen, ob dieser ihr nach der Verlängerung der Elternzeit einen Minijob anbieten kann. Vielleicht schaffen sie es ja dann doch, in ein paar Jahren ihr Haus zu bauen.

Während der nächsten zwei Wochen telefoniert die Beraterin immer wieder mit Annika und spricht ihr neuen Mut zu. Als Jonas von Annikas Bemühungen erfährt, ist er sehr erstaunt. Er hätte nie gedacht, dass es Annika so wichtig ist, für ihre Konflikte gute Kompromisse zu finden. Bald gibt es gute Neuigkeiten: Jonas beginnt sich zu öffnen, er begleitet seine Frau zum Frauenarzt und er legt ihr mehrmals seine Hände auf ihren Bauch. Mit großer Freude stellt die Beraterin fest, dass beide wieder bemüht sind, die Gefühle des anderen wahrzunehmen. Ihre Gespräche werden nicht mehr von der Frage „Kind oder Abtreibung?“, sondern von der Überlegung „Wie können wir unser Leben mit unseren Kindern gut gestalten?“ bestimmt.

Und dann kommt der Tag, an dem sich Annika sicher ist: Jonas und sie werden es gemeinsam schaffen! Mit Tränen in den Augen sagt sie zur Beraterin: „Wenn ich mir nur vorstelle, was ich fast getan hätte... Danke, dass Sie uns und unser Baby davor bewahrt haben!“

1000plus ist die Schwangerenberatungsinitiative von pro femina e.V., Die Birke e.V. und der Stiftung Ja zum Leben.

Spendenkonto: IBAN: DE93 4408 0050 0771 2200 02  BIC: DRES DE FF 440

 

07.01.2014

Eine neue Willkommenskultur für Schwangere!

25.11.2013

1000plus-Kalender 2014 ist da!

 

Ein Zeichen für das Leben setzen? 365 Tage im Jahr? Dann bestellen Sie jetzt den 1000plus-Kalender 2014 bei der Stiftung Ja zum Leben. Wir freuen uns über eine Ihre Spende (Selbstkosten ca. 7 Euro). E-Mail: info@ja-zum-leben.de

12.11.2013

1,9 Mio. EU-Bürger verlangen Stopp von EU-Geldern für Embryonentötungen. Damit ist »EINER VON UNS« das erfolgreichste europäische Bürgerbegehren.

In allen EU-Staaten wurden am 11. November die Unterstützungsbekundungen des Europäischen Bürgerbegehrens „Einer von uns“ den nationalen Behörden zur Überprüfung ausgehändigt. Der Verantwortliche für die Europäische Bürgerinitiative in Deutschland, Manfred Libner, übergab dem Bundesverwaltungsamt in Köln 174.137 Unterschriften.

Auf EU-Ebene kamen fast 1,9 Millionen Unterschriften zusammen. Außerdem wurde das von der Europäischen Kommission verlangte Minimum in 20 Staaten übertroffen. „Das ist ein überwältigender Erfolg“, betonte Libner, „damit liegt „one of us/Einer von uns“ sowohl von den absoluten Zahlen als auch von der Anzahl der erfolgreichen Ländern an der Spitze aller Europäischen Bürgerinitiative überhaupt.  Der Schutz des menschlichen Lebens liegt den Menschen in Europa sehr am Herzen!“

Die Initiative ruft in Erinnerung, daß nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes in der Sache „Brüstle gegen Greenpeace“ bereits der menschliche Embryo „einer von uns“ ist, den es zu schützen gelte. Deshalb fordert die Initiative die EU-Kommission auf, die Finanzierung von verbrauchender Embryonenforschung aus EU-Mitteln einzustellen. Ebenso wendet sie sich gegen die Finanzierung von Abtreibungseinrichtungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der sog. „reproduktiven Gesundheit“.

Die Koordinatorin von „Einer von uns“ in Deutschland, Hedwig von Beverfoerde, unterstrich: „Jetzt kommt es darauf an, daß die EU-Kommission den dokumentierten Bürgerwillen auch umsetzt. Keine EU-Gelder dürfen mehr für Embryonen-Versuche und Klonen ausgegeben werden!“ Beide erklärten: „Unser Dank gilt allen Helfern und Unterstützern, die in den letzten Monaten zu dem großen Erfolg des Bürgerbegehrens beigetragen haben, insbesondere auch den Kirchen und zahlreichen Politikern.“

Die nationalen Behörden haben jetzt drei Monate Zeit, die Unterschriften zu prüfen. Danach stellt die EU-Kommission den Erfolg offiziell fest. Innerhalb von drei weiteren Monaten kommt es dann sowohl bei der EU-Kommission als auch im EU-Parlament zu einer Anhörung und Diskussion über die Forderungen der Initiative und gegebenenfalls zur Umsetzung.

28.10.2013

Endspurt!!! Bitte unterschreiben Sie für die Europäische Bürgerinitiative

Was ist das wichtigste Ziel der Europäischen Bürgerininitiative "Einer von uns"?

Wir wollen erreichen, daß die EU sich an ihr eigenes Recht hält und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beendet, welche zur Tötung menschlicher Embryonen führen. Dies betrifft verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen.

Wir fordern konkret den Stopp von EU-Geldern
- für Forschung mit embryonalen Stammzellen und des Klonens sowie
- für Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle und der Familienplanung unter dem wohlklingenden Begriff der "sexuellen und reproduktiven Gesundheit" im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe.

Wie können Sie diese Initiative unterstützen?

Unterschreiben Sie! Sie können Ihre Unterschrift online hier auf dieser Seite leisten. Für den Erfolg der Bürgerinitiative müssen in Deutschland bis Ende Oktober 2013 mindestens 75.000 Unterschriften gesammelt werden. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn mehr als 150.000 Unterstützer dieses wichtigen Anliegens in unserem Land zusammenkommen würden. 151.733 Unterschriften sind bis zum 28. Oktober eingetroffen, EU-weit bereits mehr als die erforderliche Million. Wir wollen unserer Initiative noch mehr Nachdruck verleihen, indem wir bis zu Schluß weiter sammeln. Sie können diese Initiative auf dreierlei Weise unterstützen:
1. Unterschreiben Sie hier (https://ec.europa.eu/citizens-initiative/ECI-2012-000005/public/index.do?lang=de )
2. Informieren Sie andere. Leiten Sie dazu einfach diese Webseite an Ihre Familienmitglieder, Freunde und Bekannten weiter.
3. Werden Sie Botschafter dieser Initiative und sammeln Sie Unterschriften auf Papierformularen. Bestellung über info@ja-zum-leben.de.

Bitte senden Sie Ihre Unterschriftenlisten bis spätestens Ende Oktober 2013 an:

Manfred Libner, Stiftung Ja zum Leben, Haus Laer, 59872 Meschede.

Achten Sie darauf, daß die Unterstützungsbekundung nur gültig ist, wenn sie vollständig und leserlich ausgefüllt ist!

Wer kann unterschreiben?

Jeder Bürger und jede Bürgerin mit aktivem Wahlrecht in einem EU-Mitgliedsstaat kann unterschreiben. Das Mindestalter in Deutschland beträgt 18 Jahre, in Österreich 16 Jahre.

Was erreichen Sie mit Ihrer Unterschrift?

Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie die EU-Kommission auf, das geltende Gemeinschaftsrecht in der EU-Politik und allen Mitgliedsstaaten anzuwenden und die EU Finanzierung von Aktivitäten, mit denen die Tötung menschlicher Embryonen einhergeht, zu untersagen.

Warum wurde die Europäischen Bürgerinitiative "Einer von uns" ins Leben gerufen?

Der Mensch ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 18. Okt. 2011 erstmals höchstrichterlich festgestellt. Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für das gesamte EU-Recht: Seither ist klar, daß seitens der EU das Leben und die Würde jedes menschlichen Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an geschützt werden muß. Dieser Schutz ist aktuell jedoch nicht gewährleistet. Er muß von uns Bürgern jetzt durchgesetzt werden. Dazu wurde die Europäische Bürgerinitiative „Einer von uns“ gegründet.

28.10.2013

Erfolg für EINER VON UNS - EU-Parlament verweist Skandalantrag zurück in Ausschuß

Die Debatte war intensiv, laut und lebhaft – so wie man es selten erlebt im EU-Parlament. Mehrere Abgeordnete stellten einen Antrag auf Vertagung der Abstimmung und Rückverweisung des »Estrela-Entwurfs«, der europaweit Abtreibung als Grundrecht und Zwangs-Sexerziehung in Schulen fordert. Die Präsidentin folgte trotz vehementer Zwischenrufe der Linken den Anträgen und ließ über eine Vertagung des Entwurfes abstimmen. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Abgeordneten für die Vertagung und die Rückverweisung. Die Abstimmung ist ein klares Zeichen, dass die Mehrheit der Abgeordneten den radikalen Auffassungen der Sozialistin Edite Estrela, die den Bericht verfasst hatte, nicht folgen will.

Im Vorfeld hatte es massive Proteste von Lebens- und Familienschützern gegeben. Hedwig von Beverfoerde, die nationale Koordinatorin der Europäischen Bürgerinitiative EINER VON UNS in Deutschland und Sprecherin der Initiative Familienschutz begrüßte die Entscheidung der EU-Parlamentarier: »In einer tumultartigen Sitzung zeigte sich, dass die Abgeordnetem sich über die Tragweite des Entwurfes bewusst waren. Die Verhinderung des Estrela-Entwurfes war ein wichtiger Etappensieg im großen Kulturkampf der in Europa über die Themen Abtreibung und Sexualerziehung tobt.«

Der »Estrela-Bericht«, zu dem die Abtreibungs-Lobbyorganisation International Planned Parenthood Federation (IPPF) Textvorlagen geliefert haben soll, konterkariert nicht nur die erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative ONE OF US, sondern nimmt auch Vertragsverletzungen gegenüber den Mitgliedstaaten in Kauf. Durch die Rücküberweisung des Berichtes an den Frauenausschuss ist jetzt etwas Zeit gewonnen. Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt.

27.02.2013

Danke, Heiliger Vater!

 

Foto: Christoph Hurnaus

 

„Wahre Friedensstifter sind also diejenigen, die das menschliche Leben in all seinen Dimensionen (...) lieben, verteidigen und fördern. Das Leben in Fülle ist der Gipfel des Friedens. Wer den Frieden will, kann keine Angriffe und Verbrechen gegen das Leben dulden.“
Wer den Wert des menschlichen Lebens nicht ausreichend würdige und zum Beispiel die Abtreibung unterstütze, „macht sich vielleicht nicht klar, daß auf diese Weise die Verfolgung eines illusorischen Friedens vorgeschlagen wird. Die Flucht vor der Verantwortung, die den Menschen entwürdigt, und noch mehr die Tötung eines wehrlosen, unschuldigen Wesens, können niemals Glück oder Frieden schaffen. Wie kann man denn meinen, den Frieden, die ganzheitliche Entwicklung der Völker oder selbst den Umweltschutz zu verwirklichen, ohne daß das Recht der Schwächsten auf Leben – angefangen bei den Ungeborenen – geschützt wird? Jede dem Leben zugefügte Verletzung, besonders an dessen Beginn, verursacht unweigerlich irreparable Schäden für die Entwicklung, den Frieden und die Umwelt. Es ist auch nicht recht, auf raffinierte Weise Scheinrechte oder willkürliche Freiheiten zu kodifizieren, die auf einer beschränkten und relativistischen Sicht des Menschen sowie auf dem geschickten Gebrauch von doppeldeutigen, auf die Begünstigung eines angeblichen Rechts auf Abtreibung und Euthanasie abzielenden Begriffen beruhen, letztlich aber das Grundrecht auf Leben bedrohen.
Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2013

05.12.2012

1000plus-Kalender 2013 bestellen!

Der herrliche 1000plus-Kalender 2013 kann bei der Stiftung Ja zum Leben bestellt werden. Mit aktuellen Motiven, die mit Humor und Esprit auf das Thema "Hilfe statt Abtreibung" aufmerksam machen. 365 Tage im Jahr ein Zeichen für das Leben setzen. Es wird um eine Spende gebeten (Selbstkostenpreis ca. 5 Euro). E-Mail: info@ja-zum-leben.de

27.11.2012

Protestaktion zu Selbstmordbeihilfe - Berlin, 29.11.2012, 12 Uhr vor dem Reichstag

Der Gesetzentwurf zum § 217 StGB ist weder hinreichend noch zielführend. In seiner jetzigen Fassung ist der Entwurf sogar eine gefährliche Mogelpackung. Wir fordern ein Stopp des übereiligen Gesetzgebungsverfahren und eine breite öffentliche und parlamentarische Diskussion sowie alternative Gesetzentwürfe.

Protestaktion am 29. November 2012 in Berlin, 12 Uhr vor dem Reichstag (Besuchereingang an der Westseite): Mit einer auch optisch besonderen und eindrucksvollen Aktion setzen wir unseren Protest fort.

Die erste Lesung zum Entwurf der Bundesregierung "Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung" findet bereits in der Sitzung des Bundestages am 29.11.2012 statt, allerdings als einer der letzten Tagesordnungspunkte, d.h. gegen 1 Uhr nachts. Dazu Thomas Schührer, Initiator von "Solidarität statt Selbsttötung": "Dieser Gesetzentwurf ist in seiner Intention nicht hinreichend und in seinen Auswirkungen gefährlich. Denn die Absicht, nur "gewerbsmäßig" handelnden Sterbehelfern das Handwerk zu legen, kann leicht umgangen werden, indem diese gemeinnützige Sterbevereine gründen. Zudem öffnet Absatz 2 des Entwurfes eine weitere Türe: Nun dürfen Verwandte oder nahestehende Personen (die laut Entwurf auch der Hausarzt oder Pflegekräfte sein können) straffrei Mithilfe und Vermittlung selbst zu der nach Absatz 1 strafbaren gewerbsmäßigen Sterbehilfe leisten." Das ist der offene Weg zum ärztlich assistierten Suizid, der jedoch in der Berufsordnung der Bundesärztekammer den Ärzte n untersagt ist und ein Dammbruch in der Berufsethik der Ärzte wäre.

Die Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) geht in deren Gesetzentwurf vom 15.11.2012 noch weiter. Sie fordern "Beratungsstellen" analog den Schwangerschaftsberatungsstellen, damit Suizidwillige sich nach Beratung einen Berechtigungsschein zur ihrer Tötung bei Ärzten oder Einrichtungen aushändigen lassen können.

Dazu Thomas Schührer: "Mit Verwunderung stellen wir fest: Im Vergleich zu anderen Bioethik-Themen gibt es bei diesem lebensentscheidenden Thema nicht einmal alternative Gesetzentwürfe aus den Reihen der Parlamentarier."

Gestern bekamen alle Abgeordneten des deutschen Bundestages, Kirchenvertreter, führende Persönlichkeiten unseres Landes sowie zahlreiche Pressevertreter die "Todespille in der Mogelpackung"."Solidarität statt Selbsttötung" ist eine Initiative des Durchblick e.V. innerhalb des Bundesverbandes Lebensrecht e. V. (BVL).

 

06.11.2012

"Wie soll das mit einem weiteren Kind gehen?" Ungewollt schwanger und jetzt?

 

Die ersten Sätze, mit denen sich Hanna bei der kostenlosen Beratungshotline von Pro Femina meldet, sagen bereits viel darüber aus, wie die Schwangere ihre eigene Situation empfindet und welche Gedanken und Gefühle sie beschäftigen. Die Beraterin notiert sich diese ersten Worte und hat sie während des gesamten Beratungsgesprächs immer wieder im Blick.

Die ungewollt schwangere Hanna beginnt ihr Gespräch mit folgenden Worten: „Guten Tag, mein Name ist Hanna. Ich brauche jemanden zum Reden, weil ich nicht weiß, was ich machen soll.“ Hanna fällt es schwer zu sprechen, ihre Stimme klingt heiser und brüchig. Unter Tränen erzählt sie: „Vorgestern habe ich erfahren, daß ich schwanger bin. Seitdem frage ich mich, ob ich eine Abtreibung verkraften könnte, gerade weil ich weiß, was in 40 Wochen Tolles daraus entstehen wird. Aber die Umstände lassen es einfach nicht zu.“ Die Beraterin spürt die Angst und die Unruhe der Schwangeren, sie möchte erfahren, was genau ihr Druck macht. „Hanna, ich kann gut nachempfinden, daß Sie im Moment nicht mehr weiterwissen. Die Schwangerschaft ist plötzlich wie ein Blitz eingeschlagen und bringt erstmal alles durcheinander. Was macht Ihnen denn im Moment am meisten Angst?“, fragt die Beraterin mit ruhiger, sanfter Stimme nach. Hanna beginnt aus ihrem Leben zu erzählen. Sie ist 35 Jahre alt, glücklich verheiratet und hat bereits zwei Töchter im Kleinkindalter. Ihr Mann ist beruflich sehr eingespannt, versucht aber soweit es möglich ist, für seine Familie da zu sein. Vor allem ihre kleinste Tochter braucht viel Aufmerksamkeit. Sie hat immer wieder Phasen extremer Anhänglichkeit und ist dabei ganz auf ihre Mutter fixiert. Hanna versucht ihr die Nähe zu geben, die sie braucht. Aber es gibt Tage, da ist sie einfach nur erledigt und kommt ganz deutlich an ihre Grenzen. Hanna hat jetzt schon ein schlechtes Gewissen, daß sie zu wenig Zeit mit ihrer größeren Tochter verbringt – wie soll das mit einem weiteren Kind gehen? Hanna atmet tief durch, nachdem sie sich einfach mal alles von der Seele geredet hat. Die Beraterin denkt an die ersten Worte der ungewollt Schwangeren zurück. Sie hat von dem Wunder in ihrem Bauch gesprochen. Die Beraterin ahnt, daß Hanna eigentlich keine Abtreibung möchte. Aber die ungewollt Schwangere glaubt: Weil ich meine zwei anderen Kinder über alles liebe und ihnen gerecht werden will, muß ich dieses Kind in meinem Bauch abtreiben. Hanna erzählt weiter: „Bisher wissen nur mein Mann und ich von der Schwangerschaft. Wir haben beide die gleichen Gedanken. Andreas hat Angst, daß ich die Mehrbelastung nicht schaffe. Auf der anderen Seite ist dann wieder diese große Sorge, daß wir es bereuen, wenn wir uns gegen das Kind entscheiden.“

Wie sensibel sich Hanna gegenüber ihrer Familie verhält, denkt die Beraterin, mit soviel Sorgfalt und Umsicht, daß sie sich manchmal selbst dabei vergißt. „Hanna, es ist wunderbar, wie liebevoll Sie von ihren Töchtern erzählen, obwohl die beiden gerade soviel Kraft und Zuwendung beanspruchen.“, ermutigt die Beraterin Hanna. „Sie stehen gerade vor einer so folgenschweren Entscheidung, die man nicht unter Zeitdruck treffen kann. Ich würde Ihnen wünschen, daß Sie sich jetzt selbst noch ein bißchen mehr Zeit geben, in sich hineinzuhorchen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Wunsch frei: Was müßte sich verändern, damit die Zukunft mit einem dritten Kind für sie vorstellbar wird?“ Hanna denkt kurz nach, aber dann weiß sie, was es ihr leichter machen würde. „Ich bräuchte jemanden, der mich bei der Kinderbetreuung unterstützt.“ Hanna denkt weiter nach, einen Moment lang ist es still am anderen Ende der Leitung. „Vielleicht könnte ich meine Mutter fragen, ob sie nachmittags öfters vorbeischauen kann. Die Kinder lieben sie, sie wohnt nicht weit entfernt und geht Ende des Jahres in Rente. Dann könnten wir uns manchmal gemeinsam um die Kinder kümmern und ich hätte auch weniger das Gefühl, daß ich mich zerreißen muß.“, antwortet Hanna. „Das ist eine tolle Idee. Es würde Ihre Mutter sicher auch freuen, wenn Sie ihre Enkelkinder regelmäßig sehen kann“, bestätigt die Beraterin Hanna in ihren Überlegungen.

Sie möchte der Schwangeren auch noch rückmelden, daß sie offensichtlich einen weiteren festen Halt in Ihrem Leben hat. „So wie Sie erzählen, haben Sie einen lieben Mann an Ihrer Seite, der Sie beschützen will und sich Sorgen um Sie macht.“, bestärkt die Beraterin Hanna. „Was glauben Sie, würde Ihr Mann Ihnen sagen, wenn Sie ihm mitteilen, daß Sie sich für das Kind entschieden haben?“ „Er würde sich Sorgen machen...“, antwortet Hanna. „Aber er würde auch sagen, wir packen das auch noch mit einem weiteren Kind, ich helfe dir, wir finden einen Weg.“ „Sie und Ihr Mann scheinen ein gut eingespieltes Team und sehr glücklich zu sein?“ „Ja, wir sind sehr glücklich.“, antwortetet Hanna. Nach einer kurzen Pause fährt sie fort: „Ich danke Ihnen, das Gespräch hat mir sehr geholfen. Es tut gut, wenn man nicht mehr alleine ist mit seinen Gedanken. Ich denke, ich werde heute Abend mit meinem Mann noch einmal über alles reden.“ Hanna und die Beraterin beenden das Telefonat. Am nächsten Nachmittag ruft die Beraterin bei der Schwangeren an und fragt nach, wie es ihr geht. Hanna hat eine erfreuliche Nachricht: „Das Gespräch mit Ihnen hat mich wachgerüttelt, das zu tun, was ich eigentlich will. Mein Mann und ich, wir haben einen tränenreichen Abend hinter uns. Nach einem Telefonat mit meiner Mutter, die uns ihre Hilfe zugesagt hat, haben wir immer noch Angst und Respekt vor der weiteren Aufgabe, die auf uns zukommt. Aber ich merke, daß mein Herz schon viel zu sehr für mein Baby schlägt und deshalb werden wir es bekommen.“

Die Stiftung Ja zum Leben fördert als  Projektpartner Pro Femina e.V.

 

31.07.2012

Einladung Marsch für das Leben am 22. September in Berlin

Marsch

 

Kommen Sie am Samstag, 22. September 2012 nach Berlin und geben Sie den ungeborenen Kindern und den Schwangeren in Not eine Stimme.

Der Marsch für das Leben beginnt um 13 Uhr vor dem Kanzleramt mit einer Kundgebung. Nach dem Marsch durch das Zentrum Berlins findet in der Hedwigskathedrale um 15.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Ende ist voraussichtlich 17 Uhr. Weitere Informationen: www.marsch-fuer-des-leben.de

 

 

12.07.2012

BILD berichtet über Tims Geburtstag

Nachdem die Stiftung Ja zum Leben den Kontakt vermitteln konnte und Tims Pflegefamilie einverstanden war, erschien in der Bild am Sonntag (08. Juli 2012) ein sehr lesenswerter Artikel über Tim, sein Leben und seinen Geburtstag. Link zur BILD.

 

Tim während seiner Delphintherapie

26.06.2012

“Die beste Entscheidung meines Lebens!” - Rat und Hilfe zur rechten Zeit

Die Stiftung Ja zum Leben und die Beratungsorganisationen Pro Femina und Die Birke betreiben gemeinsam das Projekt „1000plus - Hilfe statt Abtreibung“. Wir dokumentieren im Folgenden Rückmeldungen von Frauen, die sich durch den Einsatz der 1000plus-Beraterinnen für Ihr Kind entschieden haben:

„Als ich ungeplant mit meinem 2. Kind schwanger wurde, schien unsere Situation auswegslos. Es war ein Schock !! Für mich und meinen Mann war klar, dass wir kein weiteres Kind mehr bekommen konnten. Den Termin zum Abbruch hatte ich schon, obwohl mein Herz fast zerbrochen wäre. Hauptgrund hierfür war unsere finanzielle Situation. Ich möchte nun nicht weiter ins Detail gehen.
Übers Internet bin ich auf ProFemina gestoßen und da ich mit niemandem darüber reden konnte, rief ich einfach an. Es wurde mir stundenlang zugehört, es wurden mir Möglichkeiten aufgezeigt, wie es gehen kann! ich wurde nie zu irgend etwas gedrängt. Es war jemand da, der voller Geduld ein offenes Ohr für meine/unsere Probleme hatte. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an die liebe Frau Brecht!!!!!!! Immer wieder wurde ich angerufen wie es mir geht. Die Gespräche haben mir so gut getan. Außerdem wurde mir auch überraschenderweise in finanzieller Hinsicht geholfen so dass ich wieder ein wenig aufatmen konnte. Dies halte ich ganz und gar nicht für selbstverständlich und bin unendlich dankbar. Ohne ProFemina hätte ich nicht gewusst wie es weiter gehen soll.
Meinen Termin zum Abbruch habe ich einen Tag vorher abgesagt. Die beste Entscheidung meines Lebens!
Nun halte ich mein kleines Wunder im Arm und bin so dankbar dass es da ist. Ich könnte laut schreien wenn ich daran denke was ich vorhatte...... Ich liebe dieses Kind so unendlich.
Es wird in jeder Hinsicht hart werden. Dessen bin ich mir bewusst. Aber was nützt alles Geld der Welt wenn ich mein Kind getötet hätte?“


„Ich war entsetzt, als ich entdeckt hatte, dass ich schwanger war. Ich habe das weder glauben, noch wahrnehmen wollen. Ich habe mich zurückgezogen und habe auf ein Wunder gewartet. Ich habe nicht mal gewagt einen Test zu machen. [...] Ein Guter Freund von mir hat vorgeschlagen mich mit Pro Femina in Verbindung zu setzen. Plötzlich war alles anders! Keiner hat mir Vorwürfe gemacht, keiner hat mir gesagt: “du solltest abtreiben“. Keiner hat mich gefragt: “hast du die Pille vergessen?“ oder „wie konnte dir so was passieren?“ Keiner hat mir die Telefonnummer von irgendeiner Praxis in Holland gegeben. Es war alles anders. [...]
Dank Frau Brecht darf sich mein Sohn heute freuen, ärgern, spielen, lieben, die Welt entdecken.... Und jedes mal wenn ich ihm in die Auge schaue, lese ich: Danke, daß ich spielen darf.
P.S. Ich denke oft, was wäre denn... und ich schäme mich für die Gedanken, ihn nicht gewollt zu haben. Diese Gedanken werden mich mein Leben lang begleiten.“


„Ich konnte mir alles von der Seele reden, ich wurde angenommen mit meiner Situation. Mir wurde zugehört, dann haben wir zusammen überlegt wie es weitergeht, ich wurde zu nichts überredet. Es war meine eigene Entscheidung. Ich sollte nur wissen und das Gefühl haben es ist Hilfe da und ich kann es schaffen.
„Manchmal brauchst du einen Engel, der dich schützt und dich führt. Gott schickt manchmal einen Engel, wenn er deine Sorgen spürt“
Wir haben gemeinsam überlegt wann ich es meinem Arbeitgeber sagen muss, wie ich es sage, wie ich mit der Personalentwicklungsmaßnahme umgehe, wo ich Kraft tanken kann, wie lange ich Elternzeit nehme und wie ich die Betreuung für das Kind regeln kann.
Ich entschied mich ganz tief in mich zu gehen, um zu fühlen was ich wirklich will, ich hatte durch die Unterstützung, die mir allein durch die Gespräche gegeben wurde, eine innere Kraft dafür aufgebaut.
Trotz Beratungsschein und Termin zum Schwangerschaftsabbruch entschied ich mich für das Kind. Weil ich es tief in mir so wollte. Ich fühlte ich schaffe das, wenn es schwer wird, habe ich jemanden der mir zuhört. Da ist jemand.“

