Aktuelles
21.12.2011

Benedikt XVI.: "Das Recht auf Leben ist das erste aller Rechte"
„Es freut mich, die Vertreter der Lebensrechtsbewegung aus vielen europäischen Ländern zu grüßen, die anläßlich des Mutter-Teresa-Preises für das Leben zusammengekommen sind, der im Gedenken an Chiara Lubich verliehen wurde. Liebe Freunde, am Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollen wir in Erinnerung rufen, daß das Recht auf Leben das erste aller Rechte ist. Für eure Tätigkeit wünsche ich euch alles Gute.“, so Papst Benedikt XVI. beim Angelus am 3. Advent (11. Dezember 2011) in Rom. Am Tag zuvor wurde in einem feierlichen Festakt in der Protomoteca auf dem Kapitol der Präsidentin der Fokolarbewegung Maria Voce der europäische Preis für den Schutz des Lebens „Mutter Teresa von Kalkutta“ im Gedenken an Chiara Lubich verliehen. An dem Festakt nahmen Vertreter aus Kirche, Politik und Wissenschaft sowie führende Lebensrechtler aus dreizehn europäischen Staaten teil, die vom Bürgermeister von Rom, Alemanno, herzlich begrüßt wurden. Ein wichtiger Programmpunkt der Veranstaltung war die Diskussion über das Thema „Menschliche Würde, Gleichheit und Recht auf Leben“. Alle Beitragenden waren sich einig, dass das menschliche Leben ab der Empfängnis beginne und deshalb bereits ab diesem Zeitpunkt geschützt werden müsse. Bisher sei die Lage teilweise widersprüchlich, wie der ehemalige italienische Ministerpräsident,Prof. Giuliano Amato, ausführte. Medizinische Untersuchungen am Fötus seien erlaubt, da er das Recht auf Gesundheit besitze. Das Recht auf Leben sei in diesem Stadium allerdings noch nicht garantiert. Den Gedanken griff Prof. Antonio Biaggio auf und versuchte, die Natur des ungeborenen Lebens zu definieren. Er stellte dabei auf einen Text von Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolarbewegung, ab. Demnach basiert das Menschsein auf der Brüderlichkeit. Ausgangspunkt des Konzeptes ist das universale brüderliche Zusammenleben aller Menschen. Prof. Vincenzo Buonuomo führte den Gedanken unter dem Gesichtspunkt der internationalen Menschenrechte fort. Für die Umsetzung der Menschenrechte auf internationaler Ebene sei der Dialog von fundamentaler Bedeutung. Eine geordnete Gesellschaft zeichne sich durch Rechte und Pflichten aus, deren Basis stets die Liebe sein müsse. Aus diesem Grunde gebe es kein Leben, das nicht schutzwürdig sei. Todesstrafe oder Abtreibung seien deshalb abzulehnen. Die Diskussionsrunde schloss der ungarische Jugendminister Miklòs Soltész ab. In der ungarischen Verfassung wird der Schutz des Lebens ab der Empfängnis garantiert. Soltész legte dar, dass es sich dabei nicht nur um den Schutz des ungeborenen Lebens, sondern der Familie und der mit diesem Kontext verbundenen Werte handle. Das ausschließliche Konzentrieren auf Profiterzielung und -steigerung führe Europa nicht weiter. Im Anschluß an die Diskussionsrunde folgte der „praktische Teil“. In der Festansprache wiederholte Kardinal Enio Antonelli die bis dato mehrfach vorgebrachte Forderung nach dem Schutz des ungeborenen Lebens ab dem Zeitpunkt der Empfängnis. Er erinnerte an Mutter Teresa, die diejenigen als arm bezeichnet hatte, denen der Mut fehle, Verantwortung zu übernehmen. Diese Menschen seien die wahren Armen, da es ihnen an Liebe und Menschlichkeit mangele. Kardinal Enio Antonelli bekräftigte die Bedeutung der Liebe für die Zukunft der Menschen. Maria Voce, die Präsidentin der Fokolarbewegung, betonte in ihrer Dankesrede, den unermüdlichen und selbstlosen Einsatz Chiara Lubichs für die Bedürftigen. Politischer Macht und Ämter habe Chiara Lubich das soziale Engagement vorgezogen und ihr Leben in den Dienst der Menschen gestellt.
06.12.2011

Albtraum Abtreibung - Hilfe für betroffene Frauen
Laut der Würzburger Psychologin Dr. Maria Simon leiden 80 Prozent der Frauen nach einer Abtreibung unter psychischen Spätfolgen, wie etwa an Reue- und Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen, Stimmungsschwankungen und Depressionen, unmotiviertem Weinen, Angstzuständen und schreckhaften Träumen. Die Ergebnisse aus Deutschland werden von amerikanischen und neuseeländischen Studien bestätigt. Demnach haben 92,6 Prozent der befragten Frauen starke Schuldgefühle, über 88 Prozent leiden unter einer Depression, 38,6 Prozent an Essstörungen und 40,6 Prozent haben mit dem Konsum von Drogen begonnen. Symptome des PAS: Posttraumatische Belastungsstörung: Flashbacks (63%), Alpträume, Depressionen (88%) bis hin zu Selbstmordversuchen (28%), Stimmungsschwankungen, Weinkrämpfe, hysterische Anfälle (51%), Angstzustände, Schlaflosigkeit Schuld-, Reuegefühle, Selbstvorwürfe (85%), Absterben des Gefühlslebens, Beziehungsstörungen: Paare trennen sich innerhalb eines Jahres nach der Abtreibung (70%). Die Heilung des Abtreibungstraumas erfordert einen mit der Abtreibungsthematik vertrauten Therapeuten. Es gibt Selbsthilfegruppen für betroffene Frauen, in denen darüber hinaus versucht wird, Abtreibungen gemeinsam aufzuarbeiten. Die Probleme der Frauen werden dort nicht tabuisiert, sondern offen besprochen. Viele Frauen versöhnen sich mit ihrem abgetriebenen Kind, indem sie ihm einen Namen geben und es symbolisch begraben. Vielen hilft die Erfahrung der Versöhnung mit Gott. Von der Stiftung Ja zum Leben gefördert: Rachels Weinberg, Hildesheim, www.rachelsweinberg.de Rahel e.V. Erfahrungen nach Abtreibung, www.rahel-ev.de endlich wieder LEBEN!, Erika Wick, Fürth, Telefon: 015123779515
25.10.2011

Europäischer Gerichtshof verwirft die Menschen-Patentierung
Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied am 18. Oktober, dass menschliches Leben mit der Befruchtung beginnt, und dass es rechtlich gesehen von diesem Zeitpunkt an schutzwürdig ist! Das Urteil "Brüstle, C 34/10" besagt konkret, dass menschliche Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken oder zu Zwecken der wissenschaftlichen Forschung nicht Gegenstand einer Patentierung sein können. Dies bezieht sich auch auf Methoden, die eine vorhergehende Zerstörung eines menschlichen Embryos erfordern. Ebenso ist jede Zelle, die sich in einen Embryo entwickeln kann, als menschlicher Embryo anzusehen! Dieses für die 27 EU-Mitgliedsstaaten rechtlich verbindliche Urteil hat weitreichende Konsequenzen für den Lebensschutz. Wir dürfen uns zuerst mal freuen... und dann dieses Urteil flächendeckend für den Schutz des Menschens in seinen ersten Tagen nützen! Die entscheidende Stelle aus dem Urteil (Brüstle, C 34/10, 18. 10. 2011): Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Große Kammer) für Recht erkannt: 1. Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 1998 über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen ist wie folgt auszulegen: – Jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an, jede unbefruchtete menschliche Eizelle, in die ein Zellkern aus einer ausgereiften menschlichen Zelle transplantiert worden ist, und jede unbefruchtete menschliche Eizelle, die durch Parthenogenese zur Teilung und Weiterentwicklung angeregt worden ist, ist ein „menschlicher Embryo“. – Es ist Sache des nationalen Gerichts, im Licht der technischen Entwicklung festzustellen, ob eine Stammzelle, die von einem menschlichen Embryo im Stadium der Blastozyste gewonnen wird, einen „menschlichen Embryo“ im Sinne von Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44 darstellt. 2. Der Ausschluss von der Patentierung nach Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44, der die Verwendung menschlicher Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken betrifft, bezieht sich auch auf die Verwendung zu Zwecken der wissenschaftlichen Forschung, und nur die Verwendung zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken, die auf den menschlichen Embryo zu dessen Nutzen anwendbar ist, kann Gegenstand eines Patents sein. 3. Eine Erfindung ist nach Art. 6 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 98/44 von der Patentierung ausgeschlossen, wenn die technische Lehre, die Gegenstand des Patentantrags ist, die vorhergehende Zerstörung menschlicher Embryonen oder deren Verwendung als Ausgangsmaterial erfordert, in welchem Stadium auch immer die Zerstörung oder die betreffende Verwendung erfolgt, selbst wenn in der Beschreibung der beanspruchten technischen Lehre die Verwendung menschlicher Embryonen nicht erwähnt wird.
21.09.2011

Papst Benedikt XVI. - Verteidiger des Rechts auf Leben
Die Stiftung Ja zum Leben hofft, daß der Besuch von Papst Benedikt XVI. In Deutschland dazu führt, daß alle Menschen, insbesondere die Machthaber die Kostbarkeit und Unveräußerlichkeit des Menschenrechts auf Leben wieder erkennen und bewahren lernen. In seiner Ansprache an die Päpstliche Akademie für das Leben betonte Papst Benedikt im Frühjahr diesen Jahres die Verpflichtung der christlichen Gemeinschaft, einerseits Abtreibungen durch konkrete Hilfen zu verhindern, andererseits den vom Post-Abortion-Syndrom betroffenen Frauen zur seelischen Heilung zu verhelfen. Die Ärzte mahnte er, Frauen auf die leidvollen Folgen für sie selber und für die ganze Familie hinzuweisen. “Ganz besonders die Ärzte dürfen sich nicht der zentralen Aufgabe der Verteidigung des Gewissens vieler Frauen entziehen, die an eine Abtreibung als eine Lösung aus einer schwierigen Situation denken, sei diese familiär, wirtschaftlich, sozial oder wegen der Gesundheit des Kindes. In einem kulturellen Kontext, der davon gekennzeichnet ist, daß der Sinn des Lebens zerstört ist, braucht man Ärzte, die erklären, daß mit der Abtreibung nichts gelöst, sondern ein Kind getötet, eine Frau zerstört und das Gewissen eines Vaters belastet wird, was häufig den Ruin des Familienlebens bedeutet.”
20.09.2011

Marsch für das Leben in Berlin - Großer Erfolg
Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann freut sich über die wachsende Unterstützung des Lebensrechtes und dankt allen Teilnehmern des diesjährigen Marsches für das Leben: „Der diesjährige Marsch für das Leben war ein großer Erfolg für den Lebensschutz in Deutschland. Mehr als 2200 Freunde des Lebens haben eindrucksvoll ein klares, sympathisches und entschiedenes Zeugnis für die Unantastbarkeit des Lebens gegeben und gegen die Tötung ungeborener Menschen mitten in Berlin protestiert. Ich bin allen Teilnehmern, Helfern und Organisatoren sehr dankbar für dieses ebenso unübersehbare wie notwendige Bekenntnis zu einer Kultur des Lebens. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Menschen nach Berlin, um für die Heiligkeit des Lebens und eine wirkliche humane Gesellschaft zu werben. Das ist sehr gut! Und es ist sehr ermutigend, dass wir vor allem von jungen Menschen eine so deutliche Unterstützung bekommen. Unser Einsatz lohnt sich immer mehr. Die Wahrheit, dass es kein Recht auf Töten gibt, sehr wohl aber ein Recht auf Leben und Achtung eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken.“ In diesem Jahr hatte der Bundesverband Lebensrecht mit seiner Kundgebung erstmals unmittelbar vor dem Kanzleramt die Veranstaltung begonnen, also „im Zentrum der Macht und unweit des Reichstages“, wie Lohmann es als Moderator und Gastgeber formulierte. Man hoffe sehr, dass „die Botschaft vom Leben dort endlich richtig gehört“ werde und ankomme. Unter großem Beifall rief er in Richtung des Kanzleramtes nach oben: „Wir hoffen sehr, dass auch die Bundeskanzlerin unser Anliegen hört. Werden Sie, Frau Bundeskanzlerin zu einer überzeugenden Anwältin des Lebens und seiner Unantastbarkeit!“ Auf der Bühne konnte der BVL-Vorsitzende zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland begrüßen, die alle ihr jeweils sehr persönliches Bekenntnis zum Leben abgaben. Darunter die Hebamme Maria Grundberger mit ihren Erfahrungen der Gehsteigberatung, die Autorin, Familien- und Persönlichkeitsberaterin Ruth Heil, Bert und Willi Dorenbos aus den Niederlanden mit ihrer Aktion „Schrei zum Leben“, aus den USA Bryan Kemper, der Konzerte für das Leben veranstaltet sowie Eric Scheidler (Pro-Life Action-League) mit seiner Lebensrechtsarbeit in Chicago, der Missionar Hugo Gevers, der als Vater eines Kindes mit Down-Syndrom das selbstverständliche Lebensrecht auch für Behinderte forderte, sowie der evangelische Pfarrer Philipp Vulff aus Paris, der dort den Marsch für das Leben organisiert. Die Jugend für das Leben war vertreten durch junge Lebensschützer aus Belgien, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Irland und Deutschland. Begleitet wurde die Kundgebung von einigen hundert Linksextremisten, die mit Trillerpfeifen und Sprechchören die Kundgebung wie auch den anschließenden Schweigemarsch vorbei am Reichstag und durch das Bundesviertel über die Straße Unter den Linden bis hin zur Hedwigskathedrale zu stören versuchten. Einige wenige Kreuze wurden entwendet und entehrt, und mit blasphemischen Darstellungen und hasserfüllten antichristlichen Parolen skandierten die Gegner der Freunde des Lebens lautstark und wollten provozieren. Abermals ließen sich die Teilnehmer aber nicht provozieren und begegneten den Gegnern mit Freundlichkeit und fürbittendem Gebet. Lohmann bedankte sich ausdrücklich bei der Berliner Polizei, die mit einem Großaufgebot und entschiedener Umsicht die Teilnehmer des Marsches für das Leben vor Angriffen und Obszönitäten schützten. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Hedwigskathedrale, in dem der Berliner Weihbischof Wolfgang Weider und der evangelische Pfarrer Prinz Philipp von Preußen sehr klare und ermutigende Worte für die Lebensschützer fanden, gab es rund um die Berliner Bischofskirche ausreichend Zeit zur persönlichen Begegnung und zum Gedankenaustausch. Im kommenden Jahr wird der Marsch für das Leben am 22. September 2012 in Berlin stattfinden.
15.09.2011

Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird
Heidelberg, den 15. September 2011. - Im zweiten Quartal 2011 wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge 26.591 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Demnach werden sich wohl auch in diesem Jahr wieder über 100.000 Frauen für eine Abtreibung entscheiden, weil sie keine andere Alternative sehen. Niemand weiß, was aus ihren Kindern geworden wäre. Genau darüber aber hat sich das Team von 1000plus Gedanken gemacht. Mit der neuen Wort-Bild-Kampagne wollen die Partner des Gemeinschaftsprojekts 1000plus deutlich machen, dass niemand verloren gehen darf, dass jeder fehlt, der nicht geboren wird und dass jedes Baby eine Zukunft hat. „Jeder Mensch ist einmalig und wertvoll – ob gescheit oder nicht, ob gesund oder krank, ob jung oder alt! Wir können auf keinen einzigen verzichten. Jedes Kind ist ein Geschenk und Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Johanna Gräfin von Westphalen, Schirmherrin des Projekts und Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben. Die 18 ausgewählten Kampagnenmotive sollen verdeutlichen: Jedes Menschenleben bedeutet unendliche Möglichkeiten und unbegrenztes schöpferisches Potential. Jeder Mensch bereichert das Leben anderer und jeder hinterlässt bleibende Spuren. 1000plus: Hilfe statt Abtreibung Die einzelne Schwangere, ihr Leben und der Konflikt, indem sie sich befindet, stehen im Zentrum der Arbeit von 1000plus. Pro Femina e.V., Initiator und Träger von 1000plus, setzt sich mit seinen beiden Projektpartnern, der Stiftung Ja zum Leben und Die BIRKE e.V., für mehr individuelle Beratung und konkrete Hilfe ein. Keine Frau wünscht sich einen Schwangerschaftskonflikt oder eine Abtreibung. Die überwältigende Mehrheit der Frauen im Schwangerschaftskonflikt entscheidet sich deshalb nach echter Beratung und konkreter Hilfe für ein Leben mit ihrem Baby. Die Projektpartner von 1000plus leisten diese Hilfe jeden Tag: Das Onlineberatungsteam und die Beratungsstelle in Heidelberg stehen mit vielen hundert Schwangeren im Jahr aus ganz Deutschland in Kontakt - schriftlich, telefonisch und persönlich. „Angesichts der jetzt wieder veröffentlichten Zahlen wird klar: Abtreibung ist ein verstecktes und tabuisiertes Massenphänomen. Wir verspielen unsere Zukunft, wenn wir die ungewollt schwangeren Frauen in unserem Land im Stich lassen“, so Projektleiter und Vorsitzender von Pro Femina e.V. Kristijan Aufiero. Ziel des Projekts 1000plus ist es, die Beratungsarbeit bundesweit auszubauen, um jährlich 1000 und mehr Schwangeren im Konflikt eine Perspektive für ein Leben mit Kind zu bieten. Die Kampagnenmotive stehen ab sofort zur Bestellung bzw. als Download auf unserer Homepage bereit: http://www.1000plus.de/mitmachen/downloads/fotos-poster.html Anfang Oktober werden in ausgewählten Online- und Printmedien Anzeigen der neuen Kampagne „Lebenspotentiale“ geschaltet. Außerdem kann sich jeder an der Kampagne beteiligen: Poster aufhängen, Postkarten verschenken, Banner in E-Mails und auf Homepages einbinden . . .
05.09.2011

Marsch für das Leben, Berlin, 17. September 2011
Am Samstag, 17. September 2011 findet in Berlin der Marsch für das Leben statt. Um 13 Uhr beginnt die Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt, anschließend folgt der Schweigemarsch durch Berlin. Um 15.30 Uhr findet in der St. Hedwigskathedrale der Ökumenische Gottesdienst statt. Aktuelle Hinweise bitte unter www.marsch-fuer-das-leben.de abrufen. Menschenrechte gelten für alle - auch für die ungeborenen Kinder. Abtreibung löst keine Probleme, sondern schafft neue. Wir fordern Schutz und wirksame Hilfen für Schwangere und Familien in Not. Niemand kann sagen: "Wir haben von nichts gewußt." Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, das schreiende Unrecht der Abtreibung zu beenden, Tötung durch Selektion zu verhindern und das erneute Aufkommen der Euthanasie zu stoppen. Bitte werden Sie aktiv. Unterstützen Sie den öffentlichen Protest. Die Stiftung Ja zum Leben ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL), der den Marsch für das Leben organisiert.
13.07.2011