26.04.2012

"Ja zum Leben" - Zenit-Interview mit Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben

ZENIT: §218 StGB sieht die Beratungspflicht bei einem Schwangerschaftsabbruch vor. Die „Stiftung Ja zum Leben“ fördert Beratungsstellen, die eine Schwangere in Anspruch nehmen kann. Worin liegt der Unterschied zu anderen Beratungsstellen?
Libner: Der wichtigste Unterschied ist, dass in den von uns unterstützten Beratungsstellen keine sogennannten Beratungsscheine, die zur straffreien Abtreibung berechtigen, ausgestellt werden. Abtreibung ist für uns keine Alternative, sondern umgekehrt, es müssen zusammen mit der ungewollt Schwangeren individuelle Alternativen zur Abtreibung erarbeitet werden. Die Sorgen und Ängste der Frauen müssen ernst genommen werden. Die alles überlagernde Panik muß erst einmal aufgelöst werden, damit die Frau wieder einen klaren Kopf bekommt. Dafür sind also Zeit notwendig, gute, mit Herzensbildung ausgestattete Beraterinnen und auch die materiellen Mittel, die man zur Problemlösung benötigt.
ZENIT: Wie gelingt es Ihnen, sich mit den Frauen in Verbindung zu setzen?
Libner: Die Stiftung „Ja zum Leben" betreibt zusammen mit den Schwangerenberatungsorganisationen „Pro Femina“ und „Die Birke“ in Heidelberg das Projekt „1000plus – Hilfe statt Abtreibung“. Wir haben festgestellt, dass Frauen, die ungewollt schwanger sind, ganz häufig als erstes im Internet um Hilfe und Rat suchen. Sie schreiben ihre ganze Not und Verzweiflung im Schutz der Anonymität ins Internet und hoffen auf Antworten. Jeden Tag werden die Begriffe „Abtreibung“ und „Schwangerschaftsabbruch“ allein im deutschsprachigen Raum 5.000 – 15.000 mal gegoogelt. Das Internet ist mittlerweile zum größten Kummerkasten der Welt geworden. Und da ist es sehr wichtig, dass wir ganz nah bei den verzweifelten Frauen sind, damit die Schwangeren nicht ausschließlich die Hinweise zur nächsten Abtreibungseinrichtung erhalten. Unser Online-Team nimmt in den einschlägigen Frauen-Foren Kontakt zu den Schwangeren auf, berät, gibt weitergehende Hinweise. Seit über einem Jahr bieten wir auch auf unserem Portal Informationen zum Thema sowie Hilfe und Beratung an. Allein im vergangenen Jahr konnten wir 1.200 Frauen beraten.
ZENIT: Gibt es bestimmte Altersgruppen und soziale Schichten, die Ihre Beratung in Anspruch nehmen?
Libner: Im Internet finden Sie zum Großteil junge Frauen, die zunächst einmal einen entsprechenden Zugang haben, um ungestört posten zu können. Für sie gehört das Medium Internet zum Lebensalltag und sie verfügen jedenfalls über eine gewisse Grundbildung.
ZENIT: Welches ist der am häufigsten genannte Grund für eine geplante Abtreibung?
Libner: Meistens möchte der Partner, Freund oder Ehemann kein Kind. Er fühlt sich beispielsweise noch nicht reif, Vater zu werden. Da die ungewollten Schwangerschaften häufig mit dem Versagen der Verhütung zusammenhängen, sind auch die Männer in einer Art Schockzustand. Sie sind verunsichert. Es ist die Verhütungsmentalität, die auch die Männer plötzlich aus allen Wolken fallen lässt. Sie wollen dann möglichst schnell den unbeschwerten Zustand vor der Schwangerschaft wiederherstellen. Die Angst vor dem Neuen und Ungewohnten vor dem noch „fremden“ eigenen Kind muß erst einmal überwunden werden.
ZENIT: Wie gelingt es Ihnen, eine Gesprächsebene zu der Betroffenen in so kurzer Zeit aufzubauen?
Libner: Wir haben nur die Chance für eine Beratung, wenn die Schwangere es wirklich will. Denn sie kann jederzeit die Kommunikation abbrechen, wenn sie sich nicht verstanden fühlt, wenn es ihr zu lästig ist. Verständnis erzeugt Vertrauen. Eine Beratung kann nur erfolgreich sein, wenn sich die Beraterin auf die Sorgen, Ängste und Probleme der Schwangeren einlässt. Da hinter fast jeder Bereitschaft zur Abtreibung ein ungelöstes Problem steht, muß das erst einmal erkannt werden, damit die Beraterin gemeinsam mit der Schwangeren an eine Lösung gehen können.

22.03.2012

Gegen die gesetzliche Selektion von Menschen

Anläßlich des Welt-Down-Syndrom-Tages
erklärt der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner:

Unsere Gesellschaft muß sich daran messen lassen, wie sie mit behinderten Menschen umgeht. Deshalb hat die Stiftung Ja zum Leben 1998 die Kampagne www.Tim-lebt.de gestartet, um auf die nach dem Gesetz zulässige Abtreibung von Down-Syndrom-Kindern kritisch aufmerksam zu machen. Bei Tim, dem Oldenburger Baby, wurde 1997 in der 26. Schwangerschaftswoche Down-Syndrom diagnostiziert. Auf Wunsch der Mutter sollte Tim abgetrieben werden. Dabei wurde künstlich die Geburt eingeleitet. Tim starb aber nach der Geburt nicht, sondern blieb neun Stunden unversorgt liegen, bis man ihm endlich half. Tim hat seine Abtreibung überlebt. Im Juni wird er 15 Jahre alt. Er lebt bei einer Pflegefamilie, die sich liebevoll um ihn kümmert. Durch die Abtreibung wurde Tim mehrfach geschädigt. Doch durch die Zuwendung und durch die vielen Anstrengungen und Therapien, nicht zuletzt durch die sehr erfolgreichen Delfintherapien kann Tim mittlerweile laufen und wurden seine Koordination und Konzentrationsfähigkeit gestärkt.

Die Stiftung Ja zum Leben wendet sich gegen die Selektion von Menschen aufgrund von diagnosti-zierten Beeinträchtigungen. Wichtig ist, daß Staat und Gesellschaft helfen und betroffene Familien nicht allein gelassen werden. Besonders kritisch sehen wir die Einführung eines neuen Bluttests, der eine Diagnose des Down-Syndroms ab der 10. Schwangerschaftswoche ermöglicht. Er wird nach unserer Auffassung dazu führen, daß fast keine Kinder mehr mit Down-Syndrom auf die Welt kommen, da sie vorgeburtlich getötet werden. Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien fassen dieses neue Verfahren deshalb als direkten Angriff auf. Der soziale Druck auf Eltern mit einem Down-Syndrom-Kind dürfte auf jeden Fall wachsen. Dabei wird diese Untersuchung erst der Anfang sein. Weitere Tests von erblich bedingten Erkrankungen sind bereits in Vorbereitung. Das neue Verfahren wird die Konstanzer Firma Lifecodexx voraussichtlich Mitte des Jahres auf den Markt bringen.

Die Entwicklung des Bluttests wurde übrigens durch das von Anette Schavan (CDU) geleitete Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 230.000 Euro gefördert.

05.03.2012

“Ein Kind paßt jetzt überhaupt nicht!” Von der Panik bis zur guten Entscheidung (Titelgeschichte Stiftungsbrief März 2012, Online-Ausgabe im Archiv)

Für die meisten Frauen im Schwangerschaftskonflikt steht bei ihrem ersten Anruf bei der kostenlosen Hotline von Pro Femina scheinbar schon fest, dass sie sich für eine Abtreibung entschieden haben. So auch für Kathrin, die sich erkundigt, ob die Krankenkasse die Kosten für eine Abtreibung übernimmt. Durch behutsames Nachfragen versucht die Beraterin mehr über Kathrins Situation und ihre Beweggründe zu erfahren. Es gelingt: Kathrin lässt sich auf das Gespräch ein. Sie ist 28 Jahre alt und in der 6. Woche schwanger. „Die Schwangerschaft ist völlig ungeplant! Mein Freund und ich haben uns das gründlich überlegt, es passt jetzt gerade überhaupt nicht. Ich möchte erstmal mehr Berufserfahrung sammeln, wir wollen erst eine Wohnung kaufen. Kinder sind dann frühestens ab Ende nächsten Jahres geplant.“

Es wird deutlich, dass Kathrin und ihr Freund Moritz beide große Angst haben, da ihre vagen Pläne nun vollkommen durcheinander geworfen wurden. Moritz, der die Anzeige von Pro Femina im Internet gesehen hat, lässt Kathrin vor dem Anruf mit den Worten: „Lass dich überzeugen, dass wir es abtreiben!“, allein. „Wie ist es Ihnen mit dieser Aufforderung gegangen?“, fragt die Beraterin nach. „Ich wünsche mir, dass alles gut wird. Ich war immer gegen Abtreibung, aber jetzt... Moritz sagt, wir müssen mit Kalkül an die Sache rangehen. Er fühlt sich noch nicht bereit, deshalb ist es für ihn der absolut falsche Zeitpunkt.“ Kathrin seufzt. „Ich bin völlig überfordert mit der Situation, die ständigen Diskussionen und Streitereien mit Moritz belasten mich. Ich habe Angst ihn zu verlieren. Am besten bringe ich es einfach hinter mich, dann muss ich mir keine Gedanken mehr machen und es ist, als wäre nichts geschehen.“ Je mehr Kathrin erzählt, umso deutlicher wird, dass Moritz sie unter Druck setzt und der jungen Frau den Mut und die Hoffnung nimmt, sodass sie den Wunsch nach ihrem Kind nicht zulassen kann. Kathrin und die Beraterin beschließen gemeinsam mit Moritz ein Gespräch zu führen, um mehr über die Gründe für seine abweisende Haltung zu erfahren.

Zwei Tage später ist Moritz bereit, mit der Beraterin zu reden. Moritz spricht während des Telefonats davon, dass er sich bewusst ist, dass ein Kind viel Verantwortung bedeutet und dass ein gemeinsames Kind auch heißt, sich für immer an Kathrin zu binden. Seine neue Arbeitskollegin gehe ihm aber nicht mehr aus dem Kopf, vielleicht nur eine Art Torschlusspanik. Deshalb will er zuerst intensiv über seine Beziehung mit Kathrin nachdenken und dann vielleicht ein Kind planen.

Nach diesem Gespräch möchte die Beraterin allein mit Kathrin sprechen. Die junge Frau ist enttäuscht und wütend. Sie hatte sich gewünscht, dass ihr Freund sich doch für eine gemeinsame Zukunft mit dem Kind entscheidet und damit auch ernsthaft zu ihr steht. Die Beraterin beruhigt Kathrin und möchte mit ihr eine neue Sichtweise entwickeln. „Kathrin, ich verstehe, dass Sie verletzt sind und Angst haben. Sie waren sich sicher, dass Moritz und Sie eine gemeinsame Zukunft haben werden.“„Das passt gar nicht zu ihm. Er war immer mein ‚Fels in der Brandung’, hat mich beschützt, zusammen haben wir alles geschafft.“, antwortet Kathrin aufgeregt. „Glauben Sie, dass eine Abtreibung Ihre Beziehung wieder in Ordnung bringen kann, dass Ihr Freund dann wieder zu Ihrem ‚Fels in der Brandung’ wird?“ Kathrin muss einen Moment nachdenken, bis sie antwortet: „So habe ich das noch nie gesehen. Wahrscheinlich würde sich nichts an unserer Beziehung verbessern, wenn ich Moritz zuliebe abtreibe. Aber ich wäre, glaube ich, nicht mehr die Gleiche - mich würde es innerlich zerreißen und ich würde es bitter bereuen. Ich würde ihm immer unterschwellig vorwerfen, dass er mich im Stich gelassen hat.“

Die Beraterin weiß, was Kathrin jetzt braucht ist Sicherheit, Hoffnung, Mut und vor allem wirkliche Unterstützung. Sie benötigt die Gewissheit, dass jemand fest an ihrer Seite steht. Gemeinsam mit Kathrin beginnt die Beraterin Schritt für Schritt darüber nachzudenken, was notwendig ist, damit Kathrin ein klares Ja zu ihrem Kind finden kann. Kathrin möchte ihrer Schwester von der Schwangerschaft erzählen, sie ist sich sicher, dass diese sich sehr freuen und für sie da sein wird. Auch mit der Beraterin will sie weiterhin telefonieren. Die junge Frau weiß, dass sie neben der Beratung auch mit konkreter Hilfe rechnen kann, wenn sie z.B. Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Wohnung für sich und das Kind oder finanzielle Hilfe benötigt.

Am nächsten Tag meldet sich Kathrin erneut bei der Beraterin. „Ich werde mein Kind bekommen!“ „Herzlichen Glückwunsch“, gratuliert ihr die Beraterin. „Ich habe nachgedacht und mir alles noch mal durch den Kopf gehen lassen.“, erzählt Kathrin. „Dann habe ich Moritz mit den Worten konfrontiert: „Ich behalte es!“, woraufhin er völlig überraschend korrigierte: „Nein. Wir behalten es!“. Er sagte, ihm ist bewusst geworden, dass seine Argumente egoistisch waren, er will jetzt für das Kind und mich da sein und er will alles wieder gutmachen. Können Sie sich vorstellen, was der Grund dafür ist?“ „Es könnte sein, dass Moritz Ihre feste Überzeugung und Sicherheit, Ihr Ja zu der Beziehung und dem Kind gebraucht hat. So konnte er vielleicht selbst den Mut finden, sich für das Kind zu entscheiden. Vielleicht will er wieder Verantwortung tragen, ‚der Fels in der Brandung’ sein. Wie geht es Ihnen damit?“, fragt die Beraterin nach. „Ich freue mich riesig über seine Entscheidung und wünsche mir, dass Moritz wirklich zu dem Kind und mir steht. Noch kann ich mir nicht ganz sicher sein, aber meine Schwester weicht gerade kaum noch von meiner Seite.“ Kathrins Stimme ist ein einziges Lächeln. „Aber vor allem bin ich sehr froh, dass ich den Mut hatte, mich für das Baby zu entscheiden.“

Die Stiftung Ja zum Leben fördert die Beratung von Pro Femina e.V.

14.02.2012

Die Irrtümer der Gender-Ideologie - Natur und Geist stehen gegen die „politische Geschlechtsumwandlung“

Manfred Spreng - Harald Seubert (Hrsg. Andreas Späth), Vergewaltigung der menschlichen Identität - Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, Logos Editions, 2011; 95 S.; 5,80 €;
Das Buch kann über die Stiftung Ja zum Leben bestellt werden.

„Gender Mainstreaming“ – ein Schlagwort ist in aller Munde und doch kaum fassbar. Uneingeweihte meinen, dies sei nichts anderes als die Gleichstellung von Mann und Frau. Der Journalist Volker Zastrow warnte schon 2006, dahinter verberge sich nichts anderes als eine „politische Geschlechtsumwandlung“. Worum es tatsächlich geht, will das vorliegende Buch durchleuchten und auf den Punkt bringen. In einer bisher einzigartigen Zusammenschau von Natur- und Geisteswissenschaft zerlegen der Gehirnforscher Manfred Spreng und der Religionsphilosoph Harald Seubert das Konstrukt des Gender Mainstreaming in seine Bestandteile. Sie zeigen die geistesgeschichtlich trüben Quellen ebenso auf wie die verheerenden Folgen, denen der Mensch durch die Vergewaltigung seines natürlichen Wesens durch eine Ideologie ausgesetzt ist, die schon seine grundlegenden Anlagen im Gehirn missachtet. Was einst durch die rot-grüne Bundesregierung zur politischen „Querschnittsaufgabe“ erklärt wurde, wird als nicht umsetzbar enttarnt. Jenseits ideologischer Flügelkämpfe entfernt das Buch alle Tarnkappen. Zum Vorschein kommen vor allem die Irrationalität und physiologische Unmöglichkeit des Menschen, so zu sein, wie es die Gender-Ideologie postuliert. Wer dieses Buch gelesen hat, erkennt, dass den Gender-Apologeten nicht gefolgt werden darf, wenn der Mensch nicht seiner Identität beraubt werden soll.
„Perioden der Toleranz dienen der Menschheit dazu, sich eine neue Intoleranz zu schmieden.“
Nicolás Gómez Dávila

21.12.2011

Benedikt XVI.: "Das Recht auf Leben ist das erste aller Rechte"

„Es freut mich, die Vertreter der Lebensrechtsbewegung aus vielen europäischen Ländern zu grüßen, die anläßlich des Mutter-Teresa-Preises für das Leben zusammengekommen sind, der im Gedenken an Chiara Lubich verliehen wurde. Liebe Freunde, am Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollen wir in Erinnerung rufen, daß das Recht auf Leben das erste aller Rechte ist. Für eure Tätigkeit wünsche ich euch alles Gute.“, so Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 3. Advent (11. Dezember 2011) in Rom.

Am Tag zuvor wurde in einem feierlichen Festakt in der Protomoteca auf dem Kapitol der Präsidentin der Fokolarbewegung Maria Voce der europäische Preis für den Schutz des Lebens „Mutter Teresa von Kalkutta“ im Gedenken an Chiara Lubich verliehen.
An dem Festakt nahmen Vertreter aus Kirche, Politik und Wissenschaft sowie führende Lebensrechtler aus dreizehn europäischen Staaten teil, die vom Bürgermeister von Rom, Alemanno, herzlich begrüßt wurden. Ein wichtiger Programmpunkt der Veranstaltung war die Diskussion über das Thema „Menschliche Würde, Gleichheit und Recht auf Leben“. Alle Beitragenden waren sich einig, dass das menschliche Leben ab der Empfängnis beginne und deshalb bereits ab diesem Zeitpunkt geschützt werden müsse.
Bisher sei die Lage teilweise widersprüchlich, wie der ehemalige italienische Ministerpräsident,Prof. Giuliano Amato, ausführte. Medizinische Untersuchungen am Fötus seien erlaubt, da er das Recht auf Gesundheit besitze. Das Recht auf Leben sei in diesem Stadium allerdings noch nicht garantiert.
Den Gedanken griff Prof. Antonio Biaggio auf und versuchte, die Natur des ungeborenen Lebens zu definieren. Er stellte dabei auf einen Text von Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolarbewegung, ab.
Demnach basiert das Menschsein auf der Brüderlichkeit. Ausgangspunkt des Konzeptes ist das universale brüderliche Zusammenleben aller Menschen.
Prof. Vincenzo Buonuomo führte den Gedanken unter dem Gesichtspunkt der internationalen Menschenrechte fort.
Für die Umsetzung der Menschenrechte auf internationaler Ebene sei der Dialog von fundamentaler Bedeutung. Eine geordnete Gesellschaft zeichne sich durch Rechte und Pflichten aus, deren Basis stets die Liebe sein müsse. Aus diesem Grunde gebe es kein Leben, das nicht schutzwürdig sei. Todesstrafe oder Abtreibung seien deshalb abzulehnen.
Die Diskussionsrunde schloss der ungarische Jugendminister Miklòs Soltész ab. In der ungarischen Verfassung wird der Schutz des Lebens ab der Empfängnis garantiert. Soltész legte dar, dass es sich dabei nicht nur um den Schutz des ungeborenen Lebens, sondern der Familie und der mit diesem Kontext verbundenen Werte handle. Das ausschließliche Konzentrieren auf Profiterzielung und -steigerung führe Europa nicht weiter.
Im Anschluß an die Diskussionsrunde folgte der „praktische Teil“.
In der Festansprache wiederholte Kardinal Enio Antonelli die bis dato mehrfach vorgebrachte Forderung nach dem Schutz des ungeborenen Lebens ab dem Zeitpunkt der Empfängnis.
Er erinnerte an Mutter Teresa, die diejenigen als arm bezeichnet hatte, denen der Mut fehle, Verantwortung zu übernehmen. Diese Menschen seien die wahren Armen, da es ihnen an Liebe und Menschlichkeit mangele. Kardinal Enio Antonelli bekräftigte die Bedeutung der Liebe für die Zukunft der Menschen.
Maria Voce, die Präsidentin der Fokolarbewegung, betonte in ihrer Dankesrede, den unermüdlichen und selbstlosen Einsatz Chiara Lubichs für die Bedürftigen. Politischer Macht und Ämter habe Chiara Lubich das soziale Engagement vorgezogen und ihr Leben in den Dienst der Menschen gestellt.

06.12.2011

Albtraum Abtreibung - Hilfe für betroffene Frauen

Laut der Würzburger Psychologin Dr. Maria Simon leiden 80 Prozent der Frauen nach einer Abtreibung unter psychischen Spätfolgen, wie etwa an Reue- und Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen, Stimmungsschwankungen und Depressionen, unmotiviertem Weinen, Angstzuständen und schreckhaften Träumen.
Die Ergebnisse aus Deutschland werden von amerikanischen und neuseeländischen Studien bestätigt. Demnach haben 92,6 Prozent der befragten Frauen starke Schuldgefühle, über 88 Prozent leiden unter einer Depression, 38,6 Prozent an Essstörungen und 40,6 Prozent haben mit dem Konsum von Drogen begonnen.
Symptome des PAS: Posttraumatische Belastungsstörung: Flashbacks (63%), Alpträume, Depressionen (88%) bis hin zu Selbstmordversuchen (28%), Stimmungsschwankungen, Weinkrämpfe, hysterische Anfälle (51%), Angstzustände, Schlaflosigkeit Schuld-, Reuegefühle, Selbstvorwürfe (85%), Absterben des Gefühlslebens, Beziehungsstörungen: Paare trennen sich innerhalb eines Jahres nach der Abtreibung (70%).
Die Heilung des Abtreibungstraumas erfordert einen mit der Abtreibungsthematik vertrauten Therapeuten. Es gibt Selbsthilfegruppen für betroffene Frauen, in denen darüber hinaus versucht wird, Abtreibungen gemeinsam aufzuarbeiten. Die Probleme der Frauen werden dort nicht tabuisiert, sondern offen besprochen.
Viele Frauen versöhnen sich mit ihrem abgetriebenen Kind, indem sie ihm einen Namen geben und es symbolisch begraben. Vielen hilft die Erfahrung der Versöhnung mit Gott.

Von der Stiftung Ja zum Leben gefördert:
Rachels Weinberg, Hildesheim, www.rachelsweinberg.de

Rahel e.V. Erfahrungen nach Abtreibung, www.rahel-ev.de

endlich wieder LEBEN!, Erika Wick, Fürth, Telefon: 015123779515

25.10.2011

Europäischer Gerichtshof verwirft die Menschen-Patentierung

Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied am 18. Oktober, dass menschliches Leben mit der Befruchtung beginnt, und dass es rechtlich gesehen von diesem Zeitpunkt an schutzwürdig ist!
Das Urteil "Brüstle, C 34/10" besagt konkret, dass menschliche Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken oder zu Zwecken der wissenschaftlichen Forschung nicht Gegenstand einer Patentierung sein können. Dies bezieht sich auch auf Methoden, die eine vorhergehende Zerstörung eines menschlichen Embryos erfordern.
Ebenso ist jede Zelle, die sich in einen Embryo entwickeln kann, als menschlicher Embryo anzusehen!
Dieses für die 27 EU-Mitgliedsstaaten rechtlich verbindliche Urteil hat weitreichende Konsequenzen für den Lebensschutz. Wir dürfen uns zuerst mal freuen... und dann dieses Urteil flächendeckend für den Schutz des Menschens in seinen ersten Tagen nützen!

Die entscheidende Stelle aus dem Urteil (Brüstle, C 34/10, 18. 10. 2011):
Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Große Kammer) für Recht erkannt:
1. Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 1998 über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen ist wie folgt auszulegen:
– Jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an, jede unbefruchtete menschliche Eizelle, in die ein Zellkern aus einer ausgereiften menschlichen Zelle transplantiert worden ist, und jede unbefruchtete menschliche Eizelle, die durch Parthenogenese zur Teilung und Weiterentwicklung angeregt worden ist, ist ein „menschlicher Embryo“.
– Es ist Sache des nationalen Gerichts, im Licht der technischen Entwicklung festzustellen, ob eine Stammzelle, die von einem menschlichen Embryo im Stadium der Blastozyste gewonnen wird, einen „menschlichen Embryo“ im Sinne von Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44 darstellt.
2. Der Ausschluss von der Patentierung nach Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44, der die Verwendung menschlicher Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken betrifft, bezieht sich auch auf die Verwendung zu Zwecken der wissenschaftlichen Forschung, und nur die Verwendung zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken, die auf den menschlichen Embryo zu dessen Nutzen anwendbar ist, kann Gegenstand eines Patents sein.
3. Eine Erfindung ist nach Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44 von der Patentierung ausgeschlossen, wenn die technische Lehre, die Gegenstand des Patentantrags ist, die vorhergehende Zerstörung menschlicher Embryonen oder deren Verwendung als Ausgangsmaterial erfordert, in welchem Stadium auch immer die Zerstörung oder die betreffende Verwendung erfolgt, selbst wenn in der Beschreibung der beanspruchten technischen Lehre die Verwendung menschlicher Embryonen nicht erwähnt wird.

21.09.2011

Papst Benedikt XVI. - Verteidiger des Rechts auf Leben

Die Stiftung Ja zum Leben hofft, daß der Besuch von Papst Benedikt XVI. In Deutschland dazu führt, daß alle Menschen, insbesondere die Machthaber die Kostbarkeit und Unveräußerlichkeit des Menschenrechts auf Leben wieder erkennen und bewahren lernen.
In seiner Ansprache an die Päpstliche Akademie für das Leben betonte Papst Benedikt im Frühjahr diesen Jahres die Verpflichtung der christlichen Gemeinschaft, einerseits Abtreibungen durch konkrete Hilfen zu verhindern, andererseits den vom Post-Abortion-Syndrom betroffenen Frauen zur seelischen Heilung zu verhelfen. Die Ärzte mahnte er, Frauen auf die leidvollen Folgen für sie selber und für die ganze Familie hinzuweisen. “Ganz besonders die Ärzte dürfen sich nicht der zentralen Aufgabe der Verteidigung des Gewissens vieler Frauen entziehen, die an eine Abtreibung als eine Lösung aus einer schwierigen Situation denken, sei diese familiär, wirtschaftlich, sozial oder wegen der Gesundheit des Kindes. In einem kulturellen Kontext, der davon gekennzeichnet ist, daß der Sinn des Lebens zerstört ist, braucht man Ärzte, die erklären, daß mit der Abtreibung nichts gelöst, sondern ein Kind getötet, eine Frau zerstört und das Gewissen eines Vaters belastet wird, was häufig den Ruin des Familienlebens bedeutet.”