Pro Femina e.V. und YOU!-Magazin erhalten den Stiftungspreis 2011 der STIFTUNG JA ZUM LEBEN - Fürstin Gloria von Thurn und Taxis und Dechant Dr. Wolfgang Picken würdigten die Preisträger
München, 12. Juli 2011. – Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN verlieh heute im Künstlerhaus in München vor 250 geladenen Gästen zum zwölften Mal den Stiftungspreis. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging zu gleichen Teilen an die Schwangerenberatungsinitiative Pro Femina e.V. aus Heidelberg und die katholische Jugendzeitschrift YOU!-Magazin aus Marchegg (Österreich). In ihrer Begrüßung hob die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen hervor, daß beide Preisträger mit ihrer Originalität und zeitgemäßen Kommunikation wesentlich zum Aufbau einer Kultur des Lebens beitragen. Ungewollt schwangere Frauen mit ihren ungeborenen Kindern sowie die heranwachsende Jugend seien die am meisten gefährdeten Personengruppen in der heutigen Gesellschaft. „Pro Femina – für die Frau – beschreibt bereits im Namen, um wen sich die ganze Arbeit dieser Initiative dreht“, so die Laudatorin für Pro Femina, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Auch wenn man meinen könnte, dass es schon genügend Organisationen gäbe, die sich um die Belange der Frauen kümmern, träfe dies für Frauen im Schwangerschaftskonflikt leider nicht zu. Pro Femina e.V. habe von Anfang an auf das „vergiftete Geschenk“ des Beratungsscheines verzichtet und sei somit eine „wahre Frauenhilfsorganisation“. Im vergangenen Jahr stand das proaktive Online-Beratungsteam dank der innovativen Internetarbeit mit 804 Frauen im Schwangerschaftskonflikt in Kontakt. „Wir sind wirklich begeistert, daß Pro Femina mit ihrer Online-Beratung Frauen für ein Leben mit Kind zu gewinnen vermag, die sonst abgetrieben hätten!“, sagte die Fürstin, die auch dem Stiftungsrat der STIFTUNG JA ZUM LEBEN angehört. „Hier steht nicht nur katholisch drauf, hier ist auch katholisch drin“, lobte Dechant Dr. Wolfgang Picken aus Bonn-Bad Godesberg das YOU!-Magazin aus Österreich. Solche Wertangebote und Denkanstöße, wie sie die österreichische Jugenzeitschrift böte, fehlten nicht zuletzt in Predigten und Katechesen. YOU! erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von 18.000 und erreicht 50.000 junge Leser. Aktuelle Musik und ihre Interpreten, Kinofilme und Jugendfestivals werden ebenso thematisiert wie Liebe, Freundschaft, Beziehungen und der richtige Umgang mit Sexualität. „YOU!-Magazin legt eine Basis dafür, daß junge Menschen den Mut finden, ihr ‚Ja zum Leben’ zu formulieren“, schloß der Laudator seine Ansprache. Kristijan Aufiero, der Vorsitzende von Pro Femina e.V., und Michael Cech, Chefredakteur von YOU!, dankten im Namen ihrer Organisationen und Mitarbeiter der STIFTUNG JA ZUM LEBEN für die mit der Verleihung des Stiftungspreises verbundene Ermutigung und Stärkung ihrer Arbeit. Mit dem Stiftungspreis werden seit 1991 Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die durch vorbildlichen Einsatz dazu beigetragen haben, in der Öffentlichkeit das Bewußtsein von Würde und Einmaligkeit jedes noch ungeborenen Menschen zu vermitteln, die sein Recht auf Leben verteidigen, Mut zum Kind machen und den Familiengedanken stärken helfen. Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts und setzt sich für den Schutz des menschlichen Lebens und die Rechte ungeborener Kinder ein. Zu diesem Zweck fördert sie Projekte, Initiativen und Einrichtungen, die dem Wohl der Kinder und ihrer Eltern dienen. Mit ihrer Arbeit will die STIFTUNG JA ZUM LEBEN dazu beitragen, das Bewußtsein von der Einmaligkeit eines jeden Menschen und der Unersetzbarkeit der Familie nachhaltig zu stärken. Sie wurde 1988 von Johanna Gräfin von Westphalen und ihrem Sohn Friedrich Wilhelm gegründet und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht, dem Dachverband der Lebensrechtsorganisationen in Deutschland.
10.07.2011

„Wie der Wunsch nach einem gesunden Kind missbraucht wird“ - Zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID)
Meschede, 7. Juli 2010 - Zur Verabschiedung des Gesetzes zum Gentest und zur Tötung unerwünsch-ter Embryonen durch den Deutschen Bundestag nimmt die Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben, Johanna Gräfin von Westphalen, Stellung: „Die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch Mehrheitsbeschluß des Deutschen Bun-destages ist ein Schlag gegen das Recht auf Leben. Sie wird die Selektionsmentalität in Deutschland stärken und die Unterscheidung von ‚lebenswertem’ und ‚lebensunwertem’ Leben weiter vorantrei-ben. Das Recht auf Leben steht dem Menschen nicht mehr als natürliches Menschenrecht zu, sondern es wird aufgrund bestimmter gesundheitlicher Qualitätsstandards zugewiesen. Erfüllt ein Kind, das aus einer künstlichen Befruchtung stammt, in diesem Stadium die Qualitätsstandards nicht, darf es ge-tötet werden. Insbesondere Eltern von behinderten Kindern werden künftig gesellschaftlich in Recht-fertigungsnot geraten, warum sie ihr Kind nicht rechtzeitig haben töten lassen. Der völlig verständliche Wunsch nach einem gesunden Kind wird durch die Zulassung der PID miss-braucht. Eltern mit einer Erbkrankheit werden in Versuchung geführt, solange die künstliche Befruch-tung auszuprobieren und solange zu selektieren, bis endlich ein gesundes Kind zur Welt kommt. Daß dieser Weg gepflastert sein wird mit vielen getöteten und abgestorbenen Embryonen werden die auf Gewinnmaximierung angelegten Reproduktionszentren sicher nicht kommunizieren. Das Menschen-recht auf Leben gilt künftig nur noch für jene, die den jeweiligen zeitbedingten Definitionen des per-fektionierten Menschseins entsprechen. Nach Freigabe der Abtreibung und Zeugung auf Probe fehlt nur noch die Zulassung der Euthanasie, um die Unkultur des Todes in Deutschland zu komplettieren.“
31.05.2011

Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann ist tot
Wolfgang Bergmann, der renommierte Erziehungswissenschaftler und Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie ist tot. Er starb am 18. Mai in einem Hospiz bei Hannover. Im Februar 2010 wurde bei Bergmann Knochenkrebs festgestellt. Bergmann wurde durch zahlreiche Bücher bekannt, zuletzt „Lasst Eure Kinder in Ruhe“. Im Herbst des vergangenen Jahres gründete er die Stiftungsinitiative Für Kinder, damit sein Lebenswerk fortgeführt wird. Noch im März sagte Bergmann: „Ich würde gern noch zehn Jahre leben.“ Doch die Krankheit brach ihn und riss ihn aus der Mitte seines Lebens, hieß es in der Mitteilung der Familie. Als erfolgreicher Autor zahlreicher Bücher, in denen er die Elternliebe als das einzig Sinnstiftende ansieht, erlangte Bergmann großes Ansehen. Für die einen war er der „Advokat der Kinder“, für die anderen zählte er zu den wichtigsten und einflussreichsten „Vordenkern Deutschlands“. Der renommierteste Kinder- und Familientherapeut Deutschlands hinterlässt drei Kinder. Neben der Therapie von Kindern und Jugendlichen, dem Schreiben zahlreicher Bücher galt Bergmanns Engagement dem Aufbau einer Stiftung Für Kinder (www.FuerKinder.org). Noch über den Tod hinaus wirken, dem zerstörerischen Förderwahn in der Erziehung entgegentreten und Kindern ein Glücks- und Zufriedenheitspotential mitgeben, bewegte Bergmann bis zuletzt. „Wir schaffen die seelischen Grundlagen für eine mitfühlende – nicht kalt rivalisierende Gesellschaft“, so Bergmann. „Und es ist die Verbindung von Zuwendung und Grenzen setzen, die als Zauberformel gilt – „Gute Autorität“, nannte Wolfgang Bergmann dieses Konzept.
13.04.2011

Prof. Christoph von Ritter: PID - Die Last der Selektion trägt die Frau
In einem Beitrag für die in Würzburg erscheinende Tageszeitung "Die Tagespost" (Ausgabe v. 12. April 2011) setzt sich der in München lehrende Medizin-Professor Christoph von Ritter mit der am 14. April im Deutschen Bundestag auf der Tagesordnung stehenden Zulassung der Präimplatationsdiagnostik (PID) auseinander. So kritisiert er bereits den Begriff als irreführend. Denn in der Medizin stelle die Diagnostik die notwendige Voraussetzung für eine spezifische Therapie dar, die das Leben erhalte und das Leiden vermindere. Bei der "PID" gehe es aber um Präimplantations-Selektion, d.h. um die Tötung eines erkrankten Embryos, also um die Eliminierung des Kranken. Von Ritter geht der Frage nach, ob die "PID" nicht zusätzlich zur Einschränkung des Lebensrechts des ungeborenen Kindes auch die Interessen von Eltern mit einer Erberkrankung verletze, ob die ausgeprägte Sorge von Eltern mit einer Erberkrankung um das Wohl ihrer Kinder in der Debatte um eine Freigabe der "PID" instrumentalisiert werde. Es stellt sich ihm die Frage, ob diesen Eltern statt segensreichen Erleichterungen ein Verfahren angedient werden solle, das mit einem "hohen Nebenwirkungsprofil und einer niedrigen Erfolgsrate belastet" sei und moralisch höchst zweifelhafte Entscheidungen abverlange. Schließlich geht der Autor der Frage nach, wer ein Interesse an einer solchen Instrumentalisierung der Verletzlichkeit der Frau haben könnte. Professor Ritter zieht das Fazit, daß die Befürworter der "PID" Opfer geschickter Lobby-Arbeit der IVF(in-vitro-Fertilisation)-Industrie seien. Weltweit würden mit Kinderlosigkeit und dem Leid von Eltern, die sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machten, riesige Summen Geld verdient. "Der Gesellschaft wäre es mit der Zulassung der "PID" möglich, die finanziellen Lasten für die Versorgung von Behinderten auf die Eltern abzuwälzen" und gleichzeitig die moralische Verantwortung auf die betroffenen Eltern zu übertragen. "Die mittelalterliche Vorstellung, daß Behinderung der Kinder durch ihre Eltern verschuldet sei, wäre das Ende der Solidargemeinschaft." Zusätzlich zu den schwerwiegenden ethischen Bedenken bezüglich einer Selektion von ungeborenen Kindern sei in der Diskussion um die Zulassung der "PID" auch die Verletzlichkeit der Eltern, speziell der Frauen, und die Auswirkung der "PID" auf Familie und Gesellschaft zu berücksichtigen. Schutz der Frauen vor Ausbeutung und Instrumentalisierung durch Ärzte, IVF-Industrie und Gesellschaft gebietet ein uneingeschränktes Verbot der "PID"."
08.03.2011

Europaparlament für Abtreibung als Instrument zur Familienplanung
STRASSBURG. “Das sind trojanische Pferde auf Papier – eine Skandalentscheidung!” – so klar kommentiert der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler die heute im Europäischen Parlament verabschiedeten Berichte zum “Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten in der EU” (Bericht Estrela) und der “Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU” (Bericht Nedelcheva). Beide seien im Detail haarsträubend: “Die Berichte erklären Abtreibung unverhohlen zu einer Methode der Familienplanung und der Verhütung. Das ist grausamer Hohn am Recht auf Leben und auf Menschlichkeit!” Kastler hatte zusammen mit anderen christlichen Abgeordneten bis zuletzt versucht, diese Passagen zu vermeiden – im Ende aber stimmte doch eine Mehrheit im Plenum dafür. Nach dem Bericht der portugiesischen Sozialistin Edite Estrela sollten die EU und ihre Mitgliedstaaten garantieren, “dass Frauen sich problemlos Empfängnisverhütungsmittel besorgen können und ein Recht auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch haben” (Punkt 26).Verhütung und Abtreibung damit auf eine Ebene zu stellen und, so Kastler, in einem Atemzug zu nennen, sei “geschmacklos und lebensverachtend – gerade so, als wäre das grausame Töten eines Embryos ein Kavaliersdelikt der Familienplanung.” Der Bericht der bulgarischen Abgeordneten Mariya Nedelcheva fordert – obwohl eigentlich fokussiert auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt – in Punkt 66 ähnliches: “Dort schweift der Bericht ab zur sogenannten reproduktiven Gesundheit – und stellt ebenfalls Abtreibung und Verhütung auf eine Ebene für Bevölkerungsplanung. Es ist dreist, wie uns da moralische Bomben im Geschenkkarton der Gleichberechtigung untergejubelt werden sollen”, so Kastler. Leider, so Kastler, denke man in der EU-Kommission nicht anders. Auf eine von ihm eingereichte offizielle parlamentarische Anfrage zur Defintion von “sexueller und reproduktiver Gesundheit” heißt es seitens der EU-Kommisison lapidar: “Das Rechtsgut der sexuellen und reproduktiven Gesundheit schließt den Zugang zu sicherer Abtreibung überall dort ein, wo diese legal vorgenommen werden kann.” Damit, so Kastler, zeigen die Berichte Estrelas und Nedelchevas wie auch die Aussagen der EU-Kommission, dass die relativistischen, antichristlichen Kräfte durchaus den Einfluss haben, Mehrheiten für eine “Kultur des Todes” zu schaffen.
28.02.2011

Erstes Internet-Forum für Frauen im Schwangerschaftskonflikt
Der Verein Pro Femina betreibt seit wenigen Tagen unter der Adresse www.vorabtreibung.net eine eigene Internetplattform nur für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Mit allen wichtigen Informationen rund um Schwangerschaft und Abtreibung sowie einem eigenen Forum will der Verein Frauen dabei helfen, eine Perspektive für ein Leben mit ihrem Kind zu finden. Diese im deutschen Internet einzigartige Plattform ist ein weiterer Schritt für das Pro Femina-Projekt „1000plus: HILFE statt Abtreibung für 1000 und mehr Schwangere im Jahr“. Bisher waren die Online-Beraterinnen von Pro Femina stets in den Foren fremder Anbieter zu Gast. Hier wurden die Arbeit jedoch stark behindert. „Wir konnten keine öffentlichen Empfehlungen mehr für Pro Femina aussprechen. Wenn wir es doch taten, wurden wir sofort zensiert“, sagt Brigitte Stelzle, die das Online-Beratungsteam leitet. „Wir mussten erleben, dass Frauen sich gegen ihr Kind entschieden, weil wir an der Hilfe gehindert wurden.“ So entstand die Idee für ein eigenes Forum unter der Adresse www.vorabtreibung.net, welches mit Hilfe der STIFTUNG JA ZUM LEBEN umgesetzt wurde. Die Plattform beinhaltet ein umfangreiches Informationsangebot rund um das Thema ungewollte Schwangerschaft und Abtreibung, speziell zugeschnitten auf Schwangere im Konflikt. Dazu gehört eine präzise Darstellung der Gesetzeslage genauso wie eine Beschreibung der Eingriffsmethoden. Die Auflistung von Rechten und Hilfeleistungen, die Schwangere in Anspruch nehmen können sowie das Angebot von Beratung sollen Mut zum Kind machen. Schließlich gibt es auch ein eigenes Forum, welches von Brigitte Stelzle und ihrem Team betreut wird. Pro Femina reagiert damit auf den enormen Informationsbedarf ungewollt Schwangerer im World Wide Web: Etwa 5.000 Mal am Tag werden in die deutschsprachige Internet-Suchmaschine Google Worte wie „Abtreibung“, „ungewollt schwanger“ und „Schwangerschaftsabbruch“ eingegeben. Pro Femina geht davon aus, dass es sich dabei zumeist um Frauen im akuten Schwangerschaftskonflikt handelt, die nach Hilfe suchen. Schon seit mehreren Jahren arbeitet der Verein daher verstärkt im Internet. Im Jahr 2010 standen die Online-Beraterinnen mit 804 Frauen mindestens einmal in schriftlichem Kontakt. Gleichzeitig nahmen über Pro Femina 474 Schwangere die Beratungsstelle Die BIRKE in Anspruch, die mit der Online-Beratung kooperiert. Ohne die Zensur der Forenbetreiber könnten dies noch weitaus mehr sein. „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Frauen gegen ihren Willen zur Abtreibung gehen, weil sie einfach keinen anderen Ausweg sehen“, sagt der Vorsitzende der BIRKE, Kristijan Aufiero. „Nach unserer Beratung haben sich im vergangenen Jahr wieder 70% doch für ihr Kind entschieden. Die hohen Abtreibungszahlen in unserem Land sind also in Wirklichkeit kein Zeichen von Emanzipation, sondern ein Phänomen der unterlassenen Hilfeleistung.“ Über Pro Femina e.V.: Der gemeinnützige Verein Pro Femina wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, ungewollt Schwangeren durch Beratung und Hilfe eine Perspektive für das Leben mit dem Kind zu eröffnen (vgl. §219 StGB). Die Beratungsarbeit kennzeichnet sich durch die Erarbeitung von echten Alternativen zur Abtreibung - als Weg zur Entscheidungsfreiheit der Frau auf dem Fundament eines unbedingten Ja zum Leben. Pro Femina sowie alle mit dem Verein kooperierenden Beratungspartner stellen daher keinen Beratungsschein aus, der eine straffreie Abtreibung ermöglichen würde. Die Beratungsarbeit finanziert sich zu 100% aus Spenden und wird von der STIFTUNG JA ZUM LEBEN gefördert.
12.01.2011

Kardinal Meisner: "Nein" zur PID ist ein "Ja" zur Liebe
Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat die von Teilen der Politik gewünschte Zulassung der PID scharf kritisiert und mit dem von König Herodes angeordneten Kindermord von Bethlehem verglichen. In einer Predigt anlässlich des in der katholischen Kirche gefeierten Festes der Unschuldigen Kinder (28.12.) sagte Meisner: „Der Mensch ist in seiner Würde von dem Moment an da, wo die Eizelle befruchtet ist. Ab diesem Moment ist nicht nur neues Leben vorhanden, das sich als Mensch entwickelt. Ab diesem Moment stehen wir vor einer neuen genetischen Identität, das heißt einem einzigartigen neuen Ebenbild Gottes.“ Daher könne es bei der PID, die „immer Selektion und Tötung nach sich“ ziehe, auch „keinen Mittelweg, keinen Kompromiss“ geben, so der Kardinal weiter. Meisner: Wer die PID zulasse, sage „Nein zum Leben und damit Nein zum Schöpfer und damit Nein zu Gott selbst.“ Niemand habe „das Recht, eine Auswahl zu treffen, weil ihm die Verhüllung dieser Identität nicht passt.“ Auch Herodes habe „damals eine Selektion vorgenommen“. „Er ließ in Bethlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte“ (Mt 2,16). Die Kriterien für die von Herodes angeordnete Selektion seien „Ort, Alter, Geschlecht, Stand der Forschung“ gewesen, erklärte Meisner und fügte hinzu: Auch „die Befürworter der PID“ hätten „ihre Kriterien“. Auch sie machten sich „den Stand der Forschung zunutze.“ Meisner: „Gewiss, es ist politisch unkorrekt, diesen Vergleich zu ziehen, weil die Befürworter von PID um ihre Entscheidung gerungen haben. Aber bei allem Ringen: Diese Entscheidung ist falsch! Sie tötet genetische Identitäten, sie tötet die Einzigartigkeit dieser Identitäten, sie tötet Personen, Menschen, sie tötet Abbilder Gottes, sie vergreift sich an Gott selbst“, so der Kardinal. „Gesundheit“ sei, so Meisner weiter, „gewiss ein hohes Gut, das höchste Gut des Menschen ist sie nicht. „Das höchste Gut“ sei „die Liebesfähigkeit“. „Sie bringt schließlich das wirkliche Glück, die Erfüllung.“ Das könne man bei vielen Familien beobachten, die ein behindertes Kind in ihrer Mitte hätten. „Liebe ist stärker als Leid, Liebe selektiert nicht, Liebe akzeptiert den ganzen Menschen, seine Person, so wie sie ist“, so der Erzbischof weiter. „Deshalb ist das Nein zur PID nicht nur ein Nein zur Anmaßung des Menschen, das Ebenbild Gottes nach seinem Bild zu schaffen. Es ist ganz besonders ein Ja zur Schöpfung, ein Ja zur Liebe.“ www.stoppt-pid.de
30.11.2010

Benedikt XVI.: „Respektiert, verteidigt und liebt jedes menschliche Leben!“
Mit einer Vesper eröffnete Papst Benedikt XVI. am 27. November den Advent und damit das neue Kirchenjahr. Am Samstagabend betete er für die ungeborenen Kinder. In seiner Predigt wies der Papst auf den Zusammenhang zwischen dem Warten auf Gott, der am Weihnachtsfest menschliches Leben annimmt, und der Sorge für jedes Leben hin: „Die Menschwerdung zeigt uns in hellem Licht und überraschend, daß jedes menschliche Leben eine höchste Würde hat und unvergleichlich ist. Der Mensch stellt eine unverwechselbare einzigartige Persönlichkeit dar, mit Respekt vor allen anderen menschlichen Lebewesen, die die Erde bewohnen. Er stellt ein einzigartiges und individuelles Subjekt dar, beschenkt mit Intelligenz und einem freien Willen. … Er hat das Recht, nicht als zu besitzendes Objekt behandelt zu werden oder als Sache, die man nach Gutdünken manipulieren kann, nicht reduziert auf ein reines Instrument für Andere und ihre Interessen. Die Person ist ein Gut in sich selbst und erfordert immer seine volle Entwicklung.“ In klaren Worten deutete er die Auffassung, das Leben beschränke sich auf das naturwissenschaftlich faßbare, als zu kurz: „Es handelt sich nicht um eine Ansammlung von biologischem Material, sondern um ein neues lebendiges Sein, dynamisch und wunderbar geordnet, ein neues Individuum der menschlichen Spezies. So war es bei Jesus im Leib Mariens; so war es bei jedem einzelnen von uns, im Leib unserer Mütter.” Der Schutz des jungen Lebens ist aber nicht auf das ungeborene beschränkt, so Benedikt, es ist in seiner Sorge umfassender: „Leider bleibt das Leben der Kinder auch nach der Geburt der Gefahr des Verlassenwerdens, des Hungers, der Not, der Krankheit, des Mißbrauchs, der Gewalt und der Ausbeutung ausgesetzt. Die vielen Verletzungen ihrer Rechte in der ganzen Welt verwunden schmerzhaft das Gewissen jedes Menschen guten Willens. Vor dem traurigen Anblick der Ungerechtigkeiten gegen das menschliche Leben, vor und nach der Geburt, mache ich mir den leidenschaftlichen Appell Papst Johannes Pauls II. zur Verantwortung aller zu eigen: „Respektiert, verteidigt, liebt und dient dem Leben, jedem menschlichen Leben! Nur auf diesem Weg finden sich Gerechtigkeit, Entwicklung, echte Freiheit, Frieden und Glück“. Ich ermahne die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und den Medien, alles zu tun, was sie können, um eine das menschliche Leben respektierende Kultur zu fördern, um günstige Bedingungen und tragende Unterstützung zur Förderung dieses Lebens zu schaffen. (Radio Vatikan, 27. November 2010)
28.10.2010

www.stoppt-PID.de - Gegen die Selektionsdiagnostik - Für das Leben
Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ermöglicht es, Menschen im frühesten Stadium ihrer Entwicklung wegen einer genetischen Auffälligkeit auszusortieren. Je nach Ergebnis der Untersuchung, wird der Embryo in den Uterus der Frau übertragen oder getötet. Bislang konnte man davon ausgehen, daß durch das Embryonenschutzgesetz die PID in Deutschland nicht zulässig ist. Durch das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 6. Juli 2010, wonach die PID in bestimmten Fällen mit dem Embryonenschutz vereinbar sein soll, ist eine neue Lage entstanden. Der Gesetzgeber ist gefordert, die Selektion bei künstlicher Befruchtung zu unterbinden, da es dem Grundgesetz und dem Geist des Embryonenschutzgesetzes klar widerspricht.. Die Selektion von Menschen, auch wenn sie noch so jung sind, ist ein massiver Verstoß gegen die Menschenwürde und das Recht auf Leben. Es besteht aber die Gefahr, daß die Regierung sich auf einen Kompromiß einigt, der ähnlich wie bei der Aushöhlung des Abtreibungsstrafrechts, das Lebensrecht an den Rand drängt und lediglich auf dem Papier bestehen läßt. Deshalb muß jetzt gehandelt werden. Unter www.stoppt-PID.de finden Sie alle wichtigen Informationen, die Sie benötigen, um aktiv zu werden, das Recht auf Leben zu schützen und die PID nicht zuzulassen. Auf einer Fachtagung in Mainz zum Thema Anfang Oktober machte Prof. Walter Schweidler von der Universität Eichstätt noch einmal klar, daß die Würde jedes Menschen das Legitimationsprinzip unserer staatlichen Ordnung sei. Wer dieses Prinzip aushöhle, um einer Gruppe menschlicher Lebewesen von seiner Geltung auszuschließen, untergrabe die Legitimation des Staates insgesamt. Die Stiftung Ja zum Leben unterstützt die Aktion.
11.10.2010