20.09.2011

Marsch für das Leben in Berlin - Großer Erfolg

Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann freut sich über die wachsende Unterstützung des
Lebensrechtes und dankt allen Teilnehmern des diesjährigen Marsches für das Leben:
„Der diesjährige Marsch für das Leben war ein großer Erfolg für den Lebensschutz in
Deutschland. Mehr als 2200 Freunde des Lebens haben eindrucksvoll ein klares,
sympathisches und entschiedenes Zeugnis für die Unantastbarkeit des Lebens gegeben und
gegen die Tötung ungeborener Menschen mitten in Berlin protestiert. Ich bin allen
Teilnehmern, Helfern und Organisatoren sehr dankbar für dieses ebenso unübersehbare wie
notwendige Bekenntnis zu einer Kultur des Lebens. Von Jahr zu Jahr kommen mehr
Menschen nach Berlin, um für die Heiligkeit des Lebens und eine wirkliche humane
Gesellschaft zu werben. Das ist sehr gut! Und es ist sehr ermutigend, dass wir vor allem von
jungen Menschen eine so deutliche Unterstützung bekommen. Unser Einsatz lohnt sich
immer mehr. Die Wahrheit, dass es kein Recht auf Töten gibt, sehr wohl aber ein Recht auf
Leben und Achtung eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, lässt
sich auf Dauer nicht unterdrücken.“
In diesem Jahr hatte der Bundesverband Lebensrecht mit seiner Kundgebung erstmals
unmittelbar vor dem Kanzleramt die Veranstaltung begonnen, also „im Zentrum der Macht
und unweit des Reichstages“, wie Lohmann es als Moderator und Gastgeber formulierte.
Man hoffe sehr, dass „die Botschaft vom Leben dort endlich richtig gehört“ werde und
ankomme. Unter großem Beifall rief er in Richtung des Kanzleramtes nach oben: „Wir hoffen
sehr, dass auch die Bundeskanzlerin unser Anliegen hört. Werden Sie, Frau
Bundeskanzlerin zu einer überzeugenden Anwältin des Lebens und seiner Unantastbarkeit!“
Auf der Bühne konnte der BVL-Vorsitzende zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland
begrüßen, die alle ihr jeweils sehr persönliches Bekenntnis zum Leben abgaben. Darunter
die Hebamme Maria Grundberger mit ihren Erfahrungen der Gehsteigberatung, die Autorin,
Familien- und Persönlichkeitsberaterin Ruth Heil, Bert und Willi Dorenbos aus den
Niederlanden mit ihrer Aktion „Schrei zum Leben“, aus den USA Bryan Kemper, der
Konzerte für das Leben veranstaltet sowie Eric Scheidler (Pro-Life Action-League) mit seiner Lebensrechtsarbeit in Chicago, der Missionar Hugo Gevers, der als Vater eines Kindes mit Down-Syndrom das selbstverständliche Lebensrecht auch für Behinderte forderte, sowie der evangelische Pfarrer Philipp Vulff aus Paris, der dort den Marsch für das Leben organisiert. Die Jugend für das Leben war vertreten durch junge Lebensschützer aus Belgien, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Irland und Deutschland.
Begleitet wurde die Kundgebung von einigen hundert Linksextremisten, die mit
Trillerpfeifen und Sprechchören die Kundgebung wie auch den anschließenden
Schweigemarsch vorbei am Reichstag und durch das Bundesviertel über die Straße Unter
den Linden bis hin zur Hedwigskathedrale zu stören versuchten. Einige wenige Kreuze
wurden entwendet und entehrt, und mit blasphemischen Darstellungen und hasserfüllten
antichristlichen Parolen skandierten die Gegner der Freunde des Lebens lautstark und
wollten provozieren. Abermals ließen sich die Teilnehmer aber nicht provozieren und
begegneten den Gegnern mit Freundlichkeit und fürbittendem Gebet.
Lohmann bedankte sich ausdrücklich bei der Berliner Polizei, die mit einem Großaufgebot
und entschiedener Umsicht die Teilnehmer des Marsches für das Leben vor Angriffen und
Obszönitäten schützten. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Hedwigskathedrale,
in dem der Berliner Weihbischof Wolfgang Weider und der evangelische Pfarrer Prinz Philipp
von Preußen sehr klare und ermutigende Worte für die Lebensschützer fanden, gab es rund
um die Berliner Bischofskirche ausreichend Zeit zur persönlichen Begegnung und zum
Gedankenaustausch.
Im kommenden Jahr wird der Marsch für das Leben am 22. September 2012 in Berlin stattfinden.

15.09.2011

Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird

Heidelberg, den 15. September 2011. - Im zweiten Quartal 2011 wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge 26.591 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Demnach werden sich wohl auch in diesem Jahr wieder über 100.000 Frauen für eine Abtreibung entscheiden, weil sie keine andere Alternative sehen.

Niemand weiß, was aus ihren Kindern geworden wäre. Genau darüber aber hat sich das Team von 1000plus Gedanken gemacht.

Mit der neuen Wort-Bild-Kampagne wollen die Partner des Gemeinschaftsprojekts 1000plus deutlich machen, dass niemand verloren gehen darf, dass jeder fehlt, der nicht geboren wird und dass jedes Baby eine Zukunft hat.
„Jeder Mensch ist einmalig und wertvoll – ob gescheit oder nicht, ob gesund oder krank, ob jung oder alt! Wir können auf keinen einzigen verzichten. Jedes Kind ist ein Geschenk und Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Johanna Gräfin von Westphalen, Schirmherrin des Projekts und Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben.

Die 18 ausgewählten Kampagnenmotive sollen verdeutlichen: Jedes Menschenleben bedeutet unendliche Möglichkeiten und unbegrenztes schöpferisches Potential. Jeder Mensch bereichert das Leben anderer und jeder hinterlässt bleibende Spuren.

1000plus: Hilfe statt Abtreibung
Die einzelne Schwangere, ihr Leben und der Konflikt, indem sie sich befindet, stehen im Zentrum der Arbeit von 1000plus. Pro Femina e.V., Initiator und Träger von 1000plus, setzt sich mit seinen beiden Projektpartnern, der Stiftung Ja zum Leben und Die BIRKE e.V., für mehr individuelle Beratung und konkrete Hilfe ein.

Keine Frau wünscht sich einen Schwangerschaftskonflikt oder eine Abtreibung.

Die überwältigende Mehrheit der Frauen im Schwangerschaftskonflikt entscheidet sich deshalb nach echter Beratung und konkreter Hilfe für ein Leben mit ihrem Baby. Die Projektpartner von 1000plus leisten diese Hilfe jeden Tag: Das Onlineberatungsteam und die Beratungsstelle in Heidelberg stehen mit vielen hundert Schwangeren im Jahr aus ganz Deutschland in Kontakt - schriftlich, telefonisch und persönlich.

„Angesichts der jetzt wieder veröffentlichten Zahlen wird klar: Abtreibung ist ein verstecktes und tabuisiertes Massenphänomen. Wir verspielen unsere Zukunft, wenn wir die ungewollt schwangeren Frauen in unserem Land im Stich lassen“, so Projektleiter und Vorsitzender von Pro Femina e.V. Kristijan Aufiero.

Ziel des Projekts 1000plus ist es, die Beratungsarbeit bundesweit auszubauen, um jährlich 1000 und mehr Schwangeren im Konflikt eine Perspektive für ein Leben mit Kind zu bieten.

Die Kampagnenmotive stehen ab sofort zur Bestellung bzw. als Download auf unserer Homepage bereit: http://www.1000plus.de/mitmachen/downloads/fotos-poster.html

Anfang Oktober werden in ausgewählten Online- und Printmedien Anzeigen der neuen Kampagne „Lebenspotentiale“ geschaltet. Außerdem kann sich jeder an der Kampagne beteiligen: Poster aufhängen, Postkarten verschenken, Banner in E-Mails und auf Homepages einbinden . . .

05.09.2011

Marsch für das Leben, Berlin, 17. September 2011

Am Samstag, 17. September 2011 findet in Berlin der Marsch für das Leben statt. Um 13 Uhr beginnt die Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt, anschließend folgt der Schweigemarsch durch Berlin. Um 15.30 Uhr findet in der St. Hedwigskathedrale der Ökumenische Gottesdienst statt. Aktuelle Hinweise bitte unter www.marsch-fuer-das-leben.de abrufen.
Menschenrechte gelten für alle - auch für die ungeborenen Kinder. Abtreibung löst keine Probleme, sondern schafft neue. Wir fordern Schutz und wirksame Hilfen für Schwangere und Familien in Not.
Niemand kann sagen: "Wir haben von nichts gewußt." Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, das schreiende Unrecht der Abtreibung zu beenden, Tötung durch Selektion zu verhindern und das erneute Aufkommen der Euthanasie zu stoppen.
Bitte werden Sie aktiv. Unterstützen Sie den öffentlichen Protest.
Die Stiftung Ja zum Leben ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL), der den Marsch für das Leben organisiert.

13.07.2011

Pro Femina e.V. und YOU!-Magazin erhalten den Stiftungspreis 2011 der STIFTUNG JA ZUM LEBEN - Fürstin Gloria von Thurn und Taxis und Dechant Dr. Wolfgang Picken würdigten die Preisträger

München, 12. Juli 2011. – Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN verlieh heute im Künstlerhaus in München vor 250 geladenen Gästen zum zwölften Mal den Stiftungspreis. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging zu gleichen Teilen an die Schwangerenberatungsinitiative Pro Femina e.V. aus Heidelberg und die katholische Jugendzeitschrift YOU!-Magazin aus Marchegg (Österreich).

In ihrer Begrüßung hob die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen hervor, daß beide Preisträger mit ihrer Originalität und zeitgemäßen Kommunikation wesentlich zum Aufbau einer Kultur des Lebens beitragen. Ungewollt schwangere Frauen mit ihren ungeborenen Kindern sowie die heranwachsende Jugend seien die am meisten gefährdeten Personengruppen in der heutigen Gesellschaft.

„Pro Femina – für die Frau – beschreibt bereits im Namen, um wen sich die ganze Arbeit dieser Initiative dreht“, so die Laudatorin für Pro Femina, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Auch wenn man meinen könnte, dass es schon genügend Organisationen gäbe, die sich um die Belange der Frauen kümmern, träfe dies für Frauen im Schwangerschaftskonflikt leider nicht zu. Pro Femina e.V. habe von Anfang an auf das „vergiftete Geschenk“ des Beratungsscheines verzichtet und sei somit eine „wahre Frauenhilfsorganisation“. Im vergangenen Jahr stand das proaktive Online-Beratungsteam dank der innovativen Internetarbeit mit 804 Frauen im Schwangerschaftskonflikt in Kontakt. „Wir sind wirklich begeistert, daß Pro Femina mit ihrer Online-Beratung Frauen für ein Leben mit Kind zu gewinnen vermag, die sonst abgetrieben hätten!“, sagte die Fürstin, die auch dem Stiftungsrat der STIFTUNG JA ZUM LEBEN angehört.

„Hier steht nicht nur katholisch drauf, hier ist auch katholisch drin“, lobte Dechant Dr. Wolfgang Picken aus Bonn-Bad Godesberg das YOU!-Magazin aus Österreich. Solche Wertangebote und Denkanstöße, wie sie die österreichische Jugenzeitschrift böte, fehlten nicht zuletzt in Predigten und Katechesen. YOU! erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von 18.000 und erreicht 50.000 junge Leser. Aktuelle Musik und ihre Interpreten, Kinofilme und Jugendfestivals werden ebenso thematisiert wie Liebe, Freundschaft, Beziehungen und der richtige Umgang mit Sexualität. „YOU!-Magazin legt eine Basis dafür, daß junge Menschen den Mut finden, ihr ‚Ja zum Leben’ zu formulieren“, schloß der Laudator seine Ansprache.

Kristijan Aufiero, der Vorsitzende von Pro Femina e.V., und Michael Cech, Chefredakteur von YOU!, dankten im Namen ihrer Organisationen und Mitarbeiter der STIFTUNG JA ZUM LEBEN für die mit der Verleihung des Stiftungspreises verbundene Ermutigung und Stärkung ihrer Arbeit. Mit dem Stiftungspreis werden seit 1991 Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die durch vorbildlichen Einsatz dazu beigetragen haben, in der Öffentlichkeit das Bewußtsein von Würde und Einmaligkeit jedes noch ungeborenen Menschen zu vermitteln, die sein Recht auf Leben verteidigen, Mut zum Kind machen und den Familiengedanken stärken helfen.

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts und setzt sich für den Schutz des menschlichen Lebens und die Rechte ungeborener Kinder ein. Zu diesem Zweck fördert sie Projekte, Initiativen und Einrichtungen, die dem Wohl der Kinder und ihrer Eltern dienen. Mit ihrer Arbeit will die STIFTUNG JA ZUM LEBEN dazu beitragen, das Bewußtsein von der Einmaligkeit eines jeden Menschen und der Unersetzbarkeit der Familie nachhaltig zu stärken. Sie wurde 1988 von Johanna Gräfin von Westphalen und ihrem Sohn Friedrich Wilhelm gegründet und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht, dem Dachverband der Lebensrechtsorganisationen in Deutschland.

10.07.2011

„Wie der Wunsch nach einem gesunden Kind missbraucht wird“ - Zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID)

Meschede, 7. Juli 2010 - Zur Verabschiedung des Gesetzes zum Gentest und zur Tötung unerwünsch-ter Embryonen durch den Deutschen Bundestag nimmt die Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben, Johanna Gräfin von Westphalen, Stellung:

„Die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch Mehrheitsbeschluß des Deutschen Bun-destages ist ein Schlag gegen das Recht auf Leben. Sie wird die Selektionsmentalität in Deutschland stärken und die Unterscheidung von ‚lebenswertem’ und ‚lebensunwertem’ Leben weiter vorantrei-ben. Das Recht auf Leben steht dem Menschen nicht mehr als natürliches Menschenrecht zu, sondern es wird aufgrund bestimmter gesundheitlicher Qualitätsstandards zugewiesen. Erfüllt ein Kind, das aus einer künstlichen Befruchtung stammt, in diesem Stadium die Qualitätsstandards nicht, darf es ge-tötet werden. Insbesondere Eltern von behinderten Kindern werden künftig gesellschaftlich in Recht-fertigungsnot geraten, warum sie ihr Kind nicht rechtzeitig haben töten lassen.

Der völlig verständliche Wunsch nach einem gesunden Kind wird durch die Zulassung der PID miss-braucht. Eltern mit einer Erbkrankheit werden in Versuchung geführt, solange die künstliche Befruch-tung auszuprobieren und solange zu selektieren, bis endlich ein gesundes Kind zur Welt kommt. Daß dieser Weg gepflastert sein wird mit vielen getöteten und abgestorbenen Embryonen werden die auf Gewinnmaximierung angelegten Reproduktionszentren sicher nicht kommunizieren. Das Menschen-recht auf Leben gilt künftig nur noch für jene, die den jeweiligen zeitbedingten Definitionen des per-fektionierten Menschseins entsprechen. Nach Freigabe der Abtreibung und Zeugung auf Probe fehlt nur noch die Zulassung der Euthanasie, um die Unkultur des Todes in Deutschland zu komplettieren.“

31.05.2011

Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann ist tot

Wolfgang Bergmann, der renommierte Erziehungswissenschaftler und Leiter des Instituts für
Kinderpsychologie und Lerntherapie ist tot. Er starb am 18. Mai in einem Hospiz bei
Hannover.
Im Februar 2010 wurde bei Bergmann Knochenkrebs festgestellt. Bergmann wurde durch
zahlreiche Bücher bekannt, zuletzt „Lasst Eure Kinder in Ruhe“. Im Herbst des vergangenen
Jahres gründete er die Stiftungsinitiative Für Kinder, damit sein Lebenswerk fortgeführt wird.
Noch im März sagte Bergmann: „Ich würde gern noch zehn Jahre leben.“ Doch die Krankheit
brach ihn und riss ihn aus der Mitte seines Lebens, hieß es in der Mitteilung der Familie.
Als erfolgreicher Autor zahlreicher Bücher, in denen er die Elternliebe als das einzig
Sinnstiftende ansieht, erlangte Bergmann großes Ansehen. Für die einen war er der
„Advokat der Kinder“, für die anderen zählte er zu den wichtigsten und einflussreichsten
„Vordenkern Deutschlands“. Der renommierteste Kinder- und Familientherapeut
Deutschlands hinterlässt drei Kinder.

Neben der Therapie von Kindern und Jugendlichen, dem Schreiben zahlreicher Bücher galt
Bergmanns Engagement dem Aufbau einer Stiftung Für Kinder (www.FuerKinder.org). Noch
über den Tod hinaus wirken, dem zerstörerischen Förderwahn in der Erziehung
entgegentreten und Kindern ein Glücks- und Zufriedenheitspotential mitgeben, bewegte
Bergmann bis zuletzt.
„Wir schaffen die seelischen Grundlagen für eine mitfühlende – nicht kalt rivalisierende
Gesellschaft“, so Bergmann. „Und es ist die Verbindung von Zuwendung und Grenzen
setzen, die als Zauberformel gilt – „Gute Autorität“, nannte Wolfgang Bergmann dieses
Konzept.

13.04.2011

Prof. Christoph von Ritter: PID - Die Last der Selektion trägt die Frau

In einem Beitrag für die in Würzburg erscheinende Tageszeitung "Die Tagespost" (Ausgabe v. 12. April 2011) setzt sich der in München lehrende Medizin-Professor Christoph von Ritter mit der am 14. April im Deutschen Bundestag auf der Tagesordnung stehenden Zulassung der Präimplatationsdiagnostik (PID) auseinander. So kritisiert er bereits den Begriff als irreführend. Denn in der Medizin stelle die Diagnostik die notwendige Voraussetzung für eine spezifische Therapie dar, die das Leben erhalte und das Leiden vermindere. Bei der "PID" gehe es aber um Präimplantations-Selektion, d.h. um die Tötung eines erkrankten Embryos, also um die Eliminierung des Kranken. Von Ritter geht der Frage nach, ob die "PID" nicht zusätzlich zur Einschränkung des Lebensrechts des ungeborenen Kindes auch die Interessen von Eltern mit einer Erberkrankung verletze, ob die ausgeprägte Sorge von Eltern mit einer Erberkrankung um das Wohl ihrer Kinder in der Debatte um eine Freigabe der "PID" instrumentalisiert werde. Es stellt sich ihm die Frage, ob diesen Eltern statt segensreichen Erleichterungen ein Verfahren angedient werden solle, das mit einem "hohen Nebenwirkungsprofil und einer niedrigen Erfolgsrate belastet" sei und moralisch höchst zweifelhafte Entscheidungen abverlange. Schließlich geht der Autor der Frage nach, wer ein Interesse an einer solchen Instrumentalisierung der Verletzlichkeit der Frau haben könnte. Professor Ritter zieht das Fazit, daß die Befürworter der "PID" Opfer geschickter Lobby-Arbeit der IVF(in-vitro-Fertilisation)-Industrie seien. Weltweit würden mit Kinderlosigkeit und dem Leid von Eltern, die sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machten, riesige Summen Geld verdient. "Der Gesellschaft wäre es mit der Zulassung der "PID" möglich, die finanziellen Lasten für die Versorgung von Behinderten auf die Eltern abzuwälzen" und gleichzeitig die moralische Verantwortung auf die betroffenen Eltern zu übertragen. "Die mittelalterliche Vorstellung, daß Behinderung der Kinder durch ihre Eltern verschuldet sei, wäre das Ende der Solidargemeinschaft." Zusätzlich zu den schwerwiegenden ethischen Bedenken bezüglich einer Selektion von ungeborenen Kindern sei in der Diskussion um die Zulassung der "PID" auch die Verletzlichkeit der Eltern, speziell der Frauen, und die Auswirkung der "PID" auf Familie und Gesellschaft zu berücksichtigen. Schutz der Frauen vor Ausbeutung und Instrumentalisierung durch Ärzte, IVF-Industrie und Gesellschaft gebietet ein uneingeschränktes Verbot der "PID"."

08.03.2011

Europaparlament für Abtreibung als Instrument zur Familienplanung

STRASSBURG. “Das sind trojanische Pferde auf Papier – eine Skandalentscheidung!” – so klar kommentiert der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler die heute im Europäischen Parlament verabschiedeten Berichte zum “Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten in der EU” (Bericht Estrela) und der “Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU” (Bericht Nedelcheva). Beide seien im Detail haarsträubend: “Die Berichte erklären Abtreibung unverhohlen zu einer Methode der Familienplanung und der Verhütung. Das ist grausamer Hohn am Recht auf Leben und auf Menschlichkeit!” Kastler hatte zusammen mit anderen christlichen Abgeordneten bis zuletzt versucht, diese Passagen zu vermeiden – im Ende aber stimmte doch eine Mehrheit im Plenum dafür.
Nach dem Bericht der portugiesischen Sozialistin Edite Estrela sollten die EU und ihre Mitgliedstaaten garantieren, “dass Frauen sich problemlos Empfängnisverhütungsmittel besorgen können und ein Recht auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch haben” (Punkt 26).Verhütung und Abtreibung damit auf eine Ebene zu stellen und, so Kastler, in einem Atemzug zu nennen, sei “geschmacklos und lebensverachtend – gerade so, als wäre das grausame Töten eines Embryos ein Kavaliersdelikt der Familienplanung.”
Der Bericht der bulgarischen Abgeordneten Mariya Nedelcheva fordert – obwohl eigentlich fokussiert auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt – in Punkt 66 ähnliches: “Dort schweift der Bericht ab zur sogenannten reproduktiven Gesundheit – und stellt ebenfalls Abtreibung und Verhütung auf eine Ebene für Bevölkerungsplanung. Es ist dreist, wie uns da moralische Bomben im Geschenkkarton der Gleichberechtigung untergejubelt werden sollen”, so Kastler.
Leider, so Kastler, denke man in der EU-Kommission nicht anders. Auf eine von ihm eingereichte offizielle parlamentarische Anfrage zur Defintion von “sexueller und reproduktiver Gesundheit” heißt es seitens der EU-Kommisison lapidar: “Das Rechtsgut der sexuellen und reproduktiven Gesundheit schließt den Zugang zu sicherer Abtreibung überall dort ein, wo diese legal vorgenommen werden kann.” Damit, so Kastler, zeigen die Berichte Estrelas und Nedelchevas wie auch die Aussagen der EU-Kommission, dass die relativistischen, antichristlichen Kräfte durchaus den Einfluss haben, Mehrheiten für eine “Kultur des Todes” zu schaffen.

28.02.2011

Erstes Internet-Forum für Frauen im Schwangerschaftskonflikt

Der Verein Pro Femina betreibt seit wenigen Tagen unter der Adresse www.vorabtreibung.net eine eigene Internetplattform nur für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Mit allen wichtigen Informationen rund um Schwangerschaft und Abtreibung sowie einem eigenen Forum will der Verein Frauen dabei helfen, eine Perspektive für ein Leben mit ihrem Kind zu finden. Diese im deutschen Internet einzigartige Plattform ist ein weiterer Schritt für das Pro Femina-Projekt „1000plus: HILFE statt Abtreibung für 1000 und mehr Schwangere im Jahr“.

Bisher waren die Online-Beraterinnen von Pro Femina stets in den Foren fremder Anbieter zu Gast. Hier wurden die Arbeit jedoch stark behindert. „Wir konnten keine öffentlichen Empfehlungen mehr für Pro Femina aussprechen. Wenn wir es doch taten, wurden wir sofort zensiert“, sagt Brigitte Stelzle, die das Online-Beratungsteam leitet. „Wir mussten erleben, dass Frauen sich gegen ihr Kind entschieden, weil wir an der Hilfe gehindert wurden.“ So entstand die Idee für ein eigenes Forum unter der Adresse www.vorabtreibung.net, welches mit Hilfe der STIFTUNG JA ZUM LEBEN umgesetzt wurde.

Die Plattform beinhaltet ein umfangreiches Informationsangebot rund um das Thema ungewollte Schwangerschaft und Abtreibung, speziell zugeschnitten auf Schwangere im Konflikt. Dazu gehört eine präzise Darstellung der Gesetzeslage genauso wie eine Beschreibung der Eingriffsmethoden. Die Auflistung von Rechten und Hilfeleistungen, die Schwangere in Anspruch nehmen können sowie das Angebot von Beratung sollen Mut zum Kind machen. Schließlich gibt es auch ein eigenes Forum, welches von Brigitte Stelzle und ihrem Team betreut wird.

Pro Femina reagiert damit auf den enormen Informationsbedarf ungewollt Schwangerer im World Wide Web: Etwa 5.000 Mal am Tag werden in die deutschsprachige Internet-Suchmaschine Google Worte wie „Abtreibung“, „ungewollt schwanger“ und „Schwangerschaftsabbruch“ eingegeben. Pro Femina geht davon aus, dass es sich dabei zumeist um Frauen im akuten Schwangerschaftskonflikt handelt, die nach Hilfe suchen. Schon seit mehreren Jahren arbeitet der Verein daher verstärkt im Internet. Im Jahr 2010 standen die Online-Beraterinnen mit 804 Frauen mindestens einmal in schriftlichem Kontakt. Gleichzeitig nahmen über Pro Femina 474 Schwangere die Beratungsstelle Die BIRKE in Anspruch, die mit der Online-Beratung kooperiert. Ohne die Zensur der Forenbetreiber könnten dies noch weitaus mehr sein.

„Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Frauen gegen ihren Willen zur Abtreibung gehen, weil sie einfach keinen anderen Ausweg sehen“, sagt der Vorsitzende der BIRKE, Kristijan Aufiero. „Nach unserer Beratung haben sich im vergangenen Jahr wieder 70% doch für ihr Kind entschieden. Die hohen Abtreibungszahlen in unserem Land sind also in Wirklichkeit kein Zeichen von Emanzipation, sondern ein Phänomen der unterlassenen Hilfeleistung.“

Über Pro Femina e.V.: Der gemeinnützige Verein Pro Femina wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, ungewollt Schwangeren durch Beratung und Hilfe eine Perspektive für das Leben mit dem Kind zu eröffnen (vgl. §219 StGB).

Die Beratungsarbeit kennzeichnet sich durch die Erarbeitung von echten Alternativen zur Abtreibung - als Weg zur Entscheidungsfreiheit der Frau auf dem Fundament eines unbedingten Ja zum Leben. Pro Femina sowie alle mit dem Verein kooperierenden Beratungspartner stellen daher keinen Beratungsschein aus, der eine straffreie Abtreibung ermöglichen würde. Die Beratungsarbeit finanziert sich zu 100% aus Spenden und wird von der STIFTUNG JA ZUM LEBEN gefördert.

12.01.2011

Kardinal Meisner: "Nein" zur PID ist ein "Ja" zur Liebe

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat die von Teilen der Politik gewünschte Zulassung der PID scharf kritisiert und mit dem von König Herodes angeordneten Kindermord von Bethlehem verglichen. In einer Predigt anlässlich des in der katholischen Kirche gefeierten Festes der Unschuldigen Kinder (28.12.) sagte Meisner: „Der Mensch ist in seiner Würde von dem Moment an da, wo die Eizelle befruchtet ist. Ab diesem Moment ist nicht nur neues Leben vorhanden, das sich als Mensch entwickelt. Ab diesem Moment stehen wir vor einer neuen genetischen Identität, das heißt einem einzigartigen neuen Ebenbild Gottes.“ Daher könne es bei der PID, die „immer Selektion und Tötung nach sich“ ziehe, auch „keinen Mittelweg, keinen Kompromiss“ geben, so der Kardinal weiter.