1000plus-TAG: Startschuss für den Aufbau neuer Beratungsstellen ist gefallen
Mit 178 Gästen, darunter 32 Kinder, fand am Samstag, dem 2. Oktober die Auftakt-Veranstaltung für die 1000plus-Spendenkampagne des Vereins Pro Femina e.V. in Heidelberg statt. Gemeinsam wollen ehrenamtlichen Helfer und finanzielle Unterstützer des Projekts 1000plus zahlreiche Neuspender für die Beratung von ungewollt Schwangeren gewinnen. 84.000 Euro monatlicher Spenden sollen gesammelt werden, um den Aufbau neuer Beratungsstellen zu finanzieren. Bereits 1.322 Euro sagten die Gäste noch am selben Tag zu, darüber hinaus wurden einmalig insgesamt 700 Euro gespendet. „Ich bin ganz überwältigt von dieser Spendenbereitschaft“, so Brigitta Thurmaier, die die Ehrenamtlichen für 1000plus betreut. „Mit solchen Botschaftern für die gute Sache werden wir viele Menschen finden, die ganz konkret ungewollt Schwangeren helfen wollen, ein Ja für ihr Baby zu finden.“ Im Laufe des Nachmittags stellten mehrere Mitarbeiter der an 1000plus beteiligten Organisationen die Projekt- und Beratungsarbeit vor. Mit persönlichen Zeugnissen über ihre eigene Motivation sowie Beispielgeschichten aus der Beratung, die viele Zuhörer zu Tränen rührten, gewährten sie einen sehr offenen und detaillierten Einblick in die tägliche Arbeit. Manfred Libner von der Stiftung Ja zum Leben sprach in Vertretung für Schirmherrin Johanna Gräfin von Westphalen das Grußwort. Cornelia Lassay und Brigitte Stelzle berichteten aus der persönlichen Beratung der BIRKE e.V. sowie aus der Online-Beratung von Pro Femina. Projektleiter Kristijan Aufiero stellte die Perspektive des Projekts 1000plus vor. Höhepunkt war das Zeugnis von Tanja Röth, die sich vor drei Jahren in der Beratung des 1000plus-Partners BIRKE für ihr Kind entschieden hatte. „Das ist ein Foto von der besten Entscheidung meines Lebens“, sagte sie stolz, als ein Bild ihres zweieinhalbjährigen Sohnes an die Wand projiziert wurde. Das Ja zu ihrem Kind hat ihr ganzes Leben verändert. Noch in der Schwangerschaft hatte Tanja Röth wieder mit der Malerei begonnen und startet nun eine künstlerische Karriere. „Ich will mit meiner Lebensgeschichte anderen Frauen und Mädels Mut machen, ihren Weg zu gehen und sich nicht dem Druck von außen zu beugen.“ Im Anschluss an die Hauptveranstaltung fand eine Vernissage mit zahlreichen ihrer Bilder statt, die noch weitere Gäste anzog. Zentrales Instrument für die Spendenkampagne sind 1.000 von der Firma HiPP gesponserte Babyflaschen, die mit dem 1000plus-Logo versehen als Sammelbüchsen und Blickfang dienen sollen. Über 100 dieser Flaschen wurden bereits am 1000plus-TAG verteilt, 300 weitere Babyflaschen wurden vorbestellt. Das 1000plus-Team wird den Fortgang der Spendenkampagne transparent über die Homepage des Projektes kommunizieren, bis das festgesetzte Ziel von 84.000 Euro monatlicher Spenden erreicht ist. Spenden für das Projekt 1000plus: Stiftung Ja zum Leben, Konto-Nr: 771 220 000, BLZ: 440 800 50, Commerzbank Meschede, Stichwort: 1000plus
27.09.2010

Der Streit um die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland - Bioethisches Kolloquium der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle am 6. Oktober 2010 in Mainz
(MEDRUM) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat es in einem Urteil im Juli 2010 für vertretbar erklärt, in bestimmten Fällen Embryonen vor Einpflanzung in die Gebärmutter auf Gendefekte und Erbkrankheiten zu untersuchen und zu selektieren. Das Urteil stieß auf scharfe Ablehnung bei Lebensrechtsorganisationen und löste eine neue Debatte aus. Die Entscheidung des BGH führt zu einer neuen politischen und gesellschaftlichen Debatte über die Präimplantationsdiagnostik (PID) und den rechtlichen Status des Embryos. Bereits im Herbst dieses Jahres werden erste politische Vorschläge zur weiteren gesetzlichen Stärkung bzw. Lockerung des Embryonenschutzes erwartet. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Fragen sollen in einem Kolloquium einer eingehenden ethischen, medizinischen und juristischen Betrachtung durch anerkannte Experten unterzogen werden. Die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle sagt in der Ankündigung dieser Veranstaltung: Bislang galt das deutsche Recht zum Schutz des menschlichen Embryos als restriktiv. Es musste sich an den hohen Ansprüchen des Grundgesetzes messen lassen: dem Recht auf Leben und der Unantastbarkeit der Menschenwürde von der Zeugung an. Die maßgeblichen Grundlagen hierzu sind im Embryonenschutzgesetz (ESchG) niedergeschrieben. Mit dem Erkenntnisfortschritt in den Bereichen von Biomedizin und Biotechnik wachsen jedoch auch die Möglichkeiten, menschliches Leben zu Forschungszwecken zu verwenden. Im Namen einer „Ethik des Heilens" werden entsprechende Forderungen erhoben. Durchgesetzt hat sich diese Position etwa, als 2008 eine Mehrheit im Deutschen Bundestag den im Stammzellgesetz (StZG) ursprünglich festgesetzten Stichtag zum Import embryonaler Stammzellen in die Zukunft verschob. Die unterlegene Minderheit warnte davor, dass dieser Beschluss den Embryonenschutz und den Schutz des menschlichen Lebens insgesamt relativiert: „Wenn der Bedarf einmal der Grund für die Verschiebung ist, kann er es auch ein zweites und drittes Mal sein und dann sind wir auf einer schiefen Ebene" (Maria Böhmer, MdB). Die damaligen Kritiker und Mahner fühlen sich heute bestätigt durch ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik (PID), also zur genetischen Untersuchung von im Reagenzglas gezeugten Embryonen im Rahmen einer medizinischen Therapie zur assistierten Schwangerschaft (künstliche Befruchtung). Bisher war es herrschende Meinung, dass das Embryonenschutzgesetz die PID verbiete. Nun aber hat der BGH es für vertretbar erklärt, in bestimmten Fällen Embryonen vor Einpflanzung in die Gebärmutter auf Gendefekte und Erbkrankheiten zu untersuchen und zu selektieren. Diese Entscheidung führt zu einer neuen politischen und gesellschaftlichen Debatte über die PID und den rechtlichen Status des Embryos. Bereits im Herbst dieses Jahres werden erste politische Vorschläge zur weiteren gesetzlichen Stärkung bzw. Lockerung des Embryonenschutzes erwartet. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Fragen sollen in dem Kolloquium einer eingehenden ethischen, medizinischen und juristischen Betrachtung durch anerkannte Experten unterzogen werden. Das Kolloquium soll deutlich machen, warum der rechtliche Status des Embryos zu einer Schicksalsfrage für die Humanität unserer Gesellschaft in der Gegenwart und Zukunft werden kann. Die Veranstaltung findet statt am 6. Oktober ab 10.30 Uhr im Kurfürstlichen Schloss in Mainz. Sie richtet sich nicht nur an Fachpublikum, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit.
21.09.2010

Marsch für das Leben größer als je zuvor
Rund 2000 Lebensschützer aus ganz Deutschland haben am vergangenen Samstag am Marsch für das Leben 2010 teilgenommen. Der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) konnte rund 600 Teilnehmer mehr bei der Veranstaltung an der Marienkirche am Platz vor dem Roten Rathaus in der Mitte Berlins begrüßen. Die Teilnehmer zogen später zur Hedwigskathedrale, wo alle Teilnehmer an einem Ökumenischen Gottesdienst teilnahmen. Lohmann konnte zahlreiche Grußworte aus Politik und Kirche verlesen. Ihre Unterstützung und Ermutigung für das Zeugnis hatten unter anderen der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, die Bundesministerin Annette Schavan, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der Beauftrage der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe, der Innenausschuss-Vorsitzende des Deutschen Bundestages, Wolfgang Bosbach, die Bundesvorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Marie-Luise Dött, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Ingrid Fischbach, der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer, der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff sowie der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder zum Ausdruck gebracht. Aus der Kirche kamen Grußworte vom Päpstlichen Nuntius, von den Erzbischöfen Georg Kardinal Sterzinsky (Berlin), Joachim Kardinal Meisner (Köln), Ludwig Schick (Bamberg), den Bischöfen Gregor Maria Hanke (Eichstätt) und Heinz Josef Algermissen (Fulda). Rund 200 fanatische und feministische Gegendemonstranten versuchten, die friedliche Veranstaltung durch Trillerpfeifen und hasserfüllte skandierte Sprüche gegen Christen und die Demokratie zu stören. Sie wurden von der Berliner Polizei durch ein großes Aufgebot daran gehindert, den Schweigemarsch, an dem auch viele Familien mit ihren Kindern teilnahmen, zu behindern. Allerdings entwendeten die Gegner des Lebens zahlreiche Kreuze und entehrten sie auf verschiedene Weise. Die Wasserschutzpolizei konnte 44 weiße Kreuze aus der Spree fischen. Ein Kreuz war gewaltvoll zerstört worden. „Unser diesjähriger Marsch für das Leben war ein großartiges und wirksames Zeugnis, und wir freuen uns schon darauf, am 17. September 2011 noch mehr Menschen in Berlin begrüßen zu können, denen der Artikel 1 des Grundgesetzes etwas bedeutet. Wir werden auch künftig die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit nutzen, um für eine Kultur der Ehrfurcht, des Lebens und der Freiheit zu werben“, sagte der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann. Er dankte allen, die sich an diesem „Einsatz für eine wahre Humanität“ beteiligen. Der BVL veröffentlichte aus Anlass des Marsches für das Leben eine „Berliner Erklärung“.
11.08.2010

Marsch für das Leben: Berlin · Alexanderplatz · 18. September 2010
Marsch für das Leben - 13.00 Uhr: Kundgebung am Neptunbrunnen (zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus), anschließend Beginn des Marsches - 15.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der St.-Hedwigs- Kathedrale, anschließend Stehkaffee. Der ist ein friedlicher Schweigemarsch. Wir tragen weiße Holzkreuze mit, als Zeichen der Trauer und des Gedenkens an die Tag für Tag in Deutschland abgetriebenen Kinder und an die Frauen, Männer und Familien, die darunter leiden. Menschenrechte gelten auch für ungeborene Kinder. Niemand kann sagen, wir haben von nichts gewusst. Abtreibung löst keine Probleme, sondern schafft neue. Wir fordern bessere Hilfen für Schwangere und Familien in Not. Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, das schreiende Unrecht der Abtreibung zu beenden und das erneute Aufkommen der Euthanasie zu stoppen. Helfen Sie mit, weitere Opfer zu vermeiden! Bundesverband Lebensrecht e. V. Fehrbelliner Straße 99 · 10119 Berlin Telefon (030) 644 940 39 berlin@bv-lebensrecht.de www.marsch-fuer-das-leben.de
07.07.2010

„Selektionsrepublik Deutschland“ - Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch BGH-Urteil
Meschede – 7. Juli 2010. Das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH), wonach die Präimplantationsdiagnostik (PID) in bestimmten Fällen mit dem Embryonenschutz vereinbar sein soll, ist nach Auffassung der Stiftung Ja zum Leben ein Schlag gegen den Schutz des menschlichen Lebens. „Das Urteil des BGH führt in die Selektionsrepublik. Es ist zu befürchten, daß künftig bei jeder künstlichen Befruchtung außerhalb des Mutterleibes streng nach „lebensunwerten“ Menschen gefahndet wird und sie bei positivem Befund vernichtet werden. Wie das mit dem Embryonenschutzgesetz in Einklang zu bringen ist, das ausdrücklich unter Strafe stellt, einen Embryo für einen „nicht seiner Erhaltung dienenden Zweck“ zu verwenden, ist das Geheimnis der Richter am Bundesgerichtshof.“, kritisiert die Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben, Johanna Gräfin von Westphalen. „Es ist ein verheerendes Signal für Familien mit behinderten Kindern. Es ist zu befürchten, daß ihnen in einer Gesellschaft, in der solche höchstrichterlichen Urteile möglich sind, die Solidarität entzogen wird.“
05.07.2010

„Tim liebt die Menschen bedingungslos“ - Das „Oldenburger Baby“ wird 13 Jahre alt
Meschede, 5. Juli 2010 - Tim feiert morgen Geburtstag. Er wird 13 Jahre alt, nachdem er 1997 in einem Oldenburger Krankenhaus seine eigene Abtreibung überlebte. Der Fall des „Oldenburger Babys“, das aufgrund einer Down-Syndrom-Diagnose in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden sollte, erregte großes öffentliches Aufsehen, da der Säugling neun Stunden ohne jegliche medizinische Versorgung mit dem Leben ringen musste, bevor man ihm endlich half. Tim lebt seit seinen ersten Lebensmonaten in einer Pflegefamilie, die sich liebevoll um sein gesundheitliches Wohlergehen kümmert. Seine Pflegemutter ist dankbar, Tim in ihrer Mitte zu haben. „Tim liebt die Menschen bedingungslos“, sagt sie, „und ich bin glücklich zu sehen, welche Fortschritte er macht.“ Die durch Spenden ermöglichte Delphintherapie trägt seit mehreren Jahren wesentlich dazu bei, Tims Motorik und seine kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern. Dank der Therapie kann der Junge inzwischen sicher laufen und eine Förderschule besuchen. Die Pflegeeltern hoffen, dass Tim in der kommenden Therapiephase, die auch dieses Jahr wieder von der Stiftung Ja zum Leben finanziell unterstützt wird, dem Ziel, dauerhaft selbständig essen zu können, einen weiteren Schritt näher kommt. (Spendenkonto Nr. 771220001, Dresdner Bank Meschede, BLZ: 440 800 50, Stichwort: Delphintherapie) Das Schicksal des jungen Tim weist beständig auf die immer noch völlig unzureichende Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland hin. Trotz einer gesetzlichen Neuregelung auf dem Gebiet der Spätab-treibung ist kein Rückgang der Spätabtreibungen absehbar. Die neue gesetzliche Regelung schreibt vor, dass eine Frist von drei Tagen zwischen pränataler Diagnose und Abtreibung eingehalten werden muss. Zudem ist der diagnostizierende Arzt verpflichtet, die Schwangere über psychosoziale und medizinische Aspekte einer Spätabtreibung aufzuklären. Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres stieg sogar die Zahl der Spätabtreibungen in den ersten drei Monaten 2010 um fast 55 Prozent auf 96. „Jeden Tag wird in Deutschland ein Kind, das bereits außerhalb des Mutterleibes lebensfähig wäre, getötet. Die alarmierende Zunahme von Abtreibungen nach der 23. Schwangerschaftswoche zeigt, dass dringend Handlungsbedarf besteht.“, äußert Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben. Zuallererst müsse den schwangeren Frauen, bei deren Baby eine Behinderung diagnostiziert wurde, Perspektiven für ein Leben mit einem behinderten Kind aufgezeigt werden. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Kindern mit Behinderungen müsse gestärkt und das Gesetz dringend verbessert werden.
14.06.2010

Stephanie zu Guttenberg plädiert für mehr “Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung” in der Kindererziehung
Gegen Selbstbezogenheit und für mehr Beachtung der Bedürfnisse von Kindern bei Fragen der Erziehung und Betreuung sprach sich Stephanie zu Guttenberg auf dem vom 11. bis 13. Juni an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf stattgefundenen Kongresses des Familiennetzwerks aus. Deutliche Worte fand die Frau des Bundesverteidigungsministers zum so oft zitierten, schön klingenden Satz „Kinder sind unsere Zukunft“. „In der öffentlichen Diskussion geht es immer nur um ‘unsere’ Zukunft, die der Erwachsenen, und nicht um die Bedürfnisse der Kinder, wenn wir Kindermangel beklagen und die Sicherung unserer Sozialsysteme meinen“ bedauerte sie. Die Arbeit des Familiennetzwerks, die das Interesse des Kindes in den Blick nimmt, sei daher ein wichtiger Beitrag, „der Gesellschaft ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der familiären Kindererziehung zu vermitteln“. Damit Erziehung und Elternschaft erfüllt gelebt werden könne, bedürfe es der drei „magischen“ Z´s nach Pestalozzi, gab sie den Teilnehmern des Kongresses mit auf den Weg: nämlich Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung. Elternschaft, so zu Guttenberg wörtlich, „ist die verantwortungsvollste Aufgabe, die das Leben uns stellt. Kindererziehung ist so unheimlich wertvoll, weil es der einzige ‘Job’ ist, der zu Hundertprozent künftig Wirkung und Erfolg hat.“ Für sie sei daher völlig klar, dass der Staat niemals die bessere Familie stellen könne. „Es ist ein so großes Geschenk, das Mutterglück erleben zu dürfen“, bezeugte die noch junge Mutter. Im weiteren Verlauf der Tagung legten zahlreiche Wissenschaftler verschiedener Forschungsdisziplinen aus dem In- und Ausland den unmittelbaren Zusammenhang zwischen frühkindlicher Erziehung und Bildung dar. Der kanadische Psychoanalytiker Prof. Gordon Neufeld sieht das Geheimnis erfolgreichen Lernens in der im frühkindlichen Alter aufgebauten Bindungs- und Beziehungsfähigkeit. „Um ein Kind fit für die Gesellschaft zu machen“, so sein Fazit, „ist die ‘Reifwerdung’ des wachsenden Kindes in der geschützten Atmosphäre elterlicher Zuwendung der entscheidende Schlüsselfaktor“. Die in den ersten Lebensjahren notwendige Bindung an eine feste Bezugsperson seien A und O für das Heranreifen einer Persönlichkeit mit einem gesunden Selbstvertrauen. Das Fazit lautet folglich: „Keine Bildung ohne Bindung!“ Die Stiftung Ja zum Leben war Kooperationspartner des Kongresses.
27.05.2010

Stephanie zu Guttenberg: „Kinder stark machen“. Führende Experten diskutieren auf Familien-Tagung vom 11.-13. Juni 2010 an der Düsseldorfer Universität
Wie werden Kinder zu jungen Persönlichkeiten mit gesundem Selbstbewusstsein? Wie können Kinder ihr angeborenes Potenzial ausschöpfen? Wie lassen sich die zunehmenden Auffälligkeiten von Jugendlichen erklären und wie kann die Gesellschaft diesen Herausforderungen nachhaltig begegnen? Diese Fragen werden vom 11.-13. Juni auf der Familien-Tagung mit dem Titel „Das Geheimnis erfolgreicher Bildung“ diskutiert. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Stephanie Freifrau zu Guttenberg und wird vom Familiennetzwerk Deutschland organisiert. 17 Fachleute aus dem In- und Ausland richten sich mit Vorträgen rund um die Themen Bindung, Bildung und Erfolg an Eltern, Ärzte, Lehrer und Erzieher. Zu den Referenten zählen unter anderem der kanadische Entwicklungspsychologe Professor Gordon Neufeld sowie Wolfgang Bergman, Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover. Für Abwechslung sorgen 6 Filmeinlagen, die das Programm ergänzen und veranschaulichen. „Wir müssen unsere Kinder stark machen“, sagt Stephanie zu Guttenberg, die Schirmherrin des Kongresses. Kinder zu ausgeglichenen, selbstbewussten Jugendlichen heranzubilden, das sei die wichtigste Aufgabe der Eltern und der gesamten Gesellschaft, so die Ehefrau des Bundesverteidigungsministers: „Dann kommt der Erfolg in der Schule und im Leben fast von alleine.“ Die Kinderärztin und Initiatorin des Kongresses, Maria Steuer, sagt: „Stabile junge Erwachsene sind nicht nur ein Privatvergnügen der Eltern - die Diskussion um die Investition in die Bildung der Kinder im Alter von ein und drei Jahren ist brandaktuell und von enormer Bedeutung für das gesamte Land“. Diese Thematik werde unter anderem von Pädagogen, Ärzten, Psychologen und Kindertherapeuten auf der Tagung beleuchtet und auch im Diskussionsforum mit den Teilnehmern diskutiert werden, so Maria Steuer: „Wenn wir als Gesellschaft die Erziehungsarbeit der Eltern wertschätzen, so stärken wir damit auch ihren Mut, wieder mehr Kinder zu kriegen – und bauen an einer Zukunft für unser Land“. Die Teilnahme an dem zweitägigen Familien-Kongress kostet zwischen 65 und 105 Euro, inklusive Verpflegung. Die Tagung wird mit 12 Punkten durch die Ärztekammer Nordrhein zertifiziert. Anmeldung unter www.familie-ist-zukunft.de oder an der Tagungskasse.
12.05.2010

Eltern bezahlen das Kindergeld selbst
Hedwig von Beverfoerde zum Familienlastenausgleich Unterm Strich bleibt im deutschen Familienlastenausgleich für die Familien ein Minus. Die Familien zahlen ihre "Entlastung" und „Förderung“ letztlich aus der eigenen Tasche. Eine Entlastung, die ich selbst bezahlen muß, ist aber keine Entlastung. Und eine Förderung, die ich selbst bezahlen muß, verdient diesen Namen nicht. Es wird Zeit, dies zu ändern. Was an „Förderung“ an die Familien zurückfließt, hat ihnen der Staat vorher v.a. über die Mehrwertsteuererhöhung längst um ein Mehrfaches aus der Tasche gezogen. Für den notwendigen Konsum ihrer Kinder zahlen viele Eltern inzwischen annähernd den gleichen Betrag als Verbrauchssteuern an den Staat, der ihnen auf der anderen Seite als Kindergeld von demselben Staat (zurück)überwiesen wird. Auch in den Sozialversicherungen (Renten-, Pflege- und Krankenversicherung) werden Familien massiv benachteiligt, weil Familien und Kinderlose hier unterschiedslos einzahlen, ohne daß das Existenzminimum der Kinder oder die gleichwertige Beitragsleistung der Kindererziehung berücksichtigt würden. Lesen Sie den ganzen Artikel von Hedwig von Beverfoerde auf FreieWelt.net
25.03.2010

Spiegel-Online: Das Geschenk eines Lebens - Tims Überlebens-Geschichte
In Spiegel-Online finden Sie einen lesenswerten Artikel von Silvia Dahlkamp über Tim, dem "Oldenburger Baby", der vor bald 13 Jahren seine eigene Abtreibung überlebte. Es ist ein Portrait über Tim und seine Pflegefamilie und thematisiert das Problem der Spätabtreibung. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,685454,00.html
19.03.2010

Nina Hagen: Meine Abtreibungen – eine Tragödie
In einem Abdruck von Passagen aus dem neuen Buch von Nina Hagen: Bekenntnisse, Pattloch-Verlag, 18 Euro, in idea-spektrum vom 17. März 2010 schreibt die Sängerin Nina Hagen auch über ihre beiden als traumatisch erlebten Abtreibungen: „ Bitte verurteilt mich nicht, wenn ihr lest, daß im Alter von 15 Jahren in der Berliner Charité eine erste Abtreibung an mir vorgenommen wurde, mit 16 eine zweite, heimlich und tief entwürdigend, im polnischen Jelena Góra (Grünstadt), wo der Abtreibungsarzt mich auch noch sexuell belästigte. Ich habe mich mit Händen und Füßen gegen diese Abtreibungen gewehrt! Denkt bitte nicht, daß ich abgetrieben habe, weil ich kein Gewissen habe. Ich habe meine Mutter angebettelt „es“ behalten zu dürfen. Die Erwachsenen taten alles, um mich zur Abtreibung zu überreden… Die Abtreibung geschah, und ich war zu Tode gedemütigt und tief erschüttert. Aber am traurigsten war ich, daß meine „Umwelt“ (einschließlich Kindsvater), ja daß alle diese Menschen um mich herum nur entsetzt darüber taten, daß ich schwanger war. Gerade atemlos rieten sie mir alle zur Abtreibung…Ich hatte mir damals doch so sehr gewünscht, daß wenigstens ein einziger Mensch da gewesen wäre, der gesagt hätte: „Herzlichen Glückwunsch, Nina, du bist zwar noch ein bisschen sehr jung, aber was soll’s, wir werden das Kind schon schaukeln!“
03.03.2010

Krankenkasse verzichtet auf Abtreibungsfinanzierung
Eine lebens- und familienfreundliche Neuheit bietet die Lebensschutzorganisation Pro Life Deutschland in Zusammenarbeit mit der Betriebskrankenkasse Industrie, Handel und Versicherungen (www.prolife-deutschland.de) an. Mitglieder von Pro Life Deutschland verpflichten sich, freiwillig auf Abtreibungen zu verzichten. Dafür zahlt Pro Life ihren Mitgliedern bei Geburt eines Kindes ein Entbindungsgeld. Wird das Baby gestillt, kommt noch Stillgeld hinzu. Die Krankenkasse hat eigens dafür eine Verwaltungsstelle für die Mitglieder von Pro Life geschaffen. Dort erhalten sie alle Leistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung von A wie Arztbesuch bis Z wie Zahnarztbehandlung. Die BKK-IHV ist eine Krankenkasse mit über 100-jähriger Tradition und hat sich schon immer für Familien eingesetzt. Außerdem stehen den Versicherten Bonusprogramme und Wahltarife zur Verfügung, die besonders für Familien interessant sind und von Ökotest (Ausgabe 9/2009) mit sehr gut bewertet wurden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.prolife-deutschland.de
17.02.2010

“Ich würde alles genauso wieder machen” - Ja zu einem besonderen Kind
Traurig und niedergeschlagen verlassen Marie und Florian* die Praxis. Wie soll es jetzt weitergehen? Marie ist schwanger und freut sich auf das Kind, doch vor ein paar Minuten wurde ihnen mitgeteilt, was die Untersuchung des Fruchtwassers ergeben hat: Spina bifida (angeborener offener Rücken) mit der Entwicklungsstörung Trisomie 18. Ihre erste Reaktion: völlige Verzweiflung und Hilflosigkeit. Warum ausgerechnet mein Kind? fragt sie sich. Spina bifida ist durch zahlreiche Operationen behandelbar, den Kindern stehen zwar lange Krankenhausaufenthalte bevor, doch hinterher leben sie größtenteils wie selbstverständlich mit ihrer Beeinträchtigung. Trisomie 18 ist hier das grundlegende Problem. Sie ist nicht behandelbar und wird das Leben ihres Kindes deutlich verkürzen. Es kann sogar sein, dass es schon während der Schwangerschaft oder der Geburt stirbt. Können Eltern so eine Herausforderung annehmen? Haben sie die Einstellung, daß sie das Kind nicht aussuchen können? Wenige Tage nach dem Arztbesuch suchen Marie und Florian eine Beratungsstelle auf. Abtreiben wollen sie nicht, sind sich aber unsicher, ob sie dieser Herausforderung gewachsen sind. Schließlich haben sie zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Die Beraterin erklärt, daß Eltern behinderter Kinder nicht allein gelassen werden, sondern ein umfangreiches Betreuungsangebot der Familie einen liebevollen Umgang mit ihrem Kind ermöglichen soll. In diesem Angebot enthalten sind klinische Versorgung, ambulanter Kinderpflegedienst oder Vermittlung in ein Kinderhospiz, sowie Sterbe- und Trauerbegleitung für Eltern und Angehörige. Nach einigen Terminen entscheidet sich das Ehepaar überzeugt für sein Kind. Es soll schonend geboren werden- per Kaiserschnitt - und alle Möglichkeiten bekommen, um sein kurzes Leben schmerzfrei führen zu können. Timo kommt im August 2009 zur Welt und verläßt sie bereits nach zwei Tagen wieder. Bevor Timo beerdigt wird, darf er in seinem Körbchen nach Hause. Seine Familie möchte ihn einmal in ihrer Mitte haben. Marie und Florian haben ihre Kinder darauf vorbereitet, daß Timo nicht lange bei ihnen bleiben wird. Vor der endgültigen Verabschiedung von zuhause bekommt Timo Geschenke von seiner Familie: ein selbstgeschnitztes Holzschwert von Florian, einen Teddybär mit Mama-Duft von Marie, Spielzeug von seinen Geschwistern. "Es ist sehr schwer. Wir hätten gern mehr Zeit mit ihm gehabt." sagt Marie bei einem ihrer nächsten Termine in der Beratungsstelle. "Doch ich würde alles genauso wieder machen." Die Familie nimmt das Betreuungsangebot der Beratungsstelle in Anspruch und hat regelmäßig Termine mit Beratern und Psychologen. Abends gehen sie alle zum Grab und besuchen Timo. Sie zünden Kerzen an und singen für ihn. Die Erinnerung tut immer noch weh. Doch sie verbindet umso mehr mit dem Kind. "Ich bin so froh, daß ich mich für mein Kind entschieden habe." *Namen wurden aus Diskretionsgründen geändert. Beratung nach Diagnose Dipl.Soz.Päd. Claudia Langanki Kinderklinik der Universitäts-Klinik Mainz Langenbeckstr. 1 55101 Mainz Tel/Fax.: 06131-175370 Mobil: 0170-2377475 E-Mail: claudia.langanki@gmx.de Beratung nach Diagnose wird durch die Stiftung Ja zum Leben gefördert.
25.01.2010

Über 300.000 Teilnehmer an Pro-Life-Marsch in Washington
In den USA haben am vergangenen Freitag mehr als 300.000 Menschen, darunter 5 Kardinäle, 40 Bischöfe und 350 Priester am jährlichen Pro-Life-Marsch in Washington DC. teilnenommen. Die Heilige Messe mit 8.000 Teilnehmern, der Kardinal Daniel DiNardo, der Erzbischof von Galveston-Houston vorstand, fand wie jedes Jahr in der Basilika der Haupstadt statt. Die Kundgebung in Washington ist seit Jahren die größte Pro-Life-Kundgebung des Landes und erinnert an das umstrittene Urteil "Roe v. Wade" des Obersten Gerichtshofs vom 22. Januar 1973, mit dem die Abtreibung in den USA erlaubt wurde. In den USA wurde in den vergangenen Tagen auch eine neue Umfrage präsentiert, aus der hervorgeht, dass immer mehr junge Menschen gegen Abtreibung sind. Die Umfrage der Knights of Columbus zeigt, dass die Mehrheit der Amerikaner Abtreibung als "moralisch schlecht" bewertet. In der Altersgruppe 18-29 wird diese Einschätzung von 58 % geteilt. Der Prozentsatz liegt damit höher als in der sogenannten Baby-Boomer-Generation (45-64) mit 51 Prozent. www.kath.net
21.01.2010

Geschäft Abtreibung - Ein Milliarden-Geschäft in der Kritik
Abtreibung ist nicht nur eine millionenfach erlebte menschliche Tragödie, sondern längst auch ein Milliardengeschäft. Neben den Profiteuren der Abtreibung im engeren Sinne sind die Hauptgewinner jene Unternehmen, die Kinder nach der Abtreibung verwerten. Das sind Pharmakonzerne, Kosmetikunternehmen, medizinische Forschungseinrichtungen, Anti-Aging-Agenturen, die Verjüngungstherapien mit Kleinkindzellen anbieten. Auf die Frage, warum ihr Buch so brisant sei, antwortet die Autorin: “ Weil es aufzeigt, wie die Realität hinter der Fassade einer Gesellschaft aussieht, die glaubt, die ethische Frage der Abtreibung mit deren de-facto-Freigabe praktisch gelöst zu haben. Das Buch enthält Fakten - und davor fürchtet man sich.” Angesichts von weltweit über vierzig Millionen Abtreibungen jährlich ist es höchste Zeit, daß die Frage beantwortet wird: wer ist eigentlich finanzieller Nutznießer dieser Kindestötungen? Alexandra Maria Linder: Geschäft Abtreibung, Sankt Ulrich Verlag, 176 Seiten, 18,90 Euro Das Buch kann über die Stiftung Ja zum Leben bestellt werden.
19.01.2010

Stiftung Ja zum Leben - Projektpartner von 1000plus
Informieren Sie sich über das Projekt “1000plus” auf der Internetseite www.1000plus.de und werden Sie aktiv. Vor allem bietet die Seite zahlreiche kreative Anregungen, wie Sie sich für dieses Projekt einsetzen können. Als Projektpartner möchte die Stiftung Ja zum Leben im Rahmen ihres Schwangerenfonds “Kultur des Lebens” helfen, in den kommenden Jahren mindestens 1000 Babys durch eine qualifizierte Schwangerenberatung ohne Scheinausstellung zu retten, die sonst der Abtreibung zum Opfer fallen würden. Das ist eine anspruchsvolle, aber wunderbare Aufgabe. Die Stiftung Ja zum Leben ist dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen. Spendenkonto: Dresdner Bank Meschede, Konto 7 712 200 00, BLZ 440 800 50 IBAN: DE50 4408 0050 0771 2200 00 SWIFT: DRES DE FF 468 Bei Überweisungen im Verwendungszweck bitte “1000plus” angeben.
16.12.2009

EU-Parlamentspräsident Buzek: „Dies ist eine großartige Idee!“ Lebensrechts- und Familienpetition mit 500.000 Unterschriften in Straßburg überreicht
Meschede, 16.12.2009 - Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Jerzy Buzek, empfing am 15. Dezember in Straßburg Vertreter von Lebensrechts- und Familienorganisationen aus 17 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Unter der Leitung des Europaabgeordneten und Präsidenten der italienischen Lebensrechtsbewegung Carlo Casini wurden Buzek die Petition „Für das Leben und die Würde des Menschen“ zusammen mit ein halben Million Unterstützerunterschriften überreicht. In der Petition fordern die Unterzeichner den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, die Anerkennung der Familie, die auf der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau aufbaut, als Grundlage von Gesellschaft und Staat und das Ende der finanziellen Förderung der verbrauchenden Forschung an menschlichen Embryonen. Unter der Federführung der Stiftung Ja zum Leben wurden in Deutschland über 24.000 Unterschriften gesammelt. Der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner: „Ohne Kinder hat Europa keine Zukunft. Deshalb müssen in ganz Europa kinder- und familienfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wenn alle 25 Sekunden in Europa ein Kind durch Abtreibung stirbt, dann zeigt das, daß schwangere Frauen mit ihren Problemen viel zu oft alleine gelassen werden.“ Die politisch Verantwortlichen müssten das Recht auf Leben wieder als das erste Grundrecht jedes Menschen wahrnehmen und verteidigen. Der Präsident des EU-Parlaments dankte jedem persönlich für seinen Einsatz und erklärte: „Dies ist eine großartige Idee“. Buzek versprach, daß die Petition sehr ernst genommen und im Parlament so bald wie möglich Gegenstand der Beratungen werde. Die Stiftung Ja zum Leben setzt sich für den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens und die Förderung des Familiengedankens ein und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).
04.11.2009

www.1000plus.de - Schwangerschaftskonfliktberatung ohne Schein
Informieren Sie sich über das Projekt “1000plus” auf der neuen Internetseite www.1000plus.de und werden Sie aktiv. Vor allem bietet die Seite zahlreiche kreative Anregungen, wie Sie sich für dieses Projekt einsetzen können. Als Projektpartner möchte die Stiftung Ja zum Leben im Rahmen ihres Schwangerenfonds “Kultur des Lebens” helfen, in den kommenden Jahren mindestens 1000 Babys durch eine qualifizierte Schwangerenberatung ohne Scheinausstellung zu retten, die sonst der Abtreibung zum Opfer fallen würden. Das ist eine anspruchsvolle, aber wunderbare Aufgabe. Die Stiftung Ja zum Leben ist dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen. Bei Überweisungen im Verwendungszweck bitte “1000plus” angeben.
06.10.2009

Bibelverbrennung auf offener Strasse in Berlin
(idea) – Der Bundesverband Lebensrecht hat eine Bibel vorgelegt, die Abtreibungsbefürworter angezündet und in Berlin vor die Füsse von Christen geworfen haben. Der Vorfall hatte sich beim „Marsch für das Leben“ am 26. September auf der Strasse „Unter den Linden“ ereignet – unweit des Bebelplatzes, auf dem 1933 eine Bücherverbrennung der Nationalsozialisten stattgefunden hatte. Bei dem „Marsch für das Leben“ erinnerten dem Verband zufolge mehr als 1.300 Christen an die rund 250.000 Kinder, die nach Schätzungen von Lebensrechtsgruppen jährlich im Mutterleib allein in Deutschland getötet werden. Die überwiegend schwarz gekleideten Teilnehmer trugen weisse Kreuze. Etwa 400 Gegendemonstranten eines Bündnisses „gegen christlichen Fundamentalismus“ führten Plakate mit sich mit Aufschriften wie „Orgasmus statt Abendmahl“ und „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“. Aus den Reihen dieser Demonstranten wurde auch die brennende Bibel geworfen. Zeuge der Attacke war der neue Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, der Publizist Martin Lohmann (Bonn). Wie er am 2. Oktober gegenüber idea sagte, konnte ein Teilnehmer des „Marsches für das Leben“ die Flammen rasch ersticken, so dass die Bibel nur teilweise zerstört wurde. Allerdings seien aus ihr bereits zahlreiche Seiten herausgerissen gewesen. Lohmann bezeichnete den Vorfall als „trauriges Zeichen der Unkultur“ und Ausdruck von „unterirdischem Hass“. Gegendemonstranten hätten auch ein Dutzend Kreuze entwendet, sie als Zeichen der Verspottung umgedreht, in die Höhe gestreckt und schliesslich in die Spree geworfen. Lohmann vermisst in der Öffentlichkeit einen Aufschrei angesichts der Schändung christlicher Symbole. Nach seinen Worten gäbe es einen Proteststurm in Politik und Medien, wenn ähnliches mit jüdischen oder islamischen Symbolen geschähe. Lohmann: „Christliche Lebensrechtler haben vor allen religiösen Symbolen höchsten Respekt.“ Er wies zugleich den Vorwurf entschieden zurück, christliche Lebensschützer seien Fundamentalisten: „Wir sind Menschen mit einem Fundament. Und wir sind tolerant und friedlich.“
30.09.2009

Martin Lohmann neuer Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht BVL
Berlin. Einen Tag vor der Bundestagswahl ist der katholische Publizist und bekennende Christ Martin Lohmann (52) einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) gewählt worden. In diesem Verband sind zahlreiche Lebensschutzorganisationen Deutschlands zusammengeschlossen. Lohmann, der sich als unabhängiger Journalist und Buchautor einen Namen machte, gilt als ebenso konsequenter wie konzilianter Verfechter des ungeteilten Lebensrechtes und einer Kultur für das Leben. Der studierte Theologe und Historiker hat in zahlreichen Beiträgen und Veröffentlichungen seit Jahren immer wieder einen besseren Lebensschutz für die Ungeborenen durch die Politik eingefordert. Dafür erhielt er den Preis der Stiftung "Ja zum Leben". In einer ersten Stellungnahme sagte der neue BVL-Vorsitzende: " Die Zahl von weit mehr als 114.500 offiziell gemeldeten Abtreibungen darf weder Politik noch Gesellschaft weiter gleichgültig lassen. Die bleibend hohen Abtreibungszahlen belegen das Scheitern der Familienpolitik ebenso wie die sinkenden Geburtenzahlen. Deutschland braucht eine klare Stimme für das Leben! Wir kämpfen gegen niemanden, sondern ausschließlich für etwas, für das kostbare Menschenrecht auf Leben für jeden!“ Und: „Lebensschützer sind gegen jede Gewalt, erst recht Gewalt gegen das Leben.“ Auf dem „Marsch für das Leben“ in Berlin erinnerte Lohmann daran, dass hunderte Menschen Tag für Tag allein im reichen Deutschland noch vor der Geburt meist aus sozialen Nöten heraus abgetrieben werden. Darauf wolle der jährliche Schweigemarsch in Berlin die Öffentlichkeit aufmerksam machen. „Mit der bewussten Tötung von Menschen und dem Verweigern des vorgegebenen Lebensrechtes werden wir uns niemals abfinden können“, sagte er. Der Bundesverband habe noch viel Aufklärung zu leisten. Das Lebensrecht und die im Grundgesetz fest verankerte Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen seien die „Kernpfeiler einer humanen Demokratie“. Der Einsatz für das Lebensrecht aller, besonders der Schwächsten und Ungeborenen, sei eine Verantwortung, die gerade Christen sehr ernst nehmen müssten.
24.09.2009