Meisner: Wer die PID zulasse, sage „Nein zum Leben und damit Nein zum Schöpfer und damit Nein zu Gott selbst.“ Niemand habe „das Recht, eine Auswahl zu treffen, weil ihm die Verhüllung dieser Identität nicht passt.“ Auch Herodes habe „damals eine Selektion vorgenommen“. „Er ließ in Bethlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte“ (Mt 2,16).

Die Kriterien für die von Herodes angeordnete Selektion seien „Ort, Alter, Geschlecht, Stand der Forschung“ gewesen, erklärte Meisner und fügte hinzu: Auch „die Befürworter der PID“ hätten „ihre Kriterien“. Auch sie machten sich „den Stand der Forschung zunutze.“ Meisner: „Gewiss, es ist politisch unkorrekt, diesen Vergleich zu ziehen, weil die Befürworter von PID um ihre Entscheidung gerungen haben. Aber bei allem Ringen: Diese Entscheidung ist falsch! Sie tötet genetische Identitäten, sie tötet die Einzigartigkeit dieser Identitäten, sie tötet Personen, Menschen, sie tötet Abbilder Gottes, sie vergreift sich an Gott selbst“, so der Kardinal.

„Gesundheit“ sei, so Meisner weiter, „gewiss ein hohes Gut, das höchste Gut des Menschen ist sie nicht. „Das höchste Gut“ sei „die Liebesfähigkeit“. „Sie bringt schließlich das wirkliche Glück, die Erfüllung.“ Das könne man bei vielen Familien beobachten, die ein behindertes Kind in ihrer Mitte hätten. „Liebe ist stärker als Leid, Liebe selektiert nicht, Liebe akzeptiert den ganzen Menschen, seine Person, so wie sie ist“, so der Erzbischof weiter. „Deshalb ist das Nein zur PID nicht nur ein Nein zur Anmaßung des Menschen, das Ebenbild Gottes nach seinem Bild zu schaffen. Es ist ganz besonders ein Ja zur Schöpfung, ein Ja zur Liebe.“

www.stoppt-pid.de

30.11.2010

Benedikt XVI.: „Respektiert, verteidigt und liebt jedes menschliche Leben!“

Mit einer Vesper eröffnete Papst Benedikt XVI. am 27. November den Advent und damit das neue Kirchenjahr. Am Samstagabend betete er für die ungeborenen Kinder. In seiner Predigt wies der Papst auf den Zusammenhang zwischen dem Warten auf Gott, der am Weihnachtsfest menschliches Leben annimmt, und der Sorge für jedes Leben hin:

„Die Menschwerdung zeigt uns in hellem Licht und überraschend, daß jedes menschliche Leben eine höchste Würde hat und unvergleichlich ist. Der Mensch stellt eine unverwechselbare einzigartige Persönlichkeit dar, mit Respekt vor allen anderen menschlichen Lebewesen, die die Erde bewohnen. Er stellt ein einzigartiges und individuelles Subjekt dar, beschenkt mit Intelligenz und einem freien Willen. … Er hat das Recht, nicht als zu besitzendes Objekt behandelt zu werden oder als Sache, die man nach Gutdünken manipulieren kann, nicht reduziert auf ein reines Instrument für Andere und ihre Interessen. Die Person ist ein Gut in sich selbst und erfordert immer seine volle Entwicklung.“


In klaren Worten deutete er die Auffassung, das Leben beschränke sich auf das naturwissenschaftlich faßbare, als zu kurz:

„Es handelt sich nicht um eine Ansammlung von biologischem Material, sondern um ein neues lebendiges Sein, dynamisch und wunderbar geordnet, ein neues Individuum der menschlichen Spezies. So war es bei Jesus im Leib Mariens; so war es bei jedem einzelnen von uns, im Leib unserer Mütter.”

Der Schutz des jungen Lebens ist aber nicht auf das ungeborene beschränkt, so Benedikt, es ist in seiner Sorge umfassender:

„Leider bleibt das Leben der Kinder auch nach der Geburt der Gefahr des Verlassenwerdens, des Hungers, der Not, der Krankheit, des Mißbrauchs, der Gewalt und der Ausbeutung ausgesetzt. Die vielen Verletzungen ihrer Rechte in der ganzen Welt verwunden schmerzhaft das Gewissen jedes Menschen guten Willens. Vor dem traurigen Anblick der Ungerechtigkeiten gegen das menschliche Leben, vor und nach der Geburt, mache ich mir den leidenschaftlichen Appell Papst Johannes Pauls II. zur Verantwortung aller zu eigen: „Respektiert, verteidigt, liebt und dient dem Leben, jedem menschlichen Leben! Nur auf diesem Weg finden sich Gerechtigkeit, Entwicklung, echte Freiheit, Frieden und Glück“.

Ich ermahne die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und den Medien, alles zu tun, was sie können, um eine das menschliche Leben respektierende Kultur zu fördern, um günstige Bedingungen und tragende Unterstützung zur Förderung dieses Lebens zu schaffen.
(Radio Vatikan, 27. November 2010)

28.10.2010

www.stoppt-PID.de - Gegen die Selektionsdiagnostik - Für das Leben

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ermöglicht es, Menschen im frühesten Stadium ihrer Entwicklung wegen einer genetischen Auffälligkeit auszusortieren. Je nach Ergebnis der Untersuchung, wird der Embryo in den Uterus der Frau übertragen oder getötet. Bislang konnte man davon ausgehen, daß durch das Embryonenschutzgesetz die PID in Deutschland nicht zulässig ist. Durch das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 6. Juli 2010, wonach die PID in bestimmten Fällen mit dem Embryonenschutz vereinbar sein soll, ist eine neue Lage entstanden. Der Gesetzgeber ist gefordert, die Selektion bei künstlicher Befruchtung zu unterbinden, da es dem Grundgesetz und dem Geist des Embryonenschutzgesetzes klar widerspricht.. Die Selektion von Menschen, auch wenn sie noch so jung sind, ist ein massiver Verstoß gegen die Menschenwürde und das Recht auf Leben. Es besteht aber die Gefahr, daß die Regierung sich auf einen Kompromiß einigt, der ähnlich wie bei der Aushöhlung des Abtreibungsstrafrechts, das Lebensrecht an den Rand drängt und lediglich auf dem Papier bestehen läßt. Deshalb muß jetzt gehandelt werden. Unter www.stoppt-PID.de finden Sie alle wichtigen Informationen, die Sie benötigen, um aktiv zu werden, das Recht auf Leben zu schützen und die PID nicht zuzulassen. Auf einer Fachtagung in Mainz zum Thema Anfang Oktober machte Prof. Walter Schweidler von der Universität Eichstätt noch einmal klar, daß die Würde jedes Menschen das Legitimationsprinzip unserer staatlichen Ordnung sei. Wer dieses Prinzip aushöhle, um einer Gruppe menschlicher Lebewesen von seiner Geltung auszuschließen, untergrabe die Legitimation des Staates insgesamt.
Die Stiftung Ja zum Leben unterstützt die Aktion.

11.10.2010

1000plus-TAG: Startschuss für den Aufbau neuer Beratungsstellen ist gefallen

Mit 178 Gästen, darunter 32 Kinder, fand am Samstag, dem 2. Oktober die Auftakt-Veranstaltung für die 1000plus-Spendenkampagne des Vereins Pro Femina e.V. in Heidelberg statt. Gemeinsam wollen ehrenamtlichen Helfer und finanzielle Unterstützer des Projekts 1000plus zahlreiche Neuspender für die Beratung von ungewollt Schwangeren gewinnen. 84.000 Euro monatlicher Spenden sollen gesammelt werden, um den Aufbau neuer Beratungsstellen zu finanzieren. Bereits 1.322 Euro sagten die Gäste noch am selben Tag zu, darüber hinaus wurden einmalig insgesamt 700 Euro gespendet. „Ich bin ganz überwältigt von dieser Spendenbereitschaft“, so Brigitta Thurmaier, die die Ehrenamtlichen für 1000plus betreut. „Mit solchen Botschaftern für die gute Sache werden wir viele Menschen finden, die ganz konkret ungewollt Schwangeren helfen wollen, ein Ja für ihr Baby zu finden.“
Im Laufe des Nachmittags stellten mehrere Mitarbeiter der an 1000plus beteiligten Organisationen die Projekt- und Beratungsarbeit vor. Mit persönlichen Zeugnissen über ihre eigene Motivation sowie Beispielgeschichten aus der Beratung, die viele Zuhörer zu Tränen rührten, gewährten sie einen sehr offenen und detaillierten Einblick in die tägliche Arbeit. Manfred Libner von der Stiftung Ja zum Leben
sprach in Vertretung für Schirmherrin Johanna Gräfin von Westphalen das Grußwort. Cornelia Lassay und Brigitte Stelzle berichteten aus der persönlichen Beratung der BIRKE e.V. sowie aus der Online-Beratung von Pro Femina. Projektleiter Kristijan Aufiero stellte die Perspektive des Projekts 1000plus vor.
Höhepunkt war das Zeugnis von Tanja Röth, die sich vor drei Jahren in der Beratung des 1000plus-Partners BIRKE für ihr Kind entschieden hatte. „Das ist ein Foto von der besten Entscheidung meines Lebens“, sagte sie stolz, als ein Bild ihres zweieinhalbjährigen Sohnes an die Wand projiziert wurde. Das Ja zu ihrem Kind
hat ihr ganzes Leben verändert. Noch in der Schwangerschaft hatte Tanja Röth wieder mit der Malerei begonnen und startet nun eine künstlerische Karriere. „Ich will mit meiner Lebensgeschichte anderen Frauen und Mädels Mut machen, ihren Weg zu gehen und sich nicht dem Druck von außen zu beugen.“ Im Anschluss an die Hauptveranstaltung fand eine Vernissage mit zahlreichen ihrer Bilder statt, die noch
weitere Gäste anzog.
Zentrales Instrument für die Spendenkampagne sind 1.000 von der Firma HiPP gesponserte Babyflaschen, die mit dem 1000plus-Logo versehen als Sammelbüchsen und Blickfang dienen sollen. Über 100 dieser Flaschen wurden bereits am 1000plus-TAG verteilt, 300 weitere Babyflaschen wurden vorbestellt. Das
1000plus-Team wird den Fortgang der Spendenkampagne transparent über die Homepage des Projektes kommunizieren, bis das festgesetzte Ziel von 84.000 Euro monatlicher Spenden erreicht ist.
Spenden für das Projekt 1000plus:
Stiftung Ja zum Leben, Konto-Nr: 771 220 000, BLZ: 440 800 50, Commerzbank Meschede, Stichwort: 1000plus

27.09.2010

Der Streit um die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland - Bioethisches Kolloquium der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle am 6. Oktober 2010 in Mainz

(MEDRUM) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat es in einem Urteil im Juli 2010 für vertretbar erklärt, in bestimmten Fällen Embryonen vor Einpflanzung in die Gebärmutter auf Gendefekte und Erbkrankheiten zu untersuchen und zu selektieren. Das Urteil stieß auf scharfe Ablehnung bei Lebensrechtsorganisationen und löste eine neue Debatte aus.

Die Entscheidung des BGH führt zu einer neuen politischen und gesellschaftlichen Debatte über die Präimplantationsdiagnostik (PID) und den rechtlichen Status des Embryos. Bereits im Herbst dieses Jahres werden erste politische Vorschläge zur weiteren gesetzlichen Stärkung bzw. Lockerung des Embryonenschutzes erwartet. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Fragen sollen in einem Kolloquium einer eingehenden ethischen, medizinischen und juristischen Betrachtung durch anerkannte Experten unterzogen werden.

Die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle sagt in der Ankündigung dieser Veranstaltung:

Bislang galt das deutsche Recht zum Schutz des menschlichen Embryos als restriktiv. Es musste sich an den hohen Ansprüchen des Grundgesetzes messen lassen: dem Recht auf Leben und der Unantastbarkeit der Menschenwürde von der Zeugung an. Die maßgeblichen Grundlagen hierzu sind im Embryonenschutzgesetz (ESchG) niedergeschrieben.

Mit dem Erkenntnisfortschritt in den Bereichen von Biomedizin und Biotechnik wachsen jedoch auch die Möglichkeiten, menschliches Leben zu Forschungszwecken zu verwenden. Im Namen einer „Ethik des Heilens" werden entsprechende Forderungen erhoben. Durchgesetzt hat sich diese Position etwa, als 2008 eine Mehrheit im Deutschen Bundestag den im Stammzellgesetz (StZG) ursprünglich festgesetzten Stichtag zum Import embryonaler Stammzellen in die Zukunft verschob. Die unterlegene Minderheit warnte davor, dass dieser Beschluss den Embryonenschutz und den Schutz des menschlichen Lebens insgesamt relativiert: „Wenn der Bedarf einmal der Grund für die Verschiebung ist, kann er es auch ein zweites und drittes Mal sein und dann sind wir auf einer schiefen Ebene" (Maria Böhmer, MdB).

Die damaligen Kritiker und Mahner fühlen sich heute bestätigt durch ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs
zur Präimplantationsdiagnostik (PID), also zur genetischen Untersuchung von im Reagenzglas gezeugten Embryonen im Rahmen einer medizinischen Therapie zur assistierten Schwangerschaft (künstliche Befruchtung). Bisher war es herrschende Meinung, dass das Embryonenschutzgesetz die PID verbiete. Nun aber hat der BGH es für vertretbar erklärt, in bestimmten Fällen Embryonen vor Einpflanzung in die Gebärmutter auf Gendefekte und Erbkrankheiten
zu untersuchen und zu selektieren. Diese Entscheidung führt zu einer neuen politischen und gesellschaftlichen Debatte über die PID und den rechtlichen Status des Embryos. Bereits im Herbst dieses Jahres werden erste politische Vorschläge zur weiteren gesetzlichen Stärkung bzw. Lockerung des Embryonenschutzes erwartet.

Die in diesem Zusammenhang entstehenden Fragen sollen in dem Kolloquium einer eingehenden ethischen, medizinischen und juristischen Betrachtung durch anerkannte Experten unterzogen werden. Das Kolloquium soll deutlich machen, warum der rechtliche Status des Embryos zu einer Schicksalsfrage für die Humanität unserer Gesellschaft in der Gegenwart und Zukunft werden kann.

Die Veranstaltung findet statt am 6. Oktober ab 10.30 Uhr im Kurfürstlichen Schloss in Mainz. Sie richtet sich nicht nur an Fachpublikum, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit.

21.09.2010

Marsch für das Leben größer als je zuvor

Rund 2000 Lebensschützer aus ganz Deutschland haben am vergangenen Samstag am Marsch für das Leben 2010 teilgenommen. Der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) konnte rund 600 Teilnehmer mehr bei der Veranstaltung an der Marienkirche am Platz vor dem Roten Rathaus in der Mitte Berlins begrüßen. Die Teilnehmer zogen später zur Hedwigskathedrale, wo alle Teilnehmer an einem Ökumenischen Gottesdienst teilnahmen.

Lohmann konnte zahlreiche Grußworte aus Politik und Kirche verlesen. Ihre Unterstützung und Ermutigung für das Zeugnis hatten unter anderen der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, die Bundesministerin Annette Schavan, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der Beauftrage der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe, der Innenausschuss-Vorsitzende des Deutschen Bundestages, Wolfgang Bosbach, die Bundesvorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Marie-Luise Dött, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Ingrid Fischbach, der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer, der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff sowie der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder zum Ausdruck gebracht.

Aus der Kirche kamen Grußworte vom Päpstlichen Nuntius, von den Erzbischöfen Georg Kardinal Sterzinsky (Berlin), Joachim Kardinal Meisner (Köln), Ludwig Schick (Bamberg), den Bischöfen Gregor Maria Hanke (Eichstätt) und Heinz Josef Algermissen (Fulda).

Rund 200 fanatische und feministische Gegendemonstranten versuchten, die friedliche Veranstaltung durch Trillerpfeifen und hasserfüllte skandierte Sprüche gegen Christen und die Demokratie zu stören. Sie wurden von der Berliner Polizei durch ein großes Aufgebot daran gehindert, den Schweigemarsch, an dem auch viele Familien mit ihren Kindern teilnahmen, zu behindern. Allerdings entwendeten die Gegner des Lebens zahlreiche Kreuze und entehrten sie auf verschiedene Weise. Die Wasserschutzpolizei konnte 44 weiße Kreuze aus der Spree fischen. Ein Kreuz war gewaltvoll zerstört worden.

„Unser diesjähriger Marsch für das Leben war ein großartiges und wirksames Zeugnis, und wir freuen uns schon darauf, am 17. September 2011 noch mehr Menschen in Berlin begrüßen zu können, denen der Artikel 1 des Grundgesetzes etwas bedeutet. Wir werden auch künftig die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit nutzen, um für eine Kultur der Ehrfurcht, des Lebens und der Freiheit zu werben“, sagte der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann. Er dankte allen, die sich an diesem „Einsatz für eine wahre Humanität“ beteiligen.

Der BVL veröffentlichte aus Anlass des Marsches für das Leben eine „Berliner Erklärung“.

11.08.2010

Marsch für das Leben: Berlin · Alexanderplatz · 18. September 2010

Marsch für das Leben -
13.00 Uhr: Kundgebung
am Neptunbrunnen (zwischen
Marienkirche und Rotem Rathaus),
anschließend Beginn des Marsches -
15.00 Uhr: Ökumenischer
Gottesdienst in der St.-Hedwigs-
Kathedrale, anschließend Stehkaffee.
Der ist ein friedlicher Schweigemarsch.
Wir tragen weiße Holzkreuze mit,
als Zeichen der Trauer und des
Gedenkens an die Tag für Tag in
Deutschland abgetriebenen Kinder
und an die Frauen, Männer und
Familien, die darunter leiden.
Menschenrechte gelten auch für
ungeborene Kinder.
Niemand kann sagen, wir haben
von nichts gewusst.
Abtreibung löst keine Probleme,
sondern schafft neue. Wir fordern
bessere Hilfen für Schwangere und
Familien in Not.
Wir fordern Politik und Gesellschaft
auf, das schreiende Unrecht der
Abtreibung zu beenden und das
erneute Aufkommen der Euthanasie
zu stoppen.
Helfen Sie mit,
weitere Opfer zu vermeiden!


Bundesverband Lebensrecht e. V.
Fehrbelliner Straße 99 · 10119 Berlin
Telefon (030) 644 940 39
berlin@bv-lebensrecht.de
www.marsch-fuer-das-leben.de

07.07.2010

„Selektionsrepublik Deutschland“ - Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch BGH-Urteil

Meschede – 7. Juli 2010. Das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH), wonach die Präimplantationsdiagnostik (PID) in bestimmten Fällen mit dem Embryonenschutz vereinbar sein soll, ist nach Auffassung der Stiftung Ja zum Leben ein Schlag gegen den Schutz des menschlichen Lebens. „Das Urteil des BGH führt in die Selektionsrepublik. Es ist zu befürchten, daß künftig bei jeder künstlichen Befruchtung außerhalb des Mutterleibes streng nach „lebensunwerten“ Menschen gefahndet wird und sie bei positivem Befund vernichtet werden. Wie das mit dem Embryonenschutzgesetz in Einklang zu bringen ist, das ausdrücklich unter Strafe stellt, einen Embryo für einen „nicht seiner Erhaltung dienenden Zweck“ zu verwenden, ist das Geheimnis der Richter am Bundesgerichtshof.“, kritisiert die Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben, Johanna Gräfin von Westphalen. „Es ist ein verheerendes Signal für Familien mit behinderten Kindern. Es ist zu befürchten, daß ihnen in einer Gesellschaft, in der solche höchstrichterlichen Urteile möglich sind, die Solidarität entzogen wird.“

05.07.2010

„Tim liebt die Menschen bedingungslos“ - Das „Oldenburger Baby“ wird 13 Jahre alt

Meschede, 5. Juli 2010 - Tim feiert morgen Geburtstag. Er wird 13 Jahre alt, nachdem er 1997 in einem Oldenburger Krankenhaus seine eigene Abtreibung überlebte. Der Fall des „Oldenburger Babys“, das aufgrund einer Down-Syndrom-Diagnose in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden sollte, erregte großes öffentliches Aufsehen, da der Säugling neun Stunden ohne jegliche medizinische Versorgung mit dem Leben ringen musste, bevor man ihm endlich half.
Tim lebt seit seinen ersten Lebensmonaten in einer Pflegefamilie, die sich liebevoll um sein gesundheitliches Wohlergehen kümmert. Seine Pflegemutter ist dankbar, Tim in ihrer Mitte zu haben. „Tim liebt die Menschen bedingungslos“, sagt sie, „und ich bin glücklich zu sehen, welche Fortschritte er macht.“
Die durch Spenden ermöglichte Delphintherapie trägt seit mehreren Jahren wesentlich dazu bei, Tims Motorik und seine kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern. Dank der Therapie kann der Junge inzwischen sicher laufen und eine Förderschule besuchen.
Die Pflegeeltern hoffen, dass Tim in der kommenden Therapiephase, die auch dieses Jahr wieder von der Stiftung Ja zum Leben finanziell unterstützt wird, dem Ziel, dauerhaft selbständig essen zu können, einen weiteren Schritt näher kommt. (Spendenkonto Nr. 771220001, Dresdner Bank Meschede, BLZ: 440 800 50, Stichwort: Delphintherapie)

Das Schicksal des jungen Tim weist beständig auf die immer noch völlig unzureichende Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland hin. Trotz einer gesetzlichen Neuregelung auf dem Gebiet der Spätab-treibung ist kein Rückgang der Spätabtreibungen absehbar. Die neue gesetzliche Regelung schreibt vor, dass eine Frist von drei Tagen zwischen pränataler Diagnose und Abtreibung eingehalten werden muss. Zudem ist der diagnostizierende Arzt verpflichtet, die Schwangere über psychosoziale und medizinische Aspekte einer Spätabtreibung aufzuklären.
Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres stieg sogar die Zahl der Spätabtreibungen in den ersten drei Monaten 2010 um fast 55 Prozent auf 96. „Jeden Tag wird in Deutschland ein Kind, das bereits außerhalb des Mutterleibes lebensfähig wäre, getötet. Die alarmierende Zunahme von Abtreibungen nach der 23. Schwangerschaftswoche zeigt, dass dringend Handlungsbedarf besteht.“, äußert Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben. Zuallererst müsse den schwangeren Frauen, bei deren Baby eine Behinderung diagnostiziert wurde, Perspektiven für ein Leben mit einem behinderten Kind aufgezeigt werden. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Kindern mit Behinderungen müsse gestärkt und das Gesetz dringend verbessert werden.

14.06.2010

Stephanie zu Guttenberg plädiert für mehr “Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung” in der Kindererziehung

Gegen Selbstbezogenheit und für mehr Beachtung der Bedürfnisse von Kindern bei Fragen der Erziehung und Betreuung sprach sich Stephanie zu Guttenberg auf dem vom 11. bis 13. Juni an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf stattgefundenen Kongresses des Familiennetzwerks aus.
Deutliche Worte fand die Frau des Bundesverteidigungsministers zum so oft zitierten, schön klingenden Satz „Kinder sind unsere Zukunft“. „In der öffentlichen Diskussion geht es immer nur um ‘unsere’ Zukunft, die der Erwachsenen, und nicht um die Bedürfnisse der Kinder, wenn wir Kindermangel beklagen und die Sicherung unserer Sozialsysteme meinen“ bedauerte sie. Die Arbeit des Familiennetzwerks, die das Interesse des Kindes in den Blick nimmt, sei daher ein wichtiger Beitrag, „der Gesellschaft ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der familiären Kindererziehung zu vermitteln“. Damit Erziehung und Elternschaft erfüllt gelebt werden könne, bedürfe es der drei „magischen“ Z´s nach Pestalozzi, gab sie den Teilnehmern des Kongresses mit auf den Weg: nämlich Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung.
Elternschaft, so zu Guttenberg wörtlich, „ist die verantwortungsvollste Aufgabe, die das Leben uns stellt. Kindererziehung ist so unheimlich wertvoll, weil es der einzige ‘Job’ ist, der zu Hundertprozent künftig Wirkung und Erfolg hat.“ Für sie sei daher völlig klar, dass der Staat niemals die bessere Familie stellen könne. „Es ist ein so großes Geschenk, das Mutterglück erleben zu dürfen“, bezeugte die noch junge Mutter.
Im weiteren Verlauf der Tagung legten zahlreiche Wissenschaftler verschiedener Forschungsdisziplinen aus dem In- und Ausland den unmittelbaren Zusammenhang zwischen frühkindlicher Erziehung und Bildung dar. Der kanadische Psychoanalytiker Prof. Gordon Neufeld sieht das Geheimnis erfolgreichen Lernens in der im frühkindlichen Alter aufgebauten Bindungs- und Beziehungsfähigkeit. „Um ein Kind fit für die Gesellschaft zu machen“, so sein Fazit, „ist die ‘Reifwerdung’ des wachsenden Kindes in der geschützten Atmosphäre elterlicher Zuwendung der entscheidende Schlüsselfaktor“. Die in den ersten Lebensjahren notwendige Bindung an eine feste Bezugsperson seien A und O für das Heranreifen einer Persönlichkeit mit einem gesunden Selbstvertrauen. Das Fazit lautet folglich: „Keine Bildung ohne Bindung!“ Die Stiftung Ja zum Leben war Kooperationspartner des Kongresses.

27.05.2010

Stephanie zu Guttenberg: „Kinder stark machen“. Führende Experten diskutieren auf Familien-Tagung vom 11.-13. Juni 2010 an der Düsseldorfer Universität

Wie werden Kinder zu jungen Persönlichkeiten mit gesundem Selbstbewusstsein? Wie können Kinder ihr angeborenes Potenzial ausschöpfen? Wie lassen sich die zunehmenden Auffälligkeiten von Jugendlichen erklären und wie kann die Gesellschaft diesen Herausforderungen nachhaltig begegnen? Diese Fragen werden vom 11.-13. Juni auf der Familien-Tagung mit dem Titel „Das Geheimnis erfolgreicher Bildung“ diskutiert. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Stephanie Freifrau zu Guttenberg und wird vom Familiennetzwerk Deutschland organisiert.

17 Fachleute aus dem In- und Ausland richten sich mit Vorträgen rund um die Themen Bindung, Bildung und Erfolg an Eltern, Ärzte, Lehrer und Erzieher. Zu den Referenten zählen unter anderem der kanadische Entwicklungspsychologe Professor Gordon Neufeld sowie Wolfgang Bergman, Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover. Für Abwechslung sorgen 6 Filmeinlagen, die das Programm ergänzen und veranschaulichen.