Marsch für das Leben, Samstag, 26. September in Berlin
Mit einem "Marsch für das Leben" will der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 26. September in Berlin wie schon in den letzten Jahren an die hunderttausendfache Tötung vorgeburtlicher Menschen in unserem Land erinnern und gedenken. Alle sind herzlich eingeladen, an dem Marsch teilzunehmen und ein Kreuz auf sich zu nehmen als ein Zeichen für Menschenwürde und Lebensrecht. Ort: Berlin-Mitte, Neptunbrunnen zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche (S-und U-Bahn Alexanderplatz) 13 Uhr Kundgebung, 14 Uhr Marsch für das Leben zur Hedwigskathedrale und 15 Uhr Ökumenischer Gottesdienst Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 114.484 Abtreibungen an das Statistische Bundesamt gemeldet. Fachleute wie Professor Spieker, Universität Osnabrück, schätzen die reale Abtreibungszahl auf etwa das Doppelte. Das entspricht pro Arbeitstag rund 1000 Abtreibungen oder auch Kinder von etwa 40 Schulklassen. Die besonders grausamen Abtreibungen von Kindern, die bereits außerhalb des Mutterleibes lebensfähig sind, ungefähr ab der 23. Woche, sind nach medizinischer Indikation nach wie vor bis kurz vor der Geburt erlaubt. Seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 wurden offiziell rund 4,6 Millionen ungeborene Kinder getötet. Abtreibungsbefürworter wollen den „Marsch für das Leben" in Berlin stören. Ein Bündnis von sogenannten Antifaschisten, Feministinnen und Humanisten hat dazu einen entsprechenden Aufruf im Internet verbreitet. Auch die Partei „Die Linke" und die „Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung" (Pro Familia) unterstützen die Protestaktionen. Das Pro-Abtreibungs-Bündnis wirft dem Veranstalter des Marsches – dem Bundesverband Lebensrecht – christlichen Fundamentalismus vor. Der Verband wolle ein „Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen". In dem Aufruf wird auch auf militante Abtreibungsgegner in den USA hingewiesen. Der kommissarische Leiter des Bundesverbandes Lebensrecht, Manfred Libner (Meschede), wies die Vorwürfe zurück. Bei dem „Marsch für das Leben" handele es sich in erster Linie um einen Gedenkveranstaltung für die etwa 1.000 Kinder, die laut Schätzungen jeden Werktag im Mutterleib getötet werden. Zudem wolle man für das Recht auf Leben eintreten. Um eine Bestrafung von Frauen gehe es nicht, sondern um eine bessere Unterstützung der schwangeren Frauen, damit sie zu ihrem Kind stehen können. Hinsichtlich der angekündigten Störaktionen setzt Libner auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Polizei. Für fragwürdig hält Libner die geplante Mitwirkung von Pro Familia an den Protesten. Diese Organisation erhalte für ihre Aufklärungs- und Beratungsarbeit für Schwangere staatliche Mittel. Libner: „Wie können Beratungsstellen im Sinne des Gesetzes beraten, wenn sie bei solchen Aktionen mitmachen?" www.marsch-fuer-das-leben.de
15.09.2009

Glänzend aufgelegt - Großer Konsens zwischen katholischen und evangelischen Christen beim Forum Deutscher Katholiken
(MEDRUM) Das Forum Deutscher Katholiken präsentierte am gestrigen Schlußtag seines Kongresses "Freude am Glauben" in Aschaffenburg mit einem Podiumsgespräch unter der Überschrift "Wo Christen zusammenstehen müssen" ein überkonfessionelles Glanzlicht. Mit überwältigender Zustimmung demonstrierten Podiumsredner und Teilnehmer des Kongresses in einer Resolution, dass sie als Christen in Grundfragen der christlichen Wertordnung zusammenstehen und in wichtigen gesellschaftspolitischen Handlungsfeldern von einem gemeinsamen Geist getragen sind. Vier Gäste waren als Redner zum Podiumsgespräch geladen: der Bundestagsabgeordnete und CSU-Rechtsexperte Norbert Geis, Prof. Dr. Klaus Reder, Gemeinschaft St. Egidio, Andreas Späth, Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB), und Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. Sie zeigten sich glänzend aufgelegt und waren um keine Antwort auf die Fragen verlegen, die Manfred Libner, Vorsitzender der CDL Bayern, als Moderator des Gespräches stellte. In überzeugenden Gesprächsbeiträgen demonstrierten sie, warum Christen über Konfessionsgrenzen hinweg zusammenstehen müssen und aufgerufen sind, gemeinsam zu handeln. Das Podiumsgespräch nahm zahlreiche Themen in den Blick, die Christen bewegen: die zersetzende Schwächung von Ehe und Familie, die drohende Aushöhlung des Rechtes auf Leben vor der Geburt und am Ende des Lebens, den mangelnden christlichen Geist und den fehlenden Wertebezug in Politik und Medien sowie die Notwendigkeit, den christlichen Glauben für die Entwicklung unseres Landes aktiv zu bekennen. Diese Themen standen im Vordergrund einer beachtlichen Debatte. Bemerkenswert: Aus den Redebeiträgen konnte kaum darauf geschlossen werden, welcher Glaubensgemeinschaft die jeweiligen Redner eigentlich zugehörig sind. Markant standen das einende Glaubensfundament und der übereinstimmende Wille im Zentrum des Gespräches, gemeinsam für den Erhalt der christlichen Wertordnung als Bedingung für eine gesunde Entwicklung in Staat und Gesellschaft einzutreten. Die Einmütigkeit in inhaltlichen Fragen spiegelte sich auch im Konsens des Podiums über die grundsätzliche Haltung im Lebensalltag wider: "Beten alleine genügt nicht! Wir müssen beides tun: Beten und Arbeiten. Wir müssen aktiv werden, und das nicht nur innerhalb der Gemeinden, sondern auch außerhalb - in der Politik und Gesellschaft“, lautete der Appell des Podiums, der vorbehaltlosen Beifall auslöste. Diese gemeinsame Botschaft der Podiumsredner und ihre klaren Positionen und Argumente zu wichtigen Fragen unseres Zeitgeschehens überzeugte das Publikum in der Stadthalle von Aschaffenburg. Immer wieder kommentierten die Kongreßteilnehmer die Gesprächsbeiträge vom Podium mit "Szenenapplaus". Manfred Libner führte durch ein Gespräch, in dem die Gemeinsamkeiten von katholischen und evangelischen Christen mit bestechender Klarheit hervortraten. Alle waren sich einig, dass den Versuchen, die Glaubensfreiheit und christliche Wertüberzeugungen zu unterdrücken, mit entschiedenem Widerstand begegnet werden müsse. Als positives Beispiel hob Hartmut Steeb die Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung" zum Marburger Kongreß hervor. Steeb verwies darauf, dass sich anfangs vor allem viele katholische Christen an die Seite evangelischer Christen gestellt hätten, als diese mit totalitären Methoden eines intoleranten Mainstreams unterdrückt werden sollten. Norbert Geis merkte an, auch er habe von dieser Seite eine unglaubliche Intoleranz und Aggressivität erlebt. Nach seinem Interview im Morgenmagazin, in dem er sich ablehnend zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften äußerte, seien ihm Prügel und Totschlag angedroht worden. Norbert Geis: "Aber ich lasse mich dadurch nicht einschüchtern." Auch Klaus Reder und Andreas Späth unterstrichen die Notwendigkeit zum Widerstand. Sie betonten die großartigen Gemeinsamkeiten von Christen, die ihre Werte vertreten und sich gegenseitig stützen müssten. Als unrühmliches Beispiel wurde der Umgang mit dem Papst genannt. Eine "Schande" sei es gewesen, wie teilweise mit dem Papst umgegangen worden sei, als manche ihm subtil einen latenten Antisemitismus unterstellt hätten, merkte Geis an. Er bezeichnete Ehe und Familie als sein Hauptanliegen. Geis machte klar, dass er in der "Stärkung der Familie und ihrer Bindekraft" für die Gesellschaft, eine Hauptaufgabe für die Politik in der nächsten Legislaturperiode sieht. Er erhielt dafür ebenso große Zustimmung wie für seine mutige und beispielgebende Haltung in der Politik. Von allen Seiten des Podiums und Auditoriums war zu vernehmen, dass es Politiker von seiner Art wesentlich mehr geben müsste. Manfred Libner konnte am Ende der Veranstaltung einen Resolutionsentwurf präsentieren, der nahezu einstimmig von den Kongreßteilnehmern verabschiedet wurde. Hierin wurden Forderungen zu sechs Kernpunkten formuliert: * Verbesserung des Lebensschutzes ungeborener Kinder, zumindest die Erfüllung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes; * Uneingeschränkte Erhaltung der Strafbarkeit der Tötung auf Verlangen, ebenso wie der kommerziellen bzw. organisierten Suizidbeihilfe; * im Interesse des Kindeswohls Ablehnung eines Adoptionsrechtes gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften; * Förderung der Kinder durch Schaffung tatsächlicher Wahlfreiheit für ihre Betreuung in den ersten Lebensjahren in der Familie in Form der Gewährung einer Erziehungshilfe in Höhe der Kosten des Kinderkrippenplatzes; * Erinnerung der Schulen an die in vielen Bundesländern geltenden Grundsätze christlicher Gemeinschaftsschulen; * Verbesserung des Schutzes der Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe, der seelischen und körperlichen Erholung, der Familie und der Pflege sozialer Kontakte. "Durch gemeinsames Handeln können wir Christen, zusammen mit allen Menschen guten Willens, erreichen, dass unsere Gesellschaft ihr menschliches Antlitz erneuert", lautet der Tenor am Ende der Resolution. Dass der Kongreß in diesem Geiste angelegt und das Podiumsgespräch treffend gelungen war, zeigte das dankbar positive Echo der Teilnehmer am Schluß der Veranstaltung. Die Verantwortlichen des Kongresses -allen voran der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken, Prof. Dr. Hubert Gindert, und die Schirmherrin, Johanna Gräfin von Westphalen, Vorsitzende der STIFTUNG JA ZUM LEBEN - nahmen diesen Dank und die Wertschätzung der Teilnehmer mit Freude entgegen. Gindert sah darin ein wichtiges Signal. "Weitere Schritte müssen folgen!", zog er ein persönliches Fazit. Kurt J. Heinz
19.08.2009

“Und dann die Sensation - Tim beginnt zu essen” Tims Erfolg bei seiner Delphintherapie - 12 Jahre nach seiner Spätabtreibung
Es ist soweit, Tim darf wieder nach Curacao, der Insel der guten Hoffnung”, zu den Delphinen reisen. Viele Erwartungen und das Hoffen auf weitere "Wunder", die Tim wieder ein Stück weiterbringen könnten, sind mit dieser Reise verbunden. Immer wieder ist es für uns ein großes Glück zu sehen, wie sich Tim, der Junge der eigentlich gar nicht mehr leben sollte, entwickelt hat. War er früher noch teilnahmslos und nicht in der Lage seine Gefühle und Wünsche auszudrücken, kann er heute mit Lauten und Gesten zeigen, was er will und Tim will zu den Delphinen. So verlief auch der lange Flug relativ entspannt, zumal Tim erstmals selbständig zu seinem Sitz laufen konnte, das Ergebnis der letzten Delphintherapie. Den Weg zum Curacao Sea Aquarium, in dem die Delphintherapie stattfindet, hat Tim sofort wieder erkannt und er läuft voller Freude hinein und begrüßt alle auf seine unverwechselbare herzliche Art. Ein weiterer Garant für Tims Erfolg bei der Therapie war die Zuteilung der Therapeuten und des Delphins. Denn wie beim letzen Mal hatte Tim das große Glück Lisa als Therapeutin zu bekommen. Gemeinsam mit dem Physiotherapeuten André und der erfahrenen Delphindame Lina begann für Tim eine aufregende Zeit. Höhepunkt war natürlich das Schwimmen mit Lina, die ganz auf die Bedürfnisse von Tim einging. Nachdem Tim seine Wahrnehmung verbessert hatte, wurde an dem eigentlichen Ziel, der Nahrungsaufnahme gearbeitet. Tim wurden verschiedene Speisen mit unterschiedlichen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen angeboten. Von Apfelmus über Joghurt, Schokosoße, Honig bis hin zu einer Chillisoße wurden getestet. Und das nicht nur mit der Zunge, sondern mit dem ganzen Körper. Tim rieb sich seine Arme und Beine mit den Proben ein und genoß es dann auch, diese mit der Zunge aufzunehmen. Die Therapeuten nahmen diese Schmiererei mit Gelassenheit und unterstützen Tim dabei. Und dann stellte sich die von uns so sehr angestrebte Sensation ein, Tim begann zu Essen. Auch bei früheren Therapien waren wir kurz davor, aber diesmal war es endlich so weit. Tim entdeckte die Freude am Essen. Bereitwillig öffnete er den Mund und ließ sich von uns füttern. Selbst seine kleine Schwester Melissa konnte ihm den Löffel mit Brei in den Mund führen und Tim aß. Tim war im letzten Jahr für 6 Wochen zur Eßtherapie in einer Spezialklink im Schwarzwald. Leider ohne den gewünschten Erfolg. Der Frust saß schon sehr tief und umso größer war natürlich die Freude über den Erfolg bei der Delphintherapie. Am liebsten hätten wir die Therapie noch verlängert, doch die Therapieplätze sind extrem rar und über längere Zeit ausgebucht. Zufrieden und voller Zuversicht traten wir die Heimreise an. Den tollen Erfolg versuchen wir gemeinsam mit Tims Lehrern zu erhalten und so Schritt für Schritt dem Ziel, Tim ohne Magensonde zu ernähren, näher zu kommen. Wir möchten uns bei den vielen Spendern bedanken, die Tims Delphintherapie ermöglicht haben und hoffen, daß Tim weitere Fortschritte machen wird. Ihre Familie Guido
16.07.2009

Marsch für das Leben, Berlin 26. September 2009
MARSCH FÜR DAS LEBEN Sonnabend, 26. September 2009 Berlin-Mitte, Neptunbrunnen zw. Rotem Rathaus und Marienkirche (S+U-Bahn Alexanderplatz) 12.00 Uhr Kundgebung am Neptunbrunnen Mit Albert und Elisabeth von Thurn und Taxis, Paralympics-Siegerin Michaela Fuchs, Liedermacher Wolfgang Tost, Dr. med. Claudia Kaminski u.a. 13.00 Uhr „Marsch für das Leben“ Demonstrationszug durch die Metropole zur St. Hedwigs-Kathedrale 14.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst, Für alle, die nicht kommen können: In dieser Zeit rufen wir zum deutschlandweiten Gebet auf! Veranstalter: Bundesverband Lebensrecht e.V. Fehrbelliner Straße 99, D-10119 Berlin Fon 030 44 05 88 66 / Fax 030 44 05 88 67 E-Mail: www.bv-lebensrecht.de berlin@bv-lebensrecht.de, Wussten Sie, dass • Abtreibung in Deutschland genau genommen verboten ist und nur unter bestimmten Bedingungen (§218) straffrei bleibt? • die Schmerzempfindlichkeit des Kindes ab der 8. Schwangerschaftswoche beginnt, und dass bereits 20 Tage nach der Befruchtung das Herz schlägt? • bei Diagnose einer Behinderung das ungeborene Kind oft noch bis unmittelbar vor dem Entbindungstermin abgetrieben wird? • seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 offiziell rund 4,5 Millionen ungeborene Kinder getötet wurden? Berlin hat 3,4 Millionen Einwohner! Das Bundesverfassungsgericht in den Leitsätzen zum Urteil des Zweiten Senats vom 28.05.1993: „Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben zu schützen. Zum mensch-lichen Leben gehört auch das ungeborene. Auch ihm gebührt der Schutz des Staates. Die Verfassung untersagt nicht nur unmittelbare Eingriffe in das ungeborene Leben, sie gebietet dem Staat auch, sich schützend und fördernd vor dieses Leben zu stellen.“ Wir fordern: Der Gesetzgeber muss endlich seiner Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht nachkommen!
26.06.2009

Stiftungspreis 2009 an Jugend für das Leben Österreich und Walter Schrader
München 24. Juni 2009 - Die Lebensschutzinitiative „Jugend für das Leben Österreich“ sowie der langjährige, frühere Geschäftsführer der Lebensrechtsorganisation „Kaleb e.V.“, Walter Schrader, sind in München mit dem diesjährigen Stiftungspreis der „Stiftung Ja zum Leben“ ausgezeichnet worden. Sie erhielten die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Ehrung für ihren Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun sprach in seiner Laudatio von „seinen Kindern“, die mit ihren Aktionen die Wahrheit des Evangeliums des Lebens verbreiteten. Ein Blick in die fröhlichen Gesichter der Jugend für das Leben bei den Pro-Life-Märschen und Straßeneinsätzen mache es einem im Vergleich zu den haßerfüllten Blicken der lebensverneinenden Gegendemonstranten leicht, sich für die gute Seite zu entscheiden. Es sei immens wichtig, daß dieser jugendliche Aufbruch immer stärker werde, damit die Kultur des Lebens wachsen könne. Die Bremer Staatsrätin a.D. Elisabeth Motschmann hob in ihrer Laudatio für Walter Schrader hervor, daß dieser mit seinem Wirken eine Segensspur gezogen habe. Durch den Unrechtsstaat DDR immer wieder drangsaliert und inhaftiert, sei Schrader mit seiner Rettung von ungeborenen Kindern zu einem Vorbild geworden. Seine Bescheidenheit, sein Dienst für die Schwächsten und seine Unbeirrbarkeit, am Guten festzuhalten und trotz erlittenen Unrechts nicht aggressiv und verbittert zu werden, seien herausragend. Der Vorsitzende der Jugend für das Leben, Tobias Beier, dankte für den Stiftungspreis. Er verstehe ihn als Ermutigung und versprach, daß die Jugendlichen die Gesellschaft auch weiterhin mit guten Aktionen wachrütteln wollen. Walter Schrader hob in seinem Dank hervor, daß es Ziel bleiben müsse, das lebensfeindliche Abtreibungsgesetz zu revidieren und das Grundrecht auf Leben auch in Deutschland wieder durchzusetzen.
15.06.2009

Eva Herman startet bei neuem Internet-TV-Sender eigene Talkshow - familyfair überzeugt mit starken Themen und reichlich Prominenz
Am 16. Juni startet www.familyfair.de. familyfair ist eine neue Internetplattform von Familien für Familien. Neben der bekannten TV- Moderatorin Eva Herman wird der Autor, Rechtsanwalt und ehemalige TV- Richter Carlos A. Gebauer den neuen Internet-TV-Sender mit einer eigenen Sendung bereichern. Freuen Sie sich auf Gäste wie den Komiker Karl Dall, den Physiker und Bevölkerungsexperten Prof. Dr. Dr. Hermann Adrian, Prof. Dr. Ronald Grossarth-Matusek mit seinen weltweit einzigartigen multidisziplinären Studien, Klaus Meine (Scorpions), Dr. Jürgen Borchert, Sozialexperte, die bekannte Autorin Dr. Karin Jäckel, die Familientherapeutin Dr. Carmelite Avraham-Krehwinkel aus Israel u.v.a. Prominente. Woher stammen das immense Selbstbewusstsein und der Erfolg Karl Dalls trotz seines hängenden Augenlides? Wie schafft es Scorpionsleadsänger Klaus Meine eine jahrzehntelange Weltkarriere ohne Skandale hinzukriegen? Die Antworten auf diese und andere Fragen geben sie im Gespräch mit Eva Herman. familyfair-Experten sprechen differenziert über starke Familienthemen. Täglich wechselnd äußern sie sich mit kleinen Film-Statements zu Themen, die woanders zu kurz kommen. Der bekannte Erziehungswissenschaftler Wolfgang Bergmann nimmt Stellung zu den drängenden Problemthemen von Kindern und Jugendlichen. Zum Thema Schwangerschaft berichtet regelmäßig Dr. Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Klink für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus Berlin. Weitere wöchentliche Expertenthemen aus Politik und Finanzen, Bildung und Schule, Geburt und Stillen. Gleichzeitig kann Jeder mitmachen: in Foren, Blogs und Chats erwartet Sie ein reger Meinungsaustausch. Ab Sommer steht die bekannte Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer einmal in der Woche im Direktchat zu Themen der Familienpolitik zur Verfügung.
03.06.2009

Protest gegen “Erwachsen auf Probe” (RTL)
Auf massiven Protest ist das Vorhaben des Privatsenders RTL gestoßen, ab Juni die Serie “Erwachsen auf Probe” auszustrahlen. In dieser Sendung sollen Säuglinge und Kleinkinder von ihren Eltern getrennt werden, um sie in die Obhut von fremden Teenagern zu geben. Und dies für die Dauer von vier Tagen, rund um die Uhr in einer völlig fremden Umgebung. Es ist anzunehmen, daß der Hintergrund des aus England stammenden TV-Formats die Eindämmung der Teenagerschwangerschaften sein soll. Wer im Fernsehen einmal die Probleme mit kleinen schreienden Kindern gesehen hat zwischen Menschen, die keine Liebe verbindet, ist höchstwahrscheinlich eher bereit, das Kind vorgeburtlich töten zu lassen. Der Berufsverband deutscher Psychologen kritisiert: “Aus kommerziellem Interesse werden hier Menschenversuche unternommen, deren psychische Folgen für die Beteiligten nicht absehbar sind.” Die Kinderpsychologin und Preisträgerin der Stiftung Ja zum Leben Christa Meves sagt: “Dieses Experiment ist nicht verantwortbar. Babys haben eine verletzliche Seele. Ihr Gehirn befindet sich in der Phase der Konstitution. Durch die Trennung von den Müttern in unverantwortlicher Weise können sie lebenlange Schäden davontragen.” Der Deutsche Hebammen-Verband gibt zu bedenken: „Kleinste Kinder ohne Not von ihren Eltern zu trennen ist ein grob fahrlässiges Vergehen, das eigentlich eine Anzeige nach sich ziehen müßte.” Der Salzburger Kinderpsychiater Leonhard Thun-Hohenstein kritisiert: “Für die Jugendlichen ist es ein Spiel ohne die wesentlichste Grundlage: die Beziehung zu diesem Kind! Das Kind wird als Versuchsobjekt verborgt und für das Lernen am Objekt mißbraucht. Jugendliche in eine mißbrauchende Situation zu bringen, halte ich für genau so wenig angemessen wie ihnen die Babys für mehrere Tage zu überlassen. Wie sollen sie da das lernen, was das wichtigste ist: Beziehungsfähigkeit und Fürsorge!” Das Familiennetzwerk bietet unter www.familie-ist-zukunft.de eine elektronische Petition an, um dem Protest gegen das Vorhaben von RTL Ausdruck zu verleihen.
15.05.2009

Beratungspflicht der Ärzte und Dreitagesfrist - Spätabtreibungs-Kompromiß passiert den Bundestag
Am 13. Mai beschloß der Deutsche Bundestag eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Künftig müssen Ärzte, die aufgrund einer vorgeburtlichen Diagnose eine mögliche Behinderung des Kindes feststellen über die damit verbundenen „psychosozialen Aspekte“ beraten und über weitere Hilfsmöglichkeiten aufklären. Daneben muß zwischen Diagnose und Abtreibung eine Frist von drei Tagen liegen. Doch nicht einmal für eine verbesserte statistische Erfassung der Spätabtreibungen fand sich eine parlamentarische Mehrheit. Der Gesetzgeber will nicht wissen warum und weshalb außerhalb des Mutterleibes lebensfähige Kinder getötet werden. Über die Anzahl von Tötungen aufgrund von Fehlern bei der Pränataldiagnostik soll die Öffentlichkeit nichts erfahren. Offensichtlich hat man Sorge, daß die Diskussion um das gesetzlich durchbrochene Tötungsverbot in der Öffentlichkeit weitergehen könnte. Solidarisierungs- und Mitleidseffekte mit den ungeborenen Kindern und ihren Familien sind nicht erwünscht. Obwohl der Bundestagsbeschluß den ersten Schritt zur Verbesserung des Lebensschutzes seit Beginn der gesetzlichen Aushebelung des Abtreibungsstraffrechts vor über dreißig Jahren darstellt, muß klar gesehen werden, daß vom Gesetzgeber in der jetzigen Konstellation keine weiteren Schritte zur Stärkung des Lebensschutzes zu erwarten sind. Das bürgerschaftliche Engagement bleibt deshalb gefragter denn je.
30.03.2009

Symposium: "Familie unter Druck - Warum wir eine neue Wertschätzung der Familie brauchen" 9. Mai 2009, Alte Oper Erfurt
Symposium des Familiennetzwerk Deutschland und der Thüringer Elterninitiative Wir sind Familie am 9. Mai 2009 in Erfurt in der Alten Oper Erfurt 9.30 Uhr / Begrüßung durch Maria Steuer 9.45 Uhr / Carmelite Avraham-Krehwinkel -Sozialisation im Kibbuz 10.30 Uhr / Wolfgang Bergmann – Wie die Kinder die Gefühle lernen 11.15 Uhr / Kaffeepause 11.45 Uhr / Melanie Gill – Mutterschaft: Abgewertet und verleugnet 12.30 Uhr / Mittagspause 14.00 Uhr / Christa Meves – Elternsein heute 14.45 Uhr/ Siegfried Bäuerle – Brutalisierung unserer Jugend 15.15 Uhr / Carlos A. Gebauer – Angriff auf die Freiheit 15.45 Uhr / Kaffeepause 16.15 Uhr / Stefan Fuchs – Elternhaus oder Staat 17.00 Uhr/ Stadtführung für Interessierte 19.00 Uhr / Eva Herman – Liebe und Bindung als Fundament mütterlicher Beziehung 19.30 Uhr / Podiumsgespräch – „Familie unter Druck“ (Eva Herman, Michael Panse MdL, Katrin Konrad Elterninitiative, Stefan Fuchs i-DAF, Moderation: Judith Saitz, MDR) 20.30 Uhr/ Festakt- Verleihung des Matejcek-Preises – Musikalischer Auftakt durch Kinder der Musikschule Erfurt – Laudatio: Hermann Binkert, Staatssekretär Preisträger: Petr Necas, Minister für Arbeit, Soziales und Familie in Tschechien Anna Zaborska, Vorsitzende des Ausschusses für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter im europäischen Parlament 22.00 Uhr / Ende der Veranstaltung Anmelden können Sie sich unter Angabe Ihrer Postadresse per Fax 04141/792950 oder per mail an d.dietzel-wolf@familie-ist-zukunft.de. Verbindlich wird Ihre Anmeldung durch Überweisung des Unkostenbeitrages von 25€ für die gesamte Tagung, bzw. 10€, wenn Sie nur am Abend zur Podiumsdiskussion und Preisverleihung kommen. (Bankverbindung: Familiennetzwerk, Kto-nr.: 1200111886, BLZ: 24151005, SK Stade Altes Land / Stichwort: Erfurt).
06.03.2009

Prof. Spieker: Spätabtreibungen eindämmen!
In einem ganzseitigen Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. März 2009 befaßt sich Prof. Manfred Spieker mit dem Problem der Spätabtreibungen in Deutschland. Wie viele Kinder in Deutschland nach der 22. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, sei wegen hoher Dunkelziffern nicht zu ermitteln, heißt es da. Fest stehe jedoch, daß jede Spätabtreibung ein grauenvoller Vorgang sei. Auch deshalb solle der Deutsche Bundestag den Paragraphen 218 des Strafgesetzbuches noch einmal neu fassen, fordert Spieker. "Ein effektiver Ausschluß jeder embryopathischen oder eugenischen Indikation wäre ein Schritt zur Verbesserung der Situation bei den Spätabtreibungen." Er appelliert an den Bundestag, sich von der Angst zu befreien, abermals den § 218 StGB zur Disposition zu stellen. Er plädiert für die Ausweitung der Anzeigepflicht bei unnatürlichen Todesfällen auch auf spätabgetriebene Kinder. "Bei Spätabtreibungen könnten sie ein rechtlicher Ansatz sein, um undurchsichtige Abtreibungen auf ihre strafrechtliche Relevanz hin zu kontrollieren, der statistischen Beopachtungspflicht zu genügen und Ärzte von einer schnellen medizinischen Indikation abzuhalten.", so der kürzlich emeritierte Professor für christliche Soziallehre an der Universität Osnabrück.
25.02.2009

Kongress christlicher Führungskräfte 26.-28. Februar in Düsseldorf
Besuchen Sie den Informationsstand der Stiftung Ja zum Leben auf dem Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 26. bis zum 28. Februar in Düsseldorf, Messe Halle 3, stattfindet. Die Stiftung finden Sie am Stand E 39. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Mehr Informationen unter: www.christlicher-kongress.de
19.02.2009

Wenn Männer unter der Abtreibung leiden
Männer haben nach dem Gesetz kein Recht, eine Abtreibung ihres Kindes zu verhindern. Man liest zwar ab und an über Männer, die ihre Frauen zur Abtreibung drängen und häufiger über Männer die politisch korrekt meinen, die Entscheidung über das “Austragen der Schwangerschaft”, sprich über Leben und Tod des Kindes, liege allein bei der Frau. Um so mehr ist man überrascht, daß in der liberalen Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 12. Februar 2009 dieses Tabuthema aufgegriffen wird. Ein Vater spricht über seine Seelenqualen, seine Hilflosigkeit und seine Wut. Außerdem kommen zehn weitere Männer im Zeit-Magazin zu Wort, von denen übrigens niemand mehr mit den damaligen Partnerinnen zusammenlebt. Thomas Schramm, so der veränderte Name des dreifachen Familienvaters, leidet noch heute unter der Abtreibung seines vierten Kindes. Nachdem seine Frau gerade das dritte Kind abgestillt hatte und seit zwei Monaten wieder berufstätig war, wollte sie auf keinen Fall ein weiteres Kind. Der gemeinsame Besuch der Beratungsstelle “Frauen beraten e.V., München”, bringt für ihn und das Kind keine Rettung. Die Einrichtung, die auf “christlicher Grundlage” den Frauen den Abtreibungsschein ausstellt, bestärkt die Schwangere, daß die Abtreibung allein ihre Entscheidung sei. “Thomas wartet noch, bis die Beraterin den Schein ausgefüllt hat, er muß ihn nach Hause tragen” heißt es im Artikel. “Von da an gingen wir durch die Hölle”, sagt seine Frau. Der Artikel macht deutlich, wie wichtig es im entscheidenden Augenblick ist, eine einfühlsame und kompetente Beraterin zu finden, die nicht durch die Ausstellung des Abtreibungsscheines ihre Tätigkeit beendet, sondern das Problem lösen hilft, das hinter dem Wunsch nach Abtreibung steckt. Zugleich wird das Versagen des Gesetzgebers deutlich, der die Väter in dieser Frage, in der es um Leben oder Tod auch ihres Kindes geht, rechtlos gemacht hat.
26.01.2009

200.000 demonstrieren für das Leben in Washington
Einen Tag nach dem Amtsantritt des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, haben sich Lebensschützer aus allen Teilen der Vereinigten Staaten wie jedes Jahr in Washington versammelt, um mit dem "March for Life 2009" gegen die Abtreibungsgesetze des Landes zu demonstrieren. Besondere Brisanz bekam der Marsch von rund 200.000 Menschen aufgrund der Bestrebungen des neuen US-Präsidenten, den Lebensschutz in den USA weiter zu schwächen. Bereits einen Tag nach seiner Vereidigung unterzeichnete der Präsident ein Dekret mit dem hunderte Millionen Dollar Steuergelder für Organisationen freigegeben werden, die sich für die vorgeburtliche Kindstötung als Bestandteil der Familienplanung in den Entwicklungsländern einsetzen. Ebenso soll nach dem Willen von Barack Obama künftig auch die menschenverbrauchende Forschung mit embryonalen Stammzellen staatlich gefördert werden. Der Marsch für das Leben fand dieses Jahr bereits zum 36. Mal statt, seit der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten im Jahr 1973 Abtreibungen per Gesetzesbeschluss legalisierte. www.nrlc.org
18.11.2008

Stiftungsbrief Nr. 26 erschienen
Im aktuellen Stiftungsbrief lesen Sie über eine geglückte Schwangerenberatung, an deren Ende die Geburt eines Kindes stand: „So, glaub ich, ist das Glück“. In weiteren Beiträgen wird das Problem der frühen Sexualkontakte und die Lebensgefahr für Kinder, die als „Verhütungsversager“ entstanden sind, angesprochen und dazu das Buch von Siggelkow und Büscher: „Deutschlands sexuelle Tragödie“ vorgestellt. Neben einem kurzen Bericht zum 1000-Kreuze-Marsch in Berlin und der Gegendemo: „Abtreiben gegen Deutschland“ wird die Initiative www.ich-tus-nicht.de vorgestellt. Auf dieser Homepage äußern sich junge Leute, warum sie nicht abtreiben. Die Folgen der Krippenaufbewahrung für Kinder wird in dem Film „Kinder ohne Liebe“ gezeigt, der über die Stiftung Ja zum Leben bezogen werden kann. Der Stiftungsbrief steht im Archiv bereit zum runterladen.
28.10.2008

60 Jahre Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen Vorbereitende Konferenz in Bratislava/Slowakei
Berlin/Preßburg. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans Gert Pöttering, bereiteten in der slowakischen Hauptstadt Bratislava am 24. und 25. Oktober hochrangige Politiker, Wissenschaftler sowie Vertreter von Nichtregierungs-Organisationen den 60. Jahrestag der Allgemeinen Menschenrechtserklärung vor, der am 10. Dezember von den Vereinten Nationen begangen wird. Ziel der Konferenz war die eingehende Analyse insbesondere der Artikel 3 (Recht auf Leben) und 16 (Familie) im heutigen gesellschaftlichen Kontext. Entgegen aller Relativierungen der Menschenrechte in den vergangenen Jahrzehnten war das Ergebnis eindeutig: Die Menschenrechtserklärung von 1948 garantiert das Recht auf Leben für jeden Menschen, auch für ungeborene Kinder. Geschützt wird zudem die Familie als Verbindung von Mann und Frau in der Ehe, der Kinder als schwächste Glieder der Gesellschaft anvertraut werden. Jeglicher Fehlinterpretation oder Verkürzung erteilten die Teilnehmer aus mehr als zehn Ländern eine klare Absage. Anna Zaborska, Mitglied des Europäischen Parlamentes und Vorsitzende des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, hatte zu der Konferenz eingeladen. Ihr Fazit: „Der 60. Jahrestag der Verkündigung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist für uns Ansporn, die Familie und das Recht auf Leben auch in Zukunft zu schützen.“ Gleichzeitig rief sie dazu auf, weitere Unterschriften für die Petition „Für das Leben und die Würde des Menschen“ zu sammeln. Darin fordern die Bürger aus den europäischen Ländern den Einsatz der politisch Verantwortlichen für den Schutz des menschlichen Lebens von der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle bis zum natürlichen Tod und die Verteidigung der auf der Ehe von Mann und Frau gegründeten Familie. Aus Deutschland nahmen Vertreter des Bundesverbandes Lebensrecht, der Aktion Lebensrecht für Alle sowie der Stiftung Ja zum Leben an der Konferenz teil.
23.09.2008

Eindrucksvolle Demonstration für das Recht auf Leben
Berlin - Mit 1000 weißen Holzkreuzen machten Lebensrechtler aus ganz Deutschland am Samstag in Berlin auf die ungeborenen Kinder aufmerksam, die an jedem Werktag durch Abtreibung getötet werden. Der Trauermarsch durch die Berliner Innenstadt verlief bis auf wenige Störaktionen friedlich und endete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale. Zu Beginn hatte der Bundesverband Lebensrecht im Rahmen einer Kundgebung am Roten Rathaus die Forderungen der deutschen Lebensrechtsbewegung zusammengefasst: 1. Psycho-soziale Beratung von Schwangeren schon vor Pränataldiagnostik. 2. Ein verstärktes Angebot psycho-sozialer Beratung nach Vorliegen eines embryopathischen Befundes ohne Beratungspflicht. 3. Beschränkung der Arzthaftung auf Fälle grober Fahrlässigkeit, um die Gefahr zu mindern, dass vorgeburtliche Kindstötungen seitens der Ärzte auf Verdacht hin erfolgen. Dr. Claudia Kaminski, Vorsitzende des BVL, betonte: "Die Tabuisierung des Abtreibungsgeschehens in Deutschland muss aufhören. Es geht um Hunderttausende Kinder, die nicht leben dürfen und Hunderttausende Frauen, denen im Schwangerschaftskonflikt nicht genug geholfen wird." Der Bundesverband Lebensrecht begrüßte den Gesetzentwurf der CDU/CSU zur Verminderung von Spätabtreibungen als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. "Wir sind um der betroffenen Frauen willen froh, dass endlich auch die Folgen der Abtreibung für die Frau stärker thematisiert werden," so Kaminski.
18.09.2008

Berlin: 1000 Kreuze für das Leben
Für das ungeteilte Menschenrecht auf Leben demonstrieren am Samstag, dem 20. September 2008 in Berlin-Mitte Bürger aus ganz Deutschland. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.1000kreuze.de
31.07.2008

Berlin: 1000 Kreuze Marsch für das Leben 20. September 2008
Das hunderttausendfache Töten von ungeborenen Kindern ist in unserer Gesellschaft zur Normalität geworden. Der Staat finanziert dies mit über 40 Millionen Euro jährlich. Doch das Menschenrecht auf Leben ist unteilbar! Deshalb laden wir Sie herzlich ein, sich am 20. September 2008 in Berlin am zentralen und ökumenischen Schweige-Marsch zu beteiligen, der vom Bundesverband für Lebensrecht e.V. alle 2 Jahre veranstaltet wird. Die 1000 Kreuze, die mitgeführt werden, erinnern an die 1000 Kinder, die an jedem Werktag in Deutschland durch Abtreibung ums Leben kommen. Je mehr Menschen sich an dieser Kundgebung beteiligen, desto mehr Aufmerksamkeit wird in der Öffentlichkeit für dieses verdrängte Thema erreicht. Dunkle Kleidung ist erwünscht! Für alle, die nicht kommen können: In dieser Zeit rufen wir zum deutschlandweiten Gebet auf! Wir bitten Sie aber auch um kontinuierliches Engagement für das Lebensrecht aller Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, durch Leserbriefe, durch Gespräche in ihrem Umfeld, durch Gebet und Spenden. Anmeldung von Gruppen - ab 10 Personen. Zeit: 12.00 - 15.00 Uhr Treffpunkt: Berlin-Mitte, Am Neptunbrunnen, zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche an der Spandauer Straße (S+U-Bahn Alexanderplatz) Ablauf: 12.00 Uhr Kundgebung; u.a. mit Dr. med. Claudia Kaminski, Vorsitzende Bundesverband Lebensrecht e.V., Hartmut Steeb, Generalsekretär Deutsche Evangelische Allianz 13.00 Uhr Schweigemarsch zur St. Hedwigskathedrale 14.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst Veranstalter und Infos: Bundesverband für Lebensrecht e.V. / Kaleb e.V. Info-Email: berlin@bv-lebensrecht Info-Homepage: www.bv-lebensrecht.de; www.kaleb.de Bundesverband Lebensrecht e.V. und Pro Life Berlin Fehrbelliner Straße 99 D-10119 Berlin Fon 030 / 44 05 88 66 Fax 030 / 44 05 88 67
05.07.2008

Tim hat Geburtstag
Der kleine Tim aus Oldenburg, der 1997 wegen Down-Syndrom abgetrieben werden sollte, jedoch seine Abtreibung überlebte, wird heute elf Jahre alt. Der Fall Tim hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, da man ihn nach der versuchten Abtreibung neun Stunden nahezu unversorgt liegen ließ. Tims Schicksal macht auf drastische Weise auf die völlig unzureichende Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland aufmerksam. Tim ist bei weitem kein Einzelfall. Allein im vergangenen Jahr wurden 229 Spätabtreibungen (nach der 23. Schwangerschaftswoche) beim Statistischen Bundesamt gemeldet, so viele wie noch nie. Nach Schätzungen von Fachleuten liegt die Dunkelziffer jedoch weitaus höher. Durch den stetig ausgeweiteten Einsatz der Pränataldiagnostik ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. So geht man beispielsweise davon aus, daß bereits jetzt 90-95% aller Kinder, bei denen das Down-Syndrom diagnostiziert wurde, abgetrieben werden. Darunter sind auch Kinder, die Opfer einer Fehldiagnose wurden. Tim lebt bei einer Pflegefamilie, die sich liebevoll um ihn kümmert. Neben dem Down-Syndrom muß er heute mit einigen zusätzlichen Behinderungen kämpfen - Folgen der versuchten Abtreibung. Im kommenden Frühjahr wird Tim wieder an einer Delphin-Therapie teilnehmen. Die Therapie hat in den vergangenen Jahren erfreuliche Fortschritte bewirkt. Tim läuft jetzt selbständig und hat sich im kommunikativen Bereich deutlich verbessert. (Spendenkonto Nr. 771220001, Dresdner Bank Meschede, BLZ: 440 800 50, Stichwort: Delphintherapie) „Jetzt muß der Gesetzgeber endlich handeln und Abtreibungen bis zur Geburt unterbinden!“, betont die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen. „Obwohl das Schicksal von Tim bekannt ist und im Koalitionsvertrag von Union und SPD eine Verbesserung des Lebensschutzes im Bereich der Spätabtreibungen verankert wurde, hat sich der Deutsche Bundestag bisher nicht entschließen können, den Lebensschutz zu verbessern. Das ist ein Menschenrechtsskandal erster Ordnung!“ so die Stiftungsvorsitzende. „www.Tim-lebt.de“ ist eine Kampagne der Stiftung Ja zum Leben.
30.06.2008