„Wir müssen unsere Kinder stark machen“, sagt Stephanie zu Guttenberg, die Schirmherrin des Kongresses. Kinder zu ausgeglichenen, selbstbewussten Jugendlichen heranzubilden, das sei die wichtigste Aufgabe der Eltern und der gesamten Gesellschaft, so die Ehefrau des Bundesverteidigungsministers: „Dann kommt der Erfolg in der Schule und im Leben fast von alleine.“

Die Kinderärztin und Initiatorin des Kongresses, Maria Steuer, sagt: „Stabile junge Erwachsene sind nicht nur ein Privatvergnügen der Eltern - die Diskussion um die Investition in die Bildung der Kinder im Alter von ein und drei Jahren ist brandaktuell und von enormer Bedeutung für das gesamte Land“. Diese Thematik werde unter anderem von Pädagogen, Ärzten, Psychologen und Kindertherapeuten auf der Tagung beleuchtet und auch im Diskussionsforum mit den Teilnehmern diskutiert werden, so Maria Steuer: „Wenn wir als Gesellschaft die Erziehungsarbeit der Eltern wertschätzen, so stärken wir damit auch ihren Mut, wieder mehr Kinder zu kriegen – und bauen an einer Zukunft für unser Land“.

Die Teilnahme an dem zweitägigen Familien-Kongress kostet zwischen 65 und 105 Euro, inklusive Verpflegung. Die Tagung wird mit 12 Punkten durch die Ärztekammer Nordrhein zertifiziert. Anmeldung unter www.familie-ist-zukunft.de oder an der Tagungskasse.

12.05.2010

Eltern bezahlen das Kindergeld selbst

Hedwig von Beverfoerde zum Familienlastenausgleich

Unterm Strich bleibt im deutschen Familienlastenausgleich für die Familien ein Minus. Die Familien zahlen ihre "Entlastung" und „Förderung“ letztlich aus der eigenen Tasche. Eine Entlastung, die ich selbst bezahlen muß, ist aber keine Entlastung. Und eine Förderung, die ich selbst bezahlen muß, verdient diesen Namen nicht. Es wird Zeit, dies zu ändern.

Was an „Förderung“ an die Familien zurückfließt, hat ihnen der Staat vorher v.a. über die Mehrwertsteuererhöhung längst um ein Mehrfaches aus der Tasche gezogen. Für den notwendigen Konsum ihrer Kinder zahlen viele Eltern inzwischen annähernd den gleichen Betrag als Verbrauchssteuern an den Staat, der ihnen auf der anderen Seite als Kindergeld von demselben Staat (zurück)überwiesen wird. Auch in den Sozialversicherungen (Renten-, Pflege- und Krankenversicherung) werden Familien massiv benachteiligt, weil Familien und Kinderlose hier unterschiedslos einzahlen, ohne daß das Existenzminimum der Kinder oder die gleichwertige Beitragsleistung der Kindererziehung berücksichtigt würden.

Lesen Sie den ganzen Artikel von Hedwig von Beverfoerde auf FreieWelt.net

25.03.2010

Spiegel-Online: Das Geschenk eines Lebens - Tims Überlebens-Geschichte

In Spiegel-Online finden Sie einen lesenswerten Artikel von Silvia Dahlkamp über Tim, dem "Oldenburger Baby", der vor bald 13 Jahren seine eigene Abtreibung überlebte. Es ist ein Portrait über Tim und seine Pflegefamilie und thematisiert das Problem der Spätabtreibung.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,685454,00.html

19.03.2010

Nina Hagen: Meine Abtreibungen – eine Tragödie

In einem Abdruck von Passagen aus dem neuen Buch von Nina Hagen: Bekenntnisse, Pattloch-Verlag, 18 Euro, in idea-spektrum vom 17. März 2010 schreibt die Sängerin Nina Hagen auch über ihre beiden als traumatisch erlebten Abtreibungen: „ Bitte verurteilt mich nicht, wenn ihr lest, daß im Alter von 15 Jahren in der Berliner Charité eine erste Abtreibung an mir vorgenommen wurde, mit 16 eine zweite, heimlich und tief entwürdigend, im polnischen Jelena Góra (Grünstadt), wo der Abtreibungsarzt mich auch noch sexuell belästigte. Ich habe mich mit Händen und Füßen gegen diese Abtreibungen gewehrt! Denkt bitte nicht, daß ich abgetrieben habe, weil ich kein Gewissen habe. Ich habe meine Mutter angebettelt „es“ behalten zu dürfen. Die Erwachsenen taten alles, um mich zur Abtreibung zu überreden… Die Abtreibung geschah, und ich war zu Tode gedemütigt und tief erschüttert. Aber am traurigsten war ich, daß meine „Umwelt“ (einschließlich Kindsvater), ja daß alle diese Menschen um mich herum nur entsetzt darüber taten, daß ich schwanger war. Gerade atemlos rieten sie mir alle zur Abtreibung…Ich hatte mir damals doch so sehr gewünscht, daß wenigstens ein einziger Mensch da gewesen wäre, der gesagt hätte: „Herzlichen Glückwunsch, Nina, du bist zwar noch ein bisschen sehr jung, aber was soll’s, wir werden das Kind schon schaukeln!“

03.03.2010

Krankenkasse verzichtet auf Abtreibungsfinanzierung

Eine lebens- und familienfreundliche Neuheit bietet die Lebensschutzorganisation Pro Life Deutschland in Zusammenarbeit mit der Betriebskrankenkasse Industrie, Handel und Versicherungen (www.prolife-deutschland.de) an. Mitglieder von Pro Life Deutschland verpflichten sich, freiwillig auf Abtreibungen zu verzichten. Dafür zahlt Pro Life ihren Mitgliedern bei Geburt eines Kindes ein Entbindungsgeld. Wird das Baby gestillt, kommt noch Stillgeld hinzu. Die Krankenkasse hat eigens dafür eine Verwaltungsstelle für die Mitglieder von Pro Life geschaffen. Dort erhalten sie alle Leistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung von A wie Arztbesuch bis Z wie Zahnarztbehandlung. Die BKK-IHV ist eine Krankenkasse mit über 100-jähriger Tradition und hat sich schon immer für Familien eingesetzt. Außerdem stehen den Versicherten Bonusprogramme und Wahltarife zur Verfügung, die besonders für Familien interessant sind und von Ökotest (Ausgabe 9/2009) mit sehr gut bewertet wurden.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.prolife-deutschland.de

17.02.2010

“Ich würde alles genauso wieder machen” - Ja zu einem besonderen Kind

Traurig und niedergeschlagen verlassen Marie und Florian* die Praxis. Wie soll es jetzt weitergehen? Marie ist schwanger und freut sich auf das Kind, doch vor ein paar Minuten wurde ihnen mitgeteilt, was die Untersuchung des Fruchtwassers ergeben hat: Spina bifida (angeborener offener Rücken) mit der Entwicklungsstörung Trisomie 18. Ihre erste Reaktion: völlige Verzweiflung und Hilflosigkeit. Warum ausgerechnet mein Kind? fragt sie sich. Spina bifida ist durch zahlreiche Operationen behandelbar, den Kindern stehen zwar lange Krankenhausaufenthalte bevor, doch hinterher leben sie größtenteils wie selbstverständlich mit ihrer Beeinträchtigung. Trisomie 18 ist hier das grundlegende Problem. Sie ist nicht behandelbar und wird das Leben ihres Kindes deutlich verkürzen. Es kann sogar sein, dass es schon während der Schwangerschaft oder der Geburt stirbt. Können Eltern so eine Herausforderung annehmen? Haben sie die Einstellung, daß sie das Kind nicht aussuchen können?

Wenige Tage nach dem Arztbesuch suchen Marie und Florian eine Beratungsstelle auf. Abtreiben wollen sie nicht, sind sich aber unsicher, ob sie dieser Herausforderung gewachsen sind. Schließlich haben sie zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Die Beraterin erklärt, daß Eltern behinderter Kinder nicht allein gelassen werden, sondern ein umfangreiches Betreuungsangebot der Familie einen liebevollen Umgang mit ihrem Kind ermöglichen soll. In diesem Angebot enthalten sind klinische Versorgung, ambulanter Kinderpflegedienst oder Vermittlung in ein Kinderhospiz, sowie Sterbe- und Trauerbegleitung für Eltern und Angehörige. Nach einigen Terminen entscheidet sich das Ehepaar überzeugt für sein Kind. Es soll schonend geboren werden- per Kaiserschnitt - und alle Möglichkeiten bekommen, um sein kurzes Leben schmerzfrei führen zu können. Timo kommt im August 2009 zur Welt und verläßt sie bereits nach zwei Tagen wieder. Bevor Timo beerdigt wird, darf er in seinem Körbchen nach Hause. Seine Familie möchte ihn einmal in ihrer Mitte haben. Marie und Florian haben ihre Kinder darauf vorbereitet, daß Timo nicht lange bei ihnen bleiben wird.

Vor der endgültigen Verabschiedung von zuhause bekommt Timo Geschenke von seiner Familie: ein selbstgeschnitztes Holzschwert von Florian, einen Teddybär mit Mama-Duft von Marie, Spielzeug von seinen Geschwistern. "Es ist sehr schwer. Wir hätten gern mehr Zeit mit ihm gehabt." sagt Marie bei einem ihrer nächsten Termine in der Beratungsstelle. "Doch ich würde alles genauso wieder machen." Die Familie nimmt das Betreuungsangebot der Beratungsstelle in Anspruch und hat regelmäßig Termine mit Beratern und Psychologen. Abends gehen sie alle zum Grab und besuchen Timo. Sie zünden Kerzen an und singen für ihn. Die Erinnerung tut immer noch weh. Doch sie verbindet umso mehr mit dem Kind. "Ich bin so froh, daß ich mich für mein Kind entschieden habe."

*Namen wurden aus Diskretionsgründen geändert.

Beratung nach Diagnose
Dipl.Soz.Päd. Claudia Langanki

Kinderklinik der
Universitäts-Klinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55101 Mainz

Tel/Fax.: 06131-175370
Mobil: 0170-2377475
E-Mail: claudia.langanki@gmx.de
Beratung nach Diagnose wird durch die Stiftung Ja zum Leben gefördert.

25.01.2010

Über 300.000 Teilnehmer an Pro-Life-Marsch in Washington

In den USA haben am vergangenen Freitag mehr als 300.000 Menschen, darunter 5 Kardinäle, 40 Bischöfe und 350 Priester am jährlichen Pro-Life-Marsch in Washington DC. teilnenommen. Die Heilige Messe mit 8.000 Teilnehmern, der Kardinal Daniel DiNardo, der Erzbischof von Galveston-Houston vorstand, fand wie jedes Jahr in der Basilika der Haupstadt statt. Die Kundgebung in Washington ist seit Jahren die größte Pro-Life-Kundgebung des Landes und erinnert an das umstrittene Urteil "Roe v. Wade" des Obersten Gerichtshofs vom 22. Januar 1973, mit dem die Abtreibung in den USA erlaubt wurde.

In den USA wurde in den vergangenen Tagen auch eine neue Umfrage präsentiert, aus der hervorgeht, dass immer mehr junge Menschen gegen Abtreibung sind. Die Umfrage der Knights of Columbus zeigt, dass die Mehrheit der Amerikaner Abtreibung als "moralisch schlecht" bewertet. In der Altersgruppe 18-29 wird diese Einschätzung von 58 % geteilt. Der Prozentsatz liegt damit höher als in der sogenannten Baby-Boomer-Generation (45-64) mit 51 Prozent.
www.kath.net

21.01.2010

Geschäft Abtreibung - Ein Milliarden-Geschäft in der Kritik

Abtreibung ist nicht nur eine millionenfach erlebte menschliche Tragödie, sondern längst auch ein Milliardengeschäft. Neben den Profiteuren der Abtreibung im engeren Sinne sind die Hauptgewinner jene Unternehmen, die Kinder nach der Abtreibung verwerten. Das sind Pharmakonzerne, Kosmetikunternehmen, medizinische Forschungseinrichtungen, Anti-Aging-Agenturen, die Verjüngungstherapien mit Kleinkindzellen anbieten. Auf die Frage, warum ihr Buch so brisant sei, antwortet die Autorin: “ Weil es aufzeigt, wie die Realität hinter der Fassade einer Gesellschaft aussieht, die glaubt, die ethische Frage der Abtreibung mit deren de-facto-Freigabe praktisch gelöst zu haben. Das Buch enthält Fakten - und davor fürchtet man sich.” Angesichts von weltweit über vierzig Millionen Abtreibungen jährlich ist es höchste Zeit, daß die Frage beantwortet wird: wer ist eigentlich finanzieller Nutznießer dieser Kindestötungen?

Alexandra Maria Linder: Geschäft Abtreibung, Sankt Ulrich Verlag, 176 Seiten, 18,90 Euro
Das Buch kann über die Stiftung Ja zum Leben bestellt werden.

19.01.2010

Stiftung Ja zum Leben - Projektpartner von 1000plus

Informieren Sie sich über das Projekt “1000plus” auf der Internetseite www.1000plus.de und werden Sie aktiv. Vor allem bietet die Seite zahlreiche kreative Anregungen, wie Sie sich für dieses Projekt einsetzen können. Als Projektpartner möchte die Stiftung Ja zum Leben im Rahmen ihres Schwangerenfonds “Kultur des Lebens” helfen, in den kommenden Jahren mindestens 1000 Babys durch eine qualifizierte Schwangerenberatung ohne Scheinausstellung zu retten, die sonst der Abtreibung zum Opfer fallen würden. Das ist eine anspruchsvolle, aber wunderbare Aufgabe. Die Stiftung Ja zum Leben ist dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Spendenkonto: Dresdner Bank Meschede, Konto 7 712 200 00, BLZ 440 800 50 IBAN: DE50 4408 0050 0771 2200 00 SWIFT: DRES DE FF 468

Bei Überweisungen im Verwendungszweck bitte “1000plus” angeben.

16.12.2009

EU-Parlamentspräsident Buzek: „Dies ist eine großartige Idee!“ Lebensrechts- und Familienpetition mit 500.000 Unterschriften in Straßburg überreicht

Meschede, 16.12.2009 - Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Jerzy Buzek, empfing am 15. Dezember in Straßburg Vertreter von Lebensrechts- und Familienorganisationen aus 17 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Unter der Leitung des Europaabgeordneten und Präsidenten der italienischen Lebensrechtsbewegung Carlo Casini wurden Buzek die Petition „Für das Leben und die Würde des Menschen“ zusammen mit ein halben Million Unterstützerunterschriften überreicht.

In der Petition fordern die Unterzeichner den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, die Anerkennung der Familie, die auf der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau aufbaut, als Grundlage von Gesellschaft und Staat und das Ende der finanziellen Förderung der verbrauchenden Forschung an menschlichen Embryonen.

Unter der Federführung der Stiftung Ja zum Leben wurden in Deutschland über 24.000 Unterschriften gesammelt. Der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner: „Ohne Kinder hat Europa keine Zukunft. Deshalb müssen in ganz Europa kinder- und familienfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wenn alle 25 Sekunden in Europa ein Kind durch Abtreibung stirbt, dann zeigt das, daß schwangere Frauen mit ihren Problemen viel zu oft alleine gelassen werden.“ Die politisch Verantwortlichen müssten das Recht auf Leben wieder als das erste Grundrecht jedes Menschen wahrnehmen und verteidigen.

Der Präsident des EU-Parlaments dankte jedem persönlich für seinen Einsatz und erklärte: „Dies ist eine großartige Idee“. Buzek versprach, daß die Petition sehr ernst genommen und im Parlament so bald wie möglich Gegenstand der Beratungen werde.

Die Stiftung Ja zum Leben setzt sich für den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens und die Förderung des Familiengedankens ein und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

04.11.2009

www.1000plus.de - Schwangerschaftskonfliktberatung ohne Schein

Informieren Sie sich über das Projekt “1000plus” auf der neuen Internetseite www.1000plus.de und werden Sie aktiv. Vor allem bietet die Seite zahlreiche kreative Anregungen, wie Sie sich für dieses Projekt einsetzen können. Als Projektpartner möchte die Stiftung Ja zum Leben im Rahmen ihres Schwangerenfonds “Kultur des Lebens” helfen, in den kommenden Jahren mindestens 1000 Babys durch eine qualifizierte Schwangerenberatung ohne Scheinausstellung zu retten, die sonst der Abtreibung zum Opfer fallen würden. Das ist eine anspruchsvolle, aber wunderbare Aufgabe. Die Stiftung Ja zum Leben ist dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Bei Überweisungen im Verwendungszweck bitte “1000plus” angeben.

06.10.2009

Bibelverbrennung auf offener Strasse in Berlin

(idea) – Der Bundesverband Lebensrecht hat eine Bibel vorgelegt, die Abtreibungsbefürworter angezündet und in Berlin vor die Füsse von Christen geworfen haben.
Der Vorfall hatte sich beim „Marsch für das Leben“ am 26. September auf der Strasse „Unter den Linden“ ereignet – unweit des Bebelplatzes, auf dem 1933 eine Bücherverbrennung der Nationalsozialisten stattgefunden hatte.

Bei dem „Marsch für das Leben“ erinnerten dem Verband zufolge mehr als 1.300 Christen an die rund 250.000 Kinder, die nach Schätzungen von Lebensrechtsgruppen jährlich im Mutterleib allein in Deutschland getötet werden. Die überwiegend schwarz gekleideten Teilnehmer trugen weisse Kreuze.

Etwa 400 Gegendemonstranten eines Bündnisses „gegen christlichen Fundamentalismus“ führten Plakate mit sich mit Aufschriften wie „Orgasmus statt Abendmahl“ und „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“. Aus den Reihen dieser Demonstranten wurde auch die brennende Bibel geworfen.

Zeuge der Attacke war der neue Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, der Publizist Martin Lohmann (Bonn). Wie er am 2. Oktober gegenüber idea sagte, konnte ein Teilnehmer des „Marsches für das Leben“ die Flammen rasch ersticken, so dass die Bibel nur teilweise zerstört wurde. Allerdings seien aus ihr bereits zahlreiche Seiten herausgerissen gewesen. Lohmann bezeichnete den Vorfall als „trauriges Zeichen der Unkultur“ und Ausdruck von „unterirdischem Hass“. Gegendemonstranten hätten auch ein Dutzend Kreuze entwendet, sie als Zeichen der Verspottung umgedreht, in die Höhe gestreckt und schliesslich in die Spree geworfen.

Lohmann vermisst in der Öffentlichkeit einen Aufschrei angesichts der Schändung christlicher Symbole. Nach seinen Worten gäbe es einen Proteststurm in Politik und Medien, wenn ähnliches mit jüdischen oder islamischen Symbolen geschähe. Lohmann: „Christliche Lebensrechtler haben vor allen religiösen Symbolen höchsten Respekt.“ Er wies zugleich den Vorwurf entschieden zurück, christliche Lebensschützer seien Fundamentalisten: „Wir sind Menschen mit einem Fundament. Und wir sind tolerant und friedlich.“

30.09.2009

Martin Lohmann neuer Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht BVL

Berlin. Einen Tag vor der Bundestagswahl ist der katholische Publizist und bekennende Christ Martin Lohmann (52) einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) gewählt worden. In diesem Verband sind zahlreiche Lebensschutzorganisationen Deutschlands zusammengeschlossen.

Lohmann, der sich als unabhängiger Journalist und Buchautor einen Namen machte, gilt als ebenso konsequenter wie konzilianter Verfechter des ungeteilten Lebensrechtes und einer Kultur für das Leben. Der studierte Theologe und Historiker hat in zahlreichen Beiträgen und Veröffentlichungen seit Jahren immer wieder einen besseren Lebensschutz für die Ungeborenen durch die Politik eingefordert. Dafür erhielt er den Preis der Stiftung "Ja zum Leben".

In einer ersten Stellungnahme sagte der neue BVL-Vorsitzende:
" Die Zahl von weit mehr als 114.500 offiziell gemeldeten Abtreibungen darf weder Politik noch Gesellschaft weiter gleichgültig lassen. Die bleibend hohen Abtreibungszahlen belegen das Scheitern der Familienpolitik ebenso wie die sinkenden Geburtenzahlen. Deutschland braucht eine klare Stimme für das Leben! Wir kämpfen gegen niemanden, sondern ausschließlich für etwas, für das kostbare Menschenrecht auf Leben für jeden!“ Und: „Lebensschützer sind gegen jede Gewalt, erst recht Gewalt gegen das Leben.“

Auf dem „Marsch für das Leben“ in Berlin erinnerte Lohmann daran, dass hunderte Menschen Tag für Tag allein im reichen Deutschland noch vor der Geburt meist aus sozialen Nöten heraus abgetrieben werden. Darauf wolle der jährliche Schweigemarsch in Berlin die Öffentlichkeit aufmerksam machen. „Mit der bewussten Tötung von Menschen und dem Verweigern des vorgegebenen Lebensrechtes werden wir uns niemals abfinden können“, sagte er. Der Bundesverband habe noch viel Aufklärung zu leisten. Das Lebensrecht und die im Grundgesetz fest verankerte Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen seien die „Kernpfeiler einer humanen Demokratie“. Der Einsatz für das Lebensrecht aller, besonders der Schwächsten und Ungeborenen, sei eine Verantwortung, die gerade Christen sehr ernst nehmen müssten.

24.09.2009

Marsch für das Leben, Samstag, 26. September in Berlin

Mit einem "Marsch für das Leben" will der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 26. September in Berlin wie schon in den letzten Jahren an die hunderttausendfache Tötung vorgeburtlicher Menschen in unserem Land erinnern und gedenken. Alle sind herzlich eingeladen, an dem Marsch teilzunehmen und ein Kreuz auf sich zu nehmen als ein Zeichen für Menschenwürde und Lebensrecht.
Ort: Berlin-Mitte, Neptunbrunnen zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche (S-und U-Bahn Alexanderplatz)
13 Uhr Kundgebung, 14 Uhr Marsch für das Leben zur Hedwigskathedrale und 15 Uhr Ökumenischer Gottesdienst

Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 114.484 Abtreibungen an das Statistische Bundesamt gemeldet. Fachleute wie Professor Spieker, Universität Osnabrück, schätzen die reale Abtreibungszahl auf etwa das Doppelte. Das entspricht pro Arbeitstag rund 1000 Abtreibungen oder auch Kinder von etwa 40 Schulklassen.

Die besonders grausamen Abtreibungen von Kindern, die bereits außerhalb des Mutterleibes lebensfähig sind, ungefähr ab der 23. Woche, sind nach medizinischer Indikation nach wie vor bis kurz vor der Geburt erlaubt. Seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 wurden offiziell rund 4,6 Millionen ungeborene Kinder getötet.

Abtreibungsbefürworter wollen den „Marsch für das Leben" in Berlin stören. Ein Bündnis von sogenannten Antifaschisten, Feministinnen und Humanisten hat dazu einen entsprechenden Aufruf im Internet verbreitet. Auch die Partei „Die Linke" und die „Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung" (Pro Familia) unterstützen die Protestaktionen. Das Pro-Abtreibungs-Bündnis wirft dem Veranstalter des Marsches – dem Bundesverband Lebensrecht – christlichen Fundamentalismus vor. Der Verband wolle ein „Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen". In dem Aufruf wird auch auf militante Abtreibungsgegner in den USA hingewiesen.
Der kommissarische Leiter des Bundesverbandes Lebensrecht, Manfred Libner (Meschede), wies die Vorwürfe zurück. Bei dem „Marsch für das Leben" handele es sich in erster Linie um einen Gedenkveranstaltung für die etwa 1.000 Kinder, die laut Schätzungen jeden Werktag im Mutterleib getötet werden. Zudem wolle man für das Recht auf Leben eintreten. Um eine Bestrafung von Frauen gehe es nicht, sondern um eine bessere Unterstützung der schwangeren Frauen, damit sie zu ihrem Kind stehen können.

Hinsichtlich der angekündigten Störaktionen setzt Libner auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Polizei. Für fragwürdig hält Libner die geplante Mitwirkung von Pro Familia an den Protesten. Diese Organisation erhalte für ihre Aufklärungs- und Beratungsarbeit für Schwangere staatliche Mittel. Libner: „Wie können Beratungsstellen im Sinne des Gesetzes beraten, wenn sie bei solchen Aktionen mitmachen?"

www.marsch-fuer-das-leben.de

15.09.2009

Glänzend aufgelegt - Großer Konsens zwischen katholischen und evangelischen Christen beim Forum Deutscher Katholiken

(MEDRUM) Das Forum Deutscher Katholiken präsentierte am gestrigen Schlußtag seines Kongresses "Freude am Glauben" in Aschaffenburg mit einem Podiumsgespräch unter der Überschrift "Wo Christen zusammenstehen müssen" ein überkonfessionelles Glanzlicht. Mit überwältigender Zustimmung demonstrierten Podiumsredner und Teilnehmer des Kongresses in einer Resolution, dass sie als Christen in Grundfragen der christlichen Wertordnung zusammenstehen und in wichtigen gesellschaftspolitischen Handlungsfeldern von einem gemeinsamen Geist getragen sind.

Vier Gäste waren als Redner zum Podiumsgespräch geladen: der Bundestagsabgeordnete und CSU-Rechtsexperte Norbert Geis, Prof. Dr. Klaus Reder, Gemeinschaft St. Egidio, Andreas Späth, Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB), und Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. Sie zeigten sich glänzend aufgelegt und waren um keine Antwort auf die Fragen verlegen, die Manfred Libner, Vorsitzender der CDL Bayern, als Moderator des Gespräches stellte. In überzeugenden Gesprächsbeiträgen demonstrierten sie, warum Christen über Konfessionsgrenzen hinweg zusammenstehen müssen und aufgerufen sind, gemeinsam zu handeln.

Das Podiumsgespräch nahm zahlreiche Themen in den Blick, die Christen bewegen: die zersetzende Schwächung von Ehe und Familie, die drohende Aushöhlung des Rechtes auf Leben vor der Geburt und am Ende des Lebens, den mangelnden christlichen Geist und den fehlenden Wertebezug in Politik und Medien sowie die Notwendigkeit, den christlichen Glauben für die Entwicklung unseres Landes aktiv zu bekennen. Diese Themen standen im Vordergrund einer beachtlichen Debatte. Bemerkenswert: Aus den Redebeiträgen konnte kaum darauf geschlossen werden, welcher Glaubensgemeinschaft die jeweiligen Redner eigentlich zugehörig sind. Markant standen das einende Glaubensfundament und der übereinstimmende Wille im Zentrum des Gespräches, gemeinsam für den Erhalt der christlichen Wertordnung als Bedingung für eine gesunde Entwicklung in Staat und Gesellschaft einzutreten. Die Einmütigkeit in inhaltlichen Fragen spiegelte sich auch im Konsens des Podiums über die grundsätzliche Haltung im Lebensalltag wider: "Beten alleine genügt nicht! Wir müssen beides tun: Beten und Arbeiten. Wir müssen aktiv werden, und das nicht nur innerhalb der Gemeinden, sondern auch außerhalb - in der Politik und Gesellschaft“, lautete der Appell des Podiums, der vorbehaltlosen Beifall auslöste.