Auktion für die Stiftung Ja zum Leben
Bis zum 06. Juli 2008 läuft unter www.stargebot.de eine Auktion für die Stiftung Ja zum Leben. Erleben Sie und Ihre Begleitperson am 14. Juli 2008 in Regensburg eine Show der Superlative - die Tänzer von „Magic of the Dance“ steppen über Tisch und Stühle, springen und tanzen, dass die Funken sprühen: Es ist die derzeit wohl mitreißendste Steppshow, die Irland zu bieten hat! Und: Anschließend lernen Sie Ihre Durchlaucht Fürstin Gloria von Thurn und Taxis kurz persönlich kennen. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis unterstützt mit dieser Auktion die Stiftung JA ZUM LEBEN. Weitere Informationen unter www.stargebot.de
26.06.2008

Sexuelle Verwahrlosung bei Jugendlichen
Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur „idea“ hat der Gründer und Leiter des Kinderhilfswerks „Die Arche“ in Berlin-Hellersdorf, Pastor Bernd Siggelkow, vor einer um sich greifenden sexuellen Verwahrlosung bei Jugendlichen gewarnt. Hintergrund ist eine Befragung Siggelkows unter mehr als 80 Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren zu ihren sexuellen Erfahrungen, deren Ergebnisse im September als Buch erscheinen wird ("Deutschlands sexuelle Tragödie" (Gerth-Medien-Verlag, 192 Seiten, 14,95 Euro). Der Pastor kennt die Befragten seit Jahren, weil sie in dem Kinderhilfsprojekt „Arche“ betreut werden. Ein Ergebnis der Umfrage: Die sexuelle Aufklärung erfolgt vor allem durch Pornofilme. Viele der befragten Kinder seien schon mit sieben, acht oder neun Jahren mit den Filmen in Kontakt gekommen. Den Kindern werde durch die Pornofilme ein völlig liebloses Bild von Sexualität vermittelt – ohne Liebe und Zärtlichkeit. Siggelkow erfuhr bei den Gesprächen, daß insbesondere junge Mütter schon am Morgen mit ihren Kindern Pornos anschauen. Die befragten Mädchen hatten den ersten Geschlechtsverkehr nach eigenen Angaben im Durchschnitt im Alter zwischen elf und zwölf Jahren. Die Jungen ein Jahr später. In den Jugendcliquen würden Mädchen von Junge zu Junge „durchgereicht“. Für die befragten Jugendlichen sei Sexualität „eine bloß physische Beschäftigung“ und man stachele sich gegenseitig dazu an, wer die meisten Sexualkontakte habe. Etliche der interviewten Mädchen hätten ihre erste Abtreibung schon mit 13 Jahren hinter sich gebracht. Eine 15-Jährige bekannte, daß sie schon mit Dutzenden Jungen geschlafen habe. Für Siggelkow sind die Ergebnisse nicht nur ein Unterschichten-Phänomen. Sein Fazit: „Hier läuft etwas massiv schief.“ Wenn die Gesellschaft nichts unternehme, werde sich diese Verwahrlosung weiter ausbreiten. Siggelkow zufolge ist in den Gesprächen aber auch deutlich geworden: „Alle sehnen sich nach Liebe und Zärtlichkeit und träumen von einer Vater-Mutter-Kind-Beziehung.“
15.05.2008

Beistand des Papstes für die Lebensschützer
Am Pfingstmontag empfing Papst Benedikt XVI. im Vatikan eine Abordnung der italienischen Lebensschutzorganisation „Bewegung für das Leben“ und weiterer europäischer Initiativen. Aus Deutschland nahmen die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Dr. Claudia Kaminski, die Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, und der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner, teil. Anlaß war die Legalisierung der Abtreibung in Italien vor dreißig Jahren. Der Papst diagnostizierte in seiner Ansprache eine weit verbreitete Mentalität, die den Wert des menschlichen Lebens erniedrige und immer stärker vom Urteil des Einzelnen abhängig mache. Er hob hervor, daß die Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung keine Probleme von Frauen und Familien gelöst, sondern nur „eine weitere Wunde in unserer Gesellschaft aufgerissen“ habe. Als Folge davon sieht der Papst die Achtung vor der menschlichen Person generell schwinden, die unabhängig von religiösen Überzeugungen die Grundlage für jedes gesellschaftliche Zusammenleben darstelle. Die gemeinsamen Bemühungen müßten intensiviert werden damit die Verteidigung des Lebens und der Vorrang der Familie wieder in den Mittelpunkt des Handelns der zuständigen Institutionen rücke. Es sei notwendig, konkret Zeugnis dafür abzulegen, daß der Respekt vor dem Leben die erste Gerechtigkeit sei, die es zu erfüllen gelte. „Gott allein ist der Herr des Lebens. Jeder Mensch ist seinerseits anerkannt und geliebt, gewollt und geleitet.“, betonte der Papst. Papst Benedikt dankte den Lebensrechtlern für ihre wichtige Arbeit. „Wie viele Menschen habt ihr vor dem Tod gerettet! Möget ihr diesen Weg weitergehen und keine Angst haben, damit das Lächeln des Lebens auf den Lippen aller Kinder und auf denen ihrer Mütter siegt. Ich vertraue jeden von euch und die vielen Menschen, welche ihr in euren Hilfszentren für das Leben begegnet, dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria, der Königin der Familie, an, und während ich euch die Einbeziehung in mein Gebet versichere, segne ich euch und die vielen Menschen, die Teil der Bewegung für das Leben in Italien, Europa und in der ganzen Welt sind, von Herzen.“
07.05.2008

Ärzte fordern Aufklärung über psychische Folgen von Abtreibungen
Nach 40 Jahren und 6,6 Millionen Abtreibungen in Großbritannien bricht das britische Royal College of Psychatrists ein Tabu: In einer offiziellen Erklärung vom 14. März 2008 warnen die Psychiater vor den psychischen Folgen, unter denen Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch leiden und fordern angesichts neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine systematische Aufarbeitung dieses Aspekts. Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen, sollten auch klar über mögliche Nebenwirkungen ihre mentale Gesundheit betreffend aufgeklärt werden. Damit wird erstmals von einer hochrangigen Ärztegesellschaft die seit Jahrzehnten vertretene These in Frage gestellt, wonach Frauen in jedem Fall mehr unter einer ungewollten Schwangerschaft leiden würden als unter einer Abtreibung. In Großbritannien werden laut einem Bericht der Sunday Times (online, 19. 03. 2008) mehr als 90 Prozent der jährlich 200.000 Abbrüche von Ärzten in der Meinung durchgeführt, daß die ungewollte Schwangerschaft eine größere Belastung für die Mutter bedeute als eine Abtreibung. Demgegenüber empfiehlt das Royal College of Psychiatrists eine Überarbeitung von Informationsblättern über Abtreibung, in denen auch Details über Risken wie Depression und Suchtgefahr beschrieben werden sollen. Mehrere Studien, darunter die vor zwei Jahren im Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlichte Studie (vgl. Imabe-Newsletter Jänner 2006), kamen zu dem Schluss, daß Abtreibung bei jungen Frauen ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen bedeutete. Quelle: IMABE-Wien (www.imabe.org)
16.04.2008

Blanker Zynismus von Frau Schavan
In einem Gastkommentar für "Die Tagespost" (15. April 2008) schreibt die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen: Es kam nicht gänzlich unerwartet, aber dennoch ist es ein Keulenschlag, was am vergangenen Freitag mit deutlicher Mehrheit im Bundestag beschlossen wurde: die Verschiebung des Stichtages, um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen zu erleichtern. Wie beim Abtreibungsstrafrecht wird auch hier ein Unterschied gemacht zwischen geborenen und ungeborenen Menschen. Anders als zu Beginn der Abtreibungsdebatte Anfang der siebziger Jahre ist es heute wissenschaftlich nicht mehr zu bestreiten, dass der Mensch mit der Fusion von Ei- und Samenzelle beginnt und vom ersten Moment an ein vollwertiger Mensch ist. Diesem Wissen zuwider wurde nun der Weg frei gemacht zur Forschung mit bereits existierendem menschlichen Leben. Wird der Mensch hier nicht zum verfügbaren Material degradiert? Frau Schavans Beteuerung, es sei eine gute Entscheidung für den Lebensschutz ist blanker Zynismus, denn das Grundrecht auf Leben wird dadurch ausgehebelt. Wieder einmal ein Nachweis, dass die Politik nicht ernst macht mit dem Lebensschutz. Welcher moralische Unterschied besteht zwischen den ebenfalls für die Wissenschaft vor siebzig Jahren durchgeführten medizinischen Experimenten an wehrlosen Menschen und den heutigen Experimenten mit menschlichen Embryonen? War nicht das Grundgesetz der Bundesrepublik mit der Forderung nach Schutz von Würde und Lebensrecht eines jeden Menschen die Konsequenz aus unserer Geschichte? Die repräsentative Meinungsumfrage von TNS-Infratest vom Januar 2008 ergab, dass sich 65,2 Prozent der Befragten gegen die Erzeugung und Zerstörung von menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken ausgesprochen haben. Bei den Frauen waren es sogar 75,2 Prozent. Das Parlament hat sich jedoch über den Mehrheitswillen der Bevölkerung hinweggesetzt. So wird auch diese Entscheidung die Politikverdrossenheit fördern und das Vertrauen in die Berliner Politik weiter schwächen. Da in vielen Ländern die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen unbeschränkt möglich ist, bleibt zu fragen, warum gerade Deutschland ein Interesse hat, diese ethisch problematische Forschung zu intensivieren, obwohl weltweit noch keinerlei klinische Erfolge bei der Heilung von Krankheiten erzielt werden konnten im Gegensatz zur adulten Stammzelltherapie. Zu befürchten ist, dass die Staatsministerin Maria Böhmer oder die Abgeordneten Hubert Hüppe, Priska Hinz und andere Recht behalten, dass nach der nun erfolgten Verschiebung des Stichtages noch weitere folgen werden.
03.03.2008

Neuer Stiftungsbrief: Abtreibungsmoratorium - Ein Thema verläßt die Schweigespirale
Der neue Stiftungsbrief ist da. Das Periodikum der STIFTUNG JA ZUM LEBEN berichtet über Aktuelles rund um den Lebensschutz. Erfahren Sie mehr über die unerwartete Geburt eines Down-Syndrom-Kindes und wie die Eltern damit umgehen. Informieren Sie sich über Beratung nach Diagnose an der Uni-Kinderklinik in Mainz, die von der Stiftung Ja zum Leben gefördert wird. Was Sie sonst noch in der aktuellen Ausgabe lesen: Abtreibungsmoratorium - Ein Thema verläßt die Schweigespirale; Erfolgreiche Hilfe für Schwangere in Not durch die Stiftung Ja zum Leben; Deutsche für umfassenden Embryonenschutz – Ergebnisse einer aktuellen Meinungsumfrage; Buchvorstellung: Für immer Ja - Ein Kurs in Sachen Liebe; Der aktuelle Stiftungsbrief steht unter dem Link "Archiv" zum Download bereit.
17.01.2008

Deutsche wollen keine verbrauchende Embryonenforschung
Rund zwei Drittel der Bundesbürger (65,2 Prozent) halten es für ”richtig”, dass in Deutschland ”keine menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden” dürfen. Eine klare Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) will, dass sich Wissenschaftler auf die Forschung mit adulten Stammzellen und aus Hautzellen reprogrammierten Zellen (ips-Zellen) konzentrieren. Nur 26,9 Prozent der Befragten befürworten, dass außer an adulten auch mit menschlichen embryonalen Stammzellen geforscht werden kann. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Anfang Januar im Auftrag des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) durchgeführt hat, die heute in Berlin vorgestellt wurden. ”Jeder, der jetzt noch für eine Verlegung des Stichtags im Stammzellgesetz eintritt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er Politik gegen die große Mehrheit der Bevölkerung macht”, so Dr. med. Claudia Kaminski, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht. Bei Frauen, die bekanntlich die Mehrheit der Bevölkerung stellen, ist die Ablehnung der Forschung mit embryonalen Stammzellen noch viel stärker als bei Männern: 75,2 Prozent der Frauen sind dagegen, dass menschliche Embryonen zu Forschungszwecken verwertet werden dürfen. Auch unter Männern gibt es mit 54,4 Prozent eine klare Mehrheit derer, die Forschung mit embryonalen Stammzellen ablehnt, gegenüber 36,1 Prozent die es für ”richtig” halten, dass menschliche Embryonen zu Forschungszwecken verwertet werden dürfen. ”Das ist ein eindeutiges Signal. Frauen lehnen es ab, als Rohstofflieferantinnen und Eizellspenderinnen für die Forschung in Betracht zu kommen”, so Kaminski. Bereits im Januar 2007 hatte der BVL eine vergleichbare Umfrage bei dem renommierten Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegeben: ”Die aktuellen Ergebnisse sind daher keine Momentaufnahme, sie zeigen vielmehr einen klaren Trend in Deutschland gegen die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen”, betont Kaminski. 2007 hatten sich 56,3 Prozent der Bevölkerung für die Forschung mit adulten und gegen eine Forschung mit embryonalen Stammzellen ausgesprochen. Eine Forschung auch mit embryonalen Stammzellen, die aus menschlichen Embryonen gewonnen werden, befürworteten damals noch 32,9 Prozent. ”Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vertretene Position ist trotz des enormen Einsatzes einiger Wissenschaftler und Funktionäre sowie von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) in Deutschland langfristig nicht mehrheitsfähig. Die Bevölkerung ist jetzt noch deutlicher für die adulte Stammzellforschung”, so Kaminski weiter. Die Ergebnisse der TNS-Infratest-Umfragen aus 2008 und 2007 sprechen laut BVL eine unmissverständliche Sprache: Eine klare Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will keine wie auch immer geartete Aufweichung des Embryonenschutzes in Deutschland, sondern überhaupt keine Forschung an Stammzellen, für die menschliche Embryonen getötet werden müssen. Der Bundesverband Lebensrecht fordert die Volksvertreter daher auf, aus dieser Tatsache bei geplanter Abstimmung über eine Novellierung des Stammzellgesetzes die richtigen Schlüsse zu ziehen.” Die Stiftung Ja zum Leben ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht.
21.11.2007

Stammzellen aus reprogrammierten menschlichen Hautzellen machen embryonale Stammzellen überflüssig
Anlässlich des heute bekannt gewordenen Nachweises der "Reprogrammierung" menschlicher Hautzellen zu "embryonalen" Stammzellen in den Fachzeitschriften "Science" und "Cell" erklärt der CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, MdB: Der senationelle Durchbruch von Yamanaka und Thomson wird die deutsche Stammzelldebatte nachhaltig beeinflussen. Das neue Verfahren stellt der Forschung alternative menschliche Stammzellen ("iPS") zur Verfügung, die sich verhalten wie die bisherigen embryonale Stammzellen. Zu ihrer Gewinnung ist jedoch die Tötung menschlicher Embryonen nicht mehr erforderlich. Grundlagenforschung kann sogar mit patientenspezifischen pluripotenten "iPS"-Stammzellen stattfinden. Die DFG ist aufgefordert, die Finanzierung von Projekten mit menschlichen embryonalen Stammzellen einzufrieren. Die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen hat sich als Sackgasse erwiesen. Sie ist ethisch problematisch und therapeutisch enttäuschend. Eine Änderung oder Abschafffung des Stichtages im Stammzellgesetz wird nun keine Mehrheit mehr finden. Die DFG sollte zügig eine aktuelle Stellungnahme zur Stammzellforschung vorlegen, die die wissenschaftlichen Erkenntnissse der letzten 15 Monate aufgreift. Bereits am Wochenende hatte sich der Klon-Pionier Professor Ian Wilmut vom "therapeutischen Klonen" und embryonalen Stammzellen losgesagt, um künftig mit der ethisch unproblematischen "Umprogrammierung" von Hautzellen zu pluripotenten Stammzellen zu arbeiten. Wilmut hatte seine Entscheidung nicht ethisch begründet, vielmehr halte er das Yamanaka-Verfahren aus wissenschaftlichen Gründen für wesentlich aussichtsreicher. Wilmut, der das Schaf "Dolly" geklont hatte, ist Inhaber einer britischen Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen, von der er nun keinen Gebrauch mehr machen will. Die Stiftung Ja zum Leben fordert die Bundesregierung, insbesondere Forschungsministerin Schavan auf, den falschen Weg der menschenverbrauchenden Forschung zu verlassen und die Steuergelder in Leben schützende Forschungsprojekte zu investieren. "Wenn schon das ethische Bewußtsein fehlt, sollten wenigstens die aktuellen Erfolge der unbedenklichen Stammzellforschung die politisch Verantwortlichen zur Besinnung kommen lassen", hob der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner, hervor.
24.10.2007

Ergebnisse humaner embryonaler Stammzellforschung verzichtbar
"International ist es durchaus umstritten, daß man für die erfolgreiche Forschung mit den ethisch unproblematischen adulten Stammzellen auf Ergebnisse der Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen angewiesen ist. Bundesforschungsministerin Annette Schavan wird offenbar schlecht beraten", erklärte die Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL), Dr. med. Claudia Kaminski, heute in Köln. Eine Blitzumfrage des BVL unter Forschern, die nicht mit menschlichen embryonalen Stammzellen arbeiten, zeigt ein eindeutiges Ergebnis: "Keiner der befragten Wissenschaftler hält die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen für notwendig, um zu besseren Ergebnissen bei der adulten Stammzellforschung zu kommen", so Kaminski. Professor Colin McGuckin von der Universität Newcastle, der mit Nabelschnurblutstammzellen forscht, erklärte: "In unserer gesamten zwanzigjährigen Forschungstätigkeit hat kein einziger Aspekt der Forschung mit embryonalen Stammzellen des Menschen zu unserem Verständnis von adulten oder Nabelschnurblutstammzellen beigetragen. Es irritiert mich sehr, zu hören, dass Forscher, die mit humanen embryonalen Stammzellen arbeiten, dies damit rechtfertigen, ihre Forschung sei notwendig für neue adulte Stammzelltherapien. Adulte Stammzelltherapien sind aus sich heraus erfolgreich und bedürfen in keiner Weise der embryonalen Stammzellforschung." McGuckin hatte 2005 internationales Aufsehen erregt, weil es ihm gelang im Nabelschnurblut Stammzellen nachzuweisen, die die vorteilhaften Eigenschaften von adulten und embryonalen Stammzellen in sich vereinigen. "Die so genannten 'cord-blood-derived embryonic-like stem cells' (CBEs), verwandeln sich - wie embryonale Stammzellen - nicht nur in die drei Zelltypen aus denen die rund 200 Gewebetypen des menschlichen Organismus hervorgehen, ihnen fehlt auch das für embryonale Stammzellen charakteristische Tumorrisiko", so Kaminski. "Der Wiener Krebsforscher Lukas Kenner, der als Sachverständiger bei der Expertenanhörung des Deutschen Bundestags im Mai geladen war, hält zudem Erkenntnisse, die sich mit embryonalen Stammzellen im Tiermodell gewinnen lassen, für völlig ausreichend, um bei der bereits überaus erfolgreichen adulten Stammzellforschung und -therapie noch weiter voranzukommen", erklärte die Ärztin. Ein wertvoller Beitrag zu Aufklärung und Demokratie wäre es, so Kaminski, wenn Schavan und Forscher, die an humanen embryonalen Stammzellen arbeiten, transparent machten, welche tatsächlichen Erkenntnisse man sich für die Therapie mit adulten Stammzellen aus der humanen embryonalen Stammzellforschung erhoffe. Im vergangenen Monat hat der BVL mit Unterstützung der Stiftung Ja zum Leben das Internet-Portal www.deine-stammzellen-heilen.de gestartet. Auf der Webseite werben Prominente aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien für den Erhalt der geltenden Stichtagsregelung und eine Ausweitung der Forschung mit adulten Stammzellen.
15.10.2007

Das Thema "Abtreibung" muß auf die Tagesordnung der Politik
KÖLN. Mit einer spektakulären Aktion vor dem Kölner Dom hat der Verein „Durchblick e.V.“ am 13. Oktober auf das Tabuthema Abtreibung aufmerksam gemacht: Bei einer Kundgebung mit insgesamt 300 Teilnehmern auf der Domplatte stellten Helfer des Vereins 1.000 Paar Kinderschuhe auf. Dies entspricht der tatsächlichen Zahl der Kinder, die an jedem Arbeitstag in Deutschland durch Abtreibung ihr Leben verlieren. Zwei betroffene Frauen, die selbst eine Abtreibung erlitten hatten, berichteten über die traumatischen Folgen, die dieser Eingriff bei ihnen ausgelöst hatte. Die Kundgebung war der Auftakt zu einer Verteilaktion von einer Million originalgetreuer Embryomodelle in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens, die auch durch die Stiftung Ja zum Leben unterstützt wird. „Helfen Sie mit, vielen Frauen das Trauma einer Abtreibung zu ersparen“, appellierte Thomas Schührer, der Vorsitzende des „Durchblick e.V“ an die Teilnehmer. Schührer rief dazu auf, alle Kräfte zu bündeln, um das Bewußtsein für den Unrechtscharakter der Abtreibung zu schärfen. „Nur mit vereinten Kräften wird es uns gelingen, den ungeborenen Kindern und ihren Müttern zu helfen“, sagte Thomas Schührer. Unter großem Beifall der Anwesenden forderte er, das Thema Abtreibung auf die politische Tagesordnung zu bringen. Beeindruckt und erschüttert waren die Teilnehmer von den Berichten betroffener Frauen: Die Sängerin Claudia Wellbrock erzählte, wie sie als DDR-Bürgerin eine Abtreibung hatte vornehmen lassen. Obwohl es in der DDR keine Lebensrechtsbewegung gab und niemand sie darauf hingewiesen habe, daß das ungeborene Kind ein Mensch sei, habe sie sofort nach dem Eingriff gemerkt, daß sie einen schweren Fehler begangen hatte. „Ich fiel in tiefe Depressionen, versuchte, mir das Leben zu nehmen und war ein Jahr lang in stationärer psychiatrischer Behandlung“, sagte Wellbrock. Heute geht sie in Schulen, um von ihren Erlebnissen zu berichten und vor einer Abreibung zu warnen. Ihre traumatischen Erfahrungen hat sie in Lieder gekleidet. Einige davon trug sie auf der Domplatte vor. Auch Ursula Linsin-Heldrich hat ihr Kind abgetrieben. In der Folge wurde sie alkoholkrank und ihre Ehe ging in die Brüche. „Ich warne alle Mädchen und junge Frauen vor einer Abtreibung, an der ich selbst so sehr gelitten habe“, sagte Ursula Linsin-Heldrich. Mittlerweile engagiert sie sich in der Selbsthilfegruppe „Rahel“ um betroffenen Frauen zu helfen, die oft allein gelassen würden. Linsin-Heldrich beklagte, daß die möglichen Folgen einer Abtreibung für die Frau weitgehend verschwiegen werden. Die Teilnehmer der Kundgebung und viele hundert Passanten zeigten sich sehr beeindruckt von den 1.000 Paar Kinderschuhen. „Jetzt wird mir erst klar, welche Dimension das hat“, meinte eine junge Frau. Anmerkung: Fotos können auf der Internetseite www.embryonenoffensive.de unter der Rubrik „Download“ heruntergeladen und in Zusammenhang mit einem Bericht honorarfrei verwendet werden.
24.09.2007

BVL kritisiert SPD-Vorschlag - Kaminski wieder Vorsitzende
„Eine Verschiebung des Stichtags, wie sie die Bundestagsabgeordneten René Röspel und Jörg Tauss (beide SPD) vorschlagen, lehnen die im Bundesverband Lebensrecht zusammengeschlossenen Lebensrechtsorganisationen entschieden ab.“ Das erklärt die alte und neue BVL-Vorsitzende, Dr. med. Claudia Kaminski heute in Köln. „Die Argumentation der SPD-Politiker überzeugt nicht: Es mag sein, dass deutsche Forscher international nur eingeschränkt konkurrenz- oder kooperationsfähig wären, wenn sie bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen auf den Import jener Stammzelllinien beschränkt blieben, der nach der jeweils geltenden Stichtagsregelung erlaubt wäre. Denn in Ländern, die anders als Deutschland den Embryo im Labor nicht oder nur unzureichend schützen, werden Forscher aus diesen Ländern immer mit neueren Stammzelllinien arbeiten, als Forscher in Deutschland. Daher gäbe es keinen Grund auch einen neuen Stichtag demnächst wieder zu verschieben“, sagte Kaminski. „Nach Ansicht vieler Experten sind für die Grundlagenforschung aber nicht einmal die jetzt erhältlichen Stammzellinien zwingend erforderlich. Zudem hat der Bonner Stammzellforscher Oliver Brüstle in einem Interview mit der Wirtschaftswoche (19/2007) noch im Mai diesen Jahres erklärt: ‚Natürlich lassen sich an diesen Zellen noch neue Methoden entwickeln und erproben.’ An einer grundsätzlichen Entscheidung führt deshalb kein Weg vorbei. Die Tötung menschlicher Embryonen zur Gewinnung embryonaler Stammzellen ist ethisch verwerflich. Daher fordert der BVL den Gesetzgeber auf, statt das Stammzellgesetz zu novellieren, weitere wirksame Schritte zur Förderung der Forschung mit adulten körpereigenen Stammzellen zu beschließen, für die keine menschlichen Embryonen getötet werden müssen, so Kaminski weiter. Bei den turnusgemäßen Wahlen am Wochenende wurde die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. und stellv. Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Ja zum Leben, Dr. med. Claudia Kaminski, einstimmig für weitere drei Jahre im Amt der Vorsitzenden des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) bestätigt. Zum 1. Stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, Manfred Libner, gewählt. Ebenfalls in ihren Ämtern im BVL-Vorstand bestätigt wurden die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) Mechthild Löhr, die Vorsitzende von pro mundis Dr. Susanne Lux sowie der Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrechts-Gruppen (TCLG) Hartmut Steeb. Unter dem Dach des Bundesverbands Lebensrecht haben sich im Jahr 2001 dreizehn bundesweit agierende Lebensrechtsgruppen zusammengeschlossen. Mit dem Internetportal www.deine-stammzellen-heilen.de bezieht der BVL auch in der Debatte um eine Novellierung des Stammzellgesetzes klar Position. Auf www.deine-stammzellen-heilen.de werben Prominente aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien für den Erhalt der geltenden Stichtagsregelung und eine Ausweitung der Forschung mit adulten Stammzellen. Bislang haben sich hier zu Wort gemeldet (in alphabetischer Reihenfolge): Marie Luise Dött MdB und Bundesvorsitzende des Bunds Katholischer Unternehmer (BKU); Katja Giammona, Schauspielerin; Peter Hahne, TV-Moderator und Bestseller-Autor („Schluß mit lustig“); Prof. Dr. iur. Christian Hillgruber, Ordinarius für Öffentliches Recht Universität Bonn; Julia Klöckner MdB und Stellv. CDU-Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz; Philip Prinz von Preußen; Prof. Dr. phil. Robert Spaemann, Philosoph; Prof. Dr. med. Bodo-Eckehard Strauer, Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis; Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)
17.09.2007

Prominente machen gegen embryonale Stammzellforschung mobil
Unter www.deine-Stammzellen-heilen.de hat der Bundesverband Lebensrecht (BVL) heute eine Internet-Kampagne gegen die Liberalisierung des erst 2002 beschlossenen Stammzellgesetzes gestartet. Zudem befürwortet die Kampagne eine Ausweitung der ethisch unproblematischen Forschung mit adulten Stammzellen. Auf dem Portal fordern Prominente aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien den Erhalt der geltenden Stichtagsregelung und die gut begründete Konzentration auf die Forschung mit adulten Stammzellen. An den Start geht die Kampagne mit Statements von Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis, dem Philosophen Robert Spaemann, dem TV-Moderator und Besteller-Autoren Peter Hahne, der Schauspielerin Katja Giammona sowie dem Herzspezialisten Prof. Dr. Bodo-Eckehard Strauer von der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Strauer hatte vergangene Woche von sich Reden gemacht, als er einen Patienten mit schwerstem Herzinfarkt mit körpereigenen Stammzellen therapierte und so vor dem sicheren Tod rettete. Täglich werden auf dem Portal dann die Statements weiterer prominenter Persönlichkeiten eingestellt. Darüber hinaus präsentiert das Portal viel Wissenswertes rund um die Themen Stammzellen und Embryonenschutz. Die Webseite führt zum einen Zitate an, die verdeutlichen, dass es den Befürwortern der embryonalen Stammzellforschung um weit mehr geht, als „nur“ um eine einmalige Verschiebung des Stichtags. Zum anderen erläutern allgemeinverständlich geschriebene Texte, welche Heilungserfolge Forscher mit adulten Stammzellen bereits erzielt haben. “Wir sind überzeugt, dass die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht nur unethisch, sondern auch medizinisch sinnlos und forschungspolitisch verfehlt ist“, erklärt die Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, Dr. med. Claudia Kaminski zum Start der Internet-Kampagne. “Wir sehen nicht tatenlos zu, wie Forscher, deren Forschungen mit Steuergeldern subventioniert werden, Druck auf die Politik ausüben. Es muss verhindert werden, dass Forscher, die von der Tötung menschlicher Embryonen profitieren, am Ende auch noch den gesetzlichen Rahmen zu definieren suchen, in dem derartige Forschung künftig stattfinden soll“, so Kaminski. Die Kampagne wird gefördert durch die Stiftung Ja zum Leben.
02.07.2007

Menschenkette gegen Abtreibung um den Kölner Dom
Köln - Rund 200 Abtreibungsgegner demonstrierten am 30. Juni auf der Kölner Domplatte gegen Spätabtreibungen. Aktueller Anlass war der zehnte Geburtstag von Tim, dem Oldenburger Baby, der am 6. Juli 1997 seine eigene Abtreibung überlebte. Wegen Trisomie 21 hatte sich seine Mutter gegen ihn entschieden, doch Tim kämpfte sich neun Stunden lang ins Leben und wurde schließlich doch noch medizinisch versorgt. "Wir machen auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, die bei uns täglich durch Abtreibung und Spätabtreibung begangen werden", erklärte die Sprecherin der Kampagne www.Tim-lebt.de und Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, Dr. med. Claudia Kaminski, während der Kundgebung. Kaminski forderte die Politiker auf, endlich etwas gegen das grauenhafte Geschehen der Spätabtreibungen zu tun und nicht länger zu schweigen. "Obwohl der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorsieht, wenigstens die besonders grausamen Spätabtreibungen einzudämmen, hat die Bundesregierung bis auf den heutigen Tag noch keine einzige Maßnahme präsentiert, die in die versprochene Richtung weist", so Kaminski. Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, verlas das Grußwort von Tims Pflegefamilie, die ihn bald nach der Geburt liebevoll aufgenommen hat. „Trotz der vielen Handikaps, die ihm beim Start ins Leben auf den Weg gegeben wurden, hat sich Tim erstaunlich gut entwickelt. Er kann recht sicher laufen, hat seinen Weg zur Kommunikation mit seiner Umwelt gefunden und ist voller Lebensfreude.“ Besonders bedankten sich Tims Pflegeeltern bei den vielen Unterstützern, denen Tims Entwicklung am Herzen liege. Libner unterstrich, dass Tim das lebende Opfer eines inhumanen Gesetzes sei. „Tim spornt uns an, weiter unbeirrt für das Menschenrecht auf Leben zu kämpfen“, so Libner.
11.06.2007

Tim wird 10 Jahre alt - 30. Juni: Menschenkette um Kölner Dom
Tim, bekannt geworden als „Oldenburger Baby“, hatte seine eigene Abtreibung in der 25. Schwangerschaftswoche überlebt, obwohl er neun Stunden lang unversorgt liegen blieb, bis man ihm endlich half. Aus diesem Anlaß lädt Sie die Stiftung Ja zum Leben und die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) herzlich ein zur Kundgebung mit anschließender Menschenkette um den Kölner Dom am Samstag, 30. Juni 2007, 11 Uhr, Kölner Domplatte. Wir machen auf die Opfer der unverändert andauernden und zeitlich nicht begrenzten Spätabtreibungen aufmerksam und demonstrieren für das Lebensrecht aller Menschen, egal ob gesund oder behindert. Wir bitten um schwarze Kleidung. Auf der Domplatte verteilen wir gelbe Westen. Zeigen Sie Flagge für das Menschenrecht auf Leben. Bringen Sie Freunde und Verwandte mit!
04.06.2007

Lichtblick für Familie und Lebensschutz
Mit dem Preis der Stiftung Ja zum Leben wurde am 23. Mai die Kinder– und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves für ihren unermüdlichen Einsatz für Ehe und Familie sowie die geborenen und ungeborenen Kinder geehrt. Im Festsaal des Münchner Künstlerhauses hob die Stiftungsvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen die „unschätzbare Arbeit“ von Christa Meves hervor. Deshalb sollte es zu einem Tag des Dankes für ihr jahrzehntelanges Wirken für den Lebensschutz und die Familie werden. „Man sieht wieder Licht am Horizont und viele wunderbare Aufbrüche in Kirche und Gesellschaft“, unterstrich Gräfin Westphalen vor 400 geladenen Gästen. Der Stiftungspreis wurde zum zehnten Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. In mehr als einhundert Büchern hat Christa Meves wegweisende Ratschläge für eine gelingende Ehe und Problemlösungen im Familienleben und bei der Erziehung von Kindern angeboten. Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz wies in seinem Grußwort darauf hin, daß der Name bereits Programm sei: Christa, die Christusträgerin; das ‚M’ stehe für ihren Mut, das ‚E’ für ihr Engagement, das ‚V’ für Vorbild für uns alle, das zweite ‚E’ für Ehe, Elternschaft und Erziehung, das ‚S’ schließlich dafür, daß Meves Segen für unsere Gesellschaft sei. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun warnte in seinem Grußwort vor einer gegenwärtig wachsenden Ideologie, die „an der Trennung von Mutter und Kind interessiert ist“. Dies schaffe enorme Verwirrung im Verständnis von Ehe und Familie. Er plädierte für eine „Rückkehr zum gesunden Menschenverstand, was die Identität und Rolle von Mann und Frau angeht“. In seiner Laudatio sagte der Bremer Pastor Jens Motschmann, die Bücher und Aufsätze der Therapeutin hätten unzähligen Menschen geholfen. „Sie wurde zu einem Leuchtturm so vieler Menschen“, da sie die Öffentlichkeit und Politik schon früh vor einer „labilen, süchtigen, passiven und habgierigen Generation“ gewarnt habe. Ihr 1971 erschienenes Buch „Manipulierte Maßlosigkeit“ sei eine prophetische Weissagung gewesen, in der sie die Lebensphilosophie der 68er, deren antiautoritäre Pädagogik und Folgen klarsichtig und erschütternd beschrieben habe. „Wir können es doch nicht einfach hinnehmen, daß wir ein sterbenden Volk sind, daß auf den Schulhöfen immer wieder Gewalt aufbricht, daß so viele Menschen psychisch krank sind inmitten einer Wohlstandsgesellschaft“, so Motschmann. Es sei auch nicht hinnehmbar, daß jungen Eltern, die sich gerade auf die Elternschaft freuten von der Politik eingeredet werde: „Es ist besser, wenn euer Kind in einer Krippe aufwachsen kann.“ In ihrer Erwiderung betonte die Preisträgerin: „Leben muß verstärkt bewacht und beschützt werden. Angesichts von acht Millionen abgetriebenen Kindern in den letzten Jahrzehnten muß der Einsatz gegen den Kindermord beharrlich gegen die Dampfwalze Zeitgeist fortgesetzt werden“. Sie kritisierte, fundiert durch die jüngsten Erkenntnisse der Hirnforschung, die Politik der Kinderkrippen für Kleinkinder und forderte die Beachtung der Naturgesetze. „Ich finde diesen Preis großartig“, so Meves in ihrem Dank an die Stiftung Ja zum Leben. „Ich möchte ihn stellvertretend für alle Mütter annehmen, denn jede Mutter müßte einen solchen Preis erhalten. Mutterschaft ist der wertvollste und unaufgebbarste aller Berufe.“
23.04.2007

Terminhinweis: 4./5. Mai 2007, "Weniger Staat-mehr Eltern: Wer erzieht die Kinder?"
Die internationale Tagung wird veranstaltet vom Familiennetzwerk Deutschland und Prof. Dr. Johannes Pechstein, in der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main. u.a. mit Sir Richard Bowlby, Eva Herman, Prof. Dr. Gordon Neufeld, Prof. Dr. Johannes Pechstein, Anna Wahlgren, Jürgen Liminski. Weitere Informationen: www.familie-ist-zukunft.de Die elementare Entwicklung der Bindung zwischen Eltern und Kind beginnt bereits in der vorgeburtlichen Zeit und wird entscheidend durch Erfahrungen während der Schwangerschaft und der Geburt sowie der ersten Lebensmonate und -jahre beeinflusst. International renommierte Forscher und Fachleute werden über die Erkenntnisse der Bindungsforschung, der Entwicklungspsychologie und Möglichkeiten der Psychothe-rapie berichten und diskutieren, u.a. die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves. Das erscheint heute umso dringlicher, als diese Erkenntnisse, die für das Wohl des Kindes, der Mütter, der Väter und der Familien grundlegend sind, bei politischen Überlegungen keine angemessene Beachtung finden. Im Gegenteil: Parteien und Verbände werfen durch ihre Programme und Aktionen die Frage auf: Soll die Erziehung der Kinder immer stärker und immer früher in die Hände des Staates übergehen? Zu diesem Symposium ist jeder eingeladen – vor allem Angehörige aller Berufsgruppen, die sich in der Zeit vor und nach der Geburt, sowie in den ersten Lebensjahren um das Kind kümmern, wie etwa Hebammen und Ge-burtshelfer, Stillberaterinnen und Krankenpflegekräfte, Kinderärzte, Kinderpsychologen, Kinderpsychiater und Psychiater, Heilpädagogen, Erzieherinnen, Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Sonderpädagogen, Sozialarbeiter, Seelsorger, Juristen, Soziologen, Lehrer, Politiker, insbesondere alle Eltern und jene, die es vorhaben zu werden.
02.03.2007

Neuer Stiftungsbrief: Mehrheit der Amerikaner sind Pro Life
Der neue Stiftungsbrief ist da. Das Periodikum der STIFTUNG JA ZUM LEBEN berichtet über Aktuelles rund um den Lebensschutz. Erfahren Sie mehr über die dramatischen Umstände unter denen eine junge, von ihrem Freund verlassene Frau ihr zweites Kind zur Welt brachte. Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN konnte helfen. Was Sie sonst noch in der aktuellen Ausgabe lesen: Wie die Amerikaner zur Pro Life-Bewegung stehen – Warum Führungskräfte auf Werte setzen – Was die Deutschen von der Forschung mit embryonalen Stammzellen halten – Wo Schwangeren in Not unbürokratisch geholfen wird – Der aktuelle Stiftungsbrief steht unter dem Link "Archiv" zum Download bereit.
12.02.2007

Mehrheit der Deutschen will keine embryonale Stammzellforschung
Mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland (56,3 Prozent) wünscht, dass sich die Wissenschaft ausschließlich auf die Forschung mit adulten Stammzellen konzentriert. Zwei Drittel (66,5 Prozent) halten es für „richtig“, dass in Deutschland „keine menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden“ dürfen. Das sind die beiden wichtigsten Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Mitte Januar im Auftrag des Bundesverband Lebensrecht (BVL) durchgeführt hat und die am 25. Januar von der Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht, Dr. med. Claudia Kaminski, in Berlin vorgestellt wurde. „Wer für die embryonale Stammzellforschung eintritt, der muss sich ab heute darüber im Klaren sein, dass er eine Politik macht, die gegen das steht, was die Mehrheit der Bevölkerung für richtig hält“, fasste Kaminski zusammen. So zeigt die Umfrage, dass Frauen, die bekanntlich den größten Anteil der Bevölkerung stellen, die embryonale Stammzellforschung noch weit aus stärker ablehnen, als Männer. Während 46,5 Prozent der Männer für eine Beschränkung der Forschung auf die adulte Stammzellforschung eintreten, befürworten 41,4 Prozent von ihnen eine Erforschung von adulten und embryonalen Stammzellen. Bei den Frauen sind das nur 26,4 Prozent. Dagegen fordern 63,7 Prozent der Frauen, die als potentielle Spenderinnen von Eizellen und Empfängerinnen künstlich erzeugter Embryonen vermutlich sensibler sind, eine Eingrenzung der Forschung auf die adulte Stammzellforschung, bei der keine menschlichen Embryonen erzeugt und zerstört werden. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn es um das bestehende Embryonenschutzgesetz geht. Hier befürworten fast Dreiviertel (73,8) der Frauen das geltende Gesetz, „das es verbietet, einen menschlichen Embryo für einen wissenschaftlichen oder medizinischen Zweck zu verwenden, der nicht dem Leben des Embryos dient“. Aber auch bei Männern stößt das Embryonenschutzgesetz mit 56,9 Prozent bei deutlich mehr als der Hälfte auf Zustimmung. Bemerkenswert ist zudem, dass sich die Ablehnung der embryonalen Stammzellforschung auch durch alle Altersgruppen zieht. Selbst bei den Senioren (60 Jahre und älter), die am ehesten von einer Therapie mit embryonalen Stammzellen profitieren könnten, befürworten nur 33,6 Prozent eine Forschung mit embryonalen Stammzellen. 50,2 Prozent wollen dagegen, dass sich die Forschung ausschließlich auf die Arbeit mit körpereigenen Stammzellen beschränkt. „Besonders erfreulich ist aus Sicht des BVL die Haltung der nachwachsenden Generation“, so Kaminski. Laut der Umfrage lehnen unter den befragten Schülern (ab 14 Jahren) 61,9 Prozent die embryonale Stammzellforschung ab. 76,2 Prozent befürworten, dass in Deutschland keine Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden dürfen. „Die Jugend ist, zumindest was den Embryonenschutz betrifft, klar Pro-Life orientiert“ so Kaminski weiter.