Diese gemeinsame Botschaft der Podiumsredner und ihre klaren Positionen und Argumente zu wichtigen Fragen unseres Zeitgeschehens überzeugte das Publikum in der Stadthalle von Aschaffenburg. Immer wieder kommentierten die Kongreßteilnehmer die Gesprächsbeiträge vom Podium mit "Szenenapplaus". Manfred Libner führte durch ein Gespräch, in dem die Gemeinsamkeiten von katholischen und evangelischen Christen mit bestechender Klarheit hervortraten. Alle waren sich einig, dass den Versuchen, die Glaubensfreiheit und christliche Wertüberzeugungen zu unterdrücken, mit entschiedenem Widerstand begegnet werden müsse. Als positives Beispiel hob Hartmut Steeb die Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung" zum Marburger Kongreß hervor. Steeb verwies darauf, dass sich anfangs vor allem viele katholische Christen an die Seite evangelischer Christen gestellt hätten, als diese mit totalitären Methoden eines intoleranten Mainstreams unterdrückt werden sollten. Norbert Geis merkte an, auch er habe von dieser Seite eine unglaubliche Intoleranz und Aggressivität erlebt. Nach seinem Interview im Morgenmagazin, in dem er sich ablehnend zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften äußerte, seien ihm Prügel und Totschlag angedroht worden. Norbert Geis: "Aber ich lasse mich dadurch nicht einschüchtern." Auch Klaus Reder und Andreas Späth unterstrichen die Notwendigkeit zum Widerstand. Sie betonten die großartigen Gemeinsamkeiten von Christen, die ihre Werte vertreten und sich gegenseitig stützen müssten. Als unrühmliches Beispiel wurde der Umgang mit dem Papst genannt. Eine "Schande" sei es gewesen, wie teilweise mit dem Papst umgegangen worden sei, als manche ihm subtil einen latenten Antisemitismus unterstellt hätten, merkte Geis an. Er bezeichnete Ehe und Familie als sein Hauptanliegen. Geis machte klar, dass er in der "Stärkung der Familie und ihrer Bindekraft" für die Gesellschaft, eine Hauptaufgabe für die Politik in der nächsten Legislaturperiode sieht. Er erhielt dafür ebenso große Zustimmung wie für seine mutige und beispielgebende Haltung in der Politik. Von allen Seiten des Podiums und Auditoriums war zu vernehmen, dass es Politiker von seiner Art wesentlich mehr geben müsste.

Manfred Libner konnte am Ende der Veranstaltung einen Resolutionsentwurf präsentieren, der nahezu einstimmig von den Kongreßteilnehmern verabschiedet wurde. Hierin wurden Forderungen zu sechs Kernpunkten formuliert:

* Verbesserung des Lebensschutzes ungeborener Kinder, zumindest die Erfüllung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes;
* Uneingeschränkte Erhaltung der Strafbarkeit der Tötung auf Verlangen, ebenso wie der kommerziellen bzw. organisierten Suizidbeihilfe;
* im Interesse des Kindeswohls Ablehnung eines Adoptionsrechtes gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften;
* Förderung der Kinder durch Schaffung tatsächlicher Wahlfreiheit für ihre Betreuung in den ersten Lebensjahren in der Familie in Form der Gewährung einer Erziehungshilfe in Höhe der Kosten des Kinderkrippenplatzes;
* Erinnerung der Schulen an die in vielen Bundesländern geltenden Grundsätze christlicher Gemeinschaftsschulen;
* Verbesserung des Schutzes der Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe, der seelischen und körperlichen Erholung, der Familie und der Pflege sozialer Kontakte.

"Durch gemeinsames Handeln können wir Christen, zusammen mit allen Menschen guten Willens, erreichen, dass unsere Gesellschaft ihr menschliches Antlitz erneuert", lautet der Tenor am Ende der Resolution. Dass der Kongreß in diesem Geiste angelegt und das Podiumsgespräch treffend gelungen war, zeigte das dankbar positive Echo der Teilnehmer am Schluß der Veranstaltung. Die Verantwortlichen des Kongresses -allen voran der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken, Prof. Dr. Hubert Gindert, und die Schirmherrin, Johanna Gräfin von Westphalen, Vorsitzende der STIFTUNG JA ZUM LEBEN - nahmen diesen Dank und die Wertschätzung der Teilnehmer mit Freude entgegen. Gindert sah darin ein wichtiges Signal. "Weitere Schritte müssen folgen!", zog er ein persönliches Fazit.
Kurt J. Heinz

19.08.2009

“Und dann die Sensation - Tim beginnt zu essen” Tims Erfolg bei seiner Delphintherapie - 12 Jahre nach seiner Spätabtreibung

Es ist soweit, Tim darf wieder nach Curacao, der Insel der guten Hoffnung”, zu den Delphinen reisen. Viele Erwartungen und das Hoffen auf weitere "Wunder", die Tim wieder ein Stück weiterbringen könnten, sind mit dieser Reise verbunden. Immer wieder ist es für uns ein großes Glück zu sehen, wie sich Tim, der Junge der eigentlich gar nicht mehr leben sollte, entwickelt hat. War er früher noch teilnahmslos und nicht in der Lage seine Gefühle und Wünsche auszudrücken, kann er heute mit Lauten und Gesten zeigen, was er will und Tim will zu den Delphinen. So verlief auch der lange Flug relativ entspannt, zumal Tim erstmals selbständig zu seinem Sitz laufen konnte, das Ergebnis der letzten Delphintherapie.
Den Weg zum Curacao Sea Aquarium, in dem die Delphintherapie stattfindet, hat Tim sofort wieder erkannt und er läuft voller Freude hinein und begrüßt alle auf seine unverwechselbare herzliche Art.
Ein weiterer Garant für Tims Erfolg bei der Therapie war die Zuteilung der Therapeuten und des Delphins. Denn wie beim letzen Mal hatte Tim das große Glück Lisa als Therapeutin zu bekommen. Gemeinsam mit dem Physiotherapeuten André und der erfahrenen Delphindame Lina begann für Tim eine aufregende Zeit. Höhepunkt war natürlich das Schwimmen mit Lina, die ganz auf die Bedürfnisse von Tim einging.
Nachdem Tim seine Wahrnehmung verbessert hatte, wurde an dem eigentlichen Ziel, der Nahrungsaufnahme gearbeitet. Tim wurden verschiedene Speisen mit unterschiedlichen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen angeboten. Von Apfelmus über Joghurt, Schokosoße, Honig bis hin zu einer Chillisoße wurden getestet. Und das nicht nur mit der Zunge, sondern mit dem ganzen Körper. Tim rieb sich seine Arme und Beine mit den Proben ein und genoß es dann auch, diese mit der Zunge aufzunehmen. Die Therapeuten nahmen diese Schmiererei mit Gelassenheit und unterstützen Tim dabei. Und dann stellte sich die von uns so sehr angestrebte Sensation ein, Tim begann zu Essen. Auch bei früheren Therapien waren wir kurz davor, aber diesmal war es endlich so weit. Tim entdeckte die Freude am Essen. Bereitwillig öffnete er den Mund und ließ sich von uns füttern. Selbst seine kleine Schwester Melissa konnte ihm den Löffel mit Brei in den Mund führen und Tim aß.
Tim war im letzten Jahr für 6 Wochen zur Eßtherapie in einer Spezialklink im Schwarzwald. Leider ohne den gewünschten Erfolg. Der Frust saß schon sehr tief und umso größer war natürlich die Freude über den Erfolg bei der Delphintherapie. Am liebsten hätten wir die Therapie noch verlängert, doch die Therapieplätze sind extrem rar und über längere Zeit ausgebucht.
Zufrieden und voller Zuversicht traten wir die Heimreise an. Den tollen Erfolg versuchen wir gemeinsam mit Tims Lehrern zu erhalten und so Schritt für Schritt dem Ziel, Tim ohne Magensonde zu ernähren, näher zu kommen.
Wir möchten uns bei den vielen Spendern bedanken, die Tims Delphintherapie ermöglicht haben und hoffen, daß Tim weitere Fortschritte machen wird.
Ihre Familie Guido

16.07.2009

Marsch für das Leben, Berlin 26. September 2009

MARSCH FÜR DAS LEBEN

Sonnabend, 26. September 2009

Berlin-Mitte, Neptunbrunnen
zw. Rotem Rathaus und Marienkirche (S+U-Bahn Alexanderplatz)

12.00 Uhr Kundgebung am Neptunbrunnen
Mit Albert und Elisabeth von Thurn und Taxis, Paralympics-Siegerin Michaela Fuchs, Liedermacher Wolfgang Tost,
Dr. med. Claudia Kaminski u.a.

13.00 Uhr „Marsch für das Leben“
Demonstrationszug durch die Metropole zur St. Hedwigs-Kathedrale

14.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst,





Für alle, die nicht kommen können: In dieser Zeit rufen wir zum deutschlandweiten Gebet auf!



Veranstalter: Bundesverband Lebensrecht e.V.
Fehrbelliner Straße 99, D-10119 Berlin

Fon 030 44 05 88 66 / Fax 030 44 05 88 67
E-Mail: www.bv-lebensrecht.de berlin@bv-lebensrecht.de,


Wussten Sie, dass


• Abtreibung in Deutschland genau genommen verboten ist und nur unter bestimmten Bedingungen (§218) straffrei bleibt?

• die Schmerzempfindlichkeit des Kindes ab der 8. Schwangerschaftswoche beginnt, und dass bereits 20 Tage nach der Befruchtung das Herz schlägt?

• bei Diagnose einer Behinderung das ungeborene Kind oft noch bis unmittelbar vor dem Entbindungstermin abgetrieben wird?

• seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 offiziell rund 4,5 Millionen ungeborene Kinder getötet wurden? Berlin hat 3,4 Millionen Einwohner!


Das Bundesverfassungsgericht in den Leitsätzen zum Urteil des Zweiten Senats vom 28.05.1993:

„Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben zu schützen. Zum mensch-lichen Leben gehört auch das ungeborene. Auch ihm gebührt der Schutz des Staates. Die Verfassung untersagt nicht nur unmittelbare Eingriffe in das ungeborene Leben, sie gebietet dem Staat auch, sich schützend und fördernd vor dieses Leben zu stellen.“

Wir fordern:

Der Gesetzgeber muss endlich seiner Beobachtungs- und
Nachbesserungspflicht nachkommen!

26.06.2009

Stiftungspreis 2009 an Jugend für das Leben Österreich und Walter Schrader

München 24. Juni 2009 - Die Lebensschutzinitiative „Jugend für das Leben Österreich“ sowie der langjährige, frühere Geschäftsführer der Lebensrechtsorganisation „Kaleb e.V.“, Walter Schrader, sind in München mit dem diesjährigen Stiftungspreis der „Stiftung Ja zum Leben“ ausgezeichnet worden. Sie erhielten die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Ehrung für ihren Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun sprach in seiner Laudatio von „seinen Kindern“, die mit ihren Aktionen die Wahrheit des Evangeliums des Lebens verbreiteten. Ein Blick in die fröhlichen Gesichter der Jugend für das Leben bei den Pro-Life-Märschen und Straßeneinsätzen mache es einem im Vergleich zu den haßerfüllten Blicken der lebensverneinenden Gegendemonstranten leicht, sich für die gute Seite zu entscheiden. Es sei immens wichtig, daß dieser jugendliche Aufbruch immer stärker werde, damit die Kultur des Lebens wachsen könne.
Die Bremer Staatsrätin a.D. Elisabeth Motschmann hob in ihrer Laudatio für Walter Schrader hervor, daß dieser mit seinem Wirken eine Segensspur gezogen habe. Durch den Unrechtsstaat DDR immer wieder drangsaliert und inhaftiert, sei Schrader mit seiner Rettung von ungeborenen Kindern zu einem Vorbild geworden. Seine Bescheidenheit, sein Dienst für die Schwächsten und seine Unbeirrbarkeit, am Guten festzuhalten und trotz erlittenen Unrechts nicht aggressiv und verbittert zu werden, seien herausragend.
Der Vorsitzende der Jugend für das Leben, Tobias Beier, dankte für den Stiftungspreis. Er verstehe ihn als Ermutigung und versprach, daß die Jugendlichen die Gesellschaft auch weiterhin mit guten Aktionen wachrütteln wollen. Walter Schrader hob in seinem Dank hervor, daß es Ziel bleiben müsse, das lebensfeindliche Abtreibungsgesetz zu revidieren und das Grundrecht auf Leben auch in Deutschland wieder durchzusetzen.

15.06.2009

Eva Herman startet bei neuem Internet-TV-Sender eigene Talkshow - familyfair überzeugt mit starken Themen und reichlich Prominenz

Am 16. Juni startet www.familyfair.de. familyfair ist eine neue Internetplattform von Familien für Familien.

Neben der bekannten TV- Moderatorin Eva Herman wird der Autor, Rechtsanwalt und ehemalige TV- Richter Carlos A. Gebauer den neuen Internet-TV-Sender mit einer eigenen Sendung bereichern. Freuen Sie sich auf Gäste wie den Komiker Karl Dall, den Physiker und Bevölkerungsexperten Prof. Dr. Dr. Hermann Adrian, Prof. Dr. Ronald Grossarth-Matusek mit seinen weltweit einzigartigen multidisziplinären Studien, Klaus Meine (Scorpions), Dr. Jürgen Borchert, Sozialexperte, die bekannte Autorin Dr. Karin Jäckel, die Familientherapeutin Dr. Carmelite Avraham-Krehwinkel aus Israel u.v.a. Prominente.

Woher stammen das immense Selbstbewusstsein und der Erfolg Karl Dalls trotz seines hängenden Augenlides? Wie schafft es Scorpionsleadsänger Klaus Meine eine jahrzehntelange Weltkarriere ohne Skandale hinzukriegen? Die Antworten auf diese und andere Fragen geben sie im Gespräch mit Eva Herman.

familyfair-Experten sprechen differenziert über starke Familienthemen. Täglich wechselnd äußern sie sich mit kleinen Film-Statements zu Themen, die woanders zu kurz kommen.

Der bekannte Erziehungswissenschaftler Wolfgang Bergmann nimmt Stellung zu den drängenden Problemthemen von Kindern und Jugendlichen. Zum Thema Schwangerschaft berichtet regelmäßig Dr. Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Klink für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus Berlin. Weitere wöchentliche Expertenthemen aus Politik und Finanzen, Bildung und Schule, Geburt und Stillen. Gleichzeitig kann Jeder mitmachen: in Foren, Blogs und Chats erwartet Sie ein reger Meinungsaustausch.

Ab Sommer steht die bekannte Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer einmal in der Woche im Direktchat zu Themen der Familienpolitik zur Verfügung.

03.06.2009

Protest gegen “Erwachsen auf Probe” (RTL)

Auf massiven Protest ist das Vorhaben des Privatsenders RTL gestoßen, ab Juni die Serie “Erwachsen auf Probe” auszustrahlen. In dieser Sendung sollen Säuglinge und Kleinkinder von ihren Eltern getrennt werden, um sie in die Obhut von fremden Teenagern zu geben. Und dies für die Dauer von vier Tagen, rund um die Uhr in einer völlig fremden Umgebung.
Es ist anzunehmen, daß der Hintergrund des aus England stammenden TV-Formats die Eindämmung der Teenagerschwangerschaften sein soll. Wer im Fernsehen einmal die Probleme mit kleinen schreienden Kindern gesehen hat zwischen Menschen, die keine Liebe verbindet, ist höchstwahrscheinlich eher bereit, das Kind vorgeburtlich töten zu lassen.
Der Berufsverband deutscher Psychologen kritisiert: “Aus kommerziellem Interesse werden hier Menschenversuche unternommen, deren psychische Folgen für die Beteiligten nicht absehbar sind.”
Die Kinderpsychologin und Preisträgerin der Stiftung Ja zum Leben Christa Meves sagt: “Dieses Experiment ist nicht verantwortbar. Babys haben eine verletzliche Seele. Ihr Gehirn befindet sich in der Phase der Konstitution. Durch die Trennung von den Müttern in unverantwortlicher Weise können sie lebenlange Schäden davontragen.”
Der Deutsche Hebammen-Verband gibt zu bedenken: „Kleinste Kinder ohne Not von ihren Eltern zu trennen ist ein grob fahrlässiges Vergehen, das eigentlich eine Anzeige nach sich ziehen müßte.”
Der Salzburger Kinderpsychiater Leonhard Thun-Hohenstein kritisiert: “Für die Jugendlichen ist es ein Spiel ohne die wesentlichste Grundlage: die Beziehung zu diesem Kind! Das Kind wird als Versuchsobjekt verborgt und für das Lernen am Objekt mißbraucht. Jugendliche in eine mißbrauchende Situation zu bringen, halte ich für genau so wenig angemessen wie ihnen die Babys für mehrere Tage zu überlassen. Wie sollen sie da das lernen, was das wichtigste ist: Beziehungsfähigkeit und Fürsorge!”

Das Familiennetzwerk bietet unter www.familie-ist-zukunft.de eine elektronische Petition an, um dem Protest gegen das Vorhaben von RTL Ausdruck zu verleihen.

15.05.2009

Beratungspflicht der Ärzte und Dreitagesfrist - Spätabtreibungs-Kompromiß passiert den Bundestag

Am 13. Mai beschloß der Deutsche Bundestag eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Künftig müssen Ärzte, die aufgrund einer vorgeburtlichen Diagnose eine mögliche Behinderung des Kindes feststellen über die damit verbundenen „psychosozialen Aspekte“ beraten und über weitere Hilfsmöglichkeiten aufklären. Daneben muß zwischen Diagnose und Abtreibung eine Frist von drei Tagen liegen. Doch nicht einmal für eine verbesserte statistische Erfassung der Spätabtreibungen fand sich eine parlamentarische Mehrheit. Der Gesetzgeber will nicht wissen warum und weshalb außerhalb des Mutterleibes lebensfähige Kinder getötet werden. Über die Anzahl von Tötungen aufgrund von Fehlern bei der Pränataldiagnostik soll die Öffentlichkeit nichts erfahren. Offensichtlich hat man Sorge, daß die Diskussion um das gesetzlich durchbrochene Tötungsverbot in der Öffentlichkeit weitergehen könnte. Solidarisierungs- und Mitleidseffekte mit den ungeborenen Kindern und ihren Familien sind nicht erwünscht. Obwohl der Bundestagsbeschluß den ersten Schritt zur Verbesserung des Lebensschutzes seit Beginn der gesetzlichen Aushebelung des Abtreibungsstraffrechts vor über dreißig Jahren darstellt, muß klar gesehen werden, daß vom Gesetzgeber in der jetzigen Konstellation keine weiteren Schritte zur Stärkung des Lebensschutzes zu erwarten sind. Das bürgerschaftliche Engagement bleibt deshalb gefragter denn je.

30.03.2009

Symposium: "Familie unter Druck - Warum wir eine neue Wertschätzung der Familie brauchen" 9. Mai 2009, Alte Oper Erfurt

Symposium des Familiennetzwerk Deutschland und der Thüringer Elterninitiative Wir sind Familie am 9. Mai 2009 in Erfurt in der Alten Oper Erfurt
9.30 Uhr / Begrüßung durch Maria Steuer
9.45 Uhr / Carmelite Avraham-Krehwinkel -Sozialisation im Kibbuz
10.30 Uhr / Wolfgang Bergmann – Wie die Kinder die Gefühle lernen
11.15 Uhr / Kaffeepause
11.45 Uhr / Melanie Gill – Mutterschaft: Abgewertet und verleugnet
12.30 Uhr / Mittagspause
14.00 Uhr / Christa Meves – Elternsein heute
14.45 Uhr/ Siegfried Bäuerle – Brutalisierung unserer Jugend
15.15 Uhr / Carlos A. Gebauer – Angriff auf die Freiheit
15.45 Uhr / Kaffeepause
16.15 Uhr / Stefan Fuchs – Elternhaus oder Staat
17.00 Uhr/ Stadtführung für Interessierte
19.00 Uhr / Eva Herman – Liebe und Bindung als Fundament mütterlicher Beziehung
19.30 Uhr / Podiumsgespräch – „Familie unter Druck“ (Eva Herman, Michael Panse MdL, Katrin Konrad Elterninitiative, Stefan Fuchs i-DAF, Moderation: Judith Saitz, MDR)
20.30 Uhr/ Festakt- Verleihung des Matejcek-Preises – Musikalischer Auftakt durch Kinder der Musikschule Erfurt – Laudatio: Hermann Binkert, Staatssekretär
Preisträger:
Petr Necas, Minister für Arbeit, Soziales und Familie in Tschechien
Anna Zaborska, Vorsitzende des Ausschusses für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter im europäischen Parlament
22.00 Uhr / Ende der Veranstaltung
Anmelden können Sie sich unter Angabe Ihrer Postadresse per Fax 04141/792950 oder per mail an d.dietzel-wolf@familie-ist-zukunft.de.
Verbindlich wird Ihre Anmeldung durch Überweisung des Unkostenbeitrages von 25€ für die gesamte Tagung, bzw. 10€, wenn Sie nur am Abend zur Podiumsdiskussion und Preisverleihung kommen.
(Bankverbindung: Familiennetzwerk, Kto-nr.: 1200111886, BLZ: 24151005, SK Stade Altes Land / Stichwort: Erfurt).

06.03.2009

Prof. Spieker: Spätabtreibungen eindämmen!

In einem ganzseitigen Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. März 2009 befaßt sich Prof. Manfred Spieker mit dem Problem der Spätabtreibungen in Deutschland. Wie viele Kinder in Deutschland nach der 22. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, sei wegen hoher Dunkelziffern nicht zu ermitteln, heißt es da. Fest stehe jedoch, daß jede Spätabtreibung ein grauenvoller Vorgang sei. Auch deshalb solle der Deutsche Bundestag den Paragraphen 218 des Strafgesetzbuches noch einmal neu fassen, fordert Spieker. "Ein effektiver Ausschluß jeder embryopathischen oder eugenischen Indikation wäre ein Schritt zur Verbesserung der Situation bei den Spätabtreibungen." Er appelliert an den Bundestag, sich von der Angst zu befreien, abermals den § 218 StGB zur Disposition zu stellen. Er plädiert für die Ausweitung der Anzeigepflicht bei unnatürlichen Todesfällen auch auf spätabgetriebene Kinder. "Bei Spätabtreibungen könnten sie ein rechtlicher Ansatz sein, um undurchsichtige Abtreibungen auf ihre strafrechtliche Relevanz hin zu kontrollieren, der statistischen Beopachtungspflicht zu genügen und Ärzte von einer schnellen medizinischen Indikation abzuhalten.", so der kürzlich emeritierte Professor für christliche Soziallehre an der Universität Osnabrück.

25.02.2009

Kongress christlicher Führungskräfte 26.-28. Februar in Düsseldorf

Besuchen Sie den Informationsstand der Stiftung Ja zum Leben auf dem Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 26. bis zum 28. Februar in Düsseldorf, Messe Halle 3, stattfindet. Die Stiftung finden Sie am Stand E 39. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Mehr Informationen unter: www.christlicher-kongress.de

19.02.2009

Wenn Männer unter der Abtreibung leiden

Männer haben nach dem Gesetz kein Recht, eine Abtreibung ihres Kindes zu verhindern. Man liest zwar ab und an über Männer, die ihre Frauen zur Abtreibung drängen und häufiger über Männer die politisch korrekt meinen, die Entscheidung über das “Austragen der Schwangerschaft”, sprich über Leben und Tod des Kindes, liege allein bei der Frau. Um so mehr ist man überrascht, daß in der liberalen Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 12. Februar 2009 dieses Tabuthema aufgegriffen wird. Ein Vater spricht über seine Seelenqualen, seine Hilflosigkeit und seine Wut. Außerdem kommen zehn weitere Männer im Zeit-Magazin zu Wort, von denen übrigens niemand mehr mit den damaligen Partnerinnen zusammenlebt. Thomas Schramm, so der veränderte Name des dreifachen Familienvaters, leidet noch heute unter der Abtreibung seines vierten Kindes. Nachdem seine Frau gerade das dritte Kind abgestillt hatte und seit zwei Monaten wieder berufstätig war, wollte sie auf keinen Fall ein weiteres Kind. Der gemeinsame Besuch der Beratungsstelle “Frauen beraten e.V., München”, bringt für ihn und das Kind keine Rettung. Die Einrichtung, die auf “christlicher Grundlage” den Frauen den Abtreibungsschein ausstellt, bestärkt die Schwangere, daß die Abtreibung allein ihre Entscheidung sei. “Thomas wartet noch, bis die Beraterin den Schein ausgefüllt hat, er muß ihn nach Hause tragen” heißt es im Artikel. “Von da an gingen wir durch die Hölle”, sagt seine Frau.
Der Artikel macht deutlich, wie wichtig es im entscheidenden Augenblick ist, eine einfühlsame und kompetente Beraterin zu finden, die nicht durch die Ausstellung des Abtreibungsscheines ihre Tätigkeit beendet, sondern das Problem lösen hilft, das hinter dem Wunsch nach Abtreibung steckt. Zugleich wird das Versagen des Gesetzgebers deutlich, der die Väter in dieser Frage, in der es um Leben oder Tod auch ihres Kindes geht, rechtlos gemacht hat.

26.01.2009

200.000 demonstrieren für das Leben in Washington

Einen Tag nach dem Amtsantritt des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, haben sich Lebensschützer aus allen Teilen der Vereinigten Staaten wie jedes Jahr in Washington versammelt, um mit dem "March for Life 2009" gegen die Abtreibungsgesetze des Landes zu demonstrieren.

Besondere Brisanz bekam der Marsch von rund 200.000 Menschen aufgrund der Bestrebungen des neuen US-Präsidenten, den Lebensschutz in den USA weiter zu schwächen.
Bereits einen Tag nach seiner Vereidigung unterzeichnete der Präsident ein Dekret mit dem hunderte Millionen Dollar Steuergelder für Organisationen freigegeben werden, die sich für die vorgeburtliche Kindstötung als Bestandteil der Familienplanung in den Entwicklungsländern einsetzen. Ebenso soll nach dem Willen von Barack Obama künftig auch die menschenverbrauchende Forschung mit embryonalen Stammzellen staatlich gefördert werden.
Der Marsch für das Leben fand dieses Jahr bereits zum 36. Mal statt, seit der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten im Jahr 1973 Abtreibungen per Gesetzesbeschluss legalisierte. www.nrlc.org

18.11.2008

Stiftungsbrief Nr. 26 erschienen

Im aktuellen Stiftungsbrief lesen Sie über eine geglückte Schwangerenberatung, an deren Ende die Geburt eines Kindes stand: „So, glaub ich, ist das Glück“. In weiteren Beiträgen wird das Problem der frühen Sexualkontakte und die Lebensgefahr für Kinder, die als „Verhütungsversager“ entstanden sind, angesprochen und dazu das Buch von Siggelkow und Büscher: „Deutschlands sexuelle Tragödie“ vorgestellt. Neben einem kurzen Bericht zum 1000-Kreuze-Marsch in Berlin und der Gegendemo: „Abtreiben gegen Deutschland“ wird die Initiative www.ich-tus-nicht.de vorgestellt. Auf dieser Homepage äußern sich junge Leute, warum sie nicht abtreiben. Die Folgen der Krippenaufbewahrung für Kinder wird in dem Film „Kinder ohne Liebe“ gezeigt, der über die Stiftung Ja zum Leben bezogen werden kann.
Der Stiftungsbrief steht im Archiv bereit zum runterladen.

28.10.2008

60 Jahre Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen Vorbereitende Konferenz in Bratislava/Slowakei

Berlin/Preßburg. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans Gert Pöttering, bereiteten in der slowakischen Hauptstadt Bratislava am 24. und 25. Oktober hochrangige Politiker, Wissenschaftler sowie Vertreter von Nichtregierungs-Organisationen den 60. Jahrestag der Allgemeinen Menschenrechtserklärung vor, der am 10. Dezember von den Vereinten Nationen begangen wird.

Ziel der Konferenz war die eingehende Analyse insbesondere der Artikel 3 (Recht auf Leben) und 16 (Familie) im heutigen gesellschaftlichen Kontext.

Entgegen aller Relativierungen der Menschenrechte in den vergangenen Jahrzehnten war das Ergebnis eindeutig: Die Menschenrechtserklärung von 1948 garantiert das Recht auf Leben für jeden Menschen, auch für ungeborene Kinder. Geschützt wird zudem die Familie als Verbindung von Mann und Frau in der Ehe, der Kinder als schwächste Glieder der Gesellschaft anvertraut werden.

Jeglicher Fehlinterpretation oder Verkürzung erteilten die Teilnehmer aus mehr als zehn Ländern eine klare Absage.

Anna Zaborska, Mitglied des Europäischen Parlamentes und Vorsitzende des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, hatte zu der Konferenz eingeladen. Ihr Fazit: „Der 60. Jahrestag der Verkündigung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist für uns Ansporn, die Familie und das Recht auf Leben auch in Zukunft zu schützen.“ Gleichzeitig rief sie dazu auf, weitere Unterschriften für die Petition „Für das Leben und die Würde des Menschen“ zu sammeln.
Darin fordern die Bürger aus den europäischen Ländern den Einsatz der politisch Verantwortlichen für den Schutz des menschlichen Lebens von der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle bis zum natürlichen Tod und die Verteidigung der auf der Ehe von Mann und Frau gegründeten Familie.

Aus Deutschland nahmen Vertreter des Bundesverbandes Lebensrecht, der Aktion Lebensrecht für Alle sowie der Stiftung Ja zum Leben an der Konferenz teil.

23.09.2008

Eindrucksvolle Demonstration für das Recht auf Leben

Berlin - Mit 1000 weißen Holzkreuzen machten Lebensrechtler aus ganz
Deutschland am Samstag in Berlin auf die ungeborenen Kinder aufmerksam, die an
jedem Werktag durch Abtreibung getötet werden. Der Trauermarsch durch die
Berliner Innenstadt verlief bis auf wenige Störaktionen friedlich und endete mit
einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale.

Zu Beginn hatte der Bundesverband Lebensrecht im Rahmen einer Kundgebung am
Roten Rathaus die Forderungen der deutschen Lebensrechtsbewegung
zusammengefasst:

1. Psycho-soziale Beratung von Schwangeren schon vor Pränataldiagnostik. 2.
Ein verstärktes Angebot psycho-sozialer Beratung nach Vorliegen eines
embryopathischen Befundes ohne Beratungspflicht. 3. Beschränkung der Arzthaftung auf
Fälle grober Fahrlässigkeit, um die Gefahr zu mindern, dass vorgeburtliche
Kindstötungen seitens der Ärzte auf Verdacht hin erfolgen.

Dr. Claudia Kaminski, Vorsitzende des BVL, betonte: "Die Tabuisierung des
Abtreibungsgeschehens in Deutschland muss aufhören. Es geht um Hunderttausende
Kinder, die nicht leben dürfen und Hunderttausende Frauen, denen im
Schwangerschaftskonflikt nicht genug geholfen wird." Der Bundesverband Lebensrecht
begrüßte den Gesetzentwurf der CDU/CSU zur Verminderung von Spätabtreibungen als
wichtigen Schritt in die richtige Richtung. "Wir sind um der betroffenen
Frauen willen froh, dass endlich auch die Folgen der Abtreibung für die Frau
stärker thematisiert werden," so Kaminski.

18.09.2008

Berlin: 1000 Kreuze für das Leben

Für das ungeteilte Menschenrecht auf Leben demonstrieren am Samstag, dem 20. September 2008 in Berlin-Mitte Bürger aus ganz Deutschland. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.1000kreuze.de

31.07.2008

Berlin: 1000 Kreuze Marsch für das Leben 20. September 2008

Das hunderttausendfache Töten von ungeborenen Kindern ist in unserer Gesellschaft zur Normalität geworden. Der Staat finanziert dies mit über 40 Millionen Euro jährlich. Doch das Menschenrecht auf Leben ist unteilbar! Deshalb laden wir Sie herzlich ein, sich am 20. September 2008 in Berlin am zentralen und ökumenischen Schweige-Marsch zu beteiligen, der vom Bundesverband für Lebensrecht e.V. alle 2 Jahre veranstaltet wird. Die 1000 Kreuze, die mitgeführt werden, erinnern an die 1000 Kinder, die an jedem Werktag in Deutschland durch Abtreibung ums Leben kommen.
Je mehr Menschen sich an dieser Kundgebung beteiligen, desto mehr Aufmerksamkeit wird in der Öffentlichkeit für dieses verdrängte Thema erreicht. Dunkle Kleidung ist erwünscht! Für alle, die nicht kommen können: In dieser Zeit rufen wir zum deutschlandweiten Gebet auf!
Wir bitten Sie aber auch um kontinuierliches Engagement für das Lebensrecht aller Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, durch Leserbriefe, durch Gespräche in ihrem Umfeld, durch Gebet und Spenden.
Anmeldung von Gruppen - ab 10 Personen.

Zeit: 12.00 - 15.00 Uhr

Treffpunkt: Berlin-Mitte, Am Neptunbrunnen, zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche an der Spandauer Straße (S+U-Bahn Alexanderplatz)

Ablauf:
12.00 Uhr Kundgebung; u.a. mit Dr. med. Claudia Kaminski, Vorsitzende Bundesverband Lebensrecht e.V.,
Hartmut Steeb, Generalsekretär Deutsche Evangelische Allianz
13.00 Uhr Schweigemarsch zur St. Hedwigskathedrale
14.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst

Veranstalter und Infos:
Bundesverband für Lebensrecht e.V. / Kaleb e.V.
Info-Email: berlin@bv-lebensrecht
Info-Homepage: www.bv-lebensrecht.de; www.kaleb.de
Bundesverband Lebensrecht e.V. und Pro Life Berlin
Fehrbelliner Straße 99
D-10119 Berlin
Fon 030 / 44 05 88 66
Fax 030 / 44 05 88 67

05.07.2008

Tim hat Geburtstag

Der kleine Tim aus Oldenburg, der 1997 wegen Down-Syndrom abgetrieben werden sollte, jedoch seine Abtreibung überlebte, wird heute elf Jahre alt. Der Fall Tim hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, da man ihn nach der versuchten Abtreibung neun Stunden nahezu unversorgt liegen ließ.
Tims Schicksal macht auf drastische Weise auf die völlig unzureichende Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland aufmerksam. Tim ist bei weitem kein Einzelfall. Allein im vergangenen Jahr wurden 229 Spätabtreibungen (nach der 23. Schwangerschaftswoche) beim Statistischen Bundesamt gemeldet, so viele wie noch nie. Nach Schätzungen von Fachleuten liegt die Dunkelziffer jedoch weitaus höher. Durch den stetig ausgeweiteten Einsatz der Pränataldiagnostik ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. So geht man beispielsweise davon aus, daß bereits jetzt 90-95% aller Kinder, bei denen das Down-Syndrom diagnostiziert wurde, abgetrieben werden. Darunter sind auch Kinder, die Opfer einer Fehldiagnose wurden.
Tim lebt bei einer Pflegefamilie, die sich liebevoll um ihn kümmert. Neben dem Down-Syndrom muß er heute mit einigen zusätzlichen Behinderungen kämpfen - Folgen der versuchten Abtreibung. Im kommenden Frühjahr wird Tim wieder an einer Delphin-Therapie teilnehmen. Die Therapie hat in den vergangenen Jahren erfreuliche Fortschritte bewirkt. Tim läuft jetzt selbständig und hat sich im kommunikativen Bereich deutlich verbessert. (Spendenkonto Nr. 771220001, Dresdner Bank Meschede, BLZ: 440 800 50, Stichwort: Delphintherapie)
„Jetzt muß der Gesetzgeber endlich handeln und Abtreibungen bis zur Geburt unterbinden!“, betont die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen. „Obwohl das Schicksal von Tim bekannt ist und im Koalitionsvertrag von Union und SPD eine Verbesserung des Lebensschutzes im Bereich der Spätabtreibungen verankert wurde, hat sich der Deutsche Bundestag bisher nicht entschließen können, den Lebensschutz zu verbessern. Das ist ein Menschenrechtsskandal erster Ordnung!“ so die Stiftungsvorsitzende.
„www.Tim-lebt.de“ ist eine Kampagne der Stiftung Ja zum Leben.

30.06.2008

Auktion für die Stiftung Ja zum Leben

Bis zum 06. Juli 2008 läuft unter www.stargebot.de eine Auktion für die Stiftung Ja zum Leben.
Erleben Sie und Ihre Begleitperson am 14. Juli 2008 in Regensburg eine Show der Superlative - die Tänzer von „Magic of the Dance“ steppen über Tisch und Stühle, springen und tanzen, dass die Funken sprühen: Es ist die derzeit wohl mitreißendste Steppshow, die Irland zu bieten hat!
Und: Anschließend lernen Sie Ihre Durchlaucht Fürstin Gloria von Thurn und Taxis kurz persönlich kennen.
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis unterstützt mit dieser Auktion die Stiftung JA ZUM LEBEN.
Weitere Informationen unter www.stargebot.de

26.06.2008

Sexuelle Verwahrlosung bei Jugendlichen

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur „idea“ hat der Gründer und Leiter des Kinderhilfswerks „Die Arche“ in Berlin-Hellersdorf, Pastor Bernd Siggelkow, vor einer um sich greifenden sexuellen Verwahrlosung bei Jugendlichen gewarnt. Hintergrund ist eine Befragung Siggelkows unter mehr als 80 Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren zu ihren sexuellen Erfahrungen, deren Ergebnisse im September als Buch erscheinen wird ("Deutschlands sexuelle Tragödie" (Gerth-Medien-Verlag, 192 Seiten, 14,95 Euro). Der Pastor kennt die Befragten seit Jahren, weil sie in dem Kinderhilfsprojekt „Arche“ betreut werden. Ein Ergebnis der Umfrage: Die sexuelle Aufklärung erfolgt vor allem durch Pornofilme. Viele der befragten Kinder seien schon mit sieben, acht oder neun Jahren mit den Filmen in Kontakt gekommen.
Den Kindern werde durch die Pornofilme ein völlig liebloses Bild von Sexualität vermittelt – ohne Liebe und Zärtlichkeit. Siggelkow erfuhr bei den Gesprächen, daß insbesondere junge Mütter schon am Morgen mit ihren Kindern Pornos anschauen. Die befragten Mädchen hatten den ersten Geschlechtsverkehr nach eigenen Angaben im Durchschnitt im Alter zwischen elf und zwölf Jahren. Die Jungen ein Jahr später. In den Jugendcliquen würden Mädchen von Junge zu Junge „durchgereicht“. Für die befragten Jugendlichen sei Sexualität „eine bloß physische Beschäftigung“ und man stachele sich gegenseitig dazu an, wer die meisten Sexualkontakte habe. Etliche der interviewten Mädchen hätten ihre erste Abtreibung schon mit 13 Jahren hinter sich gebracht. Eine 15-Jährige bekannte, daß sie schon mit Dutzenden Jungen geschlafen habe. Für Siggelkow sind die Ergebnisse nicht nur ein Unterschichten-Phänomen. Sein Fazit: „Hier läuft etwas massiv schief.“ Wenn die Gesellschaft nichts unternehme, werde sich diese Verwahrlosung weiter ausbreiten. Siggelkow zufolge ist in den Gesprächen aber auch deutlich geworden: „Alle sehnen sich nach Liebe und Zärtlichkeit und träumen von einer Vater-Mutter-Kind-Beziehung.“

15.05.2008

Beistand des Papstes für die Lebensschützer

Am Pfingstmontag empfing Papst Benedikt XVI. im Vatikan eine Abordnung der italienischen Lebensschutzorganisation „Bewegung für das Leben“ und weiterer europäischer Initiativen. Aus Deutschland nahmen die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Dr. Claudia Kaminski, die Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, und der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner, teil. Anlaß war die Legalisierung der Abtreibung in Italien vor dreißig Jahren. Der Papst diagnostizierte in seiner Ansprache eine weit verbreitete Mentalität, die den Wert des menschlichen Lebens erniedrige und immer stärker vom Urteil des Einzelnen abhängig mache. Er hob hervor, daß die Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung keine Probleme von Frauen und Familien gelöst, sondern nur „eine weitere Wunde in unserer Gesellschaft aufgerissen“ habe. Als Folge davon sieht der Papst die Achtung vor der menschlichen Person generell schwinden, die unabhängig von religiösen Überzeugungen die Grundlage für jedes gesellschaftliche Zusammenleben darstelle. Die gemeinsamen Bemühungen müßten intensiviert werden damit die Verteidigung des Lebens und der Vorrang der Familie wieder in den Mittelpunkt des Handelns der zuständigen Institutionen rücke. Es sei notwendig, konkret Zeugnis dafür abzulegen, daß der Respekt vor dem Leben die erste Gerechtigkeit sei, die es zu erfüllen gelte. „Gott allein ist der Herr des Lebens. Jeder Mensch ist seinerseits anerkannt und geliebt, gewollt und geleitet.“, betonte der Papst. Papst Benedikt dankte den Lebensrechtlern für ihre wichtige Arbeit. „Wie viele Menschen habt ihr vor dem Tod gerettet! Möget ihr diesen Weg weitergehen und keine Angst haben, damit das Lächeln des Lebens auf den Lippen aller Kinder und auf denen ihrer Mütter siegt. Ich vertraue jeden von euch und die vielen Menschen, welche ihr in euren Hilfszentren für das Leben begegnet, dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria, der Königin der Familie, an, und während ich euch die Einbeziehung in mein Gebet versichere, segne ich euch und die vielen Menschen, die Teil der Bewegung für das Leben in Italien, Europa und in der ganzen Welt sind, von Herzen.“

07.05.2008

Ärzte fordern Aufklärung über psychische Folgen von Abtreibungen

Nach 40 Jahren und 6,6 Millionen Abtreibungen in Großbritannien bricht das britische Royal College of Psychatrists ein Tabu: In einer offiziellen Erklärung vom 14. März 2008 warnen die Psychiater vor den psychischen Folgen, unter denen Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch leiden und fordern angesichts neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine systematische Aufarbeitung dieses Aspekts. Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen, sollten auch klar über mögliche Nebenwirkungen ihre mentale Gesundheit betreffend aufgeklärt werden. Damit wird erstmals von einer hochrangigen Ärztegesellschaft die seit Jahrzehnten vertretene These in Frage gestellt, wonach Frauen in jedem Fall mehr unter einer ungewollten Schwangerschaft leiden würden als unter einer Abtreibung. In Großbritannien werden laut einem Bericht der Sunday Times (online, 19. 03. 2008) mehr als 90 Prozent der jährlich 200.000 Abbrüche von Ärzten in der Meinung durchgeführt, daß die ungewollte Schwangerschaft eine größere Belastung für die Mutter bedeute als eine Abtreibung. Demgegenüber empfiehlt das Royal College of Psychiatrists eine Überarbeitung von Informationsblättern über Abtreibung, in denen auch Details über Risken wie Depression und Suchtgefahr beschrieben werden sollen. Mehrere Studien, darunter die vor zwei Jahren im Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlichte Studie (vgl. Imabe-Newsletter Jänner 2006), kamen zu dem Schluss, daß Abtreibung bei jungen Frauen ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen bedeutete. Quelle: IMABE-Wien (www.imabe.org)

16.04.2008

Blanker Zynismus von Frau Schavan

In einem Gastkommentar für "Die Tagespost" (15. April 2008) schreibt die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen: Es kam nicht gänzlich unerwartet, aber dennoch ist es ein Keulenschlag, was am vergangenen Freitag mit deutlicher Mehrheit im Bundestag beschlossen wurde: die Verschiebung des Stichtages, um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen zu erleichtern.
Wie beim Abtreibungsstrafrecht wird auch hier ein Unterschied gemacht zwischen geborenen und ungeborenen Menschen. Anders als zu Beginn der Abtreibungsdebatte Anfang der siebziger Jahre ist es heute wissenschaftlich nicht mehr zu bestreiten, dass der Mensch mit der Fusion von Ei- und Samenzelle beginnt und vom ersten Moment an ein vollwertiger Mensch ist. Diesem Wissen zuwider wurde nun der Weg frei gemacht zur Forschung mit bereits existierendem menschlichen Leben. Wird der Mensch hier nicht zum verfügbaren Material degradiert? Frau Schavans Beteuerung, es sei eine gute Entscheidung für den Lebensschutz ist blanker Zynismus, denn das Grundrecht auf Leben wird dadurch ausgehebelt. Wieder einmal ein Nachweis, dass die Politik nicht ernst macht mit dem Lebensschutz.
Welcher moralische Unterschied besteht zwischen den ebenfalls für die Wissenschaft vor siebzig Jahren durchgeführten medizinischen Experimenten an wehrlosen Menschen und den heutigen Experimenten mit menschlichen Embryonen? War nicht das Grundgesetz der Bundesrepublik mit der Forderung nach Schutz von Würde und Lebensrecht eines jeden Menschen die Konsequenz aus unserer Geschichte?
Die repräsentative Meinungsumfrage von TNS-Infratest vom Januar 2008 ergab, dass sich 65,2 Prozent der Befragten gegen die Erzeugung und Zerstörung von menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken ausgesprochen haben. Bei den Frauen waren es sogar 75,2 Prozent. Das Parlament hat sich jedoch über den Mehrheitswillen der Bevölkerung hinweggesetzt. So wird auch diese Entscheidung die Politikverdrossenheit fördern und das Vertrauen in die Berliner Politik weiter schwächen.
Da in vielen Ländern die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen unbeschränkt möglich ist, bleibt zu fragen, warum gerade Deutschland ein Interesse hat, diese ethisch problematische Forschung zu intensivieren, obwohl weltweit noch keinerlei klinische Erfolge bei der Heilung von Krankheiten erzielt werden konnten im Gegensatz zur adulten Stammzelltherapie. Zu befürchten ist, dass die Staatsministerin Maria Böhmer oder die Abgeordneten Hubert Hüppe, Priska Hinz und andere Recht behalten, dass nach der nun erfolgten Verschiebung des Stichtages noch weitere folgen werden.

03.03.2008

Neuer Stiftungsbrief: Abtreibungsmoratorium - Ein Thema verläßt die Schweigespirale

Der neue Stiftungsbrief ist da. Das Periodikum der STIFTUNG JA ZUM LEBEN berichtet über Aktuelles rund um den Lebensschutz. Erfahren Sie mehr über die unerwartete Geburt eines Down-Syndrom-Kindes und wie die Eltern damit umgehen. Informieren Sie sich über Beratung nach Diagnose an der Uni-Kinderklinik in Mainz, die von der Stiftung Ja zum Leben gefördert wird. Was Sie sonst noch in der aktuellen Ausgabe lesen: Abtreibungsmoratorium - Ein Thema verläßt die Schweigespirale; Erfolgreiche Hilfe für Schwangere in Not durch die Stiftung Ja zum Leben; Deutsche für umfassenden Embryonenschutz – Ergebnisse einer aktuellen Meinungsumfrage; Buchvorstellung: Für immer Ja - Ein Kurs in Sachen Liebe; Der aktuelle Stiftungsbrief steht unter dem Link "Archiv" zum Download bereit.

17.01.2008

Deutsche wollen keine verbrauchende Embryonenforschung

Rund zwei Drittel der Bundesbürger (65,2 Prozent) halten es für ”richtig”, dass in Deutschland ”keine menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden” dürfen. Eine klare Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) will, dass sich Wissenschaftler auf die Forschung mit adulten Stammzellen und aus Hautzellen reprogrammierten Zellen (ips-Zellen) konzentrieren. Nur 26,9 Prozent der Befragten befürworten, dass außer an adulten auch mit menschlichen embryonalen Stammzellen geforscht werden kann. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Anfang Januar im Auftrag des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) durchgeführt hat, die heute in Berlin vorgestellt wurden.

”Jeder, der jetzt noch für eine Verlegung des Stichtags im Stammzellgesetz eintritt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er Politik gegen die große Mehrheit der Bevölkerung macht”, so Dr. med. Claudia Kaminski, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht.
Bei Frauen, die bekanntlich die Mehrheit der Bevölkerung stellen, ist die Ablehnung der Forschung mit embryonalen Stammzellen noch viel stärker als bei Männern: 75,2 Prozent der Frauen sind dagegen, dass menschliche Embryonen zu Forschungszwecken verwertet werden dürfen. Auch unter Männern gibt es mit 54,4 Prozent eine klare Mehrheit derer, die Forschung mit embryonalen Stammzellen ablehnt, gegenüber 36,1 Prozent die es für ”richtig” halten, dass menschliche Embryonen zu Forschungszwecken verwertet werden dürfen.
”Das ist ein eindeutiges Signal. Frauen lehnen es ab, als Rohstofflieferantinnen und Eizellspenderinnen für die Forschung in Betracht zu kommen”, so Kaminski. Bereits im Januar 2007 hatte der BVL eine vergleichbare Umfrage bei dem renommierten Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegeben: ”Die aktuellen Ergebnisse sind daher keine Momentaufnahme, sie zeigen vielmehr einen klaren Trend in Deutschland gegen die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen”, betont Kaminski.
2007 hatten sich 56,3 Prozent der Bevölkerung für die Forschung mit adulten und gegen eine Forschung mit embryonalen Stammzellen ausgesprochen. Eine Forschung auch mit embryonalen Stammzellen, die aus menschlichen Embryonen gewonnen werden, befürworteten damals noch 32,9 Prozent.

”Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vertretene Position ist trotz des enormen Einsatzes einiger Wissenschaftler und Funktionäre sowie von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) in Deutschland langfristig nicht mehrheitsfähig. Die Bevölkerung ist jetzt noch deutlicher für die adulte Stammzellforschung”, so Kaminski weiter.

Die Ergebnisse der TNS-Infratest-Umfragen aus 2008 und 2007 sprechen laut BVL eine unmissverständliche Sprache: Eine klare Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will keine wie auch immer geartete Aufweichung des Embryonenschutzes in Deutschland, sondern überhaupt keine Forschung an Stammzellen, für die menschliche Embryonen getötet werden müssen. Der Bundesverband Lebensrecht fordert die Volksvertreter daher auf, aus dieser Tatsache bei geplanter Abstimmung über eine Novellierung des Stammzellgesetzes die richtigen Schlüsse zu ziehen.”
Die Stiftung Ja zum Leben ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht.

21.11.2007

Stammzellen aus reprogrammierten menschlichen Hautzellen machen embryonale Stammzellen überflüssig

Anlässlich des heute bekannt gewordenen Nachweises der
"Reprogrammierung" menschlicher Hautzellen zu "embryonalen" Stammzellen in den Fachzeitschriften "Science" und "Cell" erklärt der
CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, MdB:
Der senationelle Durchbruch von Yamanaka und Thomson wird die deutsche
Stammzelldebatte nachhaltig beeinflussen.
Das neue Verfahren stellt der Forschung alternative menschliche
Stammzellen ("iPS") zur Verfügung, die sich verhalten wie die bisherigen embryonale Stammzellen. Zu ihrer Gewinnung ist jedoch die Tötung menschlicher Embryonen nicht mehr erforderlich. Grundlagenforschung kann sogar mit patientenspezifischen pluripotenten "iPS"-Stammzellen stattfinden.
Die DFG ist aufgefordert, die Finanzierung von Projekten mit
menschlichen embryonalen Stammzellen einzufrieren.
Die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen hat sich als
Sackgasse erwiesen. Sie ist ethisch problematisch und therapeutisch
enttäuschend.
Eine Änderung oder Abschafffung des Stichtages im Stammzellgesetz wird
nun keine Mehrheit mehr finden.
Die DFG sollte zügig eine aktuelle Stellungnahme zur Stammzellforschung vorlegen, die die wissenschaftlichen Erkenntnissse der letzten 15 Monate aufgreift.
Bereits am Wochenende hatte sich der Klon-Pionier Professor Ian Wilmut
vom "therapeutischen Klonen" und embryonalen Stammzellen losgesagt, um
künftig mit der ethisch unproblematischen "Umprogrammierung" von
Hautzellen zu pluripotenten Stammzellen zu arbeiten. Wilmut hatte seine Entscheidung nicht ethisch begründet, vielmehr halte er das
Yamanaka-Verfahren aus wissenschaftlichen Gründen für wesentlich
aussichtsreicher. Wilmut, der das Schaf "Dolly" geklont hatte, ist
Inhaber einer britischen Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen, von
der er nun keinen Gebrauch mehr machen will.
Die Stiftung Ja zum Leben fordert die Bundesregierung, insbesondere Forschungsministerin Schavan auf, den falschen Weg der menschenverbrauchenden Forschung zu verlassen und die Steuergelder in Leben schützende Forschungsprojekte zu investieren. "Wenn schon das ethische Bewußtsein fehlt, sollten wenigstens die aktuellen Erfolge der unbedenklichen Stammzellforschung die politisch Verantwortlichen zur Besinnung kommen lassen", hob der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner, hervor.

24.10.2007

Ergebnisse humaner embryonaler Stammzellforschung verzichtbar

"International ist es durchaus umstritten, daß man für
die erfolgreiche Forschung mit den ethisch unproblematischen adulten
Stammzellen auf Ergebnisse der Forschung mit humanen embryonalen
Stammzellen angewiesen ist. Bundesforschungsministerin Annette Schavan
wird offenbar schlecht beraten", erklärte die Vorsitzende des
Bundesverband Lebensrecht (BVL), Dr. med. Claudia Kaminski, heute in
Köln. Eine Blitzumfrage des BVL unter Forschern, die nicht mit
menschlichen embryonalen Stammzellen arbeiten, zeigt ein eindeutiges
Ergebnis: "Keiner der befragten Wissenschaftler hält die Forschung mit
humanen embryonalen Stammzellen für notwendig, um zu besseren
Ergebnissen bei der adulten Stammzellforschung zu kommen", so Kaminski.

Professor Colin McGuckin von der Universität Newcastle, der mit
Nabelschnurblutstammzellen forscht, erklärte: "In unserer gesamten
zwanzigjährigen Forschungstätigkeit hat kein einziger Aspekt der
Forschung mit embryonalen Stammzellen des Menschen zu unserem
Verständnis von adulten oder Nabelschnurblutstammzellen beigetragen. Es
irritiert mich sehr, zu hören, dass Forscher, die mit humanen
embryonalen Stammzellen arbeiten, dies damit rechtfertigen, ihre
Forschung sei notwendig für neue adulte Stammzelltherapien. Adulte
Stammzelltherapien sind aus sich heraus erfolgreich und bedürfen in
keiner Weise der embryonalen Stammzellforschung."

McGuckin hatte 2005 internationales Aufsehen erregt, weil es ihm gelang
im Nabelschnurblut Stammzellen nachzuweisen, die die vorteilhaften
Eigenschaften von adulten und embryonalen Stammzellen in sich
vereinigen. "Die so genannten 'cord-blood-derived embryonic-like stem
cells' (CBEs), verwandeln sich - wie embryonale Stammzellen - nicht
nur in die drei Zelltypen aus denen die rund 200 Gewebetypen des
menschlichen Organismus hervorgehen, ihnen fehlt auch das für embryonale
Stammzellen charakteristische Tumorrisiko", so Kaminski.

"Der Wiener Krebsforscher Lukas Kenner, der als Sachverständiger bei
der Expertenanhörung des Deutschen Bundestags im Mai geladen war, hält
zudem Erkenntnisse, die sich mit embryonalen Stammzellen im Tiermodell
gewinnen lassen, für völlig ausreichend, um bei der bereits überaus
erfolgreichen adulten Stammzellforschung und -therapie noch weiter
voranzukommen", erklärte die Ärztin.

Ein wertvoller Beitrag zu Aufklärung und Demokratie wäre es, so
Kaminski, wenn Schavan und Forscher, die an humanen embryonalen
Stammzellen arbeiten, transparent machten, welche tatsächlichen
Erkenntnisse man sich für die Therapie mit adulten Stammzellen aus der
humanen embryonalen Stammzellforschung erhoffe.

Im vergangenen Monat hat der BVL mit Unterstützung der Stiftung Ja zum Leben das Internet-Portal www.deine-stammzellen-heilen.de gestartet. Auf der Webseite werben Prominente aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien für den Erhalt der geltenden Stichtagsregelung und eine Ausweitung der Forschung mit adulten Stammzellen.

15.10.2007

Das Thema "Abtreibung" muß auf die Tagesordnung der Politik

KÖLN. Mit einer spektakulären Aktion vor dem Kölner Dom hat der
Verein „Durchblick e.V.“ am 13. Oktober auf das Tabuthema Abtreibung
aufmerksam gemacht: Bei einer Kundgebung mit insgesamt
300 Teilnehmern auf der Domplatte stellten Helfer des Vereins 1.000
Paar Kinderschuhe auf. Dies entspricht der tatsächlichen Zahl der
Kinder, die an jedem Arbeitstag in Deutschland durch Abtreibung
ihr Leben verlieren. Zwei betroffene Frauen, die selbst eine Abtreibung
erlitten hatten, berichteten über die traumatischen Folgen, die
dieser Eingriff bei ihnen ausgelöst hatte. Die Kundgebung war der
Auftakt zu einer Verteilaktion von einer Million originalgetreuer Embryomodelle in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens, die auch durch die Stiftung Ja zum Leben unterstützt wird.
„Helfen Sie mit, vielen Frauen das Trauma einer Abtreibung zu ersparen“, appellierte Thomas Schührer, der Vorsitzende des „Durchblick e.V“ an die Teilnehmer. Schührer rief dazu auf, alle Kräfte zu bündeln, um das Bewußtsein für den Unrechtscharakter der Abtreibung zu schärfen. „Nur mit vereinten Kräften wird es uns gelingen, den ungeborenen Kindern und ihren Müttern zu helfen“, sagte Thomas Schührer. Unter großem Beifall der Anwesenden forderte er, das Thema Abtreibung auf die politische Tagesordnung zu bringen.
Beeindruckt und erschüttert waren die Teilnehmer von den Berichten betroffener Frauen: Die Sängerin Claudia Wellbrock erzählte, wie sie als DDR-Bürgerin eine Abtreibung hatte vornehmen lassen. Obwohl es in
der DDR keine Lebensrechtsbewegung gab und niemand sie darauf hingewiesen habe, daß das ungeborene Kind ein Mensch sei, habe sie
sofort nach dem Eingriff gemerkt, daß sie einen schweren Fehler begangen
hatte. „Ich fiel in tiefe Depressionen, versuchte, mir das Leben
zu nehmen und war ein Jahr lang in stationärer psychiatrischer Behandlung“, sagte Wellbrock. Heute geht sie in Schulen, um von ihren Erlebnissen zu berichten und vor einer Abreibung zu warnen. Ihre traumatischen Erfahrungen hat sie in Lieder gekleidet. Einige davon trug sie auf der Domplatte vor.
Auch Ursula Linsin-Heldrich hat ihr Kind abgetrieben. In der Folge wurde sie alkoholkrank und ihre Ehe ging in die Brüche. „Ich warne alle Mädchen und junge Frauen vor einer Abtreibung, an der ich selbst so sehr gelitten habe“, sagte Ursula Linsin-Heldrich. Mittlerweile engagiert sie sich in der Selbsthilfegruppe „Rahel“ um betroffenen Frauen zu helfen, die oft allein gelassen würden. Linsin-Heldrich beklagte, daß die möglichen Folgen einer Abtreibung für die Frau weitgehend verschwiegen werden.
Die Teilnehmer der Kundgebung und viele hundert Passanten zeigten
sich sehr beeindruckt von den 1.000 Paar Kinderschuhen. „Jetzt wird
mir erst klar, welche Dimension das hat“, meinte eine junge Frau.
Anmerkung: Fotos können auf der Internetseite www.embryonenoffensive.de unter der Rubrik „Download“ heruntergeladen und in Zusammenhang mit einem Bericht honorarfrei verwendet werden.

24.09.2007

BVL kritisiert SPD-Vorschlag - Kaminski wieder Vorsitzende

„Eine Verschiebung des Stichtags, wie sie die Bundestagsabgeordneten René Röspel und Jörg Tauss (beide SPD) vorschlagen, lehnen die im Bundesverband Lebensrecht zusammengeschlossenen Lebensrechtsorganisationen entschieden ab.“ Das erklärt die alte und neue BVL-Vorsitzende, Dr. med. Claudia Kaminski heute in Köln.
„Die Argumentation der SPD-Politiker überzeugt nicht: Es mag sein, dass deutsche Forscher international nur eingeschränkt konkurrenz- oder kooperationsfähig wären, wenn sie bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen auf den Import jener Stammzelllinien beschränkt blieben, der nach der jeweils geltenden Stichtagsregelung erlaubt wäre. Denn in Ländern, die anders als Deutschland den Embryo im Labor nicht oder nur unzureichend schützen, werden Forscher aus diesen Ländern immer mit neueren Stammzelllinien arbeiten, als Forscher in Deutschland. Daher gäbe es keinen Grund auch einen neuen Stichtag demnächst wieder zu verschieben“, sagte Kaminski.

„Nach Ansicht vieler Experten sind für die Grundlagenforschung aber nicht einmal die jetzt erhältlichen Stammzellinien zwingend erforderlich. Zudem hat der Bonner Stammzellforscher Oliver Brüstle in einem Interview mit der Wirtschaftswoche (19/2007) noch im Mai diesen Jahres erklärt: ‚Natürlich lassen sich an diesen Zellen noch neue Methoden entwickeln und erproben.’ An einer grundsätzlichen Entscheidung führt deshalb kein Weg vorbei. Die Tötung menschlicher Embryonen zur Gewinnung embryonaler Stammzellen ist ethisch verwerflich. Daher fordert der BVL den Gesetzgeber auf, statt das Stammzellgesetz zu novellieren, weitere wirksame Schritte zur Förderung der Forschung mit adulten körpereigenen Stammzellen zu beschließen, für die keine menschlichen Embryonen getötet werden müssen, so Kaminski weiter.

Bei den turnusgemäßen Wahlen am Wochenende wurde die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. und stellv. Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Ja zum Leben, Dr. med. Claudia Kaminski, einstimmig für weitere drei Jahre im Amt der Vorsitzenden des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) bestätigt.

Zum 1. Stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner, gewählt. Ebenfalls in ihren Ämtern im BVL-Vorstand bestätigt wurden die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) Mechthild Löhr, die Vorsitzende von pro mundis Dr. Susanne Lux sowie der Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrechts-Gruppen (TCLG) Hartmut Steeb.

Unter dem Dach des Bundesverbands Lebensrecht haben sich im Jahr 2001 dreizehn bundesweit agierende Lebensrechtsgruppen zusammengeschlossen. Mit dem Internetportal www.deine-stammzellen-heilen.de bezieht der BVL auch in der Debatte um eine Novellierung des Stammzellgesetzes klar Position.

Auf www.deine-stammzellen-heilen.de werben Prominente aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien für den Erhalt der geltenden Stichtagsregelung und eine Ausweitung der Forschung mit adulten Stammzellen.

Bislang haben sich hier zu Wort gemeldet (in alphabetischer Reihenfolge): Marie Luise Dött MdB und Bundesvorsitzende des Bunds Katholischer Unternehmer (BKU); Katja Giammona, Schauspielerin; Peter Hahne, TV-Moderator und Bestseller-Autor („Schluß mit lustig“); Prof. Dr. iur. Christian Hillgruber, Ordinarius für Öffentliches Recht Universität Bonn; Julia Klöckner MdB und Stellv. CDU-Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz; Philip Prinz von Preußen; Prof. Dr. phil. Robert Spaemann, Philosoph; Prof. Dr. med. Bodo-Eckehard Strauer, Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis; Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

17.09.2007

Prominente machen gegen embryonale Stammzellforschung mobil

Unter www.deine-Stammzellen-heilen.de hat der Bundesverband Lebensrecht (BVL) heute eine Internet-Kampagne gegen die Liberalisierung des erst 2002 beschlossenen Stammzellgesetzes gestartet. Zudem befürwortet die Kampagne eine Ausweitung der ethisch unproblematischen Forschung mit adulten Stammzellen.

Auf dem Portal fordern Prominente aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien den Erhalt der geltenden Stichtagsregelung und die gut begründete Konzentration auf die Forschung mit adulten Stammzellen.

An den Start geht die Kampagne mit Statements von Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis, dem Philosophen Robert Spaemann, dem TV-Moderator und Besteller-Autoren Peter Hahne, der Schauspielerin Katja Giammona sowie dem Herzspezialisten Prof. Dr. Bodo-Eckehard Strauer von der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Strauer hatte vergangene Woche von sich Reden gemacht, als er einen Patienten mit schwerstem Herzinfarkt mit körpereigenen Stammzellen therapierte und so vor dem sicheren Tod rettete. Täglich werden auf dem Portal dann die Statements weiterer prominenter Persönlichkeiten eingestellt.

Darüber hinaus präsentiert das Portal viel Wissenswertes rund um die Themen Stammzellen und Embryonenschutz. Die Webseite führt zum einen Zitate an, die verdeutlichen, dass es den Befürwortern der embryonalen Stammzellforschung um weit mehr geht, als „nur“ um eine einmalige Verschiebung des Stichtags. Zum anderen erläutern allgemeinverständlich geschriebene Texte, welche Heilungserfolge Forscher mit adulten Stammzellen bereits erzielt haben.

“Wir sind überzeugt, dass die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht nur unethisch, sondern auch medizinisch sinnlos und forschungspolitisch verfehlt ist“, erklärt die Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, Dr. med. Claudia Kaminski zum Start der Internet-Kampagne. “Wir sehen nicht tatenlos zu, wie Forscher, deren Forschungen mit Steuergeldern subventioniert werden, Druck auf die Politik ausüben. Es muss verhindert werden, dass Forscher, die von der Tötung menschlicher Embryonen profitieren, am Ende auch noch den gesetzlichen Rahmen zu definieren suchen, in dem derartige Forschung künftig stattfinden soll“, so Kaminski.

Die Kampagne wird gefördert durch die Stiftung Ja zum Leben.

02.07.2007

Menschenkette gegen Abtreibung um den Kölner Dom

Köln - Rund 200 Abtreibungsgegner demonstrierten am 30. Juni auf der Kölner Domplatte gegen Spätabtreibungen. Aktueller Anlass war der zehnte Geburtstag von Tim, dem Oldenburger Baby, der am 6. Juli 1997 seine eigene Abtreibung überlebte. Wegen Trisomie 21 hatte sich seine Mutter gegen ihn entschieden, doch Tim kämpfte sich neun Stunden lang ins Leben und wurde schließlich doch noch medizinisch versorgt. "Wir machen auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, die bei uns täglich durch Abtreibung und Spätabtreibung begangen werden", erklärte die Sprecherin der Kampagne www.Tim-lebt.de und Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, Dr. med. Claudia Kaminski, während der Kundgebung. Kaminski forderte die Politiker auf, endlich etwas gegen das grauenhafte Geschehen der Spätabtreibungen zu tun und nicht länger zu schweigen.
"Obwohl der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorsieht, wenigstens die besonders grausamen Spätabtreibungen einzudämmen, hat die Bundesregierung bis auf den heutigen Tag noch keine einzige Maßnahme präsentiert, die in die versprochene Richtung weist", so Kaminski.
Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, verlas das Grußwort von Tims Pflegefamilie, die ihn bald nach der Geburt liebevoll aufgenommen hat. „Trotz der vielen Handikaps, die ihm beim Start ins Leben auf den Weg gegeben wurden, hat sich Tim erstaunlich gut entwickelt. Er kann recht sicher laufen, hat seinen Weg zur Kommunikation mit seiner Umwelt gefunden und ist voller Lebensfreude.“ Besonders bedankten sich Tims Pflegeeltern bei den vielen Unterstützern, denen Tims Entwicklung am Herzen liege. Libner unterstrich, dass Tim das lebende Opfer eines inhumanen Gesetzes sei. „Tim spornt uns an, weiter unbeirrt für das Menschenrecht auf Leben zu kämpfen“, so Libner.

11.06.2007

Tim wird 10 Jahre alt - 30. Juni: Menschenkette um Kölner Dom

Tim, bekannt geworden als „Oldenburger Baby“, hatte seine eigene Abtreibung in der 25. Schwangerschaftswoche überlebt, obwohl er neun Stunden lang unversorgt liegen blieb, bis man ihm endlich half. Aus diesem Anlaß lädt Sie die Stiftung Ja zum Leben und die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) herzlich ein zur Kundgebung mit anschließender Menschenkette um den Kölner Dom am Samstag, 30. Juni 2007, 11 Uhr, Kölner Domplatte. Wir machen auf die Opfer der unverändert andauernden und zeitlich nicht begrenzten Spätabtreibungen aufmerksam und demonstrieren für das Lebensrecht aller Menschen, egal ob gesund oder behindert. Wir bitten um schwarze Kleidung. Auf der Domplatte verteilen wir gelbe Westen. Zeigen Sie Flagge für das Menschenrecht auf Leben. Bringen Sie Freunde und Verwandte mit!

04.06.2007

Lichtblick für Familie und Lebensschutz

Mit dem Preis der Stiftung Ja zum Leben wurde am 23. Mai die Kinder– und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves für ihren unermüdlichen Einsatz für Ehe und Familie sowie die geborenen und ungeborenen Kinder geehrt. Im Festsaal des Münchner Künstlerhauses hob die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen die „unschätzbare Arbeit“ von Christa Meves hervor. Deshalb sollte es zu einem Tag des Dankes für ihr jahrzehntelanges Wirken für den Lebensschutz und die Familie werden. „Man sieht wieder Licht am Horizont und viele wunderbare Aufbrüche in Kirche und Gesellschaft“, unterstrich Gräfin Westphalen vor 400 geladenen Gästen. Der Stiftungspreis wurde zum zehnten Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.
In mehr als einhundert Büchern hat Christa Meves wegweisende Ratschläge für eine gelingende Ehe und Problemlösungen im Familienleben und bei der Erziehung von Kindern angeboten.

Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz wies in seinem Grußwort darauf hin, daß der Name bereits Programm sei: Christa, die Christusträgerin; das ‚M’ stehe für ihren Mut, das ‚E’ für ihr Engagement, das ‚V’ für Vorbild für uns alle, das zweite ‚E’ für Ehe, Elternschaft und Erziehung, das ‚S’ schließlich dafür, daß Meves Segen für unsere Gesellschaft sei.
Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun warnte in seinem Grußwort vor einer gegenwärtig wachsenden Ideologie, die „an der Trennung von Mutter und Kind interessiert ist“. Dies schaffe enorme Verwirrung im Verständnis von Ehe und Familie. Er plädierte für eine „Rückkehr zum gesunden Menschenverstand, was die Identität und Rolle von Mann und Frau angeht“.

In seiner Laudatio sagte der Bremer Pastor Jens Motschmann, die Bücher und Aufsätze der Therapeutin hätten unzähligen Menschen geholfen. „Sie wurde zu einem Leuchtturm so vieler Menschen“, da sie die Öffentlichkeit und Politik schon früh vor einer „labilen, süchtigen, passiven und habgierigen Generation“ gewarnt habe. Ihr 1971 erschienenes Buch „Manipulierte Maßlosigkeit“ sei eine prophetische Weissagung gewesen, in der sie die Lebensphilosophie der 68er, deren antiautoritäre Pädagogik und Folgen klarsichtig und erschütternd beschrieben habe.
„Wir können es doch nicht einfach hinnehmen, daß wir ein sterbenden Volk sind, daß auf den Schulhöfen immer wieder Gewalt aufbricht, daß so viele Menschen psychisch krank sind inmitten einer Wohlstandsgesellschaft“, so Motschmann. Es sei auch nicht hinnehmbar, daß jungen Eltern, die sich gerade auf die Elternschaft freuten von der Politik eingeredet werde: „Es ist besser, wenn euer Kind in einer Krippe aufwachsen kann.“
In ihrer Erwiderung betonte die Preisträgerin: „Leben muß verstärkt bewacht und beschützt werden. Angesichts von acht Millionen abgetriebenen Kindern in den letzten Jahrzehnten muß der Einsatz gegen den Kindermord beharrlich gegen die Dampfwalze Zeitgeist fortgesetzt werden“. Sie kritisierte, fundiert durch die jüngsten Erkenntnisse der Hirnforschung, die Politik der Kinderkrippen für Kleinkinder und forderte die Beachtung der Naturgesetze.
„Ich finde diesen Preis großartig“, so Meves in ihrem Dank an die Stiftung Ja zum Leben. „Ich möchte ihn stellvertretend für alle Mütter annehmen, denn jede Mutter müßte einen solchen Preis erhalten. Mutterschaft ist der wertvollste und unaufgebbarste aller Berufe.“

23.04.2007

Terminhinweis: 4./5. Mai 2007, "Weniger Staat-mehr Eltern: Wer erzieht die Kinder?"

Die internationale Tagung wird veranstaltet vom Familiennetzwerk Deutschland und Prof. Dr. Johannes Pechstein, in der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main. u.a. mit Sir Richard Bowlby, Eva Herman, Prof. Dr. Gordon Neufeld, Prof. Dr. Johannes Pechstein, Anna Wahlgren, Jürgen Liminski.
Weitere Informationen: www.familie-ist-zukunft.de

Die elementare Entwicklung der Bindung zwischen Eltern und Kind beginnt bereits in der vorgeburtlichen Zeit und wird entscheidend durch Erfahrungen während der Schwangerschaft und der Geburt sowie der ersten Lebensmonate und -jahre beeinflusst. International renommierte Forscher und Fachleute werden über die Erkenntnisse der Bindungsforschung, der Entwicklungspsychologie und Möglichkeiten der Psychothe-rapie berichten und diskutieren, u.a. die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves. Das erscheint heute umso dringlicher, als diese Erkenntnisse, die für das Wohl des Kindes, der Mütter, der Väter und der Familien grundlegend sind, bei politischen Überlegungen keine angemessene Beachtung finden. Im Gegenteil: Parteien und Verbände werfen durch ihre Programme und Aktionen die Frage auf: Soll die Erziehung der Kinder immer stärker und immer früher in die Hände des Staates übergehen? Zu diesem Symposium ist jeder eingeladen – vor allem Angehörige aller Berufsgruppen, die sich in der Zeit vor und nach der Geburt, sowie in den ersten Lebensjahren um das Kind kümmern, wie etwa Hebammen und Ge-burtshelfer, Stillberaterinnen und Krankenpflegekräfte, Kinderärzte, Kinderpsychologen, Kinderpsychiater und Psychiater, Heilpädagogen, Erzieherinnen, Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Sonderpädagogen, Sozialarbeiter, Seelsorger, Juristen, Soziologen, Lehrer, Politiker, insbesondere alle Eltern und jene, die es vorhaben zu werden.

02.03.2007

Neuer Stiftungsbrief: Mehrheit der Amerikaner sind Pro Life

Der neue Stiftungsbrief ist da. Das Periodikum der STIFTUNG JA ZUM LEBEN berichtet über Aktuelles rund um den Lebensschutz. Erfahren Sie mehr über die dramatischen Umstände unter denen eine junge, von ihrem Freund verlassene Frau ihr zweites Kind zur Welt brachte. Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN konnte helfen. Was Sie sonst noch in der aktuellen Ausgabe lesen: Wie die Amerikaner zur Pro Life-Bewegung stehen – Warum Führungskräfte auf Werte setzen – Was die Deutschen von der Forschung mit embryonalen Stammzellen halten – Wo Schwangeren in Not unbürokratisch geholfen wird – Der aktuelle Stiftungsbrief steht unter dem Link "Archiv" zum Download bereit.

12.02.2007

Mehrheit der Deutschen will keine embryonale Stammzellforschung

Mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland (56,3 Prozent) wünscht, dass sich die Wissenschaft ausschließlich auf die Forschung mit adulten Stammzellen konzentriert. Zwei Drittel (66,5 Prozent) halten es für „richtig“, dass in Deutschland „keine menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden“ dürfen. Das sind die beiden wichtigsten Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Mitte Januar im Auftrag des Bundesverband Lebensrecht (BVL) durchgeführt hat und die am 25. Januar von der Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht, Dr. med. Claudia Kaminski, in Berlin vorgestellt wurde. „Wer für die embryonale Stammzellforschung eintritt, der muss sich ab heute darüber im Klaren sein, dass er eine Politik macht, die gegen das steht, was die Mehrheit der Bevölkerung für richtig hält“, fasste Kaminski zusammen. So zeigt die Umfrage, dass Frauen, die bekanntlich den größten Anteil der Bevölkerung stellen, die embryonale Stammzellforschung noch weit aus stärker ablehnen, als Männer. Während 46,5 Prozent der Männer für eine Beschränkung der Forschung auf die adulte Stammzellforschung eintreten, befürworten 41,4 Prozent von ihnen eine Erforschung von adulten und embryonalen Stammzellen. Bei den Frauen sind das nur 26,4 Prozent. Dagegen fordern 63,7 Prozent der Frauen, die als potentielle Spenderinnen von Eizellen und Empfängerinnen künstlich erzeugter Embryonen vermutlich sensibler sind, eine Eingrenzung der Forschung auf die adulte Stammzellforschung, bei der keine menschlichen Embryonen erzeugt und zerstört werden. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn es um das bestehende Embryonenschutzgesetz geht. Hier befürworten fast Dreiviertel (73,8) der Frauen das geltende Gesetz, „das es verbietet, einen menschlichen Embryo für einen wissenschaftlichen oder medizinischen Zweck zu verwenden, der nicht dem Leben des Embryos dient“. Aber auch bei Männern stößt das Embryonenschutzgesetz mit 56,9 Prozent bei deutlich mehr als der Hälfte auf Zustimmung. Bemerkenswert ist zudem, dass sich die Ablehnung der embryonalen Stammzellforschung auch durch alle Altersgruppen zieht. Selbst bei den Senioren (60 Jahre und älter), die am ehesten von einer Therapie mit embryonalen Stammzellen profitieren könnten, befürworten nur 33,6 Prozent eine Forschung mit embryonalen Stammzellen. 50,2 Prozent wollen dagegen, dass sich die Forschung ausschließlich auf die Arbeit mit körpereigenen Stammzellen beschränkt. „Besonders erfreulich ist aus Sicht des BVL die Haltung der nachwachsenden Generation“, so Kaminski. Laut der Umfrage lehnen unter den befragten Schülern (ab 14 Jahren) 61,9 Prozent die embryonale Stammzellforschung ab. 76,2 Prozent befürworten, dass in Deutschland keine Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden dürfen. „Die Jugend ist, zumindest was den Embryonenschutz betrifft, klar Pro-Life orientiert“ so Kaminski weiter.

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Unterschreiben Sie für die Europäische Bürgerinitiative "One of us - Einer von uns"!

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Worum geht es bei der Europäischen Bürgerinitiative "Einer von uns"?

Der Mensch ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 18. Okt. 2011 erstmals höchstrichterlich festgestellt. Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für das gesamte EU-Recht: Seither ist klar, daß seitens der EU das Leben und die Würde jedes menschlichen Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an geschützt werden muß. Dieser Schutz ist aktuell jedoch nicht gewährleistet. Er muß von uns Bürgern jetzt durchgesetzt werden. Dazu wurde die Europäische Bürgerinitiative „Einer von uns“ gegründet.

Was ist das wichtigste Ziel der Europäischen Bürgerininitiative "Einer von uns"?

Wir wollen erreichen, daß die EU sich an ihr eigenes Recht hält und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beendet, welche zur Tötung menschlicher Embryonen führen. Dies betrifft verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen.

Wir fordern konkret den Stopp von EU-Geldern
- für Forschung mit embryonalen Stammzellen und des Klonens sowie
- für Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle und der Familienplanung unter dem wohlklingenden Begriff der "sexuellen und reproduktiven Gesundheit" im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe.

Wie können Sie diese Initiative unterstützen?

Unterschreiben Sie! Sie können Ihre Unterschrift online hier auf dieser Seite leisten. Für den Erfolg der Bürgerinitiative müssen in Deutschland bis zum 1. November 2013 mindestens 75.000 Unterschriften gesammelt werden. EU-weit brauchen wir eine Million Unterschriften. Die Masse macht's. Sie können diese Initiative auf dreierlei Weise unterstützen:
1. Unterschreiben Sie
selbst online hier. (https://ec.europa.eu/citizens-initiative/ECI-2012-000005/public/index.do?lang=de )
2. Informieren Sie andere. Leiten Sie dazu einfach diese Webseite an Ihre Familienmitglieder, Freunde und Bekannten weiter.
3. Werden Sie Botschafter dieser Initiative und sammeln Sie Unterschriften in Papierform. Bitte senden Sie Ihre Unterschriftenlisten bereits bis 1. Oktober 2013 zu.

Wer kann unterschreiben?

Jeder Bürger und jede Bürgerin mit aktivem Wahlrecht in einem EU-Mitgliedsstaat kann unterschreiben. Das Mindestalter in Deutschland beträgt 18 Jahre, in Österreich 16 Jahre.

Was erreichen Sie mit Ihrer Unterschrift?

Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie die EU-Kommission auf, das geltende Gemeinschaftsrecht in der EU-Politik und allen Mitgliedsstaaten anzuwenden und die EU Finanzierung von Aktivitäten, mit denen die Tötung menschlicher Embryonen einhergeht, zu untersagen.

Die Europäische Bürgerinitiative “One of Us” ist jetzt online unter www.oneofus.eu erreichbar. Bitte unterschreiben Sie schnell online (https://ec.europa.eu/citizens-initiative/ECI-2012-000005/public/index.do?lang=de ). Oder bestellen Sie Unterschriftslisten unter info@ja-zum-leben.de, die Ihnen dann kostenlos zugesandt werden.

Ihre Unterstützung ist entscheidend